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ABCDEF s.VGHIJKL
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i – ie|besunder (?)
ieclich – iemerkæse
iemerkuo – iersch
iertes – iewëdersît
iewelich – ihten (?)
ihtesiht – îlunge
im – in
in – în bezûnen
în biegen – în brëhen
în brîden – inder(t)
in dës – inelende
în enthalten (?) – ingebër
în gebërn – ingesigelde
ingesinde – in guot
în gürten – în houwen
inhûs – în lâʒen
înlâʒunge – în lûchen
în luogen – inne halten
în neigen (?) – innergewant
innerhalbe – inniclich
innigen – în rüefen
în rüeren – inschrift
în sëgenen – în slahen
însleich – în springen
în spruʒʒen (?) – interpretieren
intestîn – în twingen
în ünden – în vleischen
învleischunge – înwander
inwaner – în wischen
în wîsen – ipocrisis
ipocrite – irhalp
irhære – irregunge
irrehaft – Ir|rîche
irricheit – îsenbû
îsendach – îsenkaste
îsenkëc – îsensacroc (?)
îsenschûfel – îserîn
îserkleit – isôpe
isôpensaf – îtelhant
îtelinc – itwinde
iu – îwînboum

   înwëc - inwonlich    


înwëc stM. ‘Weg, der in etw. hineinführt’ in daz lant, / an des înwege er sâ vant / gebûwit eine vestin NvJer 13276; min burg ze Blochingen und allez daz guͦt, daz darzuͦ hoͤret [...] súnderlichen aͤkker wingarten wisen holtz waide velt [...] stege wege biwege inwege [...] UrkEssl 298 (a. 1331)

MWB 2 1961,41; Bearbeiterin: Baumgarte

în welzen swV. ‘(sich) zusammenrollen’ Aristotiles spricht, daz der merfrâz die art hab, daz er sich einwelz sam ain igel wenn man in vâhen well BdN 232,10. – Part.-Adj.: in der lenken hant ain eingewelzt slangen BdN 467,25

MWB 2 1961,47; Bearbeiterin: Baumgarte

inwend- s.a. innewend-

MWB 2 1961,52;

inwende Adv., Präp. ‘innen, inwendig’ 1 Adv.
2 Präp.
   1 Adv.: ûzen an dem lîp / und in dem herzen inwende Ottok 95864. ze inwenden ‘im Inneren’ ich wil im riuwe senden / neben, hinden, vor, zen wenden [d.i. ze inwenden, vgl. App.z.St.] BFrau 132    2 Präp.: sô bitterlîcher smerze / twanc sî inwend des lîbes brust / umb die schedelîch verlust / der sî sicher wânde sîn Reinfr 22615

MWB 2 1961,53; Bearbeiterin: Baumgarte

inwendigen Adv., Präp. 1 Adv. ‘innen, im Inneren’
2 Präp. mit Dat., temporal ‘innerhalb’
   1 Adv. ‘innen, im Inneren’ man an dizem hailigen ewangelio uns scribet die ferdampnunge dez richen mannez viervalteclichen. zum êrsten nidinan nider. zem andern obenan nider. zem dritten inwendigon. zem vierden uzwendigon PrSchw 1,39. 1,118. 1,20; PrSchw (St) 4,87    2 Präp. mit Dat., temporal ‘innerhalb’ swenne denne die burgen gemant werden von dem vorgenanten Huge [...] zu huse oder ze hove oder munt wider munde, so suln sij sich [...] inwendigen aht tagen nach der manunge [...] entwrten ze rehter giselscheft UrkCorp (WMU) 3003,38

MWB 2 1961,61; Bearbeiterin: Baumgarte

in wërden stV. inne wërden 2

MWB 2 1962,9;

