Wörterbuch
ABCDEF s.VGHIJKL
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i – ie|besunder (?)
ieclich – iemerkæse
iemerkuo – iersch
iertes – iewëdersît
iewelich – ihten (?)
ihtesiht – îlunge
im – in
in – în bezûnen
în biegen – în brëhen
în brîden – inder(t)
in dës – inelende
în enthalten (?) – ingebër
în gebërn – ingesigelde
ingesinde – in guot
în gürten – în houwen
inhûs – în lâʒen
înlâʒunge – în lûchen
în luogen – inne halten
în neigen (?) – innergewant
innerhalbe – inniclich
innigen – în rüefen
în rüeren – inschrift
în sëgenen – în slahen
însleich – în springen
în spruʒʒen (?) – interpretieren
intestîn – în twingen
în ünden – în vleischen
învleischunge – înwander
inwaner – în wischen
în wîsen – ipocrisis
ipocrite – irhalp
irhære – irregunge
irrehaft – Ir|rîche
irricheit – îsenbû
îsendach – îsenkaste
îsenkëc – îsensacroc (?)
îsenschûfel – îserîn
îserkleit – isôpe
isôpensaf – îtelhant
îtelinc – itwinde
iu – îwînboum

   insigele - în smücken    


insigele stN. ‘Siegel’ (vgl. ingesigel ; s.a. DRW 6,276-281; WMU 2,939-941) 1 ‘Siegelabdruck, Verschlusssiegel, angehängtes Siegel’
2 ‘Siegelstempel, Petschaft; Siegelring’
3 ‘Zeichen, Emblem, Wappen’
4 übertr.
   1 ‘Siegelabdruck, Verschlusssiegel, angehängtes Siegel’ do enbeit Eraclîus niht mê, / daz insigel [des Briefes] er zerbrach Eracl 451; si spienen chetene dâ für [vor die Kerkertür] / und îsnîne rigele. / si leiten ir insigele / durch gewarheit dar an KvHeimUrst 886; dar zu so habin alle unser burger, [...], iru insigel an disen brief gehangen zuͦ einem woren und offin urkunde der vor gescribin sache WüP 9,18; er sach ein buoch da gescriben, / bisigilit waiz mit insigelen siben SiebenZ 6; HvNstAp 2292; Parz 626,9. [der Kaiser] sloz den karher selbe zuͦ vnd druchte sin vingerlin an das insigele Konr 13,32. 13,41. – ‘Metallsiegel, Bulle’ er [der Brief] muͦste, als ich bewiset bin, / mit ainem insigel guldin / riliche besigelt sin, / als er von aines kúnges hant / sol kúngen werden gesant RvEWh 10549. 10646; des pabstes insigel heizent pvlle SchwSp 746; hierher oder zu 2: daz insigele er [der Schmied] fur blat, / als erz gelernt hat, / deiz vil herlichen stat / unde niht zergat Hochz 11    2 ‘Siegelstempel, Petschaft; Siegelring’ wir setzen ouch, daz dekein brûder âne die, den ambeht bevolhen sint, diekein insigel habe noch brieve sende StatDtOrd 45,16 u.ö.; dez gebe wir disen brief [...], versigelt mit vnsem heymelichen jnsigele [Sekretsiegel] , wene wie daz groze jnsigel vorlorn haben UrkWürzb 39,66 (a. 1316); BdN 460,34. 442,9; Seuse 155,18    3 ‘Zeichen, Emblem, Wappen’ ouh gedahter [Salomo] ein geschaft [Erfindung] , / ein insigil, mit dem er twang / die tievele RvEWchr 32437; arâbesch golt gap drûffe [auf dem Kleidungsstück] schîn, / wol geworht manc turteltiubelîn / nâch dem insigel des grâles Parz 778,23; Ithêr von Gaheviez / iwer insigel truoc ebd. 585,21. 792,29. – ‘Brandzeichen’ dâ von Samarcône / ein insigel was gebrant / an des orses buoc Wh 232,7    4 übertr.: dîn figûre wart gestemphet / in ir kiuschen forme insigel, / daz den tiuvel überkemphe KvWLd 1,54; dirre kus sol ein insigel sîn / daz ich iuwer unde ir mîn / belîben stæte unz an den tôt, / niwan ein Tristan und ein Îsôt Tr 18355. 7812. 17016; daz churze wort ‘amen’ ist ein zeichen unde ein insigel des vronen gebetes, des heiligen pater noster Spec 150,10; Will 137,1; PrGeorg (Sch) 32,52. – ‘Ebenbild’ der eingil allir herist undir den, / Lucifer giheizzin, / der was als ein insigili / nach demo vroni bilidi SuTheol 45

