Belegarchiv/Konkordanz
Die hier aus dem elektronischen Belegarchiv ausgegebenen Stellen bilden den durch halbautomatische Lemmatisierung von digitalisierten Volltexten gewonnenen Kern einer umfassenderen Beleggrundlage, die für die Ausarbeitung des Mittelhochdeutschen Wörterbuchs verwendet wird. Bei der Benutzung des elektronischen Belegarchivs ist stets zu beachten, dass es Stellen enthalten kann, die anderen Stichwörtern zuzuordnen sind.
billich Adj. (284 Belege) MWB Lexer BMZ Findeb.
| wol siben tag waide/ in hertz entlichem laide,/ als er billich solte./ da nach, sam es Got wolt,/ das schiff vom | |
| ich; des wol man jehen mac./ Maria Magdalena,/ dich súllent billich hie und da/ frowen und herren,/ die nahen und die | |
| wan ich meine/ dike mit triuwen dich,/ als ouch ich/ billîch sol:/ Wan ich bin gar und gar, lieb, dîn eigen | |
| wunnen âne/ und ûf plâne $s manger var./ //Man sol billîch fröide hân:/ sumer ist so rechte schœne/ alles, des er | |
| hât der fröiden meisten hort/ an dirre welte, dem man billîch guotiu wort/ sol sprechen, sô man beste kan, $s ze | |
| dem noch sender swære selten ie gebrast:/ du soltest mich billîche ein teil geruowen lân./ dîn last ist mir kûme tragebære/ | |
| mîn stæter muot/ mich so schône hât behuot,/ daz ich billîch heizze guot/ und mit nieman hân den spot gemeine!’/ //Ich | |
| $s râten,/ daz er hinnenvür sich sanges mâze./ Ez ist billich, daz ich in vurwesen sol/ und er sich an mînen | |
| leben, $s die in hânt in ir pfliht./ Nu ist billich, daz er des gein rehten liuten wol genieze:/ wan sol | |
| und sich in stæte wirde hât gezwîet,/ der sol man billîch hölder sîn/ dann einem tumben rîberlîn,/ //Daz sich vor mannen | |
| vor einem rihter dar umbe, man nimet im sînen lîp billîcher dar umbe, denne ob er einen fremeden erslagen hete. //Ein | |
| pischon vnd waz er des ersten in setzet. //Wan daz pillich ist vnd gotlich, daz ein geistlich vater vnd svnderlich ein | |
| Rôme sî ûzgenomen von werltlichem gerihte, sô ist ouch daz billich, daz dirre heilige orden der brûdere $t des spitâles sente | |
| spitâle $t pflegent, dem meistere oder dem obersten kunden, der billîche die versûmere bûzen sol nâch der grôze ir schulde. Des | |
| in dem geiste der senftecheit leben mit einander, daz man billîche von in muge gesprechen: wie gût unde wie vrôlich ist | |
| dirre êrsamen brûderschefte geselleschaft wirt entphangen, dem sol man die billichen cît der probacione verlîhen, durch daz er die hertekeit disses | |
| dem obersten unde den brûderen verwunden, $t den sol man billîche deste hertelicher bûzen. 36. Wie die brûdere sulen bezzeren ir | |
| er die cleine schult sô offte tête, daz man im billîche darumme sîne bûze solde grôzer unde lenger machen. Ist ouch, | |
| der meister zu der firmerîen tavelen izzet, sô ist daz billich, daz man deste baz pflege der brûder. Ist aber daz, | |
| in iht ergeren, vîren, doch sulen sie halten, alse ez billich ist, die hôchgecît $t der patrônen an den steten, dâ | |
| âne brûdere disses ordenes, den eines brûderes schult, die er billichen bûzen sal, ze wizzene wirt, daz die iewederen kumen zu | |
| oder von der ungeduldekeit $t des, der dâ bûzet, daz billich ist, daz man in in ŷsen oder in kerkere lege, | |
| den commendûr an sîner stat lieze, wenne man sich des billîche versihet, daz er der gescheffede mê kuntschaft habe, denne ein | |