în wërfen stV. ‘etw. (hin-)einwerfen, hineingeben’ daz [griechische Feuer] warf er în zû der burch VAlex 979; ob daz wib daz getrinchet, da der selbo stein ingeworfen wirdet PrüllS 1,2. – oft in Wasser: si wurfen în diu ruoder: man sach die kocken von dem stade vliezen Kudr 449,4; ge czu dem mere unde wirf den angil in EvBerl 131,20; sus wurfen si den anker în Tr 7412; diu netze in werffen PrOberalt 132,1. – bildl.: ez muiz gar lûtir sin da sich der gotliche schin inwerfin sal und sal durchflizin und durchluchten der sele fornuftikeit Parad 22,18; wan da ich die lieben zuom herzen în / mit den ougen warf SM: UvB 5: 2,3. – Part.Präs. (vom Werfen der Sorgen in Gott als einem demütigen Akt des Glaubens (vgl. omnem sollicitudinem vestram proicientes in eum I Pt 5,7 = Tauler 323,27): das wir sinem boͤsen inwerffende widerston [das wir (unsere Sorgen in Gott) einwerfend seinem (des Teufels) Bösen widerstehen] múgent mit dem glouben Tauler 324,6 (anders [subst. Inf.] Glr.z.St. und Egerding, Metaphorik, 2,709 ‘dass wir seinem bösen Angreifen widerstehen’). – im Erbrecht spez. ‘rückführen von vorausempfangenem Erbe in die Erbmasse’ das ich [ Gertruit ] [...] han mich enzigen des gotes von Werneshusen vnd von Baencon, das mir min vater gab ze ime, wande das selbe goet, do wir deiltent, wart wider in geworfen vnd veͥl nith in min deil UrkCorp (WMU) 190,33; min tochter Anna sol und mag, ub si wil, mit andren minen kinden gelich ze erbe gan, also daz si in verffen sol, ub si erben wil, die zehen phunt geltz, die ich ir geben und usberichtet han UrkBern 6,598 (a. 1341). kerben und seil ~ bergm. ‘den Betrieb beginnen’ kumpt jenre, des das erbe is, und vordert syn ackirteil, das ist eyn czweyunddristeil, und butet syne kost wissentlich czweyn erhaften mannen, ee man kerben und seil ynwirft, der hat ist mit rechte UrkFreiberg 2:269,2 (Anf. 14. Jh.)

MWB 2 1962,10; Bearbeiterin: Baumgarte

in-, înwërt, in-, înwërtes Adv. vereinzelt inwart ( Kreuzf 6032 ); die Vokalquantität bei in-/în- scheint zu schwanken, es gibt zwei später inhaltlich und lautlich getrennte Nachfolger mit in- und ein- (vgl. inwärts 1DWB 4,2,2149, einwärts 2DWB 7,1127); die direktionale Verwendung weniger ausgeprägt als in den älteren Wbb. angenommen (vgl. auch AWB 4,1642 und FWB 8,192). 1 lokal ‘im Inneren, innen’
2 direktional ‘ins Innere hinein, einwärts’
   1 lokal ‘im Inneren, innen’ wunnic dar uf [an dem Zelt] gesniten / Saphis ir bilde, der kunigin, / ouch inwart geworht dar în / ir bilde Kreuzf 6032; uuîe scône du bíst. dîn ôigon. sint tûbon ôigon. âne dáz. daz án dír ínlachenes [ ‘innerlich’, La. invvertes ] uerhólan ist Will 54,3; senftmuͤtikeit die dienet innerlichen disen grúnden und hat me inwert wúrkendes wan gelossenheit; die sicht me zuͦ dem usseren menschen Tauler 370,2. 11,19; daz glentzent ist in [ihnen] uswert [im Außen] geslagen, aber daz smertzent ist in inwert geslagen Seuse 413,11. – ebenfalls hierher (mit Quints Anm. 2, ebd. S. 1,157 aber gegen seine Übers. ‘nach innen’, ebd. S. 1,405f.; vgl. auch inneblîbende, ebd. S. 1,158,4): vernünfticheit ist allez înwert würkende Eckh 1:157,8. 1:158,1    2 direktional ‘ins Innere hinein, einwärts’ aber das wir in alsus luterlichen suͦchent und meinent in allen unsern wercken und dicke inwert súllent keren und ufgon úber uns selber Tauler 57,26; so sint etteliche menschen, aller der gebreste ist hin inwert geraten, und den ist gar ane alle masse muͤliche zuͦ helffende, zuͦ glicher wise also den lúten, der liplich wunden inwert geratent Seuse 496,13

MWB 2 1962,49; Bearbeiterin: Baumgarte

inwërteigen stN. inwart Adj.

MWB 2 1963,17;

inwërtes inwart Adj., → inwërt Adv.

