Belegarchiv/Konkordanz
Die hier aus dem elektronischen Belegarchiv ausgegebenen Stellen bilden den durch halbautomatische Lemmatisierung von digitalisierten Volltexten gewonnenen Kern einer umfassenderen Beleggrundlage, die für die Ausarbeitung des Mittelhochdeutschen Wörterbuchs verwendet wird. Bei der Benutzung des elektronischen Belegarchivs ist stets zu beachten, dass es Stellen enthalten kann, die anderen Stichwörtern zuzuordnen sind.
unvröude stF. (78 Belege) Lexer BMZ Findeb.
| fræud daz daz chint geborn ist. also muͤzzet ir auch unfræud $t haben. ich gesich euch aver und fræuet sich eur | |
| daz er in daz grap geleit wart, daz waz ir unfroͤud. da wider froͤuten sich der werlt minner, daz waren der | |
| werlt minnten. ez waz in auch swær ze sehen diu unfroͤude der hiligen junger. diu wart in verwandelt ze grozzer froͤude | |
| urstende, also da geschriben stet: gavisi sunt discipuli. der juden unfroͤude ward aver groz. den rittern die des grabes phlagen, den | |
| sæligen daz si so lang sint auf geschoben. so getan unfræude habent die sæligen, aver die verworfen, $t der girde und | |
| daz in der ewigen genaden icht muͤge werden. der seligen unfræud die si in diser werlt habent, diu verwandelt sich ze | |
| diu fræude der unsæligen die disiu werlt minnent ze grozzen unfroͤuden verwandelt: so si von diser werlt schaident, so werdent si | |
| so werdent si ze den ewigen noͤten gefuͤret da si unfroͤude habent in den ewigen witzen. unser herre seit in auch | |
| sprach also: ‘swenne daz wip gebern schol, so hat si unfroͤud; so si denne daz chint gebirt, so gedenchet si nicht | |
| gewinnet, diu bezaichent die hiligen christenheit diu nůr aribeit und unfroͤud hat und achtsal hat an ir chinden, den sæligen die | |
| waren si unfro, do sprach er zu in: ‘ir habt unfroͤude niur dar umbe, daz ich iu gesait han daz miner | |
| vol sein. in diser werlt ist nicht volliu fræud, wan unfræud chuͤmt dikch dar uͤnder. sich fræut der mensch daz er | |
| hiut, morgen verliuset er iz und gewinnet da von michel unfræud. hiut fræut er sich sines schoͤnen wibes, morgen volget er | |
| sei wir senft, etwenne unsenft; etwenn mit fræuden, etwenn mit unfræuden; $t etwenne mit gnůchsam, etwenn mit zadel; etwenn mit fride, | |
| so wol gesten, wir gedæchten in unser fræude unser jungisten unfræude. so choment unser veint und besitzent uns und umgraben uns, | |
| sein muͤzzent, die gůten mit den fræuden, die uͤbeln mit unfræuden. Nu daz so gewiz sei daz dehein christen mensch dar | |
| gehelfen?/ Di boten wiste man uf daz palas,/ da michel unfroͮde was./ siê gruzten den chůninc undare,/ daz taten sie ime | |
| swære/ der künic, waz im wære,/ daz er sô vil unvreuden phlac,/ durch die er vreuden sich bewac./ "owê! herre," sprach | |
| die sinen gar/ Erbunden im der #;earebait/ Die er mit unvroͤden lait,/ Und vragton was im w#;eare,/ Ob si ze siner | |
| jungen heldes kraft/ Ain tail von sorgen loste/ Und in unvroͤde troste,/ Diu m#;eare kúndeclich bevant/ Das in der kúnic von | |
| du dâ nierne wêre;/ des ist min herze swêre/ mit unfroweden geladen./ lâ dir erbarmen mînen scaden/ unde com mir gereite./ | |
| ir fliezen/ unde di fugele ir singen./ dô begunde dwingen/ unfrowede mîn herze/ mit manicfalder smerze./ freislîch was mîn ungemah,/ daz | |
| und lieben wân/ ûf gedingen hân./ Lânt die siufter in unfröiden sterben!/ wir son nâch gelüke in fröiden werben/ und arbeiten | |
| manne von so reinem wîbe kam:/ do sî mir alle unvreide mit so stæter vreide nam./ Refr.: Ich sage iuch, wære | |
| süeze erkorn./ //Wie gerne ich mit vreiden wære,/ wære $s unvroide niht so wert!/ Nûst den rîchen vreud unmære,/ mære $s | |
| mich ûf der verte siht verderben!/ //Swie vil ein wîp unvreide machet/ einem man, der stæte hât,/ Als sîn den einest | |
| lieb an ir niht sî verlorn./ //Swie vil ein wîb unfröide machet/ einem man, der stæte hât,/ So si in dan | |
| eine. Er bringet iv die froͮde, div iemer iſt an vnfroͮde. Er bringet iv die gnade, die iv niemer dehein vngenade | |
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