Mhd. Gesamtlemmaliste/Belegarchiv
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  Belegarchiv/Konkordanz

Die hier aus dem elektronischen Belegarchiv ausgegebenen Stellen bilden den durch halbautomatische Lemmatisierung von digitalisierten Volltexten gewonnenen Kern einer umfassenderen Beleggrundlage, die für die Ausarbeitung des Mittelhochdeutschen Wörterbuchs verwendet wird. Bei der Benutzung des elektronischen Belegarchivs ist stets zu beachten, dass es Stellen enthalten kann, die anderen Stichwörtern zuzuordnen sind.

laster stN. (421 Belege) MWB   Lexer BMZ Findeb.  

Seuse 316,3 und wurden verkeret, __II. Dinú goͤtlichú oren wurden spottes und lasters erfúllet, __III. Din edels riechen verwandelt mit boͤsem smake, __IV.
Seuse 487,29 sinre eren. Liep, leit, [250#’v] we, wol, ere, froͤude, schande, laster nement alles von sinre hant; ir súllent úch ime neigen
SHort 2933 und dez nie, sam er solt, engalt./ ús drin ain laster ist sin leben./ nu hin, bit dir die gab geben,/
SM:Ga 1: 1, 8 schanden wert?/ waz sol ein ritter, der sîn tag mit laster hie verzert?/ //Waz sol ein schœnez wîb gar âne tugent
SM:Go 1: 3,11 daz die Kolmerhüete ûf köpfe erhellen;/ dur nieman lâ dir laster breit ûf wellen!/ //^"Fro Künze, jâ ist iuwer trût/ under
SM:Go 1a: 3,11 man ez ûf Kolmârer hüeten hœre erhellen./ nieman lâ dir laster brait ûf wellen!’/ //^"Vro Künze, joch ist iuwer trût/ under
SM:JvR 1: 1,12 guote./ wie gezimt der triuwen waltet niht?/ der muoz mit laster haben pfliht,/ so êre den getriuwen hât $s stæteklîch beslozzen
SM:JvR 1:14, 6 ob allen vogeln sô nu lebt./ diu milte nimet hie laster abe, $s diu milte kan vor gotte diu sünde tœten./
SM:JvR 1:14,10 milte kan pfaffenfürsten geben/ êre und ouch machen, daz in laster verren/ muoz: milte ist êren obdach./ von milte uns diu
SM:JvR 1:15, 3 untugenden stam:/ diu kerge schiuchet êre hin und machet zam/ laster, untriuwe, luge und meintât $s bî mannen, wîben, megden und
SM:KvL 12: 4, 8 der let ûf sich beidiu hie und dort/ sünde und lasters hort./ Wîbes name und wîbes lîb, diu wunne,/ zieren fröide,
SM:Te 3: 2,10 ze guote,/ durch dich tet mir ir êre wol, ir laster wê./ //Got weiz wol, in verdiente nie den haz,/ den
SM:UvS 29: 2,10 wie übel ich mich des schaden schame und in des lasters gan!/ */ / //Der werlte voget, des himels künig,
SM:WvK 7: 1, 4 einen,/ daz sî mir sîn genædig sô,/ daz ân ir laster sî./ Swelh wîb hât minneklichen lîp,/ hübschen unde reinen,/ wie
SpdtL 76, 20 /Swer ûz mîner lêre gât,/ Er sprichet lîhte des er laster hât/ Oder er sündet gegen got/ Und brichet dâ mit
SpdtL 111, 7 Die herren sprâchen ze dem künige: #.,Herre, wir ligen mit laster hie, daz wir Rôme ane sehen und dar für niht
SpdtL 190, 18 unde scheide ez. Der rihter sol sehen an des mannes laster und an sînen schaden unde heize im dâ nâch büezen.
Spec 7, 23 Adam tôre wart, halz, blint vnte ſtvmme. In dei ſelbin laſtir viel alliz manchvnne, ê daz der heilige Chriſt in diſe
Spec 8, 5 ir ſunde verſwigtin $t vnde die got niene clagtin. Div laſter elliv heilte der himeliſch arzât. Die blinten machte er geſehente,
Spec 35, 35 In iwerm herzen ſol dehain galle deſ nideſ weſen. Dehain laſter iſt wirſer denne der nit, dehain gvͦttate hilfet niht, da
Spec 54, 22 dîelih werch. Waz ſint dielichiv werch? Hoͮpthafte ſunte unde anderiv laſtir. Der die ſunte tůt, der iſt ein ſchalch der ſunte.
Spec 80, 20 ſint, die dehein ſunte nieni ſleht in dirre werelt, nehein laſtir nie wndit. Von div warn wizzinlichen div zewai gemachede ſalich,
Spec 109, 35 deumoͮten, die ſine getriwen uermanen unde ſi entêren oder dehein laſter in erbieten, wir moͮzzen $t ez ane zwiuel garnen, uon
