Belegarchiv/Konkordanz
Die hier aus dem elektronischen Belegarchiv ausgegebenen Stellen bilden den durch halbautomatische Lemmatisierung von digitalisierten Volltexten gewonnenen Kern einer umfassenderen Beleggrundlage, die für die Ausarbeitung des Mittelhochdeutschen Wörterbuchs verwendet wird. Bei der Benutzung des elektronischen Belegarchivs ist stets zu beachten, dass es Stellen enthalten kann, die anderen Stichwörtern zuzuordnen sind.
laster stN. (421 Belege) MWB Lexer BMZ Findeb.
| und wurden verkeret, __II. Dinú goͤtlichú oren wurden spottes und lasters erfúllet, __III. Din edels riechen verwandelt mit boͤsem smake, __IV. | |
| sinre eren. Liep, leit, [250#’v] we, wol, ere, froͤude, schande, laster nement alles von sinre hant; ir súllent úch ime neigen | |
| und dez nie, sam er solt, engalt./ ús drin ain laster ist sin leben./ nu hin, bit dir die gab geben,/ | |
| schanden wert?/ waz sol ein ritter, der sîn tag mit laster hie verzert?/ //Waz sol ein schœnez wîb gar âne tugent | |
| daz die Kolmerhüete ûf köpfe erhellen;/ dur nieman lâ dir laster breit ûf wellen!/ //^"Fro Künze, jâ ist iuwer trût/ under | |
| man ez ûf Kolmârer hüeten hœre erhellen./ nieman lâ dir laster brait ûf wellen!’/ //^"Vro Künze, joch ist iuwer trût/ under | |
| guote./ wie gezimt der triuwen waltet niht?/ der muoz mit laster haben pfliht,/ so êre den getriuwen hât $s stæteklîch beslozzen | |
| ob allen vogeln sô nu lebt./ diu milte nimet hie laster abe, $s diu milte kan vor gotte diu sünde tœten./ | |
| milte kan pfaffenfürsten geben/ êre und ouch machen, daz in laster verren/ muoz: milte ist êren obdach./ von milte uns diu | |
| untugenden stam:/ diu kerge schiuchet êre hin und machet zam/ laster, untriuwe, luge und meintât $s bî mannen, wîben, megden und | |
| der let ûf sich beidiu hie und dort/ sünde und lasters hort./ Wîbes name und wîbes lîb, diu wunne,/ zieren fröide, | |
| ze guote,/ durch dich tet mir ir êre wol, ir laster wê./ //Got weiz wol, in verdiente nie den haz,/ den | |
| wie übel ich mich des schaden schame und in des lasters gan!/ */ / //Der werlte voget, des himels künig, | |
| einen,/ daz sî mir sîn genædig sô,/ daz ân ir laster sî./ Swelh wîb hât minneklichen lîp,/ hübschen unde reinen,/ wie | |
| /Swer ûz mîner lêre gât,/ Er sprichet lîhte des er laster hât/ Oder er sündet gegen got/ Und brichet dâ mit | |
| Die herren sprâchen ze dem künige: #.,Herre, wir ligen mit laster hie, daz wir Rôme ane sehen und dar für niht | |
| unde scheide ez. Der rihter sol sehen an des mannes laster und an sînen schaden unde heize im dâ nâch büezen. | |
| Adam tôre wart, halz, blint vnte ſtvmme. In dei ſelbin laſtir viel alliz manchvnne, ê daz der heilige Chriſt in diſe | |
| ir ſunde verſwigtin $t vnde die got niene clagtin. Div laſter elliv heilte der himeliſch arzât. Die blinten machte er geſehente, | |
| In iwerm herzen ſol dehain galle deſ nideſ weſen. Dehain laſter iſt wirſer denne der nit, dehain gvͦttate hilfet niht, da | |
| dîelih werch. Waz ſint dielichiv werch? Hoͮpthafte ſunte unde anderiv laſtir. Der die ſunte tůt, der iſt ein ſchalch der ſunte. | |
| ſint, die dehein ſunte nieni ſleht in dirre werelt, nehein laſtir nie wndit. Von div warn wizzinlichen div zewai gemachede ſalich, | |
| deumoͮten, die ſine getriwen uermanen unde ſi entêren oder dehein laſter in erbieten, wir moͮzzen $t ez ane zwiuel garnen, uon | |
| wan diu heimode unſerſ herzen ſcol geteilet werden uon den laſteren unde eruullet mit den tugenden. Alſ unſ diu ture deſ | |
