Wörterbuch
ABCDEF s.VGHIJKL
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i – ie|besunder (?)
ieclich – iemerkæse
iemerkuo – iersch
iertes – iewëdersît
iewelich – ihten (?)
ihtesiht – îlunge
im – in
in – în bezûnen
în biegen – în brëhen
în brîden – inder(t)
in dës – inelende
în enthalten (?) – ingebër
în gebërn – ingesigelde
ingesinde – in guot
      ingesinde stswM.
      ingesinde stN.
      ingesinden swV.
      ingeslehte stN.
      îngesloʒʒenheit stF.
      ingesüeʒe Subst.
      ingetüeme stN.
      îngevelle stN.
      îngevloʒʒenheit stF.
      ingewant stN.
      ingeweide stN.
      ingewër stMN.
      îngewësende Part.-Adj.
      îngewichen Part.-Adj.
      în gewinnen stV.
      îngezogenheit stF.
      în gieʒen stV.
      îngieʒunge stF.
      ingome swM.
      îngoʒʒenheit stF.
      în graben stV.
      ingrüene Adj.
      ingrunt stM.
      ingruntlîche Adv.
      in guot
în gürten – în houwen
inhûs – în lâʒen
înlâʒunge – în lûchen
în luogen – inne halten
în neigen (?) – innergewant
innerhalbe – inniclich
innigen – în rüefen
în rüeren – inschrift
în sëgenen – în slahen
însleich – în springen
în spruʒʒen (?) – interpretieren
intestîn – în twingen
în ünden – în vleischen
învleischunge – înwander
inwaner – în wischen
în wîsen – ipocrisis
ipocrite – irhalp
irhære – irregunge
irrehaft – Ir|rîche
irricheit – îsenbû
îsendach – îsenkaste
îsenkëc – îsensacroc (?)
îsenschûfel – îserîn
îserkleit – isôpe
isôpensaf – îtelhant
îtelinc – itwinde
iu – îwînboum

   ingesinde - in guot    


ingesinde stswM. F. WolfdB 80,1. jmd., der zum Haus eines Herren gehört (vgl. ingesinde stN.; gesinde ): im [dem hl. Thomas am Hof des engl. Königs] was zu rechte wol bekant / wie er solte mazen / sin tun und sin lazen / bi luten und alleine, / des wart er in gemeine / ein lieblich ingesinde Pass III 53,19; ich bin des milten lantgrâven ingesinde Walth 35,7; ein minneclichiu meit, / diu ist ingesinde bî miner tohter hie WolfdB 80,1 allen [ zuͦkominden gesten] zimlic ehre werde irbotin alrmaiste den ingisinden dis gloͮbin [ domesticis fidei ] vnde bilgirin BrZw 53; Parz 7,20. 7,3; Tr 3395; SAlex 4625. – übertr.: alsus wart er [der hl. Franziskus] der werlde gast / und des himels ingesinde LvRegFr 4004; LvRegSyon 3598; sist gar ein reine sælic wîp, / des wunsches ingesinde KLD: HvM 5:2,6; diu sælde het zuo im gesworn / zeim stæten ingesinde. / siu huote sîn von kinde UvZLanz 1583. – oft Kämpfer oder dienestman im Gefolge eines Herren: ze liebem ingesinde / wart Lanzelet [von Artus] enphangen. / nu ez alsus ist ergangen, / daz ein alse vorder man / durch sîne wirde gewan / stuol zer tavelrunde UvZLanz 5414; dô was dâ mite verrâten der Kriemhilde man. / urloup nam dô Hagene, dô gie er vrœlîche dan. / des küniges ingesinde was allez wol gemuot. / ich wæne immer recke deheiner mêr getuot / sô grôzer meinræte, sô dâ von im ergie NibB 906,1; dô schuof er dâ zehande / für die Etzelen man / fünf hundert guoter helde sân / der sînen ingesinden Bit 9701. 10526; dar quam die riese Asprian / vnde Widolt [...] der helt Grimme / der riesin ingesinde Roth 5021

