i – ie|besunder (?) ieclich – iemerkæse iemerkuo – iersch iertes – iewëdersît iewelich – ihten (?) ihtesiht – îlunge im – in in – în bezûnen în biegen – în brëhen în brîden – inder(t) in dës – inelende în enthalten (?) – ingebër în gebërn – ingesigelde ingesinde – in guot în gürten – în houwen inhûs – în lâʒen înlâʒunge – în lûchen în luogen – inne halten în neigen (?) – innergewant innerhalbe – inniclich innigen – în rüefen în rüeren – inschrift în sëgenen – în slahen însleich – în springen în spruʒʒen (?) – interpretieren intestîn – în twingen în ünden – în vleischen învleischunge – înwander inwaner – în wischen în wîsen – ipocrisis ipocrite – irhalp irhære – irregunge irrehaft – Ir|rîche irricheit – îsenbû îsendach – îsenkaste îsenkëc – îsensacroc (?) îsenschûfel – îserîn îserkleit – isôpe isôpensaf – îtelhant îtelinc – itwinde iu – îwînboum
|
2ir
Poss.-Pron.
(3. Pers. Sg. Fem. und 3. Pers. Pl.)
Zu Flexions- und Schreibformen s. WMU 2,945f. und 946f.; zur Entwicklung des Poss.-Pron. aus dem Gen. der jeweiligen Pers.-Pron., hier → sie/siu, und der allmählichen Differenzierung durch das Aufkommen flektierter Formen vgl. Mhd. Gr. (KSW) 2 § P 256-266.
‘ihr’, zur Angabe der Zugehörigkeit zur 3. Pers. Sg. Fem. oder 3. Pers. Pl. (s.a.
sîn
)
1 attr. 1.1 mit vorangest. Art. 1.2 mit al, dehein/ kein 1.3 mit sëlp 1.4 mit koreferentem Dat. (vgl. 2
5 Mhd. Gr. § S 92 Anm.; Behaghel, Dt. Syntax 1,634-639), evtl. vereinzelt auch Gen. mit pleonastischem Poss.-Pron. (Bartsch/ Marti, Parz. u. Tit. z.St. 87,7) 2 subst.
1
attr.:
ir schœne, ir güete, ir gebâre / hânt mich ze tôde verwundet SM: HvT
1: 3,1;
iz waren iriu tougen rain vor gotes ougen AvaJo
1,7;
du bis muoder ires heren MarldA
99;
diu wirtîn zir gaste sprach, / daz ir liep wær sîn komn Parz
24,14;
si blibe innerhalb irs huses oder iͤrr hofereite WüP
44,4;
Roth
145;
RvEWh
8136.
–
von ir(en) wege(n)
‘von ihrer Seite, ihrerseits’
wer ouch, dat si oue jman van jren wegen dat virbrechen, dat hie beschriuen is UrkCorp (WMU)
196,25;
wand ez dîe ebtischin von iren wege vnd irs clohsters wege vnde her Philips an vns hant verlân ebd.
N109A,21;
von ir wêgen ebd.
2671,39.
2746,19
1.1
mit vorangest. Art.:
si wantin, daz iz wari / der ir heilæri ÄJud
22;
owi des ir uil schonin libes Roth
1214;
div perhtel sunne / uertribe daz genibele / uz dem ir gesidele Wernh
D 3848;
SEzzo
51;
SuTheol
276;
VMos
78,5;
Rol
876.
1031;
eins tags sah sie uß zu eynen fenster und sah eynen yren mag Lanc
22,19;
die jungfrau furt sie zu einer ir niffteln huß ebd.