MWB 2 1963,18;

inwërtic Adj. ‘im Inneren, inner’ unser herre [...] heizit uns merkin und uns huͦtin vor den valschin propheten die zu uns cuͦmen in schephinen cleidern und sint inwertich [ intrinsecus ] grifige wolfe PrLpz 115,16; die inwerdigen vinsternisse daz sint die bosin gedanken PrLpz (L) 74,16; dar zvo erwecket ez [die Auflage dieser Kräutermischung] uile wola die lange slaphintin. mennischeit der manne. vnde fvrbringit die menstrua. vnde ist nvzze ze allen den inwartigin passionibus Ipocr 283

MWB 2 1963,19; Bearbeiterin: Baumgarte

inwërtwürkunge stF. ‘das Wirken im Inneren’ gotes sælicheit liget an der înwertwürkunge der vernünfticheit, dâ daz wort inneblîbende ist Eckh 1:158,4

MWB 2 1963,30; Bearbeiterin: Baumgarte

in wësen V., stN. inne sîn

MWB 2 1963,34;

inwësende Part.-Adj. inne sîn V.

MWB 2 1963,35;

în wëten stV. ‘einmischen, einschreiten’ seht do wart von den pferden / ein michel bizen unde slan / diz konde nieman understan. / swaz die gemeinen knechte / nach ir dienstes rechte / sich heten aldar ingeweten, / doch wart der herre tot getreten Pass III 184,62

MWB 2 1963,36; Bearbeiterin: Baumgarte

inwette stN. ‘das Innere eines Hauses’ (vgl. SchweizId 16,2230 Gewette auch das [ordentlich gefügte] Gebäude als Ganzes): siu [die Ehebrecherin] zuhte die tür uf schiere. / do drungen si [ihr Ehemann und seine Brüder] alle viere / in daz hus enwette [La. in das inwette [:bette] (Myller, Dt. Ged. 1,214b nach S)] Appet 189

MWB 2 1963,42; Bearbeiterin: Baumgarte

în wîchen stV. ‘einsinken, einfallen’ (von den Wangen): die wange niht zu dicke, / wolgetan hat gut geschicke. / die backen dicke feizzet, / die kunst niht kunst geheizzet. / die backen in gewichen, / kunst haz niht ist entwichen Physiogn 217; ê wâren im diu wangen, / mit rœte bevangen / [...] / nû swarz und in gewichen, / daz antlütze erblichen Greg 3433

MWB 2 1963,49; Bearbeiterin: Baumgarte

în windelen swV. ‘in Windeln wickeln’, hier subst.: mit den [Händen] ich [Maria] got azt [speiste] vnd handelt mit inwindeln vnd nider legen vnd uf heben Eckh (B) 101,40

MWB 2 1963,57; Bearbeiterin: Baumgarte

în winden stV. ‘jmdn./etw. einwickeln’ er was arm do er wart geborn von siner muͦter, daz si nit hatte da si ir raines kind in gewunde PrGeorg 59,30; der maget Alyzen man do beit, / biz daz si ir gespiln besant / vnd oͮch ir token [Puppe] in gewant TürlArabel F 185; umb daz ich hie ein flicht und wint / von lieb so manchen underbint Minneb 2667; den lîchamen er inwant / in daz wüllîn tuoch zehant RvEBarl 15641; WernhMl 11540. 11535; Er 6671; Messgebr 428. – Part.-Adj.: du [Hochmütige] bist, [...], / ein ingewunde unvlat / in manigerhande kleidere Pass III 403,90; der îngewundene [eingerollte] van Wernh 110

MWB 2 1963,61; Bearbeiterin: Baumgarte

în wischen swV. ‘hineinschlüpfen’ er [der Teufel] mit dem trunke also / wolde in in [den Bischof] sin gewischet Pass III 459,5

MWB 2 1964,10; Bearbeiterin: Baumgarte

în wîsen swV. 1 ‘(jmdn.) hineinweisen, einweisen’
2 ‘jmdm. etw. (Güter, ein Amt) übertragen, übergeben’
   1 ‘(jmdn.) hineinweisen, einweisen’ si wîsten in zem garten în Tr 18192. – übertr.: lere, die den menschen entwisent von siner grobheit und in wisent zuͦ siner hoͤhsten selikeit Seuse 163,11. 166,7    2 ‘jmdm. etw. (Güter, ein Amt) übertragen, übergeben’ hât aber her claget ûf gût zu dren dingen, man sal in dar în wîsen und es in gewaldigen; dâr en mûz in nieman ûz wîsen SSp (W) 1:70,1. 3:82,2; darnach man Herodem sande / hin wider zu sime lande, / mit im [...] zwene vursten da, / sie solden en in wisen sa / gewaldic machen des riches / Judee Macc 13726

