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ABCDEF s.VGHIJKL
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i – ie|besunder (?)
ieclich – iemerkæse
iemerkuo – iersch
iertes – iewëdersît
iewelich – ihten (?)
ihtesiht – îlunge
im – in
in – în bezûnen
în biegen – în brëhen
în brîden – inder(t)
in dës – inelende
în enthalten (?) – ingebër
în gebërn – ingesigelde
ingesinde – in guot
în gürten – în houwen
inhûs – în lâʒen
înlâʒunge – în lûchen
în luogen – inne halten
în neigen (?) – innergewant
innerhalbe – inniclich
innigen – în rüefen
în rüeren – inschrift
în sëgenen – în slahen
însleich – în springen
în spruʒʒen (?) – interpretieren
intestîn – în twingen
în ünden – în vleischen
învleischunge – înwander
inwaner – în wischen
în wîsen – ipocrisis
ipocrite – irhalp
irhære – irregunge
irrehaft – Ir|rîche
irricheit – îsenbû
îsendach – îsenkaste
îsenkëc – îsensacroc (?)
îsenschûfel – îserîn
îserkleit – isôpe
isôpensaf – îtelhant
îtelinc – itwinde
iu – îwînboum

   în dorren - în erschînen (?)    


în dorren swV. ‘in etw. (den Boden) eindringen und dabei trocknen’ sich muose fröuden ânen / swaz man hie mit den kolben traf. / daz sluoc man daz des verhes saf [das Blut] / muos ze grund în dorren Reinfr 20303

MWB 2 1884,22; Bearbeiterin: Baumgarte

în drengen swV. tr. ‘hineindrängen’ ie wider si [Teufel und Menschen] dir weren, ie fúrbas si dich in trengeten in din schiffelin [d.i. din gemuͤte ] Tauler 172,26

MWB 2 1884,27; Bearbeiterin: Baumgarte

în dringen stV. 1 intr. ‘hereindrängen, eindringen’
2 tr. mit Dat.d.P. ‘jmdm. etw. eingeben, kraftvoll hineinlenken’
   1 intr. ‘hereindrängen, eindringen’ weist du nit, daz ich daz tor bin, dur daz alle die waren gotesfrúnd muͤssent in dringen, die zuͦ rechter selikeit son komen Seuse 34,10; so sicht si aber dringen / eine schar von jungelingen / in durch di kirchtur Pass I/II (HSW) 12823; Parz 285,15; vernünfticheit diu dringet în [in den Grund der Gottheit] ; ir engenüeget niht an güete noch an wîsheit noch an wârheit noch an gote selber Eckh 3:179,2; Seuse 193,1. 192,25    2 tr. mit Dat.d.P. ‘jmdm. etw. eingeben, kraftvoll hineinlenken’ des saltu, meit, indringen / mir tummen der genaden fließ Mügeln 156,11

MWB 2 1884,31; Bearbeiterin: Baumgarte

îndruc stM. in myst. Texten; vgl. Egerding, Metaphorik 2,188f. 192. 194. ‘Eindruck’, Bildspender scheint der Abdruck eines Siegels oder die Prägung einer Münze zu sein ‘Prägung, bleibende Spur, wesensmäßige innere Veränderung’ (überw. Eckh ): swer iht [etwas] bekennet von ûzerlîchen dingen, dâ muoz etwaz învallen, ze dem minsten ein îndruk Eckh 3:225,7; doch von îndrucke und von învluzze des mânen in dem himel obenân sô verzîhet und vergizzet ez [das Wasser] sîner eigenen natûre [nach unten zu fließen] und vliuzet ze berge in die hœhe ebd. 5: 45,8; das ist gotes eigenschaft, daz niht vremdes in in envellet, niht ûfgetragen, niht zuogeleget. dar umbe ensol diu sêle keinen vremden îndruk haben, niht ûfgetragen, niht zuogeleget ebd. 2:344,3 u.ö.; es waz ein verborgen liehtricher zug von got, und der wurkte geswintlichen den abker. [...] do im dise indruk von got beschah Seuse 8,21; und die vier indrük des namen Jhesus Cristus [ in daz innerst mins herzen ebd. 128,15 ] wurden mir ain wenig mere denne in ainem jar nach anander geben EbnerMarg 130,13

MWB 2 1884,44; Bearbeiterin: Baumgarte

indrücken swV. iterücken

MWB 2 1885,3;

