Belegarchiv/Konkordanz
Die hier aus dem elektronischen Belegarchiv ausgegebenen Stellen bilden den durch halbautomatische Lemmatisierung von digitalisierten Volltexten gewonnenen Kern einer umfassenderen Beleggrundlage, die für die Ausarbeitung des Mittelhochdeutschen Wörterbuchs verwendet wird. Bei der Benutzung des elektronischen Belegarchivs ist stets zu beachten, dass es Stellen enthalten kann, die anderen Stichwörtern zuzuordnen sind.
nihtwan Adv., Konj (53 Belege)
| gescaret,/ daz ire neheiniz daz andere $s vone gescihte nedaret,/ nihwan also du ubere $s ieglichiz verhenges;/ du daz zit, als(o) | |
| mit fiumven dere sél%\e $s waz mage wir dannen sagen?/ nihwan daz du, herro got, $s antreitære dere dinge,/ ein hérl%\ich | |
| dénne in sinen gnaden sint, $s g(e)síg%\ent stárch%\e./ do b(e)stúonten nihwan aht menniscen in dere sinfluote,/ die rehte in aht sælden | |
| wege sůchent und in alle ding múgelich sint zů tůnde, nútwan daz sú dis alleine abe kumment. Und wie ernest in | |
| zwo nature. Ez ist zewissen, daz daz ding, daz da nihtwan in eins mag unde niht für bas, daz hat ein | |
| er sich einigt daz fleische. Wan ez enwere niht annemlich nihtwan übermitz die ordenunge, die ez hat zuo der redelichen selen, | |
| selen. Wan die sele enist niht annemelich nach der gevelligi nihtwan übermitz daz [si] da begriffende ist gotis, zesinde zuo einer | |
| unde so ist Christus ein houpt der cristenheit. Eintweder allein nihtwan nah uzzern rihtunge: unde also so ist ein ieklicher fürste | |
| und Nestorijs unde ouch etliche andern, die sasten in Christo nihtwan einen willen. Unde dar umbe in dem sechsten concilie, daz | |
| ist zesagen, daz die ketzer, die da in Christo sasten nihtwan einen willen, die sasten ouch in Christo nihtwan ein wurkunge. | |
| Christo sasten nihtwan einen willen, die sasten ouch in Christo nihtwan ein wurkunge. Unde umb daz, daz ir irrender wan baz | |
| unde alse ouch .... dez ersten wirkenden, wan unde were nihtwan ein wirkunge der gotheit unde der menscheit in Christo, so | |
| unde ein selbestaunge unde ein understant, so ist sin ouch nihtwan ein anbettunge unde ein ere von teile dez, der da | |
| wirde von einer stat, von nüwens zuo einer andern stat, nihtwan er habe denne gelazen die erste stat. __Ez ist zemerken, | |
| daz verstan daz enbedarf niht zuo siner wirkunge des libes nihtwan durch die fantasiunge, in dem man ansiht die verstentlichen warheit. | |
| nimet man ez niht alse ein ende in der tat, nihtwan ez si denne, daz ez in im ruowet. __Ez ist | |
| unde doch so wirt der wille dar in niht getragen nihtwan nach dem, unde ez von der bescheidenheit fürgeleit wirt. Unde | |
| Unde dar umbe so enist daz niht ein volkomen wille, nihtwan er si ein solicher, daz er wirket von dem, daz | |
| der si ouch guot ist, daz niht gemint mag werden, nihtwan ez si denne bekant. __Ez ist zemerken, ob der gedinge | |
| wan eigentlichen zesagen, so ist der gedinge von dekeinen dingen, nihtwan die guot sint. Alse_.... vorhte, dü ist von übele. Zem | |
| begirde unde der gedinge; wan die begirde dü ist blöslich nihtwan von dem künftigen guot. Dar umbe be [höret die begirde | |
| regelen der bescheidenheit. Aber in etlichen so werden wir gerihtet nihtwan alse vil als zuo uns alleine, aber niht alse vil | |
| undergegangen ist von dem, daz er daz schif niht enrihtet, nihtwan swenne er underzühet die rihtunge, swenne er ez schuldig ist | |
| etwem, daz in der getat ist, wan dekein ding wirket nihtwan daz in der getat ist. Ein iekliches wesendes ding von | |
