Belegarchiv/Konkordanz
Die hier aus dem elektronischen Belegarchiv ausgegebenen Stellen bilden den durch halbautomatische Lemmatisierung von digitalisierten Volltexten gewonnenen Kern einer umfassenderen Beleggrundlage, die für die Ausarbeitung des Mittelhochdeutschen Wörterbuchs verwendet wird. Bei der Benutzung des elektronischen Belegarchivs ist stets zu beachten, dass es Stellen enthalten kann, die anderen Stichwörtern zuzuordnen sind.
âne adv_k_prp (1366 Belege) MWB Lexer Lexer-Nachtr. BMZ Findeb.
| sun unt ir gast:/ dez dritte was der sorgen last./ ân alle missewende/ nam si Gâwânn mit ir hende/ unt fuort | |
| ellens hêr./ der helt gebôt mir dennoch mêr/ daz ich ân arge liste/ inre jâres vriste,/ ob ichs grâls erwurbe niht,/ | |
| dich niht verdriezen./ denke an brüederlîche triwe,/ unde tuo daz âne riwe./ dir stêt manlîchiu triwe baz,/ dan daz du dolst | |
| unt Gâwâns junchêrrelîn:/ si fuorte se dâ ir pflâgen/ juncfrouwen âne bâgen./ dô nam ir wol mit zühten war/ manc juncfrouwe | |
| durch gesellekeit/ mit ir manc juncfrouwe clâr./ diu küngîn sprach ân allen vâr/ "het ir mîn genozzen mêr,/ mîn fröude wær | |
| ir triwe gebôt?/ daz möht ich gerne lâzen./ über ronen âne strâzen/ Parzivâl fürz venster reit/ alze nâhn: daz was im | |
| sîn wâpenroc von koste grôz,/ dar underz harnasch blanc gevar:/ ânz houbt was er gewâpent gar./ gein Parzivâle er vaste reit:/ | |
| handen./ nu jehts im niht ze schanden,/ daz er sich âne schergen hienc./ mit den fuozen er gevienc/ undr im des | |
| mit zühten ûf der gotes vart;/ genuog sô junc, gar âne bart./ //___Parzivâl der werde degen/ het des lîbes sô gepflegen/ | |
| ich ûz brâht durch got,/ die teil ich mit iu âne spot."/ ___diez mit guoten willen tâten,/ die juncfrouwen bâten/ in | |
| dirre âventiure gestifte./ der karakter â_b_c/ muoser hân gelernet ê,/ ân den list von nigrômanzî./ ez half daz im der touf | |
| iuch angestlîcher strît/ in diz harnasch getriben?/ ode sît ir âne strît beliben?/ sô stüende iu baz ein ander wât,/ lieze | |
| wol waltmüede sîn:/ wand er het der strâzen wênc geriten,/ âne dach die naht des tages erbiten:/ als het er manege | |
| stæten helfe nie verdrôz/ für der sêle senken./ sît getriwe ân allez wenken,/ sît got selbe ein triuwe ist:/ dem was | |
| prüevt wie Lucifern gelanc/ unt sînen nôtgestallen./ si wârn doch âne gallen:/ jâ hêr, wâ nâmen si den nît,/ dâ von | |
| der werlt doch niht sô reines ist,/ sô diu magt ân valschen list./ nu prüevt wie rein die meide sint:/ got | |
| ouch sîn haz./ nu prüevet wederz helfe baz./ der schuldige âne riuwe/ fliuht die gotlîchen triuwe:/ swer ab wandelt sünden schulde,/ | |
| durch gedanke vert./ gedanc sich sunnen blickes wert:/ gedanc ist âne slôz bespart,/ vor aller crêatiure bewart:/ gedanc ist vinster âne | |
| âne slôz bespart,/ vor aller crêatiure bewart:/ gedanc ist vinster âne schîn./ diu gotheit kan lûter sîn,/ si glestet durch der | |
| allen gâhen/ dehein wirt der dir gunde baz/ guoter wirtschaft âne haz."/ Parzivâl sprach "hêrre,/ der gotes gruoz mir verre,/ op | |
| warm./ si dolten herzen riuwe/ niht wan durch rehte triuwe,/ ân alle missewende./ von der hôhsten hende/ enpfiengens umb ir kumber | |
| noch gegên,/ der künec, noch geligen noch gestên:/ er lent, âne sitzen,/ mit siufzebæren witzen./ gein des mânen wandel ist im | |
| daz ist für sünde in dâ gegebn."/ ___"nu kom ich âne strîten/ an den selben zîten/ geriten dâ der künec was,"/ | |
