Belegarchiv/Konkordanz
Die hier aus dem elektronischen Belegarchiv ausgegebenen Stellen bilden den durch halbautomatische Lemmatisierung von digitalisierten Volltexten gewonnenen Kern einer umfassenderen Beleggrundlage, die für die Ausarbeitung des Mittelhochdeutschen Wörterbuchs verwendet wird. Bei der Benutzung des elektronischen Belegarchivs ist stets zu beachten, dass es Stellen enthalten kann, die anderen Stichwörtern zuzuordnen sind.
lîcham stM. (380 Belege) MWB Lexer Lexer-Nachtr. BMZ Findeb.
| sele sprichet ze gotte mit ganzer liebi <N>VIII</N>. Von gottes lichamen; der sieche, der verlasset, und von der craft <N>IX</N>. Von | |
| und zů der welte urlop nam, do sach ich minen lichamen an; do was er gewaffent sere uf mine arme sele | |
| stan und můste alle mine jugent grosse schirmeschlege uf minen lichamen schlan: das was súfzen, weinen, bihten, vasten, wachen, besmenschlege und | |
| und ich bin wandelber an allen dingen. <KAP><N>VIII</N>. Von gottes licham, den der sieche verlasset, und von der craft</KAP> Das ein | |
| und von der craft</KAP> Das ein sieche, #.[der verlasset, gottes lichamen nit mag enpfan#.], da was ich also einvaltig an, das | |
| Er mag mich nit verlieren denne mit súnden. Aber sin licham mag von krangheit minen lichamen verlieren.» $t In disen worten | |
| denne mit súnden. Aber sin licham mag von krangheit minen lichamen verlieren.» $t In disen worten sach ich in der heligen | |
| ich in der heligen drivaltekeit dise glosen: Swenne wir gottes lichamen enpfan, so vereinet sich die gotheit mit únser unschuldigen sele | |
| unschuldigen sele und mischet sich gottes menscheit mit únserm grúwelichen lichame, und so machet der helig geist sine wonunge in únserme | |
| anders niergen: von dem altar, von der bússe mit gottes lichamen vúr den siechen; aber sol der sieche oppfern uf die | |
| und dir#.] was.» Do sprach der sun: «Gedenk, was din licham von minen pinen gelitten hat.» Dis sprach der heilig geist: | |
| nach kam dú brut in so grosse vinsternisse, das der licham swiste unde kramp in der pine. Do wart si von | |
| bin doch selber nit selig, und ich verzer manigen heiligen lichamen und bin doch selber boͤse, und ich bringe manigen zů | |
| oren mines ewigen geistes und bevinde in allen liden mines lichamen die kraft des heiligen geistes. <KAP><N>XIV</N>. Von der heligen drivaltekeit, | |
| habent. Wie edel ein cleinoͤt das si, das ein helig licham minnen vol und súnden si vri, das wiset úns got | |
| wil ich gerne liden des todes pine an dem súndigen lichamen min. Minne, du hast den groͤssosten gewalt vor allen tugenden | |
| messe gesungen und den lúten hette gegeben únsers herren heligen lichamen; und do er alle sin pfliht hatte vollebraht, do hies | |
| Do er was begraben, do gieng ein mensche zů sinem lichamen unde grůssete beide sel unde lip; des pflag si alle | |
| versm#;eahet. <KAP><N>XXIII</N>. Von Sante Johannes ewangelisten begrebde</KAP> Sant Johans ewangelisten lichamen han ich gesehen werlich mit den oͮgen miner unwirdigen sele. | |
| zergenglichen $t dingen under der schoͤpfnisse des ewigen riches. Sin licham hat nu der goͤtlichen ewekeit also vil enpfangen, das er | |
| ie ze siben stunden koment die heligen engel zů dem lichamen mit lobelichem sange, der lutet alsus: Helig, luter, einvaltig, wise, | |
| sang denne tusent seiten oder harpfen klang. <FOLIO>(70#’r)</FOLIO> $t Zwúschent sinem lichamen und der schoͤpfnisse des himelriches ist nit me denne ein | |
| lise und ist doch als ewig veste, das dar kein lichame me dur mag untz an den jungosten tag. <KAP><N>XXIV</N>. Wie | |
