i – ie|besunder (?) ieclich – iemerkæse iemerkuo – iersch iertes – iewëdersît iewelich – ihten (?) ihtesiht – îlunge im – in in – în bezûnen în biegen – în brëhen în brîden – inder(t) in dës – inelende în enthalten (?) – ingebër în gebërn – ingesigelde ingesinde – in guot în gürten – în houwen inhûs – în lâʒen înlâʒunge – în lûchen în luogen – inne halten în neigen (?) – innergewant innerhalbe – inniclich innigen – în rüefen în rüeren – inschrift în sëgenen – în slahen însleich – în springen în spruʒʒen (?) – interpretieren intestîn – în twingen în ünden – în vleischen în ünden swV. inungeren swV. în vâhen stV. înval stM. în vallen stV. învalschaft stF. învalt Subst. în valten swV. învanc stM. învar stF. în varn stV. învart stF. invaʒʒen swV. în vaʒʒen swV. în verlâʒen stV. invërren Adv. în versenken (?) swV. înversinken stN. înversunken Part.-Adj. Invidia F. inville stN. inviur stN. inviuric Adj. în vlëhten stV. în vleischen swV. învleischunge – înwander inwaner – în wischen în wîsen – ipocrisis ipocrite – irhalp irhære – irregunge irrehaft – Ir|rîche irricheit – îsenbû îsendach – îsenkaste îsenkëc – îsensacroc (?) îsenschûfel – îserîn îserkleit – isôpe isôpensaf – îtelhant îtelinc – itwinde iu – îwînboum
|
în ünden
swV.
‘hereinwogen, hereinbranden’
diu heidenschaft in über bort / an allen orten ündet în Wh
32,3
MWB 2 1952,25; Bearbeiterin: Baumgarte
inungeren
swV.
‘das Sakrament der Krankensalbung spenden’ (aus lat. inunguere):
sa wer in libis noden lit, / der sal sich invngeren lan, / sa mag er faren vnde gan / vf den weg der sicherkeit, / der in zvͦ hymmelriche dreit [Iac 5,14]
PrHess
52,421
MWB 2 1952,28; Bearbeiterin: Baumgarte
în vâhen
stV.
‘eingrenzen, einfassen’
1 meist ‘etw. (unrechtmäßig) einzäunen, umhegen, einfrieden’ von Weide- oder Waldgrund 2 Part.-Adj., hier von der einfassenden Befestigung von Dächern
1
meist ‘etw. (unrechtmäßig) einzäunen, umhegen, einfrieden’ von Weide- oder Waldgrund:
wir setzen ovch vnd gebieten, daz niemen der stat gemein [gemeinschaftlicher Besitz, Allmende] in vahe, vnd swa si in gevangen si, daz man di wider vz werfe UrkCorp (WMU)
888,18;
daz die burger daz espan [allgem. nutzbarer Weideplatz] , daz sie hatthen ingîevangen, svͤlint vrîe lasin nach alter gîewonehait ebd.
1262,28.
263,30;
StBZürich
3
2
Part.-Adj., hier von der einfassenden Befestigung von Dächern:
aber mit schinteln pezzert iederman, ob er wil, sein dach, daz vor mit schinteln ist gedecket. doch auf new prüch [auf neue Brüche (Dachschäden)] sol man mit schintel decken mit eingevangem dach, gemaurt mit ziegel StRMünch
509,19
MWB 2 1952,33; Bearbeiterin: Baumgarte
înval
stM.
zum Gebrauch in myst. Texten vgl. Egerding, Metaphorik 2,599. 602. 606.