MWB 2 1938,40; Bearbeiter: Hansen

insigelen, insigeln swV. ‘etw. mit einem Siegel versehen, siegeln’ unde wir zu eime urkunde aller der vorgenanten dingen hiezzen disen brief schriben unde insigelen mit unserme kuniklichem insigel MGHConst 3:485,41 (a. 1294); dise brif iz gegeben zv Triptoys vnd geinsigelt zv einer stetekeit mit vnseme insigil UrkCorp (WMU) 1816,7 u.ö. – bildl.: daz er [Gott] daz laster an uns vertilige / vnde er uns insigele / mit deme sluzele siner minne Litan 1302

MWB 2 1939,25; Bearbeiter: Hansen

insigelgraben stV. subst. ‘herstellen von Siegeln, Zeichen’ die götter und die gaist, die man anruoft mit pildengeschrift [Schriftzeichen] [...] und mit insigelgraben BdN 377,23

MWB 2 1939,35; Bearbeiter: Hansen

în sîgen stV. 1 ‘etw. in etw. einlassen, hineinlegen’ (nur part. ‘eingelassen, eingesunken’ )
2 ‘einfallen, niederfallen’ (nur part. ‘einfallend, einsinkend’ )
   1 ‘etw. in etw. einlassen, hineinlegen’ (nur part. ‘eingelassen, eingesunken’): als man phliget zû graben / di grôzen bûchstaben / in di stein di ligen / ûf den grebern în gesigen, / und heizen epitaphia JvFrst 9068    2 ‘einfallen, niederfallen’ (nur part. ‘einfallend, einsinkend’): sô die tiuvel an dem ende în sîgende werden als die regentropfen, wan ir als vil als regentropfen ist PrBerth 1:45,19

MWB 2 1939,39; Bearbeiter: Hansen

in sîn V. inne sîn

MWB 2 1939,48;

în sinken stV. 1 ‘versinken’
2 ‘einbrechen’ (auf einer Eisfläche)
   1 ‘versinken’ als sich nü Gawein in das wasser liesz, / [...] / da vant er nihts anders denn mür. / mit dem rosz er zü tale fuͦr / [...]. / es war jn gesuncken, / das ime niht anders denn das haubt blahte [dass nur noch der Kopf zu sehen war] Krone 14445. – ‘einsickern’ also ein wasser daz uf eime ertrich gestunde und insincket in daz ertrich Tauler 55,16. – bei Tauler bildl. ein (geistiges) Versinken, Einswerden (vgl. Egerding, Metaphorik 2,486): do der verklerte geist mit disem ungelichen mit minnen insinket unde smiltzet in dem woren erkentnisse sins ungelichen Tauler 117,12 u.ö.; subst.: in den zehen joren sol der mensche haben eine inker und ein insincken, ein insmeltzen in daz luter goͤtteliche einveltige indewendige guͦt Tauler 80,12 u.ö.; Part.-Adj.: nu sint ander lúte die [...] sint insinckende und insmeltzende in iren ursprung in eime innewendigen stillen swigende alle irre krefte Tauler 406,11. 143,5    2 ‘einbrechen’ (auf einer Eisfläche): in der selbin herevart / gîngin dem meistre abe / vîr brûdir und ein knabe, / dî, als sî gewâpint wârn / sitzinde ûf irin marn [d.i. marken ‘Streitrössern’ ] , / durch daz îs însunkin / und alsô vortrunkin / in dem wâge Mimele NvJer 18370