| wellent haben, und wa si einer minnenden sele in einem licham werdent gewar, da muͤssent si under #.[die erden hin#.]varen. #;vOch | |
| sich dur die sele in die sinne; so můs der lichame oͮch sin teil gewinnen, $t also das er wirt gezogen | |
| dingen, uf das si gotte vil lobes moͤge gewinnen. Der licham sinket oͮch vil sere, wenne er sinem viande dienet und | |
| sinket noch fúrbas, wan si merer maht hat denne der licham. Si sinket mit grossem vlisse in die nidersten stat, die | |
| als man pfliget in himmelriche ze voͤrhtende. Mere der arme licham můs sich vor vinsternisse sines herzen und vor krankheit siner | |
| vom tode. Aber die sele ist also schoͤne in irme lichamen als in dem himmelriche, si ist aber also gewis nit, | |
| ir geschehen mag, die wile si gespannen ist ze irme lichamen, und har nider gesunken ist in das tieffeste, das si | |
| irem munde. Ir sele wart inen von got in irem lichamen wider gegeben, also das man das wol moͤhte kiesen, das | |
| sele von irem libe ane pin und ane we. Ir lichamen ligent vil schoͤne obe dem lufte und ob den sternen. | |
| Darumbe das si anderwarbe nit menschlich sturben, so mohten ir lichamen nit me zů der erde begraben werden. Adam behielt das | |
| mensclich, das man súndet. In aller miner bekorunge mines súndigen lichamen und in aller gevuͤlunge mines herzen und in aller bekantnisse | |
| des menschen sinne, der die warheit hat ervaren: Herre, min lichame ist getoͤtet in der verwandelunge aller bosheit. Darumbe habent mich | |
| bringet <FOLIO>(88#’r)</FOLIO> alle tugende in ir rehte stat, alleine der licham der werke nit vermag. <KAP><N>XXIII</N>. Von Sante Marien gebet, von | |
| dem hungertůch</KAP> Ich sach ein maget an irme gebette. Ir lichame was geneiget zů der erden und ir geist hatte sich | |
| mit der edelen gevůgheit des heligen geistes dur den ganzen lichamen ires magtůmes in der vúrigen sele irs gůten willen und | |
| und besweret gant, do was Maria lihtevertig und vro. Ir licham was doch alvol don, wan si hatte da inne umbevangen | |
| mit siner cleinlichen suͤssekeit ging dur die ganzen want Marien lichamen mit swebender wunne ane alle arbeit. Das was also schier | |
| hatte getragen. Das ander teil bant si wider umb iren lichamen zesamne. In disú tůch want dú cleinliche jungfroͮwe den grossen | |
| edelm gesteine. Das bezeichente das alleredelste holtz, das únsers herren lichamen an ime trůg, do man die himelporten durchgrůp und mit | |
| unmassen wol. Aber ich voͤrhte sere, wie ich us minem lichamen soͤlle komen.» Do sprach únser herre: «Alse das sol geschehen, | |
| din getrúwe beschirmunge, die du ie geleitest an minen armen lichamen und an mine ellendig sele. Mit disen selben dingen, grosser | |
| allen den beswerten selen, die hútte mit angest von irme lichamen scheidin, das du, erbarmherziger got, ir behalter wellist sin und | |
| in miner sele und umb die getrúwen wegespise dines heligen lichamen, das <FOLIO>(101#’v)</FOLIO> der muͤsse sin an minem ende min jungestú | |
| aht dingen <N>XXXV</N>. Wie dú selig sele sprichet zů irme lichamen an dem jungesten tage <N>XXXVI</N>. Das Johannes_Baptista der armen dirnen | |
| ende us von der getrúwen sele und von dem gůtwilligen lichamen in die heligen drivaltekeit, das der vatter sinem sun danket, | |
| selen von dem vegefúr</KAP> Ich bat vúr ein sele, der licham wart ermordet in einem súndigen lebenne. Do sprach únser herre | |
| bedahte.» «Si sprechent, herre, es si wisheit, das man den lichamen spari, wan din goͤtlich atem, der us von diner heligen | |
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