Belegarchiv/Konkordanz
Die hier aus dem elektronischen Belegarchiv ausgegebenen Stellen bilden den durch halbautomatische Lemmatisierung von digitalisierten Volltexten gewonnenen Kern einer umfassenderen Beleggrundlage, die für die Ausarbeitung des Mittelhochdeutschen Wörterbuchs verwendet wird. Bei der Benutzung des elektronischen Belegarchivs ist stets zu beachten, dass es Stellen enthalten kann, die anderen Stichwörtern zuzuordnen sind.
unwirdec Adj. (35 Belege) Lexer BMZ Findeb.
| war gedenket ir, sô ir durch daz arme guot, daz unwirdic ist, iuwer zungen iuwer munt und alle iuwer sinne und | |
| manigerleie grôze pîn, dâ sprichet er, daz diu werlt des unwirdic was, und daz wort hât in im, der im rehte | |
| tuot, drîer$/ hande sinne. Einer ist, daz disiu werlt ist unwirdic vil guoter liute gegenwerticheit. Ein ander sin ist bezzer und | |
| yn und off syn gruß nit enachtet, wann er der unwirdigst sunder were der da lebte. ‘Es sol uch schier wol | |
| mynen gruß nit enachtent, und sagent mir warumb ich der unwirdigst sunder sy der nu lebet!’ ‘Das wil ich dir sagen’, | |
| unmeʒlicher truricheide,/ dat ich getrost werd in miner arebeide./ //Ich unwirdich priͤster, ich sündich man,/ ich, de niͤ niͤt gůds an | |
| guͤti und wunder <N>XXXVII</N>. Dú sele antwúrtet got, das si unwirdig sie der gnaden <N>XXXVIII</N>. Got ruͤmet sich, das dú sele | |
| du geheliget werden. <KAP><N>XXXVII</N>. Die sele antwúrtet got, das si unwirdig sie der gnaden</KAP> O vil liebe! Unschuldiger smacheit lustet mich, | |
| minne die verderbe ich, dines schoͤnen wunders bin ich gar unwirdig. <FOLIO>(12#’r)</FOLIO> <KAP><N>XXXVIII</N>. Got ruͤmet sich, das die sele úberwunden hat | |
| got hat geschaffen von minnen</KAP> Eya vatter aller guͤte! Ich unwirdiger mensch danken dir aller trúwe, da du mich mitte hast | |
| wirt ze Herode gesant, wenne si sich selber un<FOLIO>(42#’r)</FOLIO>túre und unwirdig bekennet und versmehet sich selber mit dem grossen here al | |
| besclossen grab der tieffen demuͤtekeit, so si sich steteklich die unwirdigosten #.[under allen creaturen weis#.]. Si stat oͮch uf vroͤlich an | |
| sele und an libe. Also ze glicher wis ist mir unwirdigen in minen noͤten geschehen; des hant mine viende ein kleine | |
| got ze eren und oͮch durch des bůches lere: Ich unwirdigú súnderin wart gegruͤsset von dem heligen geiste in minem zwoͤlften | |
| und dankete im und klagete vil sere, das si also unwirdig were, das sogtane fúrsten solten wesen ir kammerere. Der eine | |
| enberen, uf das er wunderlich gelobet werde; wand wenne ich unwirdiger mensche mit miner maht got nit kan geloben, so sende | |
| lieber herre, hoͤhe mich nit so sere», sus sprach dú unwirdige sele, «es ist mir alze gůt in dem nidersten teile, | |
| gotheit, da ich us$/ gevlossen bin und allú ding, ich unwirdigú creature lobe dich mit allem dem, das under dir ist, | |
| ewangelisten lichamen han ich gesehen werlich mit den oͮgen miner unwirdigen sele. Er lit in grosser wunne unbegraben ob allen zergenglichen | |
| wart sunder ende! Herre ewiger vatter, wan ich aller menschen unwirdigeste oͮch us dinem herzen gevlossen bin geistlich und ich, herre | |
| grundeloser diemuͤtekeit $t dines reinen herzen: «Eya lieber mensche, ich unwirdig alles gůtes, ich bin din kneht mit allem dienste, da | |
| langen venie alsus: «Herre, ewiger vatter, got von himmelriche, ich unwirdiger mensche, ich danken dir, herre, das du mir dine gnade | |
| zehen stukken gotliches fúres us der edelkeit gottes</KAP> <FOLIO>(121#’v)</FOLIO> Ein unwirdig mensche gedahte einvaltekliche umb die edelkeit gottes. Do gab im | |
| Wie únser herre wart gesehen glich einem pilgerin</KAP> Ich arme unwirdige, ich versache min selbes und sprich, das ich gesehen han | |
| mere schribe. Warumbe? Das ich mich nu also snoͤde und unwirdig weis, als ich was vor drissig jaren und me, do | |
| vil in mich mag geziehen, wan ich ir in ertriche unwirdig bin. Darumbe bitte ich dich underwilen vúr ander lúte me | |
| <KAP><N>LI</N>. Ein gebet vor versumekeit</KAP> Ich allerminste, ich allersnoͤdeste, ich allerunwirdigoste under allem menschenkúnne, $t ich gere, ich bitte dich, herre | |
| Danke im da, vrowe, fúr mich, alleine ich snoͤde und unwirdig si, das er doch min woͤlte sin, do er in | |
| dri, welch her ir nicht enhat, / der heren namen unwirdig treit./ ein tier an eine want/ gemalt von meisterlicher hant,/ | |
| gepiten, wan er ein hayden waz, und toucht sich des unwirdich daz er unsern herren selben pæt. do si unsern herren | |
| des si durch ir herte und durch ir ungelauben $t unwirdich waren, daz verwideroten si, und der in daz ewig heil | |
| verlân,/ dâ von wir manige sælde hân,/ swie wir es unwirdic sîn./ ich und die genôze mîn/ hân ir leben an | |
| niht rehtiſ habe getan uor der criſtenheit, der wizze ſich unwirdigin unde île deſ, daz er wirdich werde den gotiſ lichinamin | |
| din gute/ unde vil verre din gnade,/ wande wir des unwirdich waren./ Wie mohte wir daz verdienet haben,/ daz du dich | |
| ivwer gebot:/ des begebet mih durh got,/ wand ih ir vnwirdik bin./ ichen han die ivgent noh den sin,/ daz ih |