| âne des meisteres urlop mit in niht vûren, wenne daz billich ist, daz man susgetâne dinc dar von anderen landen vûre. | |
| dem bischolf zuo:/ “ditz silber wære hiute vruo,/ deiswâr, vil billîche komen./ swaz im die state hât benomen,/ ich wæne, im | |
| ich./ hete alle die werlde des mannes mût,/ der aller billichste tut,/ si weren versuͤumet der mit./ ich han den mut | |
| wolten nemen./ iz moht in doch niht gezemen;/ er wer billicher da haime gewesen/ und het an sinen buchen gelesen./ do | |
| mut./ diu gabe ist ein verlorn gut;/ er ist ir billich ane danch./ er machet daz biten so lanch,/ daz im | |
| unde wil dir rihten unze ich lebe./ nu ist ouch billich unde reht,/ daz du enphahest dinen armen choufchneht./ //Herre uber | |
| dem natúrlichen neigende daz er zů Gotte het; hie wurt billich bandekeit und getrenge. – Und waz sol der arme mensche | |
| zů unrechte, sú froͮwent sich der eren und der selikeit billichen daz sú ime daran gelich mugent werden und ime also | |
| über den menschen, wan von dem gejegede wurt der hirtz billichen zů Gotte gejaget und ein turst gewinnen zů dem do | |
| tůt, der tůt me penitencien. Und sol úch, lieben kint, billichen und von rehte alzů wunderlichen sere von Gotte zů dancke | |
| in strit unde umbe gůt gewinnen; so můs man ouch billich ein gantz getroͤsten tůn umbe daz luter gůt das Got | |
| in geviele oder consciencie. Und solt sich ein geistlich mensche billichen des schamen das er sine werk als unordenlichen getan hette | |
| ze mole zů eime luter nichte werden, das dúchte si billich und recht sin. Das kumet us der tieffi und bekentnissi | |
| dinge rehte tůnt, und soltent iren begerunge gnůg sin vil billichen, enwoltent wir anders nút tůn. Nu sprach er: ‘ich bitte | |
| gir,/ als ein kint sîner muoter sol;/ und was daz billîch unde wol:/ si leite ouch allen ir sin/ mit muoterlîcher | |
| truogin an/ vriundes ouge und holden muot,/ als man dem billîche tuot,/ des muot niwan ze tugende stât,/ der alle untugende | |
| bereitet uns daz!’/ sus was der hirz enbestet,/ diu hût billîche entlestet;/ die brust, die büege, sîten, bein,/ daz hæte er | |
| gâlois,/ guot latîne und franzois:/ kanstû die sprâche?’ ‘hêrre, jâ,/ billîche wol.’ nu kam iesâ/ der hûfe dar gedrungen;/ und swer | |
| man,/ als ein kint sînen vater sol;/ daz was vil billîch unde wol:/ er was sîn vater und er sîn kint./ | |
| reht, daz ich mich noch erhol,/ wan mîn dinc stât billîche wol/ an lîbe und an dem muote./ got râte mir | |
| daz lôrzwî./ sît aber noch nieman komen sî,/ der ez billîcher süle hân,/ sô helfe iu got, sô lâzenz stân./ wirn | |
| und ouch ze sælden kêren;/ er sol wol aller êren/ billîche muoten unde gern./ wil ouch in sælde der gewern,/ des | |
| zît/ alle unde an allen dingen sît,/ sô soltet ir billîche/ beid iuch und iuwer rîche/ ahpæren unde hêren/ und an | |
| gewan;/ und was daz allez âne nôt,/ wan Môrolt lac billîche tôt:/ der was niwan an sîner craft/ und niht an | |
| diu buoch und dar zuo seitspil/ und kan des ouch billîche vil/ nâch den tagen und nâch der vrist,/ als si | |
| von rîche ze rîche/ sîne nôtdürfte suochen sol./ im solte billîch unde wol/ ein rîche dienen oder ein lant,/ des dinc | |
| Curnwal und von Engelant,/ die suln in mîner vrouwen hant/ billîchen und von rehte sîn,/ wan sist der lande künigîn,/ daz | |
Ergebnis-Seite: << 1 2 3 4 5 6 >> |