MWB 2 1893,62; Bearbeiterin: Baumgarte

ingesinde stN. auch ingeside (z.B. Rol 6451 ). Gesamtheit aller Personen, die einem Hausstand zugeordnet und dem Hausherren unterstellt sind (vgl. gesinde , s.a. hûs ): – für die ‘Dienerschaft, Bedienstete’ sô di frowe scône / Candacis ze mûse ginc, / sô stunden dâr an einen rinc / tûsint jungelinge / von irn ingesinde, / di plâgen hubischeite vile / mit allir slahte seitspile, / unde funf hundrit junchêren, / di mit allen êren / des hobis wol plâgen / unde wazzer gâben / und di dâ ware nâmen / der geste, di dâ quâmen SAlex 6036. 5930; heim reit er [Hector] froliche. / von wibe vnd von kinde, / von dem in gesinde / wart er baz, was sol es me, / enphangen danne er wer e Herb 7166; zehant begunde im an der frist / sîn werdez ingesinde sagen, / daz im sîn truhsæze erslagen / wære KvWHvK 169; von Dürgen fürste Herman, / etslîch dîn ingesinde ich maz, / daz ûzgesinde hieze baz Parz 297,17; von taverne ingesinde Wh 44,12; AvaLJ 197,2; NibB 558,4; Tr 3232; do waren di zwelf herren, di mit gote waren, / jungern di sinen, daz heilige ingesinde AvaLJ 56,2; stæteʒ ~ : daz die milten alsô früege sterbent, / die nâch prîse werbent, / daz geschiht dâvon, / daz ir alze kûme / got in himels rûme / wil enbern ze stætem ingesinde KvWLd 31,120; ir [Tristan und Isoldes] stætez ingesinde / daz was diu grüene linde, / der schate und diu sunne, / diu riviere unde der brunne, / bluomen, gras, loup unde bluot, / daz in den ougen sanfte tuot. / ir dienest was der vogele schal Tr 16881. – für die ‘(kämpfenden) Gefolgsleute’ mit schilde bevangen / ist zingesinde mir benant / manec rîter wert erkant Parz 768,21; er furt ain ingesinde / das uns hilfft von diser nott HvNstAp 3476; NibB 1621,2. – für das ‘Gefolge’ von adeligen Männern und Frauen: si [Erec, Gawain, Lanzelet und Iwein] kâmen dar mit rîcheit, / wol geriten und gekleit, / als ez ir êren wol gezam; / ir geverte daz was âne scham. / si vuorten ingesindes vil. / busûnen unde seitspil / vor in ûf der strâze hal Wig 9578; dô daz ingesinde [ mâgen unde man ] den willen sîn ersach, / daz er warp nâch êren, dô liezen si in gân NibB 2036,2. 1610,1 u.ö.; von Damen: wiltu niht eigen sîn, / sô muostu [Kriemhild] dich scheiden mit den vrouwen dîn / von mînem [Brunhildes] ingesinde, dâ wir zem münster gân NibB 830,3. 1379,3. 785,3; edel ~ : ir edel ingesinde vrou Kriemhilt zuo z^$’ir gewan, / zwô und drîzec meide unt fünf hundert man NibB 700,2; dô sach man mit den künegen hin ze hove gân / ir edeln ingesindes tûsent küener man, / dar über sehzec recken, die wâren mit in komen. / die het in sînem lande der küene Hagen genomen ebd. 1806,2 u.ö. – in verschiedenen bildl. Verwendungen für Gefolgsleute und Diener: wie der himelische chvnich im hivte erwelte vz sinem ingesinde der oberisten fuͤrsten einen, sant Gabrielem den erczengel Konr 8,4; wan er so gar suͦze ist, da uon ist er so unvirdrozinlich allime himilschin ingesinde PrGeorg (Sch) 28,130. 5,235; do sprachent vil geswinde / des túvels ingesinde, / [...], / das Ihesus schuldig wær dar an WernhMl 4876. 8783; mâz unde kiusche sint dîn ingesinde KLD: Kzl 16: 1,14

MWB 2 1894,31; Bearbeiterin: Baumgarte

ingesinden swV. ‘jmdn. in seinen Hausstand, sein Gefolge aufnehmen’ (vgl. ingesinde stN., hier übertr.): jâmer hât mich gingesindet. / von den sorgen / muoz ich verworren nû in stæter riuwen stricke worgen KLD: BvH 4: 2,9

MWB 2 1895,31; Bearbeiterin: Baumgarte

ingeslehte stN. 2geslehte

MWB 2 1895,36;

îngesloʒʒenheit stF. ‘Eingeschlossensein, substanzielle Zugehörigkeit/  Gleichheit’ (vgl. în slieʒen , înslieʒunge ): vernünfticheit ist daz oberste teil der sêle, dâ si hât ein mitesîn und ein îngeslozzenheit mit den engeln in engelischer natûre Eckh 2:317,8 (= Parad 52,36 ).