Spec 131, 8 wan diu heimode unſerſ herzen ſcol geteilet werden uon den laſteren unde eruullet mit den tugenden. Alſ unſ diu ture deſ
Spec 149, 14 den heiligen Pater noſter. Alrerſt ſint unſ ſuntaren uur geſezzet ſiben laſter hoͮbthafter ſunden, da wir unſ uone behoͮten ſculen: der zorn,
Spec 149, 17 div gierſcheit, div hoͮrgeluſt, $t div untriwe. Wider den ſiben laſteren ſint unſ geſezzet ſiben gebete. Der ſprichet einez: ‘herre uater,
Spec 149, 29 uerſtantnuſſe, der ſibente ein geiſt alleſ wiſtoͮmeſ. Von den ſiben laſteren, mine uil lieben, div wir iv hiut ê ſeiten, choment
Spec 150, 32 deme uiure der geiſt. Do begunden deſ armen menneſſen ſiben laſter ureiſſamiv æhten: Superbia, Inuidia, Ira, Triſticia, Auaricia, $t Gula, Luxuria.
Spec 151, 1 Inuidia, Ira, Triſticia, Auaricia, $t Gula, Luxuria. Wider den ſiben laſteren ſante er unſ ze hilfe ſiben gebe deſ heiligen geiſteſ.
StrAmis 721 alsô”/ und wâren doch vil unvrô,/ daz si ir selbes laster korn./ ir igeslîcher het wol gesworn,/ si sæhenz alle unz
StrAmis 2462 allez sîn leben/ durch die schande sô wê/ daz inz laster muote mê/ danne im der schade tæte/ diu er beidiu
StRAugsb 110, 20 daz vindet, daz sol man im widergeben, wan er sust lastere genuc hat. [II.]</E> <E>Lat eines mannes sun sines vater gutes
StrKD 6, 72 sprach der arge riche man:/ #.,da ist ein so groz laster an,/ daz ichz benamen niht enwil,/ sit siner jugent ist
StrKD 6, 114 und schiltest ez michel vaster./ du hast mir dran ein laster/ an din wizzen geseit,/ daz alle sin fruͤmkeit/ ver drucket und
StrKD 161, 368 und gůtes/ von schulden můz gebrechen./ so geratent si im laster sprechen/ und beginnent in alle schelten/ und lant in des
SuTheol 260 helfin den armen,/ di warheit bischirmin, ungerne swerigin,/ virmidin du lastir joch werigin,/ vestin giloubin habin joch gidingi/ zi der cristinlichin
Tauler 301,3 dem also verre und also ungelich sint, das ist uns laster und grosse schande. Dis bezúgete unser herre do er sprach:
Tauler 327,19 enlident. Wer lidet noch als vil als unser lieber herre lasters und smacheit noch alle tage lidet? Were er in lidender
Tauler 327,24 túr blůt mit einer ieklicher totsúnde in einer wise. Was lasters geschihet im tegelich, das sin reiner wirdig goͤtlich licham tegelich
Tauler 328,1 ir natúrlich leben, das irem geminten Gotte und herren das laster und unere geschicht. ___Lieben kinder, dis ist denne alles sament
Tauler 332,28 dem lebtent si und wartent des. Das ist ein gros laster und schande das wir armen verbliben volk, die cristen sint
Tauler 353,20 der hie an starp, der wart mit grosser smocheit und lastere hinnan us getriben und trůg es uf sime rúggen barfůs’.
Tauler 378,35 mit unbekentnisse des gemuͤtes ’. Dis ist uns ein gros laster, das dis ein heiden und dar zů ein kúnig verstůnt.
Tauler 416,26 den weg nút engot, der get irre.’ Daz ist gros laster und schande daz ein mensche also vil ander dinge weis
Tr 1472 sô der an mir dise ungeschiht/ und ouch sîn selbes laster siht,/ der heizet mich verderben/ und lesterlîche ersterben./ daz dritte
Tr 1488 rât./ //Und enwolte ich daz niemer geclagen,/ solt ich daz laster eine tragen,/ daz mîn vil hôch geslehte/ und der künic
Tr 1516 tac,/ daz iu durch mîne schulde iht mê/ leit oder laster ûf erstê./ ich hân, swaz her nâch süle geschehen,/ sô
Tr 6015 sô hôrter alle tage/ von der lantliute sage/ des landes laster und sîn leit,/ swelhen enden er gereit/ vür stete oder
Tr 6034 wâren zuo dem mâle/ alle dar ze hove komen/ ze laster, alse ir habet vernomen./ die edelen lantgenôze/ die giengen dâ
Tr 6471 hêrren, der hie stât,/ der unz her gevrumet hât/ daz laster und daz ungemach,/ daz disen zwein landen ie geschach.’/ dâ

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