i – ie|besunder (?) ieclich – iemerkæse iemerkuo – iersch iertes – iewëdersît iewelich – ihten (?) ihtesiht – îlunge im – in in – în bezûnen în biegen – în brëhen în brîden – inder(t) in dës – inelende în enthalten (?) – ingebër în gebërn – ingesigelde ingesinde – in guot în gürten – în houwen inhûs – în lâʒen înlâʒunge – în lûchen în luogen – inne halten în neigen (?) – innergewant innerhalbe – inniclich innigen – în rüefen în rüeren – inschrift în sëgenen – în slahen însleich – în springen în spruʒʒen (?) – interpretieren intestîn – în twingen în ünden – în vleischen învleischunge – înwander inwaner – în wischen inwaner stM. inwart Adj. inwart Adv. în waschen stV. în waten stV. înwëc stM. în welzen swV. inwend- inwende Adv., Präp. inwendigen Adv., Präp. in wërden stV. în wërfen stV. in- Adv. inwërteigen stN. inwërtes inwërtic Adj. inwërtwürkunge stF. in wësen V., stN. inwësende Part.-Adj. în wëten stV. inwette stN. în wîchen stV. în windelen swV. în winden stV. în wischen swV. în wîsen – ipocrisis ipocrite – irhalp irhære – irregunge irrehaft – Ir|rîche irricheit – îsenbû îsendach – îsenkaste îsenkëc – îsensacroc (?) îsenschûfel – îserîn îserkleit – isôpe isôpensaf – îtelhant îtelinc – itwinde iu – îwînboum
|
inwaner
stM.
→
inwonære
MWB 2 1960,55;
inwart, inwërt
Adj.
1
‘im Inneren, zum Inneren gehörig, inner’
2 meist von Grundbesitz in der Wendung inwërteʒ eigen und der Zusammenbildung inwërt(s)eigen stN. ‘Inwärtseigen, Dienstgut, das nur innerhalb desselben Herrschaftsverbandes, aber nicht nach außerhalb frei veräußerlich ist (bleibt dem Dienstherren erhalten)’ (vgl. 2 HRG 2,1296f.)
1
‘im Inneren, zum Inneren gehörig, inner’
mit des heiligen geistes trostlichere unctione / unde in inwertes gestunges salubri compunctione [in der heilsamen Reue innerer Zerknirschung]
Himmelr
10,30.
– von Dienstmännern/ Vasallen ‘zum inneren Kreis gehörig, nahe, vertrauenswürdig’
die fürsten hânt daz reht, swâ si geweren sullen sîn, dâ sullent si ir ofen brief hin senden under ir insigel, unde sullen den senden bî ir inwartesten dienstmanne SchwSp (W)
176,14;
von dem Semernick unt von dem Hartperch [...] untz hintz Pyestnick unt von danne her ze Willenprucke. die purge unt dienstman di da enzwischen sint, di stent minem herren inwert als ander sine dienstman EnikLB
709,8
2
meist von Grundbesitz in der Wendung inwërteʒ eigen und der Zusammenbildung inwërt(s)eigen stN. ‘Inwärtseigen, Dienstgut, das nur innerhalb desselben Herrschaftsverbandes, aber nicht nach außerhalb frei veräußerlich ist (bleibt dem Dienstherren erhalten)’ (vgl. 2HRG 2,1296f.):
ain inwertaigen, daz zu ains dinstherren herschaft gehort, daz mag seiner aigen man ainer dem andern wol geben, daz sew dez herren hant nicht bedurffen, der ez da chawft und der ez da hin geit, die in der herschaft siczent SteiermLdr
116;
UrkHerzogenb
50
(a. 1314);
[
der antwurtter
] spricht, dez aigens sitz er [er besitzt das Eigen] bey nutz und bey gewer und ist des gotzhauzz rechtz einwartz aygen und nennt auch den herren OberBairLdr
199;
UrkCorp (WMU)
2351,46
u.ö.;
UrkStVeit
51
(a. 1336);
UrkRait
387
(a. 1295).