MWB 2 1895,37; Bearbeiterin: Baumgarte

ingesüeʒe Subst. eine Farnpflanze, ‘Engelsüß’ (vgl. Marzell 3,945; s.a. engelsüeze , insüeʒe ): polipodium: ingsuͤsse VocOpt 50.246

MWB 2 1895,43; Bearbeiterin: Baumgarte

ingetüeme stN. ‘das, was innen ist’ 1 ‘Hausrat’
2 ‘Eingeweide’
   1 ‘Hausrat’ du hast in diser werilde genuc. / uil michelen uͦb, / groz ingetvme, / scatzis gnvge, / di guldinen copfe / di silberinen nepfe / daz edele gesteine Glaub 2408; ir karren, uf den si vuren ir ingetume und ir krankis gesinde MarcoPolo 17,7; allen hûsrât vnde wâpen, di sî selbe bederben [benutzen] , schullen sî niht vorschozzen [versteuern] ; allerhande gesmîde vnde vrowen ingetüme schol man niht verschozzen UrkZeitz 35 (a. 1322); UrkKölnSchr 1,238 (a. 1159/70); lesistu selbe ein hus wirken, / daz in buwe [l. enbûwe ] nicht zu rume / noch zu groz zu dime in getume Elmend A 944; alles daz sy hat an ingetume, is sy an cleydirn, an bettegewande, an gesmyde, an slewirn, an gevesse, adir woran das wer AnzfKdVz 18,12; Glaub 2408    2 ‘Eingeweide’ ilia uiscera: ingetvͦme Gl 3:661,69 (BStK287); oder dû schürfe einen hannen unde wirf daz ingetuome ouz Barth 146,34; daz hoͮbet mit den fuͦzzen [des geschlachteten Lammes] / daz lât iw wesen suͦzze, / unde daz ingetuͦme / daz lât iw wesen suͦme [angenehm, caput cum pedibus eius et intestinis vorabitis Ex 12,9] Exod 2499

MWB 2 1895,46; Bearbeiterin: Baumgarte

îngevelle stN. ‘Eindringen, Einfall’ wan er hat mich erlöst auß der jaͤger gestelle [Nachstellung] , und von des scharffen wortes ingefelle [ quoniam ipse liberavit me de laqueo venantium et a verbo aspero Ps 90,3] PsMb 32 (Glossar)

MWB 2 1896,6; Bearbeiterin: Baumgarte

îngevloʒʒenheit stF. ‘Einfließen, Einfließung’ dú obrest richheit dez geistes in siner eigen forme lit dar an, daz er sunder gebrestlich swarheit sich uf swinget mit goͤtlicher kraft in sin liehtrichen vernúnftkeit, da er enpfindet himelsches trostes emzig ingeflossenheit Seuse 193,7

MWB 2 1896,11; Bearbeiterin: Baumgarte

ingewant stN. ‘Eingeweide, Kutteln’ ingwant bletze [kleine Stücke; ‘Kuttelplätzchen’ (Anm.z.St.)] , term und magen / und ouch kragen zuo der gluot SM: Had 20: 2,4. 44: 2,1. 18: 1,12

MWB 2 1896,17; Bearbeiterin: Baumgarte

ingeweide stN. ‘Gedärme’, ob auch andere Organe so bezeichnet werden können, ist unklar: intestinum: ingweid VocOpt 1.122; viscus: bluͦtvar ingweid ebd. 1.124; die grôzen slangen habent ir vergift an der lebern, aber die klainen habent ir vergift in dem ingewaid BdN 260,5. 296,25 u.ö.; zu der stupen [Schandpfahl, Pranger] man in sluc / vntz im der lib uf brach / daz man her vur lugen sach / mit harte grozer leide / durch not sin ingeweide Pass I/II 268,41; in de brust hey en gerach / mit syme scharpen swerde, / do deme greven up de erde / syn yngeweyde us heynck KarlGalie 12977; si sullent ouch kein îngeweide noch kein bluot noch keinerlei unsûberkeit, von swelherleie sache daz sî, in den bach niht werfen StRMeran 418

MWB 2 1896,21; Bearbeiterin: Baumgarte

ingewër stMN. ingebër

MWB 2 1896,37;

îngewësende Part.-Adj. in sîn V.

MWB 2 1896,38;

îngewichen Part.-Adj. în wîchen stV.