MWB 2 1964,13; Bearbeiterin: Baumgarte

înwîsunge stF. ‘Übergabe eines Gutes oder eines Amtes’ jener, der vor [vorher] die gewer an dem guot het, mag die înwîsunge wol widersprechen, und mag jenen ûz wîsen zem næhsten lanttæding SchwSp (W) 412,3; swer ein gût einem andern gibt und lêt ez in sîne gewere, dâ her selber nicheine gewere an en hât, und wirt jene von gerichtes halben dar în gewîset, jene, die di gewere hât, muͦz die înwîsunge wol widersprechen unde jenen ûzwîzen SSp (W) 3:82,2 (= SpdtL 227,21 ). 1,70,1

MWB 2 1964,25; Bearbeiterin: Baumgarte

inwonære stM. 1 ‘Einwohner’
2 ‘Bewohner’
   1 ‘Einwohner’ do Machabeus so hin quam / in die stat Ptolomaydam, / die inwoner angest haten Macc 10681; alle dî inwônêre / von Hay wurdin tôt geslagin NvJer 2557; Pelzb 136,28. – im Unterschied zu burgære: wer hie burger insaeß oder inwoner ist, es sige frow oder man, knecht oder tochter, nieman vszgenomen StRDiessenh 37; StRMühlh 47; dî înwonêre / der stat und dî burgêre / wol nâch menlîchin sittin / in dâ widirstrittin NvJer 13613    2 ‘Bewohner’ von den jnwonern der taveren, dar man in spilt [vgl. der der in dem haus wont oder taverner vnd tavernerin ] StatTrient 130; mit grimmen sie [Akk.] empfingen / die inwoner in der veste Wigam (B) 718. – übertr.: her hate gar grôze libe zu ôtmutikeit und zu abegescheidenheit und was ein rechte innewoner sînis selbes HvFritzlHl 101,8

MWB 2 1964,35; Bearbeiterin: Baumgarte

in wonen, inne wonen swV. zum Gebrauch in myst. Texten vgl. Egerding, Metaphorik 2,715. 718. 719. 721. ‘innerhalb von etw. (übertr. auch jmdm.) wohnen/ siedeln’ darnach er koufte einen berk, / der da lac wol zu genuge, / zu inwonende gevuge HistAE 2898. – übertr.: got wonet und innewonet in einem liehte, dâ niht zuoganges enist Eckh 3:196,11; des herzen klus, / da der geist wonet inne HeslApk 11825; wan er [der Hl. Geist] übermitz die [vermittels der] minne innewonet dem gemüet [ per caritatem mentem inhabitat ] ThvASu 68,9; DvAPatern 37; es ist offen, daz die lv̍te, dien dv̍ gesmakkv̍ wisheit in wonet, werdent berhaft von dien heiligen in flussen mit hab der tu̍genden RvBib 182,26. – Part.-Adj. ‘bewohnend, sich angesiedelt habend’ ein ander lant grôz unde wît / ensît der vrouwen lande lît, / [...], / dô sîn înwonende ir man KvWTroj 42268; übertr.: die gewere sunne inlúhtende ist, dem sú inwonende ist Seuse 478,16; von dem înwonenden gote Eckh 5: 265,9; sich (ausschließlich) im eigenen Inneren aufhaltend: dis guͦt wird den lúten allein entekt die do sint uswendig gelútert menschen und inwendig sint verklerte menschen und inwonende menschen. disen lúten den ist himel und erde und alle creature als ein luter nút, wan si sint selber ein himel gotz, wan got hat raste in in Tauler 174,29

MWB 2 1964,52; Bearbeiterin: Baumgarte

inwonlich Adj. ‘bewohnbar’ dy selbe linie tailen schol [...] di lannd der quarten, da unynwonleich sind durich dy chelte von [...] den lannden, dy da ynwonleich sind Sphera 89,35

MWB 2 1965,16; Bearbeiterin: Baumgarte