MWB 2 1939,49; Bearbeiter: Hansen

în sitzen stV. vgl. auch inne sitzen . ‘sich niederlassen, (in einen Raum) hineinsetzen’ 1 allg.
2 spez. bergm. ‘sich niederlassen, um mit Schürfarbeiten zu beginnen’ (vgl. DRW 2,1462; JelinekWB S. 383)
   1 allg.: dâ [in das Zelt] gieng er und diu künigîn / al die wîle sitzen în, / biz daz mer wider kæme Tr 13270    2 spez. bergm. ‘sich niederlassen, um mit Schürfarbeiten zu beginnen’ (vgl. DRW 2,1462; JelinekWB S. 383): wo er denne sinen stollen hat angenommen, do hat er das recht, das nimant [...] czwischen sinem stollen unde der marscheide insicczen mag [...] an sinen willen BgRIglauD 20; das vor im noch hinder im nimant bi virdehalbem lehen insicczet ebd. 20

MWB 2 1940,10; Bearbeiter: Hansen

înslac stM. 1 ‘Eindruck, Einwirkung, Einschlag’
2 eine Zollabgabe
   1 ‘Eindruck, Einwirkung, Einschlag’ inpressiones: inpressinde kraft, inslag VocAbstr (H) I,26. – überw. in myst. Texten (vgl. zur Bedeutungsbestimmung A. M. Haas, Kunst rechter Gelassenheit, Bern 1995, S. 59-63, insbes. S. 62f.; s.a. Egerding, Metaphorik 2,498. 499f.): und eins males do wart im ein kreftiger inschlag in sich selb und luhte im in von goͤtlicher warheit Seuse 327,5 u.ö.; die alsus einen waren inslag kunnent geraten in dem grunde der warheit Tauler 44,23; nôch deme blôzen înslage gotlîcher inwirkunge HvFritzlHl 225,27; Eckh 4:650,186; Eckh (Pf) 519,17 u.ö.    2 eine Zollabgabe: inslach RegErzbKöln 3(2),180 (a. 1289)

MWB 2 1940,22; Bearbeiter: Hansen

în slâfen (?) stV. aufgrund von Formenüberschneidungen nicht sicher von entslâfen stV. zu trennen. ‘einschlafen’ den gebôt s. Mathêus, daz sie insliefin, unt die zouberêre mochtin sie nicht irweckin mit deheinin irin liestin PrMd (J) 351,11; só sí [die Sirenen] gesehînt man ándemo mére varin. so sinen [singen] sio vílo scôno. unzin si [die Seefahrer] des wúnnisamin lîdes so gelustigot werdin. dazsîn inslafin ÄPhys 5,6; Will 49,8. – subst., euphem. vom Tod: Stephânus der intslif in gote, wan sterben der heiligen inist nit mê wan ein inslâfen dirre werlde und ein wachen in deme êwigen lebine HvFritzlHl 35,28