| enmag dekein ding sin ein sache der sünden die rihte, nihtwan daz, daz da den willen beweget zewirken. Nu mag aber | |
| nach siner eigenschafte. Unde fürbas aber so enmag ez niht, nihtwan übermitz etliche forme, die im zuogevallen ist; alse daz wazzer, | |
| sich niht bewegen, alse ein gesunder mensche sich bewegen mag, nihtwan im werde geholfen mit der arzenien der gesuntheit. __Unde also | |
| ding mag erfüllen noch vollebringen die würkunge übermitz sin wirkunge, nihtwan ez fürtreffe denne die wirkunde craft; sunder ez mag alleine | |
| sich der mensche kere zuo gotte, daz enmag niht gesin, nihtwan in kere denne got. Unde daz ist bereiten sich zuo | |
| niht selber bereiten enmag [ze] enphahen daz lieht der gnaden, nihtwan übermitz die begnaten helfe gottis inrelich blibende. __Ez ist zemerken, | |
| denne also daz der wille dez menschen got undertenig si, nihtwan ez ziehe denne got dez menschen willen zuo im, alse | |
| da [niht] alzemale undertenig ist der bescheidenheit, niht mag gesin nihtwan ez geschehen unordelichen bewegung in der sinlicher begirde, unde also | |
| ez dem willen bekümet, der da entordent ist von gotte, nihtwan er werde schiere übermitz die gnade zuo einem zimlichen ende | |
| nihtes niht zuo der lere dez gelouben, sunder si sint nihtwan nach der philosophiunge. __Ein ander stükelin ist, von ordenunge der | |
| Unde also so enmag daz geschaffen verstan got nit gesehen, nihtwan alse vil alse sich got übermitz gnade dem geschafenen verstan | |
| dar umbe natürlichen so bekennet [die sele] dekein andrü ding, nihtwan die da [forme habent in der] materien, oder die übermitz | |
| da von so enmohte got niht volkomenlichen erkennen etwaz guotes, nihtwan er bekante denne ouch etwas böses. Nu ist ein ieklich | |
| zemerken, daz die underscheidung der gotlichen personen niht anders enist, nihtwan nah dem ursprunge oder vil bas nach den widertragungen dez | |
| daz noch in den redelichen creaturen funden wirt gottis bilde nihtwan in dem gemüete. Aber in den andern teilen, welchü si | |
| um so begerte man niemer dekeines übelen, noch übermitz zuoval, nihtwan daz guot, dem daz übel zuogefüeget were, wer mer begerlich. | |
| alse ein ersten wirzelen. Wan daz verstan enbegert nihtes niht, nihtwan daz geminte guot, noh nieman fröwet sich von dekeim guot | |
| ieklichen gebresten vertribe. Aber nu werdent die gebresten niht abgenomen, nihtwan übermitz etliches guotes volkomenheit; aber der erste ursprung der guotheit | |
| uf. Nu ist man der creaturen nihtes niht anders schuldig, nihtwan durch etwaz, daz in ir ist oder vor in ir | |
| nihtes niht wirt anders verstanden under dem namen der selikeit nihtwan ein volkomens guot der vernünftigen naturen, dez begnuogde zerkennen ist | |
| solich uzgaunge in der fürnünftigen naturen [unde] in got ensint nihtwan zwo, daz ist verstan unde wellen. Unde da von ist | |
| ist zehalten, daz dekein ander usgaunge mügen in got gesin, nihtwan der minnen unde dez wortes. __Ez ist zemerken, daz die | |
| eins mit der wesung nach dingen; unde enunderscheidet sich niht, nihtwan nach der rede dez verstans, nach dem unde in der | |
| gotlich person gat von im. Unde da von so sint nihtwan fünf küntlicheit in got, daz ist die «ungeberlicheit,» die «veterlicheit,» | |
| unde der geschriben name in daz steinlin, den nieman erkant nihtwan der da nimet, alse ez geschriben ist in Apokalipsim in | |
| capitel, «Dem verwinnenden gibe ich verborgen himelbrot, daz nieman erkant, nihtwan der da nimet.» Wan der, daz ist, der da nimet, | |
Ergebnis-Seite: 1 2 >> |