| jehn/ daz nie schœner mannes bilde wart:/ dannoch was ich âne bart./ //In mîne herberge er fuor./ für dise rede ich | |
| hie erhol/ daz dort diu sêle ruowe dol."/ //___Der wirt ân allez bâgen/ begunde in fürbaz frâgen/ "neve, noch hân ich | |
| dier gerne muose schouwen,/ aller wîbes varwe ein bêâ flûrs./ âne Condwîrn_âmûrs/ wart nie geborn sô schœner lîp./ mit clârheit süeze | |
| von ir,/ si wære ein reizel minnen gir,/ ougen süeze ân smerzen,/ unt ein spansenwe des herzen./ //___Gâwân bôt ir sînen | |
| dô Parzivâl erstreit/ ab Orilus die hulde:/ die vlôs se ân alle ir schulde./ ___der knappe an Gâwânen sach:/ Malcrêatiur mit | |
| Urjâns?/ ob du mir nu schaden gans,/ den trag ich âne schulde:/ ich erwarp dir sküneges hulde./ ein swach sin half | |
| sin/ daz er mit der frouwen ranc/ nâch sînem willen ân ir danc./ hin ze hove kom daz geschrei:/ der künec | |
| man winden solt ein rîs,/ dar_an im sterben wurd erkant/ âne bluotige hant./ er rief mich an (des twang in nôt)/ | |
| des daz er mir bôt/ sicherheit durch genesn./ ich vorhte ân al mîn êre wesn,/ ob er verlür dâ sînen lîp./ | |
| Gâwân bin ich wol sô holt,/ dem wolt ich helfen âne solt./ er ist doch âne schande,/ lît er in minnen | |
| holt,/ dem wolt ich helfen âne solt./ er ist doch âne schande,/ lît er in minnen bande;/ ob in diu minne | |
| ichs ganze volge hân./ swâ liep gein liebe erhüebe/ lûter âne trüebe,/ da newederz des verdrüzze/ daz minne ir herze slüzze/ | |
| bejage./ //Wer solte se drumbe prîsen,/ daz die unwîsen/ striten âne schulde,/ niwan durch prîses hulde?/ sine heten niht ze teilen,/ | |
| schulde,/ niwan durch prîses hulde?/ sine heten niht ze teilen,/ ân nôt ir leben ze veilen./ ietweder ûf den andern jach,/ | |
| niht gar geleistet dô./ //___Uf liez er doch den wîgant/ âne gesicherte hant./ ietweder ûf die bluomen saz./ Gâwân sîns kumbers | |
| henden./ si begundn ein_ander wenden/ neben, für unt hinder sich./ âne nôt was ir gerich:/ si möhtenz âne strîten lân./ do | |
| unt hinder sich./ âne nôt was ir gerich:/ si möhtenz âne strîten lân./ do begreif in mîn hêr Gâwân,/ er warf | |
| er von êrste strîtes pflac./ er sprach "du sûmest dich ân nôt:/ für sicherheit gib ich den tôt./ lâz enden dîne | |
| alsô niht tuon:/ so verlür ich prîses hulde,/ erslüege ich âne schulde/ disen küenen helt unverzagt./ in hât ir minne ûf | |
| ist verswunden./ wâ sol ich nu trœsten holn,/ muoz ich âne helfe doln/ nâch minne alsolhe riuwe?/ pfligt si wîplîcher triuwe,/ | |
| Lischoysen fuorte Gâwân/ mit im dannen ûf den wâc:/ gedulteclîch ân allen bâc/ man den helt des volgen sach./ der verje | |
| harte fruo:/ innen des gienc ir vater zuo./ der liezez âne zürnen gar,/ ob diu maget wol gevar/ ihts dâ wære | |
| wand si dem bette nâhe saz./ daz liez ir vater âne haz./ dô sprach er "tohter, wein et niht./ swaz in | |
| riubæriu zil."/ ___Gâwân sprach "mir wære leit,/ op mîn gemach ân arbeit/ von disen frouwen hinnen rite,/ ichn versuocht ê baz | |
| disiu âventiure:/ diu ist scharpf und ungehiure/ für wâr und âne liegen./ hêrre, in kan niht triegen."/ //___Gâwân der prîss erkande/ | |
| manege tugent diu gotes kraft/ in mannes herze nie gestiez,/ ân Ithêrn von Gahaviez./ ___der Ithêrn vor Nantes sluoc,/ mîn schif | |
| iwerr hende,/ si hœhe mich mit rîcheit./ mit freuden liep âne leit/ mac iwer prîs hie’rwerben,/ sult ir niht ersterben./ ___nu | |
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