în rüeren
swV.
‘(ein Pferd beim Reiten in etw.) hineintreiben, hineinreiten’ (vgl.
rüeren
):
ûf sînen spanjôl saz er dô / er begunde vrôlîch unde vrô / ze Weisefort in rüeren Tr
9213
MWB 2 1933,21; Bearbeiterin: Baumgarte
în rûnen
swV.
‘hineinraunen, einflüstern’
dar umbe, also balde es den geistlichen oren wurt in gerunet, so súllent sú rehte geswinde ane alles widerkriegen sich do von nebent sich keren uf daz neheste, daz sú sehent, hoͤrent oder wissent Seuse
504,18
MWB 2 1933,25; Bearbeiterin: Baumgarte
în ruofen
stV.
‘jmdn. hineinrufen’ mit Dat.d.P. (vgl.
în rüefen
swV.):
das du [...] sehest an [...] die grosse gehorsame gelossenheit die er [Christus] hette in alle wege, in alle wise, in alle die stetten do ime der vatter in rief Tauler
70,22
MWB 2 1933,31; Bearbeiterin: Baumgarte
ins-
s.a. ents-
MWB 2 1933,36;
însagunge
stF.
‘Einwand, Einspruch’ (vgl. nd. însage, DRW 2,1443f. s.v. Einsage):
alse si [die jungen Mönche] vf stent zv gotis diniste so wecken si sich vnder ein ander gezoliche [l. gezogenlîche, übers. moderate
] dvrch der slaffigin insagvnge [
propter somnulentorum excusationes
]
BrHoh
22
MWB 2 1933,37; Bearbeiterin: Baumgarte
în sæjen
swV.
‘einsäen’
von disem innern edeln menschen, dâ gotes sâme und gotes bilde îngedrücket und îngesæjet ist Eckh
5: 113,2.
5: 110,8.
5: 111,18
MWB 2 1933,43; Bearbeiterin: Baumgarte
insam
Adv.
→
ensam
MWB 2 1933,47;
în sâmen
swV.
→
einsamen
(Nachtr.)
MWB 2 1933,48;
în samenen
swV.
kontrahiert auch însamen.
‘etw. einsammeln’
waz tun ich, wen ich nicht habe beheltnyssis do ich muge in samen myne frucht EvBerl
111,1.
– auch von Zins/ Abgaben ‘einsammeln, einziehen’
Franciske sol ze reht den cins einsamenen [
colligere
]
[...] von weingarten und aeckern und von hofsteten UrbSonnenb
93
MWB 2 1933,49; Bearbeiterin: Baumgarte
insament
Adv.
→
ensamen
MWB 2 1933,56;
însaz
stM.
wohl die beim Salzsieden für einen Arbeitsgang in die Siedepfanne eingefüllte Menge (vgl. 2DWB 7,934):
wir haben ouch ir iglichen [...] verlihen ze burchlehen also, daz vnser amptleute oder swer daz sieden bestet, ir iglichen alle wochen, [...], antwurten sullen in dem phanhaus ze einem insatze sechtzig fuder saltzes [das noch zu sieden ist]
UrkEnns
5,37
(a. 1311).
5,40
(a. 1311)
MWB 2 1933,57; Bearbeiterin: Baumgarte
însæʒe
swM.
1
‘Bewohner’ (eines Landes) 2
‘Einwohner’ (einer Stadt, eines Dorfes), mit bestimmten Rechten und Pflichten
1
‘Bewohner’ (eines Landes):
als in dem lande Chanaan / di insezzen got dannen treyb / und dar di Ysrahelen schreyb Hiob
12927
2
‘Einwohner’ (einer Stadt, eines Dorfes), mit bestimmten Rechten und Pflichten:
swenne ein burger oder einer, der waht und stiure gît, mit einem andern burger oder însæze, der waht und stiure gît, iht ze schaffen hât mit dem rehten, daz der gebütel im die burger samnen sol StRMeran
428;
dar nâch setze er einen burgen vor eine marg, daz er ein jâr ein recht inseze sî, wenne welcher vor dem jâr wider ûz zûge, der ist dem râte vervallen oder sîn burge eine marg. der burge sol eyn ingesezzen burger sîn, den man gemanen mag StRZwick
34;
wer hie burger jnsaeß oder jnwoner ist StRDiessenh
37
MWB 2 1934,1; Bearbeiterin: Baumgarte
insch-
s.a. entsch-, ents-
MWB 2 1934,17;
în schatzen
swV.
‘etw. (Schätze) anhäufen, horten’
wen daz sie schatz in schatzen / und an der wollust vatzen / und gut noch gute gewinnen HeslApk
6827.
– unter Ersparung des Obj.:
die herren, die în schatzent Renner
15249
MWB 2 1934,18; Bearbeiter: Hansen
în schenken
swV.
‘(jmdm.) etw. einschenken, eingießen’ (auch unter Ersparung des Obj.):
so man anderwaid schankt ein, / so stiez der pot daz vaz / in den püsen [ließ der Bote den (goldenen) Becher in seiner Brusttasche verschwinden]
GrAlex
2418.
– bildl.:
in voller maze er schenket in [
‘er nimmt sich Großes vor’ (vgl. FrlWB S. 307)] , der vil lichte uz swumme, / sol er ein tiefez wazzer waten Frl
5:75,11;
sus manchen minn ertrenket, / dem sie mit seime todes gall inschenket Mügeln
220,10;
der dir inschenket ruwe, / der selb die sünde teret [schädigt]
ebd.