| den heiligen Pater noſter. Alrerſt ſint unſ ſuntaren uur geſezzet ſiben laſter hoͮbthafter ſunden, da wir unſ uone behoͮten ſculen: der zorn, | |
| div gierſcheit, div hoͮrgeluſt, $t div untriwe. Wider den ſiben laſteren ſint unſ geſezzet ſiben gebete. Der ſprichet einez: ‘herre uater, | |
| uerſtantnuſſe, der ſibente ein geiſt alleſ wiſtoͮmeſ. Von den ſiben laſteren, mine uil lieben, div wir iv hiut ê ſeiten, choment | |
| deme uiure der geiſt. Do begunden deſ armen menneſſen ſiben laſter ureiſſamiv æhten: Superbia, Inuidia, Ira, Triſticia, Auaricia, $t Gula, Luxuria. | |
| Inuidia, Ira, Triſticia, Auaricia, $t Gula, Luxuria. Wider den ſiben laſteren ſante er unſ ze hilfe ſiben gebe deſ heiligen geiſteſ. | |
| alsô”/ und wâren doch vil unvrô,/ daz si ir selbes laster korn./ ir igeslîcher het wol gesworn,/ si sæhenz alle unz | |
| allez sîn leben/ durch die schande sô wê/ daz inz laster muote mê/ danne im der schade tæte/ diu er beidiu | |
| daz vindet, daz sol man im widergeben, wan er sust lastere genuc hat. [II.]</E> <E>Lat eines mannes sun sines vater gutes | |
| sprach der arge riche man:/ #.,da ist ein so groz laster an,/ daz ichz benamen niht enwil,/ sit siner jugent ist | |
| und schiltest ez michel vaster./ du hast mir dran ein laster/ an din wizzen geseit,/ daz alle sin fruͤmkeit/ ver drucket und | |
| und gůtes/ von schulden můz gebrechen./ so geratent si im laster sprechen/ und beginnent in alle schelten/ und lant in des | |
| helfin den armen,/ di warheit bischirmin, ungerne swerigin,/ virmidin du lastir joch werigin,/ vestin giloubin habin joch gidingi/ zi der cristinlichin | |
| dem also verre und also ungelich sint, das ist uns laster und grosse schande. Dis bezúgete unser herre do er sprach: | |
| enlident. Wer lidet noch als vil als unser lieber herre lasters und smacheit noch alle tage lidet? Were er in lidender | |
| túr blůt mit einer ieklicher totsúnde in einer wise. Was lasters geschihet im tegelich, das sin reiner wirdig goͤtlich licham tegelich | |
| ir natúrlich leben, das irem geminten Gotte und herren das laster und unere geschicht. ___Lieben kinder, dis ist denne alles sament | |
| dem lebtent si und wartent des. Das ist ein gros laster und schande das wir armen verbliben volk, die cristen sint | |
| der hie an starp, der wart mit grosser smocheit und lastere hinnan us getriben und trůg es uf sime rúggen barfůs’. | |
| mit unbekentnisse des gemuͤtes ’. Dis ist uns ein gros laster, das dis ein heiden und dar zů ein kúnig verstůnt. | |
| den weg nút engot, der get irre.’ Daz ist gros laster und schande daz ein mensche also vil ander dinge weis | |
| sô der an mir dise ungeschiht/ und ouch sîn selbes laster siht,/ der heizet mich verderben/ und lesterlîche ersterben./ daz dritte | |
| rât./ //Und enwolte ich daz niemer geclagen,/ solt ich daz laster eine tragen,/ daz mîn vil hôch geslehte/ und der künic | |
| tac,/ daz iu durch mîne schulde iht mê/ leit oder laster ûf erstê./ ich hân, swaz her nâch süle geschehen,/ sô | |
| sô hôrter alle tage/ von der lantliute sage/ des landes laster und sîn leit,/ swelhen enden er gereit/ vür stete oder | |
| wâren zuo dem mâle/ alle dar ze hove komen/ ze laster, alse ir habet vernomen./ die edelen lantgenôze/ die giengen dâ | |
| hêrren, der hie stât,/ der unz her gevrumet hât/ daz laster und daz ungemach,/ daz disen zwein landen ie geschach.’/ dâ | |
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