589,33
1.2
mit al, dehein/ kein:
do wart becheret sant Elena mit alle iͤr svne, mit allen iͤr tohter Konr
5,59;
si smekket ein unbegrifliche suͤssekeit, die ir alle irú lider durgat Mechth
2: 19,56;
Lanc
20,34
u.ö.;
dú einikeit, dú da wesen ist des ersten ursprunges, dú ist daz selb wesen ire aller drier personen Seuse
185,22;
Rol
1218;
VMos
48,18;
MF:Reinm
34a: 5,4;
die zouberêre mochtin sie nicht irweckin mit deheinin irin liestin PrMd (J)
351,12;
auch ist gesetzt [...] daz der hie gesezzen fleischlehter keiner under in [denjenigen von außerhalb] ste noch sie hindern an keime iͤrm kauffe WüP
85,5;
nichein uri herri Mühlh
132,15
1.3
mit sëlp:
dîe der mit íro selbes blûote hímilrîche árnôto Will
52,28;
wand ich noch einer salben hân / die dâ Feimorgân / machte mit ir selber hant Iw
3425;
vnser herre, der lie si an ir selb brode erchennen, das sich nieman an sin selbes tugent darf lazzen Konr
19,21;
Wahrh
175;
KLD:UvL
26: 1,4
1.4
mit koreferentem Dat. (vgl. 2
5Mhd. Gr. § S 92 Anm.; Behaghel, Dt. Syntax 1,634-639), evtl. vereinzelt auch Gen. mit pleonastischem Poss.-Pron. (Bartsch/ Marti, Parz. u. Tit. z.St. 87,7):
da ergienc der orse schelmetac, / dar nâch den gîren ir bejac Parz
387,26;
er [Keie] was ir fuore ein strenger hagel, / noch scherpfer dan der bîn ir zagel ebd.
297,12;
ich klage ûf der minneklichen / ir wolstênden rôten munt SM: Tr
1: 3,4;
so sal men einir kuninginne / ir botin minnin Roth
2036;
des werdent schœner [Laa. schonre, schonen
] vrouwen ir ougen rôt, ir herze kalt, / swan si ir werden lieben man dâ weiz in mortlîcher nôt RvZw
106,5
2
subst.:
nû uarent si mit gewalte / hinne heim an daz ire [zu ihrem Eigen = in ihr eigenes Land]
Exod
3003;
di sibenden [die siebte Art tugendhafter Leute] uben tugent umme got lûterlîchen alleine, und des iren dinne [ihren eigenen Vorteil darin] nicht ensuchen HvFritzlHl
114,14;
Constantînus spricht, sei daz ain fraw sitz ob des holzes [Amomum, ein Ingwergewächs] dunst, diu werd gesunt, ob ir wê sei an der iren [wohl euphem. für die Genitalien] , und daz pringt auch der frawen ir gewonhait [Menstruation]
BdN
357,8.
117,13;
Er
2856
MWB 2 1970,35; Bearbeiter: Richter
ir-
s.a. er-, ur-
MWB 2 1971,43;
irch
stMN.
entlehnt aus lat. (h)ircus
‘Ziegenbock, Bock’ (vgl. EWA 5,152-154);
auch
erch Renner
16570.
1
‘Bock’
2
‘weiß gegerbtes Leder’
1
‘Bock’
wir hân noch viere [vier als Ersatz für die verstorbenen Pflugtiere] , [...] / ein moin [Hengst, Wallach? vgl. Anm.z.St.] , ein irch, ein hirz, ein rint – alsus die viere sint genamt. / der hæte wir ze einer phlüege genuoc, wan daz uns irch an lanken ist verlamet WernhSpr (Z)
10,11
2
‘weiß gegerbtes Leder’
herr, seht ir die wîten hüet / mit irhen underzogen? Helbl
3,369;
temper daz [Pulver] mit dem wîzen des eies unde strîchz an ein irich unde lege iz alsô uber daz wange an die âdere Barth
139,19;
swelch schuoler lernet über twerch, / dem füeget vil baz daz er wîze erch / mit hundes miste könde beizen Renner
16570;
eruum: irh Gl
3:626,30
(BStK926);
pellis fracta: irih ebd.