în drücken, -drucken swV. überw. in myst. Texten; vgl. Egerding, Metaphorik 2,189. 193-195. 1 ‘hineindrücken’
2 ‘zusammendrücken’
   1 ‘hineindrücken’ inprimetur: indrucht werdin Gl 1:632,43. wan got selber disen sâmen îngesæjet und îngedrücket und îngeborn hât, sô mac er wol bedecket werden und verborgen und doch niemer vertilget noch in im verleschet Eckh 5: 111,19; dy segel wurden auff gezucht, / mit den ruederen in gedrucht. / sy furen wol und schon / hin gegen Warcilon HvNstAp 3440. – oft i.S.v. ‘ein Abbild, eine Entsprechung hinterlassen, (wie ein Siegel) prägen, eindrücken’ vnde von der kv́nde [wird ihm Gott] lieber, von der liebe ie svͤzzer vnde vaster in getrvckit in das herce vnde steter an siner liebi vnde an sime dieneste DvAStaff 182; als ein bilde lobet sînen meister, der im îngedrücket hât alle die kunst, die er in sînem herzen hât Eckh 1:318,6. 3:244,2 u.ö.; daz bilde der kunst ist ir [der Seele] natiurlîche îngedrücket ebd. 2:192,5. 2:211,3; ThvASu 298,18. 56,32; davon sprach Ovidius: ez werdent auf der erden so vil lannt [ebenso viele Länder] in getrucht [einer Himmelsregion, einer Tierkreisregion entsprechend auf Erden dargestellt, vgl. Glr.z.St.] Sphera 75,28. – subst.: daz seste ist ein întrucken des geistes, daz der geist in eime blicke schowet di gotheit blôz ane HvFritzlHl 238,28    2 ‘zusammendrücken’ dar úber wirt dem geiste fúr gehalten alsolicher truk das im alle die suͤssikeit und wollust wirt als gar ze mole benomen als es nie nút engewunne, und wirt im do ein als in getrukte und zesamen gejagte mosse [Maß] Tauler 151,24; als ein guͤtú woͤscherin, dú mit irem ingedrukten [gewalkt ?] und geweichten wat hin gat zuͦ dem lutern wasser Seuse 134,27

MWB 2 1885,4; Bearbeiterin: Baumgarte

îndrückunge stF. ‘Abdruck, bleibende Spur’ (vgl. în drücken ): wan indrukunge [ impressiones ] , die da gelazen werden von der bewegunge der tiere, von den so heizent die fuozstaphen; unde dez glichez: die esche [Asche] heizet ein fuosstaphen dez füres ThvASu 258,31; ‘unde mîn geist wart formelôs’: daz ist diu indrükunge des geistes in die ungeformete forme unde bilde, daz got ist Eckh (Pf) 507,38; dâ von wont der vater in der sêle, dâ er die sêle drücket an sîn herze, unde dâ enpfêhet si den sun in sich in der îndrückunge des vater nâch sîner persônlîcher ûzgenclichkeit ebd. 215,24

MWB 2 1885,38; Bearbeiterin: Baumgarte

în dunken swV. în tunken

MWB 2 1885,51;

indurstic Adj. ‘sehr durstig’ (zu durstec mit intensivierendem → in-): sô wirt diu katze von dem eiter [Gift] indurstic PrBerth 1:402,30; do begerte nie kein inturstiger mund so hitzeklichen eins kalten brunnen Seuse 210,7

MWB 2 1885,52; Bearbeiterin: Baumgarte

Indus Subst. ein Fluss, ‘Indus’ ein lant [...], daz heizet India. daz lant heizet nach einme wassere daz heizet Indus. daz springet uz eineme berge heizet Caͮcasus Lucid 20,7. 20,10. 29,6; der meister sprach: Affrica hebit sich an dem wasser Indus vnde reichet westert an daz wendel mer. jn dem teile sint michelú lant. Libia [...] Pentapolis [...] ebd. 35,3

MWB 2 1885,57; Bearbeiterin: Baumgarte

în eiden swV. ‘durch Eid rechtskräftig machen, beschwören’ (DRW 2,1374): auch han ich [...] die hernach geschriben guͦt, die min reht eygen sin, [...] dem selben herren byschof Otten vnd sinem stift vf geben geeygent vnd in geeydet reht vnd redlichen UrkWürzb 40,523 (a. 1343)

MWB 2 1886,1; Bearbeiterin: Baumgarte

ineider stN. inædere

MWB 2 1886,7;

inein Adv. enein

MWB 2 1886,8;

