Belegarchiv/Konkordanz
Die hier aus dem elektronischen Belegarchiv ausgegebenen Stellen bilden den durch halbautomatische Lemmatisierung von digitalisierten Volltexten gewonnenen Kern einer umfassenderen Beleggrundlage, die für die Ausarbeitung des Mittelhochdeutschen Wörterbuchs verwendet wird. Bei der Benutzung des elektronischen Belegarchivs ist stets zu beachten, dass es Stellen enthalten kann, die anderen Stichwörtern zuzuordnen sind.
iemer Adv. (2261 Belege) MWB Lexer Lexer-Nachtr. BMZ Findeb.
| er mich hin/ ze Arimathîa, dâ ich noch bin/ gewesen immer mêre.’/ ‘nû saget durch gotes êre’,/ sprach der bischof Cayphas,/ | |
| er seit von sîner ûfvart/ und gebletzes dannoch mê./ daz immer mensche erstê/ dem sîn reht als im geschiht,/ des engeloube | |
| in daz reine lant,/ von dannen ich verstôzen wart/ und immer mêr ist vor gespart/ aller menschen fruht,/ sît ich ez | |
| erringen’,/ sprach er, ‘von diu chêr wider./ daz paradîs ist immer, sider/ dîn vater drûz gestôzen wart,/ allen menschen verspart/ und | |
| mære/ verchêret und wart geseit,/ alsô si hêten ûf geleit./ Immer mêre für die zît/ durch ir valscher êren gît/ und | |
| mit minneclichen ougen./ diu rede ist âne lougen:/ er minnet iemer deste baz/ swer von minnen etewaz/ hœret singen oder lesen./ | |
| gote sîz geclaget/ daz du nâch dem willen dîn/ niht iemer maht bî mir gesîn/ und ich bî dir nâch mîner | |
| grabe,/ ê daz diu sælde mir geschehe/ daz ich iuch iemer mê gesehe’./ /Hie mite was diu rede hin/ die si | |
| und alsô ganze triuwe/ daz ir mîn jâmer niuwe/ lît iemer an ir herzen,/ bevindet si den smerzen/ den ich durch | |
| gnâde tuo/ umb iuwer hôhe schulde./ mîn keiserlîchiu hulde/ muoz iemer sîn vor iu verspart./ ir garnet ez, sam mir mîn | |
| unverderbet lâze./ nu strîchent iuwer strâze/ alsô daz ir mich iemer/ vermîdet, unde ich niemer/ mit mînen ougen iuch gesehe./ ich | |
| unde luoget/ an mînen bart, der kiuset wol/ daz ich iemer gerne sol/ iuwer heimlîche enbern./ mir muoz ein ander meister | |
| schern/ dann ir, daz wizzent âne spot,/ mîn bart muoz iemer, sam mir got,/ iuwer scharsach mîden:/ ez kan unsanfte snîden/ | |
| verwürket sîne hulde hân./ ir sult der reise mich erlân/ iemer durch den dienest mîn./ der keiser hât die hulde sîn/ | |
| mîn herze ist im in triuwen holt/ und muoz im iemer günstic wesen./ kein ritter sô gar ûzerlesen/ lebt weder hie | |
| unde frisch,/ des enkilt er niemer;/ mîn helfe muoz in iemer/ genædeclichen decken./ doch wil ich in erschrecken/ und übellîche emphâhen’./ | |
| keiser, ‘wie getorstent ir/ ie gestrîchen her ze mir/ oder iemer für mîn ougen komen?/ nu habent ir doch wol vernomen/ | |
| vil der tugende hât./ von Wirzeburc ich Cuonrât/ muoz im iemer heiles biten./ er hât der êren strît gestriten/ mit gerne | |
| blîde,/ und allez lop daz im gezeme/ von fluoche er iemer lîde’./ ‘Hie mite sî der rede gnuoc!’/ sprach dô diu | |
| in wont vil tugende bî./ wie mag in den ouwen/ iemer bluot betouwen,/ diu für trûren bezzer sî/ sendem manne/ danne | |
| der zêhen. $s swer vêhen/ künne tugentrîchen muot,/ dem werd iemer vor behuot/ hôchgelopter wîbe minnesüeze./ swer niht êre meinen kan,/ | |
| bereit!/ prîs und êre/ dir, vil hêre, $s sî geseit/ iemer mêre;/ dîn lop sêre $s werde breit,/ sît dîn name | |
| unde löuber in dem hage:/ sô muoz der an êren iemer dorren/ der sich hât verworren/ alle sîne tage/ in der | |