3:662,27
(BStK287);
weitere Glossenbelege aus mhd. Zeit s. AWB 4,1706
MWB 2 1971,44; Bearbeiter: Richter
irchær
stM.
→
irhære
MWB 2 1971,62;
irchelrieme
swM.
‘Lederriemen aus →
irch’
die hohen wirde niemen mit senfte mac erwerben. / man sol den erhel riemen sniden dem, der swache wil verderben JTit
2691,2
MWB 2 1971,63; Bearbeiter: Richter
irchvël
stN.
‘weiß gegerbtes Leder’
sô hetens [Pelikane] unden an der kel / wîz als ein irchvel / einen goder [Kehlsack] wît und langen, / den sach man hin ab hangen Ottok
96185
MWB 2 1972,3; Bearbeiter: Richter
irdenisch
Adj.
1
‘irdisch, auf der Erde existierend, der Erde zugehörig’
1.1 allg. 1.2
‘der Erde verhaftet, weltlich, vergänglich’
2
‘aus Erde/ Lehm/ Ton bestehend’ (hier übertr.)
1
‘irdisch, auf der Erde existierend, der Erde zugehörig’
1.1
allg.:
der ewige gottessvn [...]
[wurde] der ewigir magede svn, sancte Marivn, ane irdisgin vatir, vffindir erde, andeme ende dir werelte PrWack
3,27;
chôme engegen uns elliu irdeniskiu diet [alle Völker der Erde] , / wir verzageten an der christenhaite niet Kchr
8458.
7675;
die irdenschen hohsten berge moͤgent nit enpfan die offenbarunge miner gnaden Mechth
2: 26,28;
Lanc
48,7
1.2
‘der Erde verhaftet, weltlich, vergänglich’
wir sîn diu armeste krêatûre unde diu jæmerlîchste, sündec, irdenisch, vol untugende unde brœdekeit DvASchr
360,6;
der do fri ist von irdenschen gedencken, der henget sich an die ding die gottes sint Tauler
426,14.
231,2;
es [
lîden
] machet uzzer einem irdenschen menschen einen himelschen menschen Seuse
251,2;
o geistlich namme, was du edel bist úber allen irdenschen nammen Mechth
5: 11,3
u.ö.;
irdenscher schatz KLD: Kzl
16: 8,10;
irdensch guot SM: JvR
1: 9,1;
die irdentsche ere HvNstGZ
587.
–
die edel mosse [
des menschen gemuͤte
] do got so wunneklichen inne solte wonen, die ist also entreint und entsúvert und also [...] vol stinkendes dinges und irdenscher fuler erden und mistes Tauler
149,21.
–
~
dinc:
nu han ich dich gevraget irdenscher dinge, dú du sihest und hoͤrest, und begriffest ir nit; wie woͤltest du denne begrifen daz, daz alles ertrich und himel und alle sinne úbertriffet? Seuse
293,17.
293,23;
ich segene mich ane underlas in minem herzen vúr allú irdenschú ding und bitte dich [Christus] , das du mich vor inen behaltist ungemenget Mechth
5: 21,8.
2: 13,3
u.ö.
2
‘aus Erde/ Lehm/ Ton bestehend’ (hier übertr.):
in des [Gottes] wîsheit alliu dinc edellîcher schînent denne sie sint in in selben; alsô in dem guldînen spiegele sint diu dinc guldîn, diu doch in in selben irdenisch sint, sô man sie dar inne schouwet DvASchr
360,33;
ôwê! wie sol ez ergân / sô wir daz stahel [das stählerne Reich; das vierte der Weltreiche nach Dn 2] müezen lân / und daz irdensche rîch behabe? RvEAlex
15625
MWB 2 1972,7; Bearbeiter: Richter
irdenscheit, irdischeit
stF.