1
‘Hineinfallen’ , hier übertr. von Gedanken in das (räumlich vorgestellte) Bewusstsein (vgl. invallen 1.1 ) 2 das, was in den Sinn kommt, ins Bewusstsein tritt, ‘Eingebung, sich aufdrängendes Gedankenbild, Einfall’
3 das, was plötzlich eintritt, ‘Ereignis’ (vgl. invallen 2 ) 4
‘gewaltsames Eindringen, Einfallen, Überfall’
1
‘Hineinfallen’, hier übertr. von Gedanken in das (räumlich vorgestellte) Bewusstsein (vgl. invallen 1.1):
daz dritte ist, daz ein mensche nummer tifen înval gehabe von dikeinen gedanken, sunder waz in in vellet von bôsen gedanken, daz daz zuhant zu nichte werde HvFritzlHl
250,16
2
das, was in den Sinn kommt, ins Bewusstsein tritt, ‘Eingebung, sich aufdrängendes Gedankenbild, Einfall’
[eines der Leiden war] unreht invelle von dem globen. im viel in sinen gedank also: wie moht got mensch werden? Seuse
61,25;
er [
hat
] einen begirlichen inval, etwaz zeichens an sinem libe ze tragene eines enpfintlichen mitlidens ebd.
41,3;
es ist zemal des schuld [...]das ir ivch selber also frömde sint vnd nicht enachtent der in velle creaturlicher bilden PrWack
62,28;
Tauler
355,9.
324,28;
si [die Geier] müezent ez [den Heeren zu folgen] haben von ainem einvall der nâtûr BdN
230,20
3
das, was plötzlich eintritt, ‘Ereignis’ (vgl. invallen 2):
solcher învelle [
daz sich der mensche vertræte oder verspræche, oder daz solchiu dinc dar în vielen, daz unreht wære
] enmac man in disem lebene niemer ganz ledic werden Eckh
5: 231,4;
dem reht wære und mit gote wol künde, dem würde alliu solchiu lîdunge und învelle ze grôzem vrumen ebd.
5: 231,8
4
‘gewaltsames Eindringen, Einfallen, Überfall’
bekorunge das ist der inval der gebresten Tauler
410,13;
sie sollen han in yne keyn tugent die den menschen kundent behalten, das ist vor dem infalle der hellen, und sollen sin bewart mit aller unfletikeit und mit dötlicher súnde Lanc III
214,16
MWB 2 1952,49; Bearbeiterin: Baumgarte
în vallen
stV.
zum Gebrauch in myst. Texten vgl. Egerding, Metaphorik 2,599. 603. 607.
1
‘in etw. hineinfallen’ i.d.R. übertr. 1.1
‘plötzlich ins Bewusstsein/ in den Sinn kommen, einen Einfall haben’
1.2 von Türen ‘ins Schloss fallen’
2
‘plötzlich eintreten, sich ereignen’
3
‘in etw. (in ein Land, einen Raum) gewaltsam eindringen, einfallen’
4
‘jmdm. zuteilwerden, zufallen’
5
‘(in sich) zusammenfallen, einstürzen’
1
‘in etw. hineinfallen’ i.d.R. übertr.:
zu den tegelichin gebrechin da der mensche invellit Parad
116,27;
aller der geistlîche hunger und bitterkeit, dâ in got învallen læzet Eckh
2:446,1;
swaz mîn sêle von ûzwendic bekennet, dâ vellet etwaz vremdes în; swaz ich crêatûren in gote bekenne, dâ envellet niht în wan got aleine, wan in gote enist niht wan got ebd.
3:225,10;
swer iht bekennet von ûzerlîchen dingen, dâ muoz etwaz învallen, ze dem minsten ein îndruk ebd.
3:225,6;
Part.Präs.:
vs der invallenden bildunge [Vorstellungsbild (vgl. înbildunge
1)]
PrWack
62,39
1.1
‘plötzlich ins Bewusstsein/ in den Sinn kommen, einen Einfall haben’
sô sie sehent guote liute smerzen lîden und ungemach, und vellet in dicke ein gedank în und ein wân, daz ez sî durch ir heimlîchen sünde Eckh
5: 55,13;
das du keinen boͤsen unnútzen gedank mit willen nút besitzest; waz dir darúber invellent, daz enist nút me denne eine bereitunge und eine luterunge zuͦ eime bessern diner wercke Tauler
70,10.
