Belegarchiv/Konkordanz
Die hier aus dem elektronischen Belegarchiv ausgegebenen Stellen bilden den durch halbautomatische Lemmatisierung von digitalisierten Volltexten gewonnenen Kern einer umfassenderen Beleggrundlage, die für die Ausarbeitung des Mittelhochdeutschen Wörterbuchs verwendet wird. Bei der Benutzung des elektronischen Belegarchivs ist stets zu beachten, dass es Stellen enthalten kann, die anderen Stichwörtern zuzuordnen sind.
getuon V. (375 Belege) Lexer Lexer-Nachtr. BMZ Findeb.
| ich sîn tôt/ von ir stætem ‘nein ich’ und ‘in getuon ez nimmer’,/ diu niht wan ‘ja gerne’ hât vunden an | |
| mich des an,/ daz nie man getæt noch niemer mê getuot?/ Ich wære in der mâze, des mich dûhte wol gevarn,/ | |
| dur daz ir an der werlte an nihte niemer mê getætent baz./ //‘Ez diuhte iuch lîhte baz getân/ danne ich mich | |
| daz ors haben und den stegereif, die wîle er daz getuon $t mac unde gerîten mac alles weges eine mîle, sô | |
| varnden guote swaz er wil. Und als er des niht getuon mac, sô enmac er weder geben noch lîhen noch lâzen | |
| enmac er weder geben noch lîhen noch lâzen noch niht getuon daz ieman vrume, dem er gibet oder im læt oder | |
| rîches æhte ist; vor geistlîchem gerihte enmac er ez niht getuon ob er in dem banne ist. /Uf swelchem hûse man | |
| brode ſo groz, daz wir niht ane ſine hilfe megen getvͦn. Von div ſo bitet in hivte ſiner gnaden, ob ir | |
| kriſtenheite iſt der heilige Kriſt, an den niemen niht gvͦteſ getvͦn mak. Daz ander hol iſt div offene ſite deſ heiligen | |
| wie ir gotiſ hulde garnin ſchult, want niemin niht gůtiſ getůn mac an die hilfe deſ heiligin geiſtiſ. Er gibit ware | |
| in rêde gen alliſ deſ, deſ ſi ûf dirre erde getůnt, iz ſi gůt odir ubil, alſo $.s$. Pauluſ ſprichet: Omnes | |
| gît unſ ſundigen menneſſcen michelen trôſt, daz wir nith ſogetaneſ getoͮn, geriwet ez unſ uon herzen, erne uergebe ez unſ. Man | |
| ſcribe. Darane ſcult ir gedenchen, daz ir nith ſo getaneſ getoͮn muget, welt er ſin ivch geloͮben unde riwet ez ivch, | |
| gehaben, wan wir ez do nith taten, do wir ez getoͮn mahten. Nu bitet hiute den goͮten ſante Matheum, daz er | |
| er allez daz wizze, ê ez ergê, daz der menneſſce getoͮt, iedoch want deſ rihtæreſ reht niht iſt ieman ze uerdammelonne, | |
| danne grozziv zeichen ergent, da iſt $.ſ$. Michahel, wande niemen getoͮn mac, daz got getoͮn mac, nith mere danne oͮch der | |
| da iſt $.ſ$. Michahel, wande niemen getoͮn mac, daz got getoͮn mac, nith mere danne oͮch der alte uiant, der leidige | |
| uf der erde. Swaz der menneſſce in diſme lebenne goͮteſ getoͮt, toͮt er ez dvrnahtlichen darumbe, daz ez gote gename ſî, | |
| geworfen. Von div, mine uil lieben, allez, daz wir goͮteſ getoͮn, daz ſculen wir mit goͮter andaht ûf ze gote recchen. | |
| ſprach: Si feceritiſ que precipio uobiſ. Er ſprach: ‘Ob ir getoͮt, daz ich îv gebivte. Eruollet ir miniv gebôt mit goͮten | |
| meinet er da mite? Da wil er, ſwaz goͮteſ wir getoͮn, daz wir daz ze bezerunge unſen ebenchriſten toͮn. So wir | |
| in dirre werlt willeclichen uergeben allen den, die unſ leide getoͮnt, unde allen menneſſcen ze toͮnne, alſ wir wellen, daz ſi | |
| ungenaden, wan ir uergezzet harte, deſ man iv ze leide getoͮt. Uon div uergizzet oͮch min trohtin niht, deſ ir wider | |