– als mhd. Terminus in lat. Text:
nullus iudicum provincialium habet potestatem iudicandi in possessionibus que vulgariter dicuntur inwerteigen UrkStVerf
200
(um 1260);
UrkWittelsb
1,133
(a. 1254);
UrkEnns
1,494
(a. 1257);
UrbNAlteich
622;
MGHConst
2:633,34
(a.1254)
MWB 2 1960,56; Bearbeiterin: Baumgarte
inwart
Adv.
→
inwërt
MWB 2 1961,30;
în waschen
stV.
‘(ins Meer) hineinwaschen’ (Glr.z.St. ‘auswaschen’):
si [die Insel Sylanche] ist ouch vormalis grozer gewest; wen der nordin wint mit syme sturme unde des meris irgysunge hot des landis vil ingewaschin, als di merner sprechin, als ouch mappa mundi bewist MarcoPolo
58,19
MWB 2 1961,31; Bearbeiterin: Baumgarte
în waten
stV.
‘hineinwaten, hineingehen’
er lieff so er baldest mocht das waßer hien zu tal und wuͦt yn biß an den halß Lanc
228,2
MWB 2 1961,38; Bearbeiterin: Baumgarte
înwëc
stM.
‘Weg, der in etw. hineinführt’
in daz lant, / an des înwege er sâ vant / gebûwit eine vestin NvJer
13276;
min burg ze Blochingen und allez daz guͦt, daz darzuͦ hoͤret [...] súnderlichen aͤkker wingarten wisen holtz waide velt [...] stege wege biwege inwege [...]
UrkEssl
298
(a. 1331)
MWB 2 1961,41; Bearbeiterin: Baumgarte
în welzen
swV.
‘(sich) zusammenrollen’
Aristotiles spricht, daz der merfrâz die art hab, daz er sich einwelz sam ain igel wenn man in vâhen well BdN
232,10.
– Part.-Adj.:
in der lenken hant ain eingewelzt slangen BdN
467,25
MWB 2 1961,47; Bearbeiterin: Baumgarte
inwend-
s.a. innewend-
MWB 2 1961,52;
inwende
Adv., Präp.
‘innen, inwendig’
1 Adv. 2 Präp.
1
Adv.:
ûzen an dem lîp / und in dem herzen inwende Ottok
95864.
–
ze inwenden
‘im Inneren’
ich wil im riuwe senden / neben, hinden, vor, zen wenden [d.i. ze inwenden, vgl. App.z.St.]
BFrau
132
2
Präp.:
sô bitterlîcher smerze / twanc sî inwend des lîbes brust / umb die schedelîch verlust / der sî sicher wânde sîn Reinfr
22615
MWB 2 1961,53; Bearbeiterin: Baumgarte
inwendigen
Adv., Präp.
1 Adv. ‘innen, im Inneren’
2 Präp. mit Dat., temporal ‘innerhalb’
1
Adv. ‘innen, im Inneren’
man an dizem hailigen ewangelio uns scribet die ferdampnunge dez richen mannez viervalteclichen. zum êrsten nidinan nider. zem andern obenan nider. zem dritten inwendigon. zem vierden uzwendigon PrSchw
1,39.
1,118.
1,20;
PrSchw (St)
4,87
2
Präp. mit Dat., temporal ‘innerhalb’
swenne denne die burgen gemant werden von dem vorgenanten Huge [...] zu huse oder ze hove oder munt wider munde, so suln sij sich [...] inwendigen aht tagen nach der manunge [...] entwrten ze rehter giselscheft UrkCorp (WMU)
3003,38
MWB 2 1961,61; Bearbeiterin: Baumgarte
in wërden
stV.
→
inne wërden
2
MWB 2 1962,9;
în wërfen
stV.
‘etw. (hin-)einwerfen, hineingeben’
daz [griechische Feuer] warf er în zû der burch VAlex
979;
ob daz wib daz getrinchet, da der selbo stein ingeworfen wirdet PrüllS
1,2.
– oft in Wasser:
si wurfen în diu ruoder: man sach die kocken von dem stade vliezen Kudr
449,4;
ge czu dem mere unde wirf den angil in EvBerl
131,20;
sus wurfen si den anker în Tr
7412;
diu netze in werffen PrOberalt
132,1.