‘Verfallenheit, Anhänglichkeit an das Irdische’
so wirt menschlicher sin als gar versoͮffet und von irdenscheit ze einer geistlichen und engelschlichen glicheit verbildet Seuse
310,1;
so dez [die Reinigung durch das göttliche Licht] dem menschen in zit ieme werden mag, so im ellú irdeschheit ieme enpfellet, und daz untoͤdemklich kleit dez kúnftigen iemer werenden liehtes ieme wirt geeigent in einer verdrossenheit aller zitlichkeit ebd.
390,21
=
ebd.
472,4
MWB 2 1972,49; Bearbeiter: Richter
irdenschlich
Adj.
‘der Erde verhaftet, weltlich, vergänglich’
weist du, waz der sache was, / daz ich versmehete di palas / der irdenschlichen eren? Elis
7479;
si sulte keinen ruwen / nach zitlichen dingen han, / si solde ez alles varen lan, / versmehen sam ein krankes mist, / waz irdenslicher selden ist ebd.
6686
u.ö.
MWB 2 1972,60; Bearbeiter: Richter
irdic
Adj.
‘der Erde verhaftet, weltlich, vergänglich’
alse di himelesche [erg. Stadt] Jerusalem irhaben ist und gescheiden van deme ertriche, also sol der geistliche mensche irhaben und gescheiden sin van irdigen dingen HlReg
50,6.
–
diz [das Zu- und Abnehmen des Mondes] dutet irdichz gesprinc / unde bewegeliche dinc, / dar die stete cristenheit / uf mit beiden vuzen schreit HeslApk
16929
(oder zu irdisch? vgl.
irdisch gesprinc ebd.
9040
)
MWB 2 1973,3; Bearbeiter: Richter
irdîn, ërdîn
Adj.
1
‘aus Erde/ Lehm/ Ton bestehend’
2
‘der Erde zugehörig, weltlich’
3 dem Element Erde zugeordnet
1
‘aus Erde/ Lehm/ Ton bestehend’
der herre [König Archageloga, der aus einer Töpferfamilie stammt] phlag an allen haz / zcu nuczcin erdine vaz PfzdHech
264,12;
stecke sie [die Gans] in einen irdinen hafen, der enge si BvgSp
42;
dar nâch seiht man ez [den Sud] durch ain tuoch und tuot ez in erdein häfen BdN
340,5;
in kupfereinen oder in erdeinen kezzeln ebd.
480,35;
das vas, is si hulczin odir erdin Pelzb
132,35;
RvEWchr
35818;
RvBib
150,11;
Boner
77,8
u.ö.
– im Kontext der vier Weltreiche (Traumdeutung Daniels, vgl. Dn 2):
der kuninc Nabugodonosor gesach in sîme troume / ein bilde von der erden an den himel reichen, / dem was daz houbet guldîn [...] / die vüeze erdîn und îsenîn Rumelant (R)
4:1,7;
ein teil der vuze waren / von ysene vol varen, / daz andir teil irdin was Daniel
771.
830;
RvEAlex
15510;
Renner
9177.
9167
2
‘der Erde zugehörig, weltlich’
swie sie [Engel und Menschen] doch eben gliche varn / an eren und an werden, / jens geistlich und diz erden HeslApk
22594
3
dem Element Erde zugeordnet:
daz ertreich [...] ist gemischet auz den vier elementen: [...], war umb haiz wir ain erdisch dinch wäzeriger nâtûr, daz ander feureiner nâtûr, daz dritt lüftig, daz vierd erdein, seint si doch alleu auz den vier elementen sint gemischt? BdN
378,17.
303,1
MWB 2 1973,13; Bearbeiter: Richter
irdisch, ërdisch
Adj.
auch iersch (
PrSchw (St)
5,260
).