– von Fragestellungen und Einwänden, die in einem Gedankenzusammenhang aufgeworfen werden:
da möchti ain frag in uallen Eckh
3:74,5;
alsô wâren kurze rede, die hie învielen ebd.
5: 288,1.
– auch i.S.v. ‘sich erinnern’
ains vil mir da ein, da von ich auch gebrediget het an dem mentag nach Judica HvNördlBrf
17,39
1.2
von Türen ‘ins Schloss fallen’
doch mochte is wol sin, daz si hetten einen anslac adir ein spunt, do di tuere invile Cranc
Uzl 265,19
2
‘plötzlich eintreten, sich ereignen’
daz sie haben ein blôz lûter verstân ûf dem aller minnesten, daz în gevallen mac Eckh (Pf)
644,1
3
‘in etw. (in ein Land, einen Raum) gewaltsam eindringen, einfallen’
dô sî al gemeine / trunkin lâgin sam dî swîn, / dô vîlin ouch dî brûdre în / [...]: / sî slûgin unde vîngin / in der burge sundir wer / al daz heidenische her NvJer
4368
4
‘jmdm. zuteilwerden, zufallen’
nach irem tode so sol daz vorgenant gvͦt der priorin vnd der samnvͦnge ze Engeltal ein gevallen an all ansprach ze rehtem eigem UrkCorp (WMU)
1617,16
5
‘(in sich) zusammenfallen, einstürzen’
vellet aber der prvnne in, den sol swer daz pachhavs hab in siner gewalt in einem manode wider ovf movren UrkCorp (WMU)
1382,7;
min kelr ist in gevallen, min küche ist mir verbrunnen Tannh
14,50;
so cleit [d.i. klaget
] er den gewerken allen / die grube wer in gevallen Erz III
56,334.
– von Gliedmaßen:
an füezen unde an henden / wâren im die ballen / sô genzlich în gevallen / daz mich sîn immer wundert KvWEngelh
5166
MWB 2 1953,19; Bearbeiterin: Baumgarte
învalschaft
stF.
‘Zusammenfall, Übereinstimmung’
si [die Seele] ist gar ein gehügede, gar ein verstantnüsse, gar ein minne, und sint doch dar umbe niht drî, als die drîe persône in der gotheit niwer ein got ist; dâ von ist ouch zwischen dir unde der sêle einerleie înfalschaft, daz wir durch die gelîchnüsse heizen dîn geslähte, als der rubîn des edeln karfunkels geslähte heizet, der doch von im geborn niht ist DvASchr
369,4
MWB 2 1954,8; Bearbeiterin: Baumgarte
învalt
Subst.
Form und Bedeutung unklar, Satzzusammenhang korrupt (vgl. Glr.z.St.); mit Blick auf →
în valten
1
‘zusammenlegen’ hier ‘Konstruktion’ (?):
man sol hî merken von dem boume / des selben krûzs, in welchem goume /... / und sîner figûre învalt [
?
] . / iz was ein stam glîch ûf erweget, / dar ûf twerchs ein holz geleget / mit einem nagel zû gehaft, / sîner forme schînic kraft / was sam einer krucke schou / und anders nicht, nur als ein t [
Nota, quod crux Christi fuit hastile, tendens ad sursum, super quod fuit lignum positum ex transverso et clavo firmatum. Et sic habuit tantum figuram Thaw ( Ferber
107,29f.)]
JvFrst
8732
MWB 2 1954,17; Bearbeiterin: Baumgarte
în valten
swV.
auch inne-.
1
‘etw. zusammenlegen, (hin-)einfalten’
2
‘etw. einschließen, umfassen’
3
‘etw. (in Bezug auf eine Fragestellung) einwerfen, aufwerfen’
1
‘etw. zusammenlegen, (hin-)einfalten’
der himel ingevalten wirt / alsam ein buoch [
complicabuntur sicut liber caeli Is 34,4]
RvEBarl
3751.