– bildl.:
ez muiz gar lûtir sin da sich der gotliche schin inwerfin sal und sal durchflizin und durchluchten der sele fornuftikeit Parad
22,18;
wan da ich die lieben zuom herzen în / mit den ougen warf SM: UvB
5: 2,3.
– Part.Präs. (vom Werfen der Sorgen in Gott als einem demütigen Akt des Glaubens (vgl. omnem sollicitudinem vestram proicientes in eum I Pt 5,7 = Tauler
323,27):
das wir sinem boͤsen inwerffende widerston [das wir (unsere Sorgen in Gott) einwerfend seinem (des Teufels) Bösen widerstehen] múgent mit dem glouben Tauler
324,6
(anders [subst. Inf.] Glr.z.St. und Egerding, Metaphorik, 2,709 ‘dass wir seinem bösen Angreifen widerstehen’).
– im Erbrecht spez. ‘rückführen von vorausempfangenem Erbe in die Erbmasse’
das ich [
Gertruit
]
[...] han mich enzigen des gotes von Werneshusen vnd von Baencon, das mir min vater gab ze ime, wande das selbe goet, do wir deiltent, wart wider in geworfen vnd veͥl nith in min deil UrkCorp (WMU)
190,33;
min tochter Anna sol und mag, ub si wil, mit andren minen kinden gelich ze erbe gan, also daz si in verffen sol, ub si erben wil, die zehen phunt geltz, die ich ir geben und usberichtet han UrkBern
6,598
(a. 1341).
–
kerben und seil ~
bergm. ‘den Betrieb beginnen’
kumpt jenre, des das erbe is, und vordert syn ackirteil, das ist eyn czweyunddristeil, und butet syne kost wissentlich czweyn erhaften mannen, ee man kerben und seil ynwirft, der hat ist mit rechte UrkFreiberg
2:269,2
(Anf. 14. Jh.)
MWB 2 1962,10; Bearbeiterin: Baumgarte
in-, înwërt, in-, înwërtes
Adv.
vereinzelt inwart (
Kreuzf
6032
); die Vokalquantität bei in-/în- scheint zu schwanken, es gibt zwei später inhaltlich und lautlich getrennte Nachfolger mit in- und ein- (vgl. inwärts
1DWB 4,2,2149, einwärts
2DWB 7,1127); die direktionale Verwendung weniger ausgeprägt als in den älteren Wbb. angenommen (vgl. auch AWB 4,1642 und FWB 8,192).
1 lokal ‘im Inneren, innen’
2 direktional ‘ins Innere hinein, einwärts’
1
lokal ‘im Inneren, innen’
wunnic dar uf [an dem Zelt] gesniten / Saphis ir bilde, der kunigin, / ouch inwart geworht dar în / ir bilde Kreuzf
6032;
uuîe scône du bíst. dîn ôigon. sint tûbon ôigon. âne dáz. daz án dír ínlachenes [
‘innerlich’, La. invvertes
] uerhólan ist Will
54,3;
senftmuͤtikeit die dienet innerlichen disen grúnden und hat me inwert wúrkendes wan gelossenheit; die sicht me zuͦ dem usseren menschen Tauler
370,2.
11,19;
daz glentzent ist in [ihnen] uswert [im Außen] geslagen, aber daz smertzent ist in inwert geslagen Seuse
413,11.
– ebenfalls hierher (mit Quints Anm. 2, ebd. S. 1,157 aber gegen seine Übers. ‘nach innen’, ebd. S. 1,405f.; vgl. auch inneblîbende, ebd. S. 1,158,4):
vernünfticheit ist allez înwert würkende Eckh
1:157,8.
1:158,1
2
direktional ‘ins Innere hinein, einwärts’
aber das wir in alsus luterlichen suͦchent und meinent in allen unsern wercken und dicke inwert súllent keren und ufgon úber uns selber Tauler
57,26;
so sint etteliche menschen, aller der gebreste ist hin inwert geraten, und den ist gar ane alle masse muͤliche zuͦ helffende, zuͦ glicher wise also den lúten, der liplich wunden inwert geratent Seuse
496,13
MWB 2 1962,49; Bearbeiterin: Baumgarte
inwërteigen
stN.