| uergizzet oͮch min trohtin niht, deſ ir wider ſinen hulden getoͮt. Ir habet oͮch in deſ gebeten, daz er ivch iht | |
| oder der stange sus begert. Daz selbe mac er niht getuon, er habe denn urlaup von dem rihter. Swenne auch einer | |
| nine habe,/ er verliese allez daz gut,/ daz er iemer geduot:/ des sorge ich mir harte./ necheineme ewarten/ chom ich niht | |
| ich is nu wil/ gerne hie gebuozzen./ daz ich daz getun muoze,/ daz gip du mir, heiliger Crist,/ du da scephære | |
| spræche dinen jungeren zu./ an dine helve nemohte niemen niht getun;/ daz ist, herre, vil war./ Maria, diu newære nie so | |
| /Nach siner wirde in nieman gar geloben kan./ swaz er getuot, wer tar sich des genemen an?/ /Der habe ich noch | |
| die sint vollecliche breit./ /Er hat und mac und tar getuon, der stolze Waleis unverzaget./ wer lebt, von dem man nu | |
| vntfienc/ durch toufe sicherliche./ got weiz wol, waz der lib getuot,/ ob er da ane altet./ daz ist der sel tzuo | |
| tâten ez in guot:/ und swaz der man in guot getuot,/ daz ist ouch guot und wol getân./ aber als ich | |
| vil lützel iht sô guot,/ ezn swache, ders ze vil getuot./ von diu sô lâzen langez clagen/ und vlîzen uns, wie | |
| ich als armer vuore bin:/ rât, hêrre got, waz ich getuo!’/ //Nu gie der künic Marke zuo/ mit einer wunneclîchen schar./ | |
| daz selbe, daz ich kunde./ //Hie zuo enweiz ich, waz getuo,/ ich entuo daz eine dar zuo,/ deiswâr daz ich noch | |
| rât,/ unser wille und unser muot,/ swaz er gesprichet oder getuot.’/ //Môrolt sprach aber: ‘sô brechet ir/ mînem hêrren unde mir/ | |
| heizet doch niht rehte spil,/ daz man sus ûzen hin getuot/ âne herze und âne muot./ wan daz diu jugent Tristanden/ | |
| gehelfen noch gevrumen hie zuo:/ nun weiz ich mêre, waz getuo,/ wan daz ich mich gote muoz ergeben/ und leben, die | |
| bœse wiht,/ sône hazzent si dich niht./ //Tristan, swaz ieman getuo,/ sô rihte dû dich ie dar zuo,/ daz tû hôhes | |
| daz ich sîn vriunt gewesen müge:/ ine weiz niht, waz getuo, daz tüge.’/ //Brangæne diu sprach aber zir:/ ‘nu liebiu vrouwe, | |
| ‘sol dirre kampf unwendic sîn,/ sôn weiz ich rehte, waz getuo:/ ich bin dar ungewarnet zuo./ und zwâre woltestûn noch lân/ | |
| dô sprach der lügenære:/ ‘wie welt ir, daz ich daz getuo?’/ ‘dâ râte wir dir kurze zuo:/ gâ wider în unde | |
| viuret si den muot:/ wan alse in zorn vil wê getuot,/ sô süenet si diu triuwe,/ sôst aber diu liebe niuwe/ | |
| ein vil hôch ors kunde/ zer schifbrucken komen în./ ‘waz getuon wir nu?’ sprach Gandîn/ ‘wie kumet mîn vrouwe dar an?’/ | |
| man ûf uns zwei hât geleit,/ es iht gespreche oder getuo,/ dâ man iht arges denke zuo!/ jâ hêrre got, erbarme | |
| sîn,/ sô sî der zorn an iuch verlân;/ swaz ir getuot, daz sî getân./ nemet uns beide mich und in/ und | |
| diu sô seht hie selbe zuo,/ waz ich gespreche oder getuo,/ ob ich ez iu mit eide/ ze danke bescheide:/ ir | |
| ‘hêrre, vertriuwet ir mir daz,/ mit swelher rede sô ichz getuo,/ sô hilfe ich iu binamen dar zuo,/ daz ir nâch | |
| lieb ist:/ ine wil niemer valsch noch list/ gewenden noch getuon hie zuo./ swie rehte ungerne ichz tuo,/ swaz ir gebietet, | |
| diu nie valsch wider iuch begie?/ hêrre, durch iuwer êre/ getuot ez niemer mêre:/ vermîdet sus getânen spot/ durch iuch selben | |
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