–
‘ineinanderlegen (der Hände als Geste des Treueschwurs)’
do wurden swarze hende den wizen in gevalden. / si wolten sunder wende allez sin gebot vil gerne halden JTit
2655,1
2
‘etw. einschließen, umfassen’
ez ist zemerken, ob die gotlich selikeit innevalte alle selikeit [
utrum beatitudine omnis beatitudo includatur; Anm.z.St. vermutet Beeinflussung der Übers. durch complectatur
]
ThvASu
296,20
3
‘etw. (in Bezug auf eine Fragestellung) einwerfen, aufwerfen’
Marcus hât în gevalt / einen zwîvel sô bestalt [
Marcus hic videtur ingerere questionem ( Ferber
114,15)
]
JvFrst
9317
MWB 2 1954,31; Bearbeiterin: Baumgarte
învanc
stM.
‘eingezäunter, umhegter, eingefriedeter Bereich’ (vgl. WMU 2,942; DRW 2,1380):
vnd söllent ouch die züne vmb den infang also stän, das yederman das sin vsswendig geeren mogte WeistGr
1,78
(o.J.);
vnde sol man den selben invanc vnzewuschont der selbun mure vnde dem hvse niemer bezimberren noh erbuwen weder mit holze noh mit stainon UrkCorp (WMU)
2209,23
u.ö.;
dú doͤrfer vnd guͤter mit den rehten dú in den invaͤngen der nach geschriben guͤter sint UrkHohenz
1,118
(a. 1305);
wer oͮch, daz dekein zorn in dem chloster und in dem invange des chlosters geschehe UrkZürich
8,114
(a. 1306);
ouch was der vrowen heinmuot [Heimat] / schœne wît unde lanc, / und wünneclîch der invanc UvZLanz
208
MWB 2 1954,47; Bearbeiterin: Baumgarte
învar
stF.
‘Hereinkommen, Einzug’
ez kumt ouch darzuo dicke, / daz in der wâren minne stricke / diu sêle unwizzende geliget / und enweiz niht wes sie phliget, / die wîl ir der muot her unde dar / vert in der gerunge invar LvRegSyon
488
MWB 2 1954,62; Bearbeiterin: Baumgarte
în varn
stV.
‘hereinkommen, (feierlich oder mit Heer) einziehen’ (weitere Belege zum Rechtsgebrauch vgl. WMU 2,942; DRW 2,1376f.):
ein schar vert ûz, diu ander in, naht unde tac Walth
20,8;
Lanc
347,6;
unser herre [...] gebuͤtt allen wirten, zuͦ den invarn die geste, die gesaltzen siten fleisch herfuͤren, daz er den gesten verkunde [...]
WüP
88,3;
der helle wuohs der ir gewin, / manchunne allez vuor in VEzzo
108.
–
der herzoge von Pîse / was în gevarn nach prîse / gewapint grozlichin wol Athis
E 98;
zu Jherusalem der stat / vert her dan mit gewalt in HeslApk
18633;
Daniel
4756.
– subst.:
jntroitus sprichet ein infarn vnde bezeichenet wie unser herre in di welt kam Lucid
92,12.
– bildl.:
da wider veret der tuvel in / in den ubel willigen sin HeslApk
13789.
–
‘sich ins Kloster begeben’
sîv solen oͮch minen drin kinden îegelichem sibenzig phvnde geben ze closter, swa siv wellen jn varn UrkCorp (WMU)
3406,36.
–
‘sich in das Einlager begeben’ (vgl.
înlëger
,
în komen
,
în rîten
):
wer laisten wil oder inleger gelobt nach der stat recht zv Prag der schol in eines piderben mannes hovs oder sein herberg ein varn vnd ein chomen, wo man im daz bescheit, vnd schol dar inne zwaimal essen an einem tage StRPrag
15;
so suln si vns laisten vnd einvaren in die stat ze Pazzowe in geisil wiz vnd reht vnd nimmer von danne chomen, uncz wir vnsers silbers gänczlich gewert weren UrkEnns
4,279
(a. 1298);
UrkErf
2,42
(a. 1327);
UrkKlostern
1,236
(a. 1330);
UrkWittelsb
1,342
(a. 1281)
MWB 2 1955,3; Bearbeiterin: Baumgarte
învart
stF.
