Belegarchiv/Konkordanz
Die hier aus dem elektronischen Belegarchiv ausgegebenen Stellen bilden den durch halbautomatische Lemmatisierung von digitalisierten Volltexten gewonnenen Kern einer umfassenderen Beleggrundlage, die für die Ausarbeitung des Mittelhochdeutschen Wörterbuchs verwendet wird. Bei der Benutzung des elektronischen Belegarchivs ist stets zu beachten, dass es Stellen enthalten kann, die anderen Stichwörtern zuzuordnen sind.
klârheit stF. (98 Belege) MWB Lexer Lexer-Nachtr. BMZ Findeb.
| auf si diu schrift,/ diu red schol unverschertet sein, mit clârhait schôn umbslungen./ //In herzen ligt gedanch/ beslozzen gar mit guoter | |
| stet, die wol smeckent, daz bedäut ain gleichait und ain klârhait seinr fäuhten und daz si niht faulkait pei ir hât. | |
| ist scheinend an ir selber mit aller tugent, mit aller klârheit und mit aller sælichait. dar umb spricht der minne puoch: | |
| diu pœsen kranken augen, daz si niht mügen gesehen ir klârhait, daz sint die iren gedank und allen iren fleiz auf | |
| und läuht; alsô scheint unser frawe mit käuschhait und mit klârhait des leibes und der sêl, daz ist mit zwairlai klârhait, | |
| klârhait des leibes und der sêl, daz ist mit zwairlai klârhait, und dar umb haizt si ir lieb zwir schœn in | |
| augenprâwe vertreibt der augen nebel und hilft zuo der augen clârhait. des poks gall gelegt an ain stat, dâ frösch sint, | |
| starch scharpf gesiht, alsô daz er die sunnen in ir clârhait angesehen mag. dar umb sitzet er gern gegen der sunnen. | |
| zehant wenn diu nahtigal geunkäuscht hât, dô verleuset si die klârhait irr stimm, sam Plinius spricht, und gewinnet ain ander stimm | |
| weipleich gepærd) auz irm rehten flügel (daz ist auz der klârhait irr vernunft und auz irr weipleichen gestalt) und tuot ez | |
| gewin mit der übermâz, wan sölich unfuor benimt schœn stimm, klârhait der augen, des leibes kraft und macht und benimt êr | |
| kreft. er ist sô klâr, daz er mit seiner liehten klârhait ain krankez gesiht widersleht und täubt, aber er praitt des | |
| in dem hercen [vnde %)och mit grozer rvͦwe, mit lvterre clarheit, mit ſvͤzer hizze]. Alſo kom %)och der heilige geiſt Helye | |
| in der himelſchen glorie, das ſi die goͤtlichen vber brechenden clarheit m%/vge gevahen. $t Iſt es aber ieman toͤtlichem menſchen vf | |
| seht der engel des herren stvnt bi in. vnd di chlarheit gotes vmbscheine si. vnd si vorhten sich mit grozer vorhte. | |
| mache mich chlar dv vater bi dir selben. mit der chlarheit div ich gehabt han. e daz di werlte were bi | |
| di werlte gelavb. daz dv mich gesant hast. vnd di chlarheit di dv mir geben hast di han ich in gegeben. | |
| sich, der engil unsis herren stunt by in unde dy clarheit umscheyn sy unde sy vorchten sich mit grozem angiste._(10) Unde | |
| wellet doch nicht kumen czu nemene daz ewyge lebyn._(41) Dy clarheit neme ich nicht von den luten._(42) Sundir ich habe uch | |
| jechen./ Die geschrift verküntt und och saitt/ Von siner grossen clärhaitt:/ Da von megtte unde wib/ Sachen gern sinen lib./ Sin | |
| her uns aber brenget/ Von ichte da zu nichte,/ Der mac daz nicht wol zu ichte/ [138#’r#’b] Wider brengen, swen hers | |
| Seitt von ierem schönnen bild./ Wald und gevilde/ Ward da lenger nitt gespartt:/ Sy entsassen schnelle nach vartt,/ Dü in doch | |
| eweclichen weren sol/ An alle trubde lichtes vol./ Des tages clarheit wirt ouch schin,/ Kumt ir zu der wirtschaft min,/ Di | |
| dienst manne,/ Fraw Venus hatt an sy gelait/ Solche schon und klarhait/ Das es lang wer ze$~sagen./ Das castell was gar wol | |