MWB 2 1940,36; Bearbeiter: Hansen

în slahen stV. 1 ‘hineinschlagen’
1.1 intr. ‘einschlagen’
1.2 tr.
1.2.1 mit Akk.d.S. (bzw. in Pass.-Konstr.) ‘etw. hineinschlagen’
1.2.2 mit Akk.d.P. ‘jmdn. kämpfend in etw. hineintreiben’
2 ‘etw. durch Schlagen zertrümmern, einschlagen’
3 ‘etw. einwickeln’ (oder zu 1.2 i.S.v. ‘einhaken, einhängen’ ?)
   1 ‘hineinschlagen’    1.1 intr. ‘einschlagen’ – bildl. ‘(heftig oder überraschend) eindringen’ als dat der greve hoirte sagen, / mit veirhundert quam hie [er] in geslagen / ind gewan up sy alda den segen [besiegte sie] HagenChr (G) 1151; slehent denne andere ding in [passiert irgendetwas] , es sint sú selber oder út des iren das die stat gottes bekumbert Tauler 416,16    1.2 tr.    1.2.1 mit Akk.d.S. (bzw. in Pass.-Konstr.) ‘etw. hineinschlagen’ vorslo das loch odir di lochir mit neylin [Nägeln] di do sint von widin holcze. di slo wol in Pelzb 125,2; nagele wurden im ingeslagen / durch hende unde vuze Pass III 299,68. – ‘etw. durch Schlagen verankern’ ein pavilûne wol ze lobe / was im geslagen [La. in geslagen ] ûf daz velt KvWPart 13281. – ‘etw. (eine Grube, ein Loch) ausheben, in den Boden schlagen’ (auch unter Ersparung des Obj.): di [ grube ] muz he inbrechen oder inslan dri vuze von sime nakebure [Nachbarn] StRFreiberg 31,18; dô slugen si în und vunden di drû krûze HvFritzlHl 128,36. – reitersprachl. unter Ersparung des Obj. mit den sporen ~ ‘dem Pferd die Sporen geben’ mit beiden sporen sluoc er în / und îlte dan ûf sîne vart KvWEngelh 2818    1.2.2 mit Akk.d.P. ‘jmdn. kämpfend in etw. hineintreiben’ Ênêas treib si danne / unz zû Laurente in die borch / die strâze al dorch unde dorch. / her slûch si zû der porten in En 12123    2 ‘etw. durch Schlagen zertrümmern, einschlagen’ den haidenn er [Hadrian] do gepot, / ob sy [die hl. Symphorosa] da nicht opphern wolte, / das man ir des ersten scholte / mit stainen die czend in slahen Märt 11375    3 ‘etw. einwickeln’ (oder zu 1.2 i.S.v. ‘einhaken, einhängen’ ?): diu tassel dâ diu solten sîn, / dâ was ein cleinez snuorlîn / von wîzen berlîn în getragen. / dâ hæte diu schœne în geslagen / ir dûmen von ir linken hant Tr 10938

MWB 2 1940,49; Bearbeiter: Hansen

însleich stM. ‘Einsaugen’ der badeswam ist zugeweich, / durchvertic, und sîn însleich / weichet vil und in sich slint / swaz er des nazzen vor im vint JvFrst 10028

MWB 2 1941,22; Bearbeiter: Hansen

în sleichen swV. ‘etw. jmdm./einer Sache zuführen’ (auch unter Ersparung des Obj.): ze iungest er [der Falke] kunde [erg.: den Reiher] mit griffe den klân [den Klauen] în sleichen / und gie mit im als ein rat ze tal in einen garten Loheng 3416. – bildl. ‘jmdm. etw. schonend beibringen’ die [die gerechten predigere ] glichen den predigeren / die mit worten vil geweren / [...] / gotes tougen vor [zunächst] in sleichen / den vorharten [verstockten] sunderen, / daz sie die nicht irveren [erschrecken] / mit zu grosem missetroste HeslApk 2034

MWB 2 1941,26; Bearbeiter: Hansen

în slîchen stV. ‘heimlich hineinkommen, eindringen’ so slichet er [der Teufel] in und stilt uns alles unser guͦt. dar umbe huͤtent úwer vensteren und wachent das er úch nút under grabe úwer hus als der tiep Tauler 214,28. 312,19; mit den [Tugenden] sol sie tac unde naht / warten mit al ir maht, / wenne ir briutgam inslîche / (ich meine den künec von himelrîche), / daz sie gegen dem gâhe und in minneclîche enphâhe LvRegSyon 418. – ‘sich einschleichen’ alles [immer] slichet die nature mit in e eines iht wisse [ehe jemand weiß] , das alles dise ungeordente minne het der nature Tauler 94,31. – bildl.: nu daz [...] Îsôt unde Tristan, / den tranc getrunken beide, sâ / was ouch der werlde unmuoze dâ, / Minne, aller herzen lâgærîn, / und sleich zir beider herzen în Tr 11712. 12160; daz [der Hl. Geist] wol dem olei glichet, / wen iz da semfte in slichet / und daz vaz nicht entprinnet HeslApk 11162

MWB 2 1941,38; Bearbeiter: Hansen

în sliefen stV. ‘hineingleiten, hineinschlüpfen’ so der slange lât sîn êrste hût, / sô stechent in dorn unde krût; / sô slüffe er gerne wider in, / und riuwet in sîn tumber sin Freid 45,14. diu sunne aber ûf sie [die Blumen] / mit ir heizem schîne gie, / dô breiten sie sich dar gegen. / dârnâch schiere kam ein regen, / dô sluffens aber wider in [schlossen sie sich wieder] LvRegSyon 2186. – ‘etw. (Kleidung) anziehen’ (nur part. i.S.v. ‘angezogen, bekleidet’): jngisloffin si [die Mönche] slaffen [ vestiti dormiant ] BrZw 22. – ‘in etw. hineinkriechen, an einem Ort unterschlüpfen’ dô enwolde her nimmê dâ blîben und ginc in den walt verre von den lûten und vant ein hol, dô sloif her în HvFritzlHl 193,13

