Belegarchiv/Konkordanz
Die hier aus dem elektronischen Belegarchiv ausgegebenen Stellen bilden den durch halbautomatische Lemmatisierung von digitalisierten Volltexten gewonnenen Kern einer umfassenderen Beleggrundlage, die für die Ausarbeitung des Mittelhochdeutschen Wörterbuchs verwendet wird. Bei der Benutzung des elektronischen Belegarchivs ist stets zu beachten, dass es Stellen enthalten kann, die anderen Stichwörtern zuzuordnen sind.
gërn swV. (972 Belege) MWB Lexer BMZ Findeb.
| zů irme lieben: «Eya herre, ich habe lange zwoͤier dinge gegert, der bin ich noch nit gewert. $t Das eine ist | |
| tegeliche súnde sinken, so erloͤschet únser schoͤne himmelbliken; $t so gerent die engel und die heligen bittent an únsern lieben herren, | |
| tubenvedern, das ist mit allen tugenden, und beginnet denne ze gerende mit des aren girheit, so volget si der hitze uf | |
| můs weinen und jemerlich klagen und vrúntlich bitten und krefteklich geren und diemuͤteklich bekennen alle mi<FOLIO>(99#’r)</FOLIO>ne untugende. Denne erste mag mir | |
| lip und an sele. Mit diser meine aller creaturen so gere ich, herre, hútte dines lobes in allen dingen und umb | |
| bas bekennet denne si selber, und so beginnet si ze gerende grosser trúwe im ze leistende; und so beginnet er ir | |
| schulde, das er sich denne also verwandelt, das er niemer gert von der korunge ze komende; das ist ein zeichen maniger | |
| min almehtigú kraft.» Die glose sprichet únser herre: «Swer des geret, das ich im rehte smeke, dem sol iemer ze allen | |
| lieben Jhesum, so ist mir also we, das ich denne gere, eb es múglich were, ze lebende in dem jungsten tag; | |
| der die warheit minnet, bitten sol <N>XVI</N>. Wie der mensche geret unde bat <N>XVII</N>. Wie bekantnisse sprichet zů dem gewissede <N>XVIII</N>. | |
| des menschen sele: «Eya herre, du weist wol, wes ich gere.» Das was, das si gerne wolte uf únsers herren fuͤsse, | |
| verworfen und leider verworden; ich enbin nit, als ich lange gegert habe.» %/Unser herre sprichet alsus: «Mit gůtem willen und mit | |
| vinden muͤsse mit aller miner gerunge brennender und verloͤschener. Ich geren oͮch, das ich din gebruchen muͤsse mit vliessender minne aller | |
| ich minne unverloͤschen niemer me, amen.» <KAP><N>XVI</N>. Wie ein mensch gerete und bat</KAP> Ein mensche begerte lange úber alle gabe und | |
| herre: «Ich habe din begert e der welte beginne. Ich gere din und du begerest min. Wa zwoͤi heisse begerunge zesamen | |
| von mir und ich selber ungeleret bin. Des ir ie gerent, das vindent ir tusentvalt in úweren bůchen. Wenne ich arme | |
| der bekorunge</KAP> Herre Jhesu_Christe, ich armer mensche vlehe dir und gere diner helfe, wan mine viende jagent mich. Herre got, ich | |
| willen geben und allen den, die es durch dine liebin geren! <KAP><N>XXXIV</N>. Von der geistlichen spise</KAP> Nach bitterme tranke bedarf man | |
| orationem meam auribus percipe. <KAP><N>XXXVI</N>. Von einem geistlichen closter</KAP> Ich gerte des zů gotte, eb es, sin wille were, das er | |
| helig gemuͤte in goͤtlicher gabe. Alle, die iht von ir gerent, die soͤllent gezogen und genuͤgig wesen iemer ane clage. So | |
| alles min herzeleit.» «Tů dich diner homuͤtigen gerunge abe, du gerost des, das dir nie geschach und dir niemer sol geschehen. | |
| allerminste, ich allersnoͤdeste, ich allerunwirdigoste under allem menschenkúnne, $t ich gere, ich bitte dich, herre himmelscher vatter, herre Jhesu_Christe, herre heliger | |