| von uns dâ sînen grimmen zorn!/ wie mac ungenâde uns iemer von dîm edeln sun geschehen,/ sô dun lâst dîn brüstel | |
| schalc der frumen lop vermîden,/ wan der bœse nîden/ wil iemer tugentrîchen man./ bernder miltekeite blüete kargen herren gar bevilt;/ tugende | |
| ân ende quelnde sîn./ /Sô wê mir tumber daz mich iemer langer tage verdriuzet,/ und mîner jâre frist enwec sô rehte | |
| anderz hiure,/ verswende ich aber mîniu jâr, diu sint mir iemer tiure:/ von dekeiner stiure/ verlorne zît ich wider bejage./ /Der | |
| er sich schande vâhen niht./ /Mich wundert daz ich mazzes iemer willeclîche enbîze,/ und daz ich in der zuoversiht diu mîniu | |
| leide erstürbe, wære im niht der wân gegeben,/ daz ez iemer solte leben:/ sus spür ich unde erkenne,/ daz ich ie | |
| des gab brieve dô/ daz wir des landes wielten/ und iemer ez behielten/ beid in gewalt und in gewer./ <seht> alsus | |
| tac./ den crieg den ich geleisten mac/ den muoz er iemer lîden,/ ê daz ich welle mîden/ daz reht vil manger | |
| der herzog ellenthaft,/ daz wolte ich und mîn ritterschaft/ verdienen iemer wider in’./ ‘nein!’ sprach der <fürste>, ich hân den sin/ | |
| unde fristen/ vor schedelichen freisen./ der witwen unde weisen/ lât iemer sich erbarmen,/ der helfe mir vil armen/ vaterlôsen kinde,/ daz | |
| unbekant/ unde ir besten friunde namen:/ si müezen sich des iemer schamen,/ daz si niht wizzen umb des leben/ der in | |
| nâch reiner triuwe iu <niht> gestê./ daz sol mich riuwen iemer mê/ daz ir beswæret sint von mir./ herr, ich enwânde | |
| belibe,/ noch si niht alsô gar vertribe/ an allen fröuden iemer./ si jâhen daz si niemer/ gewünnen muot ze lebene,/ schied | |
| got lâze uns hie sô wol geleben/ daz wir besitzen iemer dort/ der êwiclichen fröuden hort./ | |
| ich myn burgk off und myn lant, das er mirs ymer wiedder gegebe. Und ich muß im morn antwurten $t was | |
| ‘so uch der konig Artus abegeet, wer mag uch dann ymmer me gehelffen?’ //‘Frauwe’, sprach er, ‘duncket uch dann dirre ratt | |
| syn erweren! Und thete ich des nicht, so hett ich úmmer myn ere verlorn. Ir solt wol wißen das ir nymands | |
| kirchen, da man alle tag teglichen ein meße inn sing úmmer men myns herren sele zu trost!’ ‘Frauw’, sprach die ebtißin, | |
| thun halten und vil sanfft uff solche rede, mögen sie ymmer ir lant wiedder erkobern, das mir auch vil licht deste | |
| gesprechen $t möge das ich undat daran begee, mag ich ummer die stat gewinnen. Nu sagent mir wie, ich wil allen | |
| synen! Ich wil uch noch me thun: ich wil uch úmmer me geben und uwern kinden dieselben gewalt die er hatt, | |
| dem eyde den er geschworn hett, und rante so er ummer baldest mocht nach sym nefen da er wúst das er | |
| die stolcz und kúne waren, und enwolt auch nit das úmmer rych man gůt ritter were. Er haßet die im allerheymlichst | |
| forcht er das die lut alle gefrieschen und hetten yn ummer fur ein zagen, der er noch nye wart; und beyt | |
| uch ein schnell pfert gebe und ein starckes, mocht ir ummer inzytt dar komen?’ ‘O lieber jungkherre, vil wol, und ging | |
| ritter warff zuhant das pfert umb und rant was er ummer mocht das kint suchende. So lang reyt er biß ers | |
| nit entrug. Der ritter fraget yn alsuchende, $t ob es ummer mocht syn, das er im seyt wer er were. ‘Neyn | |
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