MWB 2 1896,39;

în gewinnen stV. ‘in Besitz bringen, Gewalt über etw./jmdn. erlangen’, von Geld oder Abgaben ‘eintreiben’ 1 mit Akk.d.S.
1.1 von Besitztümern
1.2 von ausstehenden Zahlungen, Abgaben und Bußgeldern (bes. buoʒe und ban )
2 mit Akk.d.P.
   1 mit Akk.d.S.    1.1 von Besitztümern: waz auch vesten, cent, geriht, doͤrfer oder anderr guͦt oder rehte, [...]verkuͤmbert oder versetzt sint, die suͤllen wir mit enander loͤsen vnd ingewinnen UrkWürzb 45,146 (a. 1342); so suͤln wir mit namen leihen alle di lehen [...] und di vesten und guͦt [...] suͤln wir und si mit einander eingewinnen und mit einander tailen, als wir ir gewinnen muͤgen MGHConst 6,1:528,4 (a. 1329); RbRupr 266. – übertr. von Herrschaft: deme ouch gewaldecliche / half der furste Herman, / biz he di cronen in gewan Elis 324    1.2 von ausstehenden Zahlungen, Abgaben und Bußgeldern (bes. buoʒe und ban ~ ): wer inen deß widerpruͤchtig wer, so schollen in dev herren chammerer mit iren fronbotten diselb losung helffen eingewinnen StRRegensb 90; vnd welcher daz niht tuͦn woͤlte, do soln wir oder vnser amptluͦte den vorgenanten juͦden darzu beholfen sin, also daz sie die bete von im ingwinnen UrkWürzb 46,98 (a. 1345); StRMünch 411,10; und sol man dien klegern jetwedrunt halb die buͦze ingewinnen bi dem eide, als sitte ist under dem râte UrkZürich 8,13 (a. 1304); WeistGr 1,32 (a. 1347). 1,7 (a. 1338); das der schulth. unsers herren ban ingewinne UrkEls 2,164 (a. 1339). 2,164 (a. 1339). er sol och alle gemeinen hirten in diesem tal dingen, und iren lon ingewinnen, darumb sol im jeglich hirte geben vier wisse brot UrkEls 2,164 (a. 1339)    2 mit Akk.d.P.: sus muost der von Orte lîden, / daz man gevangen in / sant dem herzogen hin. / dô in der herzog in gewan, / dô underwant er sich sân / alles sînes guotes Ottok 27090

MWB 2 1896,40; Bearbeiterin: Baumgarte

îngezogenheit stF. ‘innere Einkehr, Versenkung’ alle ir sinne koment in sogtan ingezogenheit und ir verstantnisse in ein schowen der blossen warheit Seuse 478,8

MWB 2 1897,10; Bearbeiterin: Baumgarte

în gieʒen stV. 1 (etw. Fließendes oder als fließend Vorgestelltes) ‘eingießen’ ; übers. lat. apponere (
2 ‘etw. in etw. hineingießen, jmdm. etw. einflößen’
3 Part.-Adj.
   1 (etw. Fließendes oder als fließend Vorgestelltes) ‘eingießen’; übers. lat. apponere ( ThvASu 182,16 ), ingerere ( PsM H 6,1 ); zum Gebrauch in myst. Texten vgl. Egerding, Metaphorik 2,256f. 262. 269f.: er hiez et vaste inegiezen / und lie daz in sich vliezen Weinschwelg 263. 262; übertr.: als ingússet sich hie got, als die natúrliche sunne gússet iren schin in die lúft, und wirt aller der luft durch formet mit dem liechte Tauler 263,12. – subst.: nû sî, daz ez geteilet sî, daz dîn sî daz bereiten und sîn sî daz înwürken oder îngiezen, daz doch unmügelich ist, sô wizzest daz, daz got würken und îngiezen muoz, als schiere er dich bereit vindet Eckh 4:484,89    2 ‘etw. in etw. hineingießen, jmdm. etw. einflößen’ – mit Dat.d.S.: nu merke, das leym [Glutinleim] , noch [nach] der gerunge dem wyne ingegossin, reynit den wyn vnde macht den wyn clar Pelzb 140,18; daz cruͦt gebrant unde der rouch dem munde in gegossen, vertribet eine suche, di heiset lienis Macer 72,6; übertr.: sy [die Seele] wirt von got geschepht vnd in gegossen dem leib KvMSel 210 u.ö.; WvRh 741. – mit Dat.d.P.: mit ir goufen [hohle Hand] truoc si dar / des wazzers unde gôz im in Wig 5455; wem swintelt und âmacht her gêt, dem geuzt man rôsenwazzer ein und besprengt im die stirn dâ mit BdN 345,30; BFrau 794; übertr.: daz niman guten willen noch begerunge zo gote mach haben, got habez ime in gegozen HlReg 19,10; der heilige geist der an diner selen sizzet, / hat dir dise wort ingegozen ebd. 28,31. – mit präp. Erg.: sô sich got in die sêle bildet und îngiuzet, nimest dû in denne als ein lieht oder ein wesen oder eine güete Eckh 3:221,2    3 Part.-Adj.: also git daz selbe anegenge von siner lutern guͤte an vnderlaͮß der beschaiden creature jnfliezzende vnd ingiezzende gaystlich leben Gnadenl 3:(A2),55; die in gegossen liechter Tauler 378,21; ein guot der ingegozzener tugenden [ bonum virtutis infusae ] ThvASu 194,7. 214,15