în eischen V. 1 ‘um Einlass bitten’ (vgl. 2 DWB 7,724)
2 ‘jmdn. vorladen’ (vgl. eischen 2 )
3 ‘Geld einfordern’
   1 ‘um Einlass bitten’ (vgl. 2DWB 7,724): da von heischet Cristus in / clopende des herzen tor. / vruntlich sprechet er da vor: / ‘tu mir uf, [...].’ Daniel 3220    2 ‘jmdn. vorladen’ (vgl. eischen 2): zume neisten dinge kume der vorderer unde volge siner klage unde laze den man aber ineischen umme sines vrundes wunden StRFreiberg 154,14. – mit Dat.d.P. (?, eischen i.d.R. tr.): in einem pantaydink [d.i. banteidinc, eine gebotene Gerichtsversammlung] heiset man eynem [l. eynen?] man czu eynem mal yn, vnd verteilt in seczehant daselbst, den man czu ander czeit drey gericht mus inhayschen SchöffIglau 65    3 ‘Geld einfordern’ man sal in so darzu halden, das er geb mit phenden oder mit einheisschen, oder er rechen ab StRPrag 93

MWB 2 1886,9; Bearbeiterin: Baumgarte

inelende, inellende stN. ellende

MWB 2 1886,25;

în enthalten (?) stV. ‘(in etw.) inneren Halt, Rückhalt suchen’ (vgl. enthalten 3.1): aber die heidenen die hettent enkeinen enhalt [Halt] daruf sú buwetent, denne uf gottes gnode bloͤslichen in sine barmherzikeit. sich, in der wisen sol ouch dine uͤbunge sin, daz du dich [genauso wie die Heiden] nút in enthaltest denne uf der blossen gnoden und barmhertzikeit gottes Tauler 64,17 (vgl. genade 2.2, ûf enthalten)

MWB 2 1886,26; Bearbeiterin: Baumgarte

în entw- în antw-

MWB 2 1886,35;

inerbarmen swV. enterbarmen

MWB 2 1886,36;

în erben swV. merwen

MWB 2 1886,37;

în erbilden swV. ‘in sich ein Abbild schaffen, sich einprägen’ (vgl. în bilden ): dâ muoz ze dem êrsten ein anegedenken und ein merklich înerbilden zuo gehœren, als dem schuoler ze der kunst [wie der Schreiben lernende Schüler sich die Buchstaben einprägen muss] Eckh 5: 209,3

MWB 2 1886,38; Bearbeiterin: Baumgarte

în erkêren swV. ‘innere Einkehr halten (zum Seelengrund)’ (refl.): welich mensche das doch nút zuͦ dem minsten einest an dem tage sich in erkert in den grunt, doch noch sime vermúgende, der enlebet nit also ein recht cristen mensche Tauler 26,25

MWB 2 1886,44; Bearbeiterin: Baumgarte

în erliuhten swV. ‘jmdn./etw. (die Seele) innerlich erleuchten’ (durch göttliches Licht): aber dâ ez [das Licht] ûzbrichet, daz ist verre bezzer und brichet durch in die sêle und machet sie glîch gote und gotvar, als ez mügelich ist, und înerliuhtet sie Eckh 2:124,8; die engel, die alsô înerliuhtet sint und alsô glîch gote sint, die ziehent und sûgent got in sich ebd. 2:124,2

MWB 2 1886,50; Bearbeiterin: Baumgarte

înerliuhtunge stF. ‘inneres Erleuchten (durch göttliches Licht)’ in der înerliuhtunge klimment sie [die Engel] über sich in götlîche glîchnisse. allez stânde gegen gote in götlîchem liehte, sô glîch, daz sie würkent götlich werk Eckh 2:123,6; aber dâ ez [das Licht] ûzbrichet, daz ist verre bezzer und brichet durch in die sêle [des Menschen] und machet sie glîch gote und gotvar, als ez mügelich ist, und inerliuhtet sie. in der înerliuhtunge klimmet si [die Seele] über sich in dem götlîchen liehte ebd. 2:124,8

MWB 2 1886,58; Bearbeiterin: Baumgarte

în erquicken swV. ‘(jmdm. wieder) Leben eingeben’ (hier mit doppeltem Akk.?): do sprach daz kint [Jesus] : nu habe di craft, / ob du wilt, ganc da hin / und quicke [La. irquicke ] in [dem toten Nachbarn] sin leben în Pass I/II (HSW) 4562

MWB 2 1887,5; Bearbeiterin: Baumgarte

în erschînen (?) stV. ‘erscheinen, sich zeigen’ do der zwenzigiste wit / irschein mit vier tagen in / an des ersten mandis schin [als der 24. Tag des 1. Monats erschien, Anm.z.St.] , / was ich bi eime vlieze [Strom] Daniel 6577. – wohl nicht hierher (wie im Glr.z.St.), sondern zu erschînen mit ein 1.2.3 ‘allein’ mache uns kunt, kunic ho, / gesichte daz dir irschein / in dime slafe gar ein! / wir wellen ez beslichten, / uzlegen, dich berichten Daniel 619

MWB 2 1887,10; Bearbeiterin: Baumgarte