Belegarchiv/Konkordanz
Die hier aus dem elektronischen Belegarchiv ausgegebenen Stellen bilden den durch halbautomatische Lemmatisierung von digitalisierten Volltexten gewonnenen Kern einer umfassenderen Beleggrundlage, die für die Ausarbeitung des Mittelhochdeutschen Wörterbuchs verwendet wird. Bei der Benutzung des elektronischen Belegarchivs ist stets zu beachten, dass es Stellen enthalten kann, die anderen Stichwörtern zuzuordnen sind.
untôtlich Adj. (25 Belege) Lexer Lexer-Nachtr. BMZ Findeb.
| kain ander stern wann der helfvater, sô wærn alle menschen untœtleich. daz verstên ich nâch der nâtûr lauf, niht nâch gotes | |
| got, $s unze dû behaltest mîn gebot/ sô bist tû untôtlich $s alsame ich.’/ //Duo der geweltige got $s al sîn | |
| sterbe $s unt sîn sculde sô gerochen werde,/ denner werde untôtlich $s unt iemer uber in gê der grich.’/ /Duo er | |
| $s der des wuocheres genâme/ dâ mannegelich $s abe wurde untôtlich,/ want er daz wolte ûf scalten, $s ze bezzereme zîte | |
| dere hineverte widere geben./ so verente wir dizze leben $s untotlichen,/ ob iz dir allererist hie $s beginnit wole lichen./ vone | |
| versigelt/ Und mit der ewikeit verrigelt./ Die sele ist auch unn doͤtlich,/ Der lip ist zergentlich:/ Von erden ist der lip bekomen/ | |
| mal genoʒ, der lepte iemer mere in allen ſinen chreften vntoͤtlich. Do auer Adam vnd Eua vnſeres herren gebot vbergiengen, do | |
| mere mit wunne vnd mit froͮden in allen ſinen chreften vntotlich. Paradyſi porta per Evam cunctiſ clauſa eſt et per Mariam | |
| geleit./ waz wart den êren ie gelîch,/ dô dû herre untôtlîch/ und unlîdic wære,/ daz dû si ze sagerære/ dîner heilicheit | |
| ſprach: Wie getanen lichamen hant ſi? Do ſprach der meiſter: Vntótlichen vnde luter alſ ein glaſ. Die vbelen hant ouch vnʒergancheit | |
| mit micheler vncrefte gebródiget. Alſe die gůten ſich frówent mit vntótlicher ſelde, alſe weinent die [76#’r] ubelin mit eweclicheme ſere. Alſe | |
| in dir entfan al not./ in dir wart dötlich de undötliche,/ in dir wart arm de overst riche./ de overst küninc | |
| –/ wiͤ wer mir, of ich nu hörde dich,/ vrow, undötlich ind süverlich!/ //Wiͤ vol wisheit ind wiͤ suͤʒe/ machd min | |
| blůmen der userwelten maget, und des blůmen fruht ist ein untoͤtlich got und ein toͤtlich mensche und ein lebende trost des | |
| tode erledigt wart und unser heilant von dem tode erstunde, untoͤtlicher und unverwertlicher, und den toͤtlichen menschen mit siner heren urstende | |
| ist denn, ob er nach siner hiligen marter, do er untoͤtlich waz, ob er da in gegen mocht ze der tuͤr | |
| getanen, daz ich gemarterot moͤcht werden; nu secht ir mich untoͤtlichen, unverwertlichen. er sprach ‘ir secht mich aver ein weil’, daz | |
| tiufels rat geviel, do waz er wiz, do waz er untoͤtlich, do het er frilich ze tůn uͤbel oder gůt. do | |
| liben Machmete(n),/ Apollo der mare/ unt ander hailare,/ di gote untotliche.’/ di haiden alle gemainliche/ uielen zů der erde,/ si sprachen: | |
| brôdin lêbiniſ mahte er in beidin benemin, die tivre deſ untodelichen lebiniſ der enmahti er in niht benemin, uon div daz | |
| uon menneſclicheme $t ſlâfe. Von ſiner gotheit waſ er wachende untotlichen. Do er erſtoͮnt uon dem tôde alſ der lev, danach | |
| denne die gabe an sich,/ daz er starc wirt und untoͤdlich;/ sin sterche wirt unzalhaft,/ er gwinnet gotlich chraft./ diu dritte | |
| win,/ zeichin der ewigin mendin./ mid din engilin sint si undotlich,/ mid in erbint si da daz himilrich./ got ist ir | |
| tage/ duo irstuont er von dem grabe./ hinnen vuor er untotlich./ after tode gab er uns den lip,/ des fleisches urstente,/ | |
| unt daz heilige gebeine,/ daz uns gît ze lône/ die untôtlîchen stôle/ unt die engelischen wât,/ unt ouch niemen verlât/ der |