MWB 2 1897,14; Bearbeiterin: Baumgarte

îngieʒunge stF. ‘Eingießung, Hineingeben’, hier übertr. (vgl. Egerding, Metaphorik 2,257): aber daz werke der gotlichen liebi in uns, [...], daz ist die gnade, von der daz der mensche wirdig wirt dez ewigen lebennes [...]. unde also möhte man niht verstan die ablazunge der sünden, ez enwere denne da die ingiezunge der gnaden [ nisi adesset infusio gratiae ] ThvASu 334,29. 334,16; an dem vünften staphel wirt er gar în gezogen von aller ûzerkeit von der genuhtsamer îngiezunge der andâht DvASchr 393,13; PsWindb 64,Oratio

MWB 2 1897,54; Bearbeiterin: Baumgarte

ingome swM. ‘Mieter, Mitbewohner in einer Hausgemeinschaft’ (vgl. inman 2): an sweles burgers hus für ufgat, und ers oder sin ingomen des ersten inan werdent UrkThurgau 4,573 (a. 1331)

MWB 2 1898,1; Bearbeiterin: Baumgarte

îngoʒʒenheit stF. 1 ‘Eingießung, Eingebung’ (vgl. Egerding, Metaphorik 2,269)
2 ‘Zustand des Eingegossenseins, Eingegebenseins’
   1 ‘Eingießung, Eingebung’ (vgl. Egerding, Metaphorik 2,269): und het doch die begirde, daz im got gebe ain in der ingossenhait, daz sin menschlich leben niht also bekümert wer EbnerMarg 27,1    2 ‘Zustand des Eingegossenseins, Eingegebenseins’ alsô ist der vater unde der sun ein îngiezunge unde der heiligeist ist ein îngozzenheit KvBoyb (Pf) 242

MWB 2 1898,5; Bearbeiterin: Baumgarte

în graben stV. ‘(in etw.) hineingraben’ hinder des stadels tür / gruop er ein tiefez luoc în EnikWchr 21369. 21440. – spez. ‘eingravieren, einmeißeln’ und an dem end der red von den stainen setzt daz puoch der gar alten maister sin von den stainen, dâ tier eingegraben sint oder dar auf erhaben sint mangerlai form BdN 430,36

MWB 2 1898,13; Bearbeiterin: Baumgarte

ingrüene Adj. ‘intensiv grün, leuchtend grün’ (zu grüene mit intensivierendem in-, vgl. 1in-): der selbe pfelle er wære / ingrüener danne ein meiesch gras Tr 2549. 16975. 17387; mit dem ingrüenen lindenblate ebd. 4914; ingrüene sam der louch, / dem ab geschrôten ist der kil KvWPart 12436

MWB 2 1898,20; Bearbeiterin: Baumgarte

ingrunt stM. in myst. Texten. ‘innerster, tiefster Grund’ (zum intensivierenden in- vgl. 1in-): etwen so er als gar úberwunden waz, so sprach er gar von ingrunde: owe, ewiges guͦt, diner verborgen gerihten! Seuse 48,7. 217,15; aber wesen unde nâtûre ist ein lieht in liehtes eigenschaft. des liehtes ist daz wesen ein ingrunt und ein intiefi Eckh (Pf) 669,33

MWB 2 1898,26; Bearbeiterin: Baumgarte

ingruntlîche Adv. ‘in/  aus tiefster Seele, zutiefst’ er erschrei inrlich und ersúfzet ingruntlich in im selb und sprach: ‘owe got, wa waz ich, wa bin ich nu?’ Seuse 11,7; owe, strenge richter, wie ist min herz so ingruntlich erschroken! ebd. 239,23; daz es mir nit als ingrúntlich ze herzen gat ze allen ziten ebd. 257,11 u.ö.

MWB 2 1898,34; Bearbeiterin: Baumgarte

in guot guot stN. 1.2.2

MWB 2 1898,41;