1
‘irdisch, auf der Erde existierend, der Erde zugehörig’
1.1 allg. 1.2 oft in übergreifender Perspektive ‘der Erde verhaftet, weltlich, vergänglich’ , teilweise explizit im Kontrast zu himelrîch/ himelisch o.ä. (s.a.
wërltlich
) 2 dem Element Erde zugeordnet
1
‘irdisch, auf der Erde existierend, der Erde zugehörig’
1.1
allg.:
ich [Gott] gibe ev [Adam und seinem Geschlecht] algeliche / dev irdishen riche / svasso an der erden / lebentiges werde / daz si dir allez undertan VMos
7,11;
ane we die reine [Maria] / gebar got eine. / sus wart er kleine / durch uns mensche unde erdesch gast Meissner
19:1,12;
der bâbest ist ein irdesch got / und ist doch dicke der Rômer spot Freid
151,23;
AvaLJ
48,2;
Parz
347,6;
UrkCorp (WMU)
93,11.
–
wer mich nuͦ hoͤr mit synnes or, / der spreche mir ein irdischen grus / der ußerwelten frawen suß [der als engelsgleich angesprochenen Minnedame] , / die da luchtet fur die sterner: / so gewert sie mich dez gerner Minneb
1683
1.2
oft in übergreifender Perspektive ‘der Erde verhaftet, weltlich, vergänglich’, teilweise explizit im Kontrast zu himelrîch/ himelisch o.ä. (s.a.
wërltlich
):
der synes schopffers willen thut der ist nit irdisch, er ist hymmelisch; wie sin lip off ertrich sy, so ist doch sin geist in hymmelrich Lanc
248,8;
swaz man toͮt in den irdisscen salen, daz wirt allez an uns in geistlichem gecimbere eruullet Spec
131,1;
mit der jrdischen zergænchlichen werlt elliv irdischev dinch vnstæte vnd zergænchlich sint UrkCorp (WMU)
1087A,29;
ertsche vreude MinneR 481
787;
Lucid
51,11;
StatDtOrd
24,2;
Eckh
5: 113,6.
–
~
dinc:
vil luͤte [...] suͦchent in ainem tail irez herzen got. mit dem andern tail so suͦchent si die welte. unde alliu ierdeschen dinch PrSchw
2,11;
daz sint die fuͤmf sinne die sich an irdischeu dinch verlazzen habent und goͤtlicher ding deheinn war nement PrOberalt
74,40
u.ö.;
UrkCorp (WMU)
N772,2;
PrBerthKl
5,79;
Mechth
6: 4,16
2
dem Element Erde zugeordnet:
welhez [
dinc
] aber gar swær ist und kalt und under sich zeuht, daz haiz wir erdischer nâtûr BdN
378,26;
der êrsten lai [die erste Art Wein] ist wäzrig und dünn, der ander erdisch und dick, der drit hât ain mitel under den zwain ebd.
351,32
u.ö.
MWB 2 1973,40; Bearbeiter: Richter
irdischeit
stF.
→
irdenscheit
MWB 2 1974,17;
Ire
M.
‘Ire, Bewohner Irlands’ (s.a.
Irlandære
):
do chom der helt Samson: / er sluͦc Scarpulon, / den chunc uon den Iren, / uil nahen sinem libe, / daz im daz pluͦt uz den ougen spranc Rol
5103
MWB 2 1974,18; Bearbeiter: Richter
irend
Part.Präs.
→
ern
MWB 2 1974,22;
irenthalben
Adv.
→
irhalp
MWB 2 1974,23;
iresheit
stFN.
‘ihr (der Seele/ Kreatur) eigenes Sein, Wesen’ (vgl.
sînesheit
):
da si [die Seele] entsezzet wirt des irsheit in dez sinsheit [in die göttliche Wesenheit] na ir eigen unwússentheit Seuse
188,6;
daz sú da entsetzet werdent dez iresheit und úbersetzet in ein ander forme und in ein ander guͤnlichi [Herrlichkeit] und in einen andern gewalt ebd.
337,13.
–
sus sprach er [Petrus] manicvaltigiu lieplîchiu wort, der der liebe Jêsus niht enhæte bedorft, wan er sihet in herzen und in geistes grunt, dâ er âne allez mittel stât vor gote in vrîheit wârer iresheit [vgl. Anm.z.St.]