1
‘Hineinkommen, Hineinfahren, Einzug’
2
‘Zugang, Zufahrt’
1
‘Hineinkommen, Hineinfahren, Einzug’
in daz lant, / an des înwege er sâ vant / gebûwit eine vestin, / dî dâ allin gestin / dî învart pflac vorbîtin NvJer
13279;
ErnstD
5302;
tür unde tor / wurden dô unverspart, / alsô daz si die invart / zuo dem bâbste wol gewunnen Ottok
53408.
8304;
der alte gab im gelaite / ze des grabes inverte AvaLJ
179,5.
– bildl.:
swer mit chlag danne flür / sein zeit, die weil im sælden tür / verlih vroeden invart Krone
7219.
– im Turnier:
ir bêder hurticlîch invart [vgl. er und die sînen den tuney/ mit hurte riten gar enzwei/ die viende hin, die freunde her
88,5f.
]
UvLFrd
88,12.
–
‘Einfuhr’
wir [...] herczog ze Osterreich [...] tun chvnd [...] vmb di in vart mit dem Gmvndischen salcze in die Enns UrkEnns
6,331
(a. 1340)
2
‘Zugang, Zufahrt’
an ainen grozen stadel [...] mit dem ertreich, daz zwischem dem stadel leit vnd der straze gegen dem purgtor, als brait der stadel ist, daz sie haben schvͤln zv dem stadel durch ouzvart vnd invart UrkCorp (WMU)
1736,23;
UrkBern
6,167
(a. 1335);
swaz palme man bî dem wege vant / und boume geloubet, / die wurden des beroubet, / unz im bestreut sîn învart / mit maniger slahte loube wart KvHeimUrst
91
MWB 2 1955,34; Bearbeiterin: Baumgarte
invaʒʒen
swV.
→
entvaʒʒen
(Nachtr.)
MWB 2 1955,59;
în vaʒʒen
swV.
‘(in sich) aufnehmen’
ain iegleich tier, daz zwai hörner hât, daz hât der obern zend niht und hât zwên päuch: ainen vorn, dâ ez daz ezzen des êrsten ein vazzt unz daz ez geidruckt [
ge-iterücket wiederkäut] , und den andern hinder paz, dâ ez daz ezzen dar nâch ein vazzt BdN
115,22;
und wan der mensche got also wol ingevasset und gegenwertecliche in sich gezúhet, so genuͤget in also wol mit kleinen dingen Tauler
415,9
MWB 2 1955,60; Bearbeiterin: Baumgarte
în verlâʒen
stV.
‘hinein lassen’
nû wart im vil gâhes ûf getân / und mit grôzen vreuden în verlân / ein vriunt den si vil gerne sach KvHeimHinv
374;
KvHeimUrst
1330.
2060;
dô gienc diu magt mit sinne / für die küneginne, / und half im daz er kom dar în; / [...] sus wart er în verlâzen Parz
183,3.
653,1;
MF:Wolfr
2: 1,8.
– subst.:
ein in verlâzen wart im kunt KLD: BvL
1:2,9
MWB 2 1956,5; Bearbeiterin: Baumgarte
invërren
Adv.
‘in der Ferne’
do sach ich inverren hohe ein bereitunge der heligen Mechth
7: 63,13
MWB 2 1956,13; Bearbeiterin: Baumgarte
în versenken (?)
swV.
unklar ob în- trennbares Präfix oder Bestandteil von dar ... în in Sperrstellung (vgl.
Tauler
129,16.
277,11
).
hier: ‘(sich) vollständig hineinversenken’
do in dem himmelischen riche, dar sich die suͤssekeit inversencket von der wir gesprochen hant Tauler
102,1
MWB 2 1956,15; Bearbeiterin: Baumgarte
înversinken
stN.