336,15
MWB 2 1934,23; Bearbeiter: Hansen
în schepfen
swV.
‘etw. hineinschöpfen, einfüllen’
swer ein potigen [Bottich] zu dem fewer schikchet, da man wazzer einschepfe, und bi dem prunne ste, dem git man vier pfenninge von der potigen UrkRegensb
727
(14. Jh.)
MWB 2 1934,35; Bearbeiter: Hansen
în schîben
stV.
‘sich hineinwälzen’
hin durch daz tor în schîben / sach man die risen alle / mit ungehiurem schalle Reinfr
25596
MWB 2 1934,40; Bearbeiter: Hansen
în schieben
stV.
‘(etw.) einfüllen, hineinschieben’
ein durcheler [durchlöcherter] sac / [...], / dâ man oben în schiubet / unt ez niden ûz stiubet Priesterl
744;
dar umb muoz er [die Kropfgans] haben etleicheu pälgelein pei dem snabel, dâ er daz ezzen des êrsten ein schieb und ez dâ nâch in den rehten leib schieb BdN
209,28;
übertr.:
man sal di ruwe lieben, / daz gotes wort in schieben / den harten, die vorsteinet sint / unde an gote wurden blint HeslApk
2040.
–
‘sich etw. in den Mund schieben, etw. essen’
daz krut brach si abe und az. / [...]. / do si daz krut hete ingeschoben, / daz si mit girekeit ouch nam, / seht, wa der tuvel in sie quam Pass III
287,34;
sîn [des geizigen Gastgebers] gesinde mit vorhten vor im sitzet, / swenne er diu ougen gein in spitzet, / sô si sîn herze mit kîlen kliebent [bildl.: ‘sein Herz mit Brotkeilen spalten’
] / die si ze grôz, ze dicke în schiebent Renner
5228
MWB 2 1934,43; Bearbeiter: Hansen
în schieʒen
stV.
1 intr. ‘einen Pfeil (in etw.) hineinschießen’
2 tr. ‘etw. hineinwerfen, hineinschießen’ (nur bildl.)
1
intr. ‘einen Pfeil (in etw.) hineinschießen’
do schoz im [Hektor] der kvnic Hunes / bi dem ougen in vnderdes / vnde wunte in ein kleine / vf dem ouge beine Herb
5762
2
tr. ‘etw. hineinwerfen, hineinschießen’ (nur bildl.):
glicher wis also got den geist / der vil edelen sele inguzet / und in vlizende inschuzet, / also liphaftet di sele den lib Brun
7263.
– Part.-Adj. in der Wendung în schieʒender gedanc
‘plötzlicher, spontaner Gedanke’ (vgl.
schüʒʒic
):
die liden [der Seele] daz sint [...] : zwifel an dem gloͮben, zwifel an gottes erbarmherzikeit, inschiessende gedenke wider got und sine heiligen Seuse
498,10;
dem widerstuͦnd dú anvehtung mit einem inschiessenden gedank ebd.
8,26.
125,34
MWB 2 1934,61; Bearbeiter: Hansen
înschîn
stM.
‘das Hineinscheinen, Einstrahlen’ (hier bildl.):
zugegen dem inschine vnd uzschine der ewigen vnd der waren suͦnnen PrLpz (L)
27,18
MWB 2 1935,12; Bearbeiter: Hansen
în schînen
stV.
‘hineinscheinen, hineinstrahlen’
reht als ein isenin berg, do nie kein lieht ingeschein Tauler
10,32.
– bildl.:
daz lieht des êwigen vaters hât dâ êwiclîche îngeschinen Eckh
1:389,9;
in disen bildelosen lúten do schinet die goͤtteliche sunne in Tauler
27,11.
188,26
MWB 2 1935,15; Bearbeiter: Hansen
înschouwe
stF.
‘Einsicht’
die Criechen pflagen do durch guft [Übermut] / [...], / daz si die tochtere mit den knaben / wolden in den schriften haben / durch wisliche inschowe Pass III
669,27
MWB 2 1935,21; Bearbeiter: Hansen
în schrîben
stV.
1
‘etw. (in ein Buch) hineinschreiben’
2
‘etw. eingravieren’
1
‘etw. (in ein Buch) hineinschreiben’
da [in des lebenes buch
] schribet her [Gott] die guten in HeslApk
5041;
in alle iren buͦchen, da si ire memorien in plegent ze schrivene UrkCorp (WMU)
407A,47.
–
dem bûch ouch was geschribin în, / iz solde werdin vundin / bî kunic Ferrandis stundin NvJer
5798
2
‘etw. eingravieren’
mir wart ieglicher nam bekant, / wann ez ingeschrieben was / an irm furspan, als ich las Physiogn
9
MWB 2 1935,25; Bearbeiter: Hansen
înschrîbunge
stF.
‘Aufschrift, Inschrift’
er sprach zv in: ‘wes ist ditz bilde vnd di inschribvnge ?’ [
inscriptio Mc 12,16]
EvAug
108,12
MWB 2 1935,35; Bearbeiter: Hansen
inschrift
stF.
‘Aufschrift, Inschrift’
zeiget mir den pfenning: wes bilde und inscrift [
inscriptio
] hât her? EvBeh
Lc 20,24
MWB 2 1935,38; Bearbeiter: Hansen |