→
inwart
Adj.
MWB 2 1963,17;
inwërtes
→
inwart
Adj., →
inwërt
Adv.
MWB 2 1963,18;
inwërtic
Adj.
‘im Inneren, inner’
unser herre [...] heizit uns merkin und uns huͦtin vor den valschin propheten die zu uns cuͦmen in schephinen cleidern und sint inwertich [
intrinsecus
] grifige wolfe PrLpz
115,16;
die inwerdigen vinsternisse daz sint die bosin gedanken PrLpz (L)
74,16;
dar zvo erwecket ez [die Auflage dieser Kräutermischung] uile wola die lange slaphintin. mennischeit der manne. vnde fvrbringit die menstrua. vnde ist nvzze ze allen den inwartigin passionibus Ipocr
283
MWB 2 1963,19; Bearbeiterin: Baumgarte
inwërtwürkunge
stF.
‘das Wirken im Inneren’
gotes sælicheit liget an der înwertwürkunge der vernünfticheit, dâ daz wort inneblîbende ist Eckh
1:158,4
MWB 2 1963,30; Bearbeiterin: Baumgarte
in wësen
V., stN.
→
inne sîn
MWB 2 1963,34;
inwësende
Part.-Adj.
→
inne sîn
V.
MWB 2 1963,35;
în wëten
stV.
‘einmischen, einschreiten’
seht do wart von den pferden / ein michel bizen unde slan / diz konde nieman understan. / swaz die gemeinen knechte / nach ir dienstes rechte / sich heten aldar ingeweten, / doch wart der herre tot getreten Pass III
184,62
MWB 2 1963,36; Bearbeiterin: Baumgarte
inwette
stN.
‘das Innere eines Hauses’ (vgl. SchweizId 16,2230 Gewette auch das [ordentlich gefügte] Gebäude als Ganzes):
siu [die Ehebrecherin] zuhte die tür uf schiere. / do drungen si [ihr Ehemann und seine Brüder] alle viere / in daz hus enwette [La. in das inwette [:bette] (Myller, Dt. Ged. 1,214b nach S)]
Appet
189
MWB 2 1963,42; Bearbeiterin: Baumgarte
în wîchen
stV.
‘einsinken, einfallen’ (von den Wangen):
die wange niht zu dicke, / wolgetan hat gut geschicke. / die backen dicke feizzet, / die kunst niht kunst geheizzet. / die backen in gewichen, / kunst haz niht ist entwichen Physiogn
217;
ê wâren im diu wangen, / mit rœte bevangen / [...] / nû swarz und in gewichen, / daz antlütze erblichen Greg
3433
MWB 2 1963,49; Bearbeiterin: Baumgarte
în windelen
swV.
‘in Windeln wickeln’, hier subst.:
mit den [Händen] ich [Maria] got azt [speiste] vnd handelt mit inwindeln vnd nider legen vnd uf heben Eckh (B)
101,40
MWB 2 1963,57; Bearbeiterin: Baumgarte
în winden
stV.
‘jmdn./etw. einwickeln’
er was arm do er wart geborn von siner muͦter, daz si nit hatte da si ir raines kind in gewunde PrGeorg
59,30;
der maget Alyzen man do beit, / biz daz si ir gespiln besant / vnd oͮch ir token [Puppe] in gewant TürlArabel
F 185;
umb daz ich hie ein flicht und wint / von lieb so manchen underbint Minneb
2667;
den lîchamen er inwant / in daz wüllîn tuoch zehant RvEBarl
15641;
WernhMl
11540.
11535;
Er
6671;
Messgebr
428.
– Part.-Adj.:
du [Hochmütige] bist, [...], / ein ingewunde unvlat / in manigerhande kleidere Pass III
403,90;
der îngewundene [eingerollte] van Wernh
110
MWB 2 1963,61; Bearbeiterin: Baumgarte
în wischen
swV.
‘hineinschlüpfen’
er [der Teufel] mit dem trunke also / wolde in in [den Bischof] sin gewischet Pass III
459,5
MWB 2 1964,10; Bearbeiterin: Baumgarte |