| duͤguͤnt./ Sin reiner lip und sin jugent/ Waz mit Gotes klarheit/ Und mit dugenden gekleit./ Den sigevanen er gewan:/ Sin dot | |
| tunkel und ist niht durchscheinig, so bedekt er uns die clarhait der sunnen. Und so hab wir der sunnen scheingeprechen niht | |
| lût/ und manic süeʒiu schelle./ an sînem glanzen velle/ von clârheit lac ein wunder./ er zierte dâ besunder/ den wert mit | |
| sinne gar./ dô der juncherre wart gewar,/ daʒ alsô lebendiu clârheit/ an si von schœne was geleit,/ dô wart er missehandelt,/ | |
| liebe zît/ und überwinden mîniu leit,/ sô muoʒ sich iuwer clârheit/ betrüeben ûf der erden,/ ald iuwer sin muoʒ werden/ ê | |
| dat si din v#;iur siͤn mügen ind dougen!/ //Wand dine klarheit si is so groʒ,/ in dere lif sich got besloʒ,/ | |
| ir unstede wandelunge/ was ir wort ind ire zunge./ //Groʒ klarheit hat ein iͤwlich sterre,/ wan de himel is schöner verre,/ | |
| diͤ wisheit aleine./ //Dis sint schöne inde klar,/ wan ir klarheit $’n is niͤt offenbar/ disen ougen, diͤ andre sachen,/ als | |
| //Diͤ engel ind diͤ selen reine/ si hant einer hande klarheit aleine,/ diͤ si scheidet van naturen/ van andern godes creaturen./ | |
| diͤ si scheidet van naturen/ van andern godes creaturen./ //Diͤ klarheit sint diͤ dügd algemeine,/ si machent diͤ geiste klar ind | |
| ind der l#;iude,/ godes kind ind godes brüde./ //Diser geistlicher klarheit gelüst mich sere,/ wan si wisden mich ze irm scheppere,/ | |
| hiͤr enboven is, dat is rat!/ in deme is diͤ klarheit al/ ind al schönheit ane niderval.#.’/ //Min herz verstůnt diͤ | |
| o du grundeloser brunne, o du unreichaftú hoͤhi, o du klarheit ane masse, o wisheit ane grunt, o barmherzekeit ane hinderunge, | |
| in der groͤston blintheit sihet si allerklarost. In der groͤsten klarheit ist si beide tot und lebende. <VERS>Ie si langer tot | |
| in dem fúre nit verderben, wand es enpfat da sin klarheit und sin lúhtende varwe. Got hat allen creaturen das gegeben, | |
| dem liehte wisete sich got in grosser ere und unzallicher clarheit. Do hůp únser herre zwene guldin koͤppfe in sinen henden, | |
| thron gewelbet mit der gottes kraft in bluͤjender, lúhtender, fúriger clarheit und gat har nider untz an den himmel gegen von | |
| <FOLIO>(50#’r)</FOLIO> moͤgent si nit beruͤren, die wile si in einer klarheit inen nit gelich schinent. Ein sele mag aber in ertrich | |
| si.» Do wisete er beniden der luft ein schoͤne valsche clarheit, die mangen ketzer hat verleitet, und sprac: «In dem trone | |
| das wir wahsen an der edelkeit und dien an der klarheit und stigen uf an der hoͤhin; das geschiht den seligen, | |
| Der engel geleitet Enoch und Helyam us dem paradise. Die clarheit und die wunne, die si nu hant an irme libe, | |
| sihest wol, ich můs mine maht enthalten und verbergen mine klarheit, dur das ich dich deste langer behalte in der irdenscher | |
| fúrbas schribe, und ich enmag. Die wunne, die ere, die clarheit, die trútunge, die warheit, die sint ob mir also gros, | |
| nu sint und iemer soͤnt werden, nit moͤhten volleschriben die clarheit und die manigvaltigen wunne der cronen. Die crone wart gesehen | |
| getar ich oder mag, so gruͤs ich die hoͤhin, die clarheit, die wunne, die wisheit, die edelkeit, die wunderlichen einunge der | |
| ze minnen, von minnen ze <FOLIO>(150#’v)</FOLIO> vroͤden; von vroͤden ze clarheit, von clarheit zů gewaltekeit, von gewaltekeit in die hoͤhsten hoͤhin | |
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