MWB 2 1941,57; Bearbeiter: Hansen

în slieʒen stV. 1 ‘etw. oder jmdn. einschließen, einsperren’
2 ‘etw. oder jmdn. einfügen, (in etw.) einlassen, einschließen’ (überw. part.; bildl. v.a. in myst. Texten, vgl. Egerding, Metaphorik 2,504f.)
   1 ‘etw. oder jmdn. einschließen, einsperren’ ist daz ein sun sînen vater væhet und in însliuzet wider reht unde stirbet er in der vancnüsse, der sun hât aver sîn erbe verlorn SpdtL 92,6; er ward eingeschlossen gar / und muͦst da leyden ewig schwär Teichn 704,89; Lanc 50,7; EvAug 132,12. sú [die Jünger] worent ingeslossen [in Abgeschlossenheit] und versamment und vereinet und beiten [warteten] Tauler 80,4. – Part.-Adj.: tuͦ nit also etlich toroht megde, die sich glichend den wilden ingeschlossen tieren: so man den dú tor beschlússet, so gugent sú dur die zún us Seuse 361,18. – bildl.: ir vil lûter liebe slôz diu minne / mit der triuwe vaste zeinem sinne / in innerhalp ir herzen tür KLD: UvL 36: 4,5; er [Gott] verbirget und sluzet in / der sterne liecht und iren schin / als under einem ingesygel. / er wirfet da vur den rygel Hiob 3131; Parz 510,22    2 ‘etw. oder jmdn. einfügen, (in etw.) einlassen, einschließen’ (überw. part.; bildl. v.a. in myst. Texten, vgl. Egerding, Metaphorik 2,504f.): niht îngeslozzen, niht vereiniget, mêr: ez ist ein Eckh 2:341,9; hie meine ich, daz der mensche zesamengebunden und îngeslozzen und geeiniget ze gote sî ebd. 2:338,1; allez unser leben solte ein wesen sîn. [...] als verre unser leben îngeslozzen [einbezogen, teilhabend] ist in wesene, als verre ist ez gote sippe ebd. 1:132,3 u.ö.; in sloz [übers. inseruit ] BrZw 7. – i.S.v. ‘zusammenschließen, vereinigen’ diz wörtelîn ‘et’ bediutet in latîne eine einunge und ein zuobinden und ein însliezen. swaz alzemâle zesamengebunden und îngeslozzen ist, daz meinet einunge Eckh 2:337,8; swaz zesamengebunden und îngeslozzen ist, daz machet einunge ebd. 2:338,3. – refl. ‘sich einfügen’ werlîch und unverdrozzen / hielt der vogt von Baldac. / hie der stich, dort der slac, / swenne ie der niuwen storje stôz / sich hurteclîchen în geslôz Wh 439,24

MWB 2 1942,8; Bearbeiter: Hansen

înslieʒunge stF. ‘Einschließung, Ein- bzw. Zusammenschluss’ (vgl. în slieʒen 2 und înslôʒ ): swâ ein însliezunge und zesamenbindunge ganz ist, daz muoz von nôt glîch sîn Eckh 2:339,4; niht aleine in einer însliezunge wirt ez vereinet, mêr: ez wirt ein ebd. 2:340,1

MWB 2 1942,46; Bearbeiter: Hansen

în slinden stV. ‘etw./jmdn. in sich hineinschlingen, verschlingen’ di [ spise ] slindet her in also ein struz Brun 3153; er tet uf wit sinen munt; / do gienc uz des libes grunt / alsam vuwer unde swebel / gemischet ein engestlicher nebel, / den er uz warf und in slant Pass I/II (HSW) 32135. – bildl.: sú [die junge Frau] [...] wart alzuͦmole in das abgrunde gottes gezogen, sú wart rehte von der wunderlichen gotheit ingeslunden Tauler 46,3