| unde gehorsam.» «Bittestu út vúr die selen?» «Ja, als ich gere, so wirt ir pine geminrot; als ich bitte, so gat | |
| «Ich lere mine vrowen, die kúneginne, das si ie mit gernder gottes minne in irme gebette milte si den boͤsen und den | |
| ich gotte als verre ich mohte umb sine gaben. Do gerete ich zů gotte, das er mich zů ime neme, ob | |
| werlte lieber niht geschên./ het ich an got sît genâden gert,/ sin könden nâch dem tôde niemer mich vergên./ Herumbe ich | |
| dem beginne./ des ist hin mîn wunne und ouch mîn gerender wân./ /%/Ich wíl ein reise./ wünschent, daz ich wol gevar./ | |
| mit den liuten umbe gât,/ des herze niht wan êren gert./ Diu vröude wendet eime sîn ungemüete./ sich sol ein ritter | |
| baz dâ heime möhten sîn./ ein ritter, des ich lange ger,/ bedaeht der baz den willen mîn,/ Sô waere er ze | |
| boesen haz./ solt ich es sô die lenge pflégen, ine gért es niemer baz./ /Mîn herze ist swaere zaller zît,/ swenne | |
| wil von ir niht ledic sîn,/ die wîle ich iemer gernden muot zer werlte hân./ daz beste gelt der vröiden mîn/ | |
| daz sî êrst vrâget des,/ waz genâden s%/î, dér ich ger./ wil sî des noch niht hân vernomen,/ sô nimet mich | |
| âne schulde./ vinde ich, die es mit triuwen an mich gernt,/ den diene ich umbe ir hulde./ Ich hân iemer einen | |
| beswaeren mich,/ daz niemer doch an mir geschehe?/ /Des er gert, daz ist der tôt/ und verderbet manigen lîp;/ bleich und | |
| wurde ich niemer mê vor leide vrí./ Nieman sol des gerende sîn,/ daz er spreche ^"mîn und dîn/ gemeine"./ ich wil | |
| wilder valk erzogen,/ der durch sînen wilden muot als hôhe gert./ der ist alsô hôh über mich gevlogen/ unde muotet, des | |
| ich si sach/ und ich ouch ihtes dar under hân gegert,/ Daz ich solte hân verswigen?/ ôwê, wie ist daz gedigen/ | |
| vrôr danne vert./ jô mac ein man erwerben, des er gert,/ lop und êre und dóch dar zuo gótes hulde./ got | |
| aber er an vröiden sô verzaget,/ daz er enkeiner buoze gert,/ sô enrúoche ich, ob er iemer klaget./ /Hoeret, waz ich | |
| getaete wider in./ wolt er lâzen nû den strît!/ wes gert er m%/êre, wan dáz ich im hólder bin/ Danne in | |
| lîhte vrô,/ der mîn schône huote./ /Verliesent mich, die vröiden gernt,/ sô hât diu rede ein ende./ die nû vil lîhte | |
| nôt mit valschen maeren klagent./ /Des ich nu lange hân gegert,/ wirt daz volendet, so ist mir vröide brâht/ vil manigen | |
| wert./ wol mich iemer, daz mîn muot/ des sô strîteclîchen gert,/ Daz mich noch gemachet vrô./ sol aber ich verderben, sôn | |
| erlouben mir,/ daz ich ir neme mit triuwe war./ ich ger – mir wart ouch nie diu gir/ verhabet –, mîn | |
| swinden/ und ein liebez ende an dir bejagen mîn langez gern?/ Dîn güetlîch gelâz mich twanc/ daz ích dir béide guot | |
| der engel art,/ sint das zu im stet aller geiste geren./ wo das sin wegen wer verspart,/ mensch, engel, tier sins | |
| der tier, die zufal müssen liden./ der göter got, der geret nicht/ zu stüre dinges siner edelie./ sin wort die geiste | |
| sack./ da must er sich in großen schanden smiegen./ kint, gere falscher eren nicht $s nach eselischer wise./ du salt anzien | |
| beren da ersach;/ er greif in an nach sines heren geren./ da im sin ringen wart zu swach,/ da must er | |
| engan, das er im selber meinet,/ des geselleschaft nicht lenger ger;/ ungüte hat sin herze gar versteinet./ wer mit dir hat | |
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