Eckh
3:487,10
MWB 2 1974,24; Bearbeiter: Richter
irgen(t)
Adv.
→
iergen
MWB 2 1974,37;
irh
stMN.
→
irch
MWB 2 1974,38;
irhalp, irenthalben
Adv., Präp.
auch
ir halben Tr
18946;
von iret halben PrLpz (L)
38,38.
1 adv. ‘von ihrer Seite, ihrerseits’
2 präp. mit Gen. ‘auf ihrer Seite’
1
adv. ‘von ihrer Seite, ihrerseits’
alsus ein frœlîch ende nam / irhalp diu schumpfentiure [Besiegung]
Reinfr
16269;
das ich vnd mein bruͤder Chunrad vnd Vlreich deu ansprach, di wir heten [...] gegen Leupolten vnd seinem bruder Vlreichen, gelassen hawen willichleichen vnserthalwen vnd si irenthalwen ze schidung UrkCorp (WMU)
3062,36;
daz disev red also stæt belieb irhalb vnd auch von minem tail ebd.
2190,13.
N728,23;
kleine gewunnen, vil verlorn / irenthalben wart Ottok
15651
u.ö.;
Serv
2105.
– mit von:
von irenthalben wirt behût / allez daz dir gehôric ist LivlChr
6376;
daz die stat immer unbeweget / von irnthalben blibe HeslApk
21577
2
präp. mit Gen. ‘auf ihrer Seite’
das die vroͮwen von Seldenoͮwa jrhalb des baches suln ir gewer han mit zvnen, mit bendelstoken vnde swas sv han wen UrkCorp (WMU)
198,6
MWB 2 1974,39; Bearbeiter: Richter
irhære
stM.
auch erher.
jmd., der →
irch herstellt, ‘Weißgerber’
ez sol ouch dehein lederêr noh dehein jrchær dehein woll niht erschiezzen UrkCorp (WMU)
614A,23;
pey dem messer in der hant sind pedaütt ledrër, schüester, irher, chürsner vnd fleischhaker Schachzb
80,13;
gurtlær und irhære, / hantschuostær und buochlære Ottok
65691.
– als Bestandteil von Personennamen:
ez ist [...] Zullen dem irher di stat verboten fünf jar zehen meil hindan NüAchtb
78;
herm Ekgeharte dem Erher UrkCorp (WMU)
1898,19;
UrkPrüf
87
(a. 1257);
UrkMünchSpit
11
(a. 1274).
90
(a. 1330)
MWB 2 1974,58; Bearbeiter: Richter
irhîn
Adj.
‘aus (weißgegerbtem) Leder’ (s.
irch
):
derselb Plato was auch ainsten tzornig vnd hies seinen chnecht den rukk enplössen vnd stuend für den chnecht mit irchein pesen Schachzb
69,300
MWB 2 1975,6; Bearbeiter: Richter
irigin
Adv.
→
iergen
MWB 2 1975,10;
îrîs
F.
aus griech.-lat. iris
‘Regenbogenstein’, ein Edelstein (s.a. Lecouteux, Pierres, S. 151f.):
iris haizt der regenpog. der stain geleicht ainer cristallen und ist sehsekkot, und wenn man in an der sunnen schein setzt in dem haus, sô wirft er gar schœn varb an die wend, die des regenpogen varben geleichent BdN
450,17;
von den saligen wirt da [im himmlischen Jerusalem, vgl. Apc 4,3] gesehen diu scone iris Himmelr
4,12.
4,25;
Parz
791,14
MWB 2 1975,11; Bearbeiter: Richter
irisch
Adj.
‘irisch, aus Irland stammend, zu Irland gehörig’
alda det Lancelot und sin gesellen die Sahsen und das yrsche volck mit gewalt ins waßer Lanc
460,1
u.ö.;
wiedder die sahsen und wiedder dirsche [d.i. daʒ irsche
] volck ebd.
458,16
MWB 2 1975,20; Bearbeiter: Richter |