MWB 2 1942,52; Bearbeiter: Hansen

în slingen stV. ‘hineinschleichen, (schlängelnd) hineinkriechen’ daz der tôt uns alle ervêrt / und als ein diep kumt în geslungen / ze dem alten und ze dem jungen Renner 21095

MWB 2 1942,61; Bearbeiter: Hansen

înslouf stM. ‘Kleidung, Hülle’ wand hat angeleit mich dem gewande heiles vnd insloͮfe der vrevde hat umbgeben mich [interl. zu quia induit me uestimento saluti et indumento leticie circumdedit me ] PsM Per 23,10. Per 13,3

MWB 2 1943,1; Bearbeiter: Hansen

în sloufen swV. ‘jmdn. einkleiden’ daz du den nackenden inscloͮfest PrSchw 2,55; ez waz hie vor ain rîcher man. der wart ingesclôfet in purper und in semit ebd. 1,38; die wurden dâ [...] / alle sament getoufet, / mit ir herren in gesloufet / in wîze westerhüete Flore (S) 7810. – mit Dat.: er werde uzgisloͮf sachin aiginen den giuazzut er ist vnde werde ingisloͮft den sachin des munsters [ et induatur rebus monasterii ] BrZw 58

MWB 2 1943,6; Bearbeiter: Hansen

înslôʒ stN. ‘Einschluss, Zusammenschluss, Inbegriff’ (vgl. în slieʒen 2 und înslieʒunge ): noch hât her [der Hl. Geist] vile namen. her heizet ouch ein spigel, dâ sich beide [Gottvater und Gottsohn] inne schowen. [...] diz ist ein înslôz aller diser namen, daz ist ein name ‘got’; und diz înslôz daz ist ein punt alle wîse di man ime gegeben mac an namen HvFritzlHl 46,37

MWB 2 1943,15; Bearbeiter: Hansen

în smëlzen stV. ‘hineinschmelzen’ (bildl. in myst. Texten, vgl. Egerding, Metaphorik 2,524f.): als der geist al zemole in sinket und in smilzet mit sinem innigosten in gotz innigosten, so wirt er do wider bilt und ernúwet Tauler 263,8; ich sprach niuwelîche von der porte, dâ got ûzsmilzet, daz ist güete. aber wesen ist, daz sich heltet ze im selber und ensmilzet niht ûz, mêr: ez smilzet în Eckh 1:301,7. – Part.-Adj.: nu sint ander lúte die [...] hant sich gekert von in selber und von allen dingen in daz gewore lieht, und sint insinckende und insmeltzende in iren ursprung Tauler 406,11. – subst.: ein insincken, ein insmeltzen in daz luter goͤtteliche einveltige indewendige guͦt Tauler 80,12

MWB 2 1943,23; Bearbeiter: Hansen

în smiden swV. ‘etw. in Ketten schmieden’ (hier bildl.): es sind mins hertzen hend und bein / zu sammen auch gelidet: / die hastu ein gesmydet / vest in der mynnen kerker Minneb 2552

MWB 2 1943,37; Bearbeiter: Hansen

în smiegen stV. 1 ‘einfallen, sich senken’
2 ‘etw. einziehen’
   1 ‘einfallen, sich senken’ dîn ougen sint dir în gesmogen, / dîn nase ist dir ûz gebogen HvFreibTr 5105; ezn [das Pferd] was niender in gesmogen: / ez was rîch und offen / zer brust und zuo den goffen [an der Brust wie an den Hinterbacken] Tr 6662    2 ‘etw. einziehen’ ir [der Hunde] gahen, daz ist freislich. / die zægel habent si ingesmogen StrKD 49,117. – refl. ‘sich zusammenziehen’ diu rose het sich in gesmogen / und het diu bleter zugezogen StrKD 29,17

MWB 2 1943,41; Bearbeiter: Hansen

în smücken, -mucken swV. ‘etw. einziehen’ als der lewe quam hervur / und die heiligen angesach, / sin grimmekeit wart also swach, / daz er den zagel insmucte Pass III 304,53

MWB 2 1943,51; Bearbeiter: Hansen