‘vollständiges Hineinsinken’
in disem wirt die sele alzemole gotvar, gotlich, gottig. si wirt alles das von gnaden das got ist von naturen, in der vereinunge mit gotte, in dem inversinkende in got, und wirt geholt úber sich in got Tauler
146,23
MWB 2 1956,21; Bearbeiterin: Baumgarte
înversunken
Part.-Adj.
‘vollständig hineingesunken’
dem sol der mensche volgen mit einem steten unwandelberen gemuͤte, mit einem in versunkenem gemuͤte unwandelberlichen in got Tauler
239,28
MWB 2 1956,27; Bearbeiterin: Baumgarte
Invidia
F.
personif. lat. Begriff im mhd. Text ‘Missgunst, Neid’
daz tet diu leide Invidia Tannh
4,28
MWB 2 1956,31; Bearbeiterin: Baumgarte
inville
stN.
‘Pelzfutter’
die inuille waren hermelin / dar over gezogen cyclatin Roth
1862;
Ginovere diu künegîn / diu liez ir milte wesen schîn. / siu gab ze dem anpfange / mentel vil lange, / gezobelt wol unz an die hant, / mit den besten dachen [Oberstoffen] diu man vant / in allen künicrîchen, / mit invillen rîchen UvZLanz
5740.
8865
MWB 2 1956,33; Bearbeiterin: Baumgarte
inviur
stN.
‘heftiges, inneres Feuer’ (mit intensivierendem →
in-):
werlich ein yn vuer stark, / daz iz hiczte durch daz mark / mit grozer libe vuer, / daz én Got Crist czu stuer / sante TvKulm
5593
MWB 2 1956,40; Bearbeiterin: Baumgarte
inviuric
Adj.
‘sehr heiß, von innen glühend’ (mit intensivierendem →
in-):
daz ist, sô der mensche als infiurig wirt von göttelîcher minne, daz im allez daz unlustlich wirt daz in der zît ist PrNvStr
300,4.
294,18;
diu sêle, diu dâ ist gekêret mit aller kraft under daz lieht gotes, diu wirt inhizzic und inviuric in götlîcher minne Eckh
2:368,5;
dar nâch sprichet er [
Bêdâ
] , daz der engel sî ein durchsnîdendiu scherpfe, inviuric von götlîcher begirde ebd.
3:354,3;
Lilie
43,34;
Mechth
3: 4,26;
Parad
21,21
MWB 2 1956,44; Bearbeiterin: Baumgarte
în vlëhten
stV.
‘einflechten’
nu wolt ich gern wissen daz / ob mir die mynne icht werde gehaz, / umb daz ich hie ein flicht und wint / von lieb so manchen underbint Minneb
2667.
– bildl.:
nu wârn di juden in sulchem limmen [zornigen Murren, vgl. Mt 21,12ff.] , / daz si von starkem grôzem grimme / mit im nicht gereden mochten, / wan si sô vast wârn în gevlochten / in steinic herzen vlinsic herte [in die felsenartige Härte eines steinernen Herzens]
JvFrst
504
MWB 2 1956,55; Bearbeiterin: Baumgarte
în vleischen
swV.
‘zu Fleisch werden’
1 vereinzelt von Nahrung ‘sich (durch Stoffwechselprozesse) in Fleisch verwandeln’
2 i.d.R. bildl. von der Menschwerdung des Gottessohns, -wortes; übers. lat. incarnari
1
vereinzelt von Nahrung ‘sich (durch Stoffwechselprozesse) in Fleisch verwandeln’
diz manna [geistl. ausgelegt: Christus] nicht in vleischet / sich zu unsers vleisches massen HeslApk
3036
2
i.d.R. bildl. von der Menschwerdung des Gottessohns, -wortes; übers. lat. incarnari:
nach der ersten wis so enwas niht notdurftig, daz got ingefleischet wurde zewiderbringenne menscheliche nature ThvASu
16,24.
46,7
u.ö.;
da wart daz ewige wort ingefleischit daz da ewicliche von deme vadere ist geflozzin Parad
18,33.
18,36
MWB 2 1957,1; Bearbeiterin: Baumgarte |