Belegarchiv/Konkordanz
Die hier aus dem elektronischen Belegarchiv ausgegebenen Stellen bilden den durch halbautomatische Lemmatisierung von digitalisierten Volltexten gewonnenen Kern einer umfassenderen Beleggrundlage, die für die Ausarbeitung des Mittelhochdeutschen Wörterbuchs verwendet wird. Bei der Benutzung des elektronischen Belegarchivs ist stets zu beachten, dass es Stellen enthalten kann, die anderen Stichwörtern zuzuordnen sind.
untât stF. (26 Belege) Lexer Lexer-Nachtr. BMZ Findeb.
| //Nu sullen die vrauwen niht zürnen, daz man von der untât alsô vil gesprochen hât die diu vrauwe begienc an dem | |
| qu]am der helet gegangen,/ der helet stolz unde gemeit./ al untat [was i]me leit./ des minneten en die vrowen,/ sva sie | |
| gîtekeit und mit untriuwe vinden./ roup unde brant und mange untât/ mit hazze went zuo nîde sich gesinden./ nît liez sich | |
| die/ haben liep die manlîch sint gemuot./ swer nie grôz untât begie,/ der ist werdem wîp ze friunde guot./ swelch man | |
| im riche, also das nyman gesprechen $t möge das ich undat daran begee, mag ich ummer die stat gewinnen. Nu sagent | |
| doch mässenîe alhie/ alsô daz dechein ôre nie/ dehein sîn untât vernam./ er was vor wildem valsche zam:/ der was vil | |
| munt ergienc,/ daz er Gâwânen het ernert/ und sich selben untât erwert./ si sprach "du bist mîns vetern suon:/ du kundst | |
| riwe./ dîn minne gît mir helfe rât,/ daz deheiner slahte untât/ an mir nimmer wirt gesehn./ ich mac wol dîner güete | |
| danc./ Sie baten alle geliche,/ daz der kvnic riche/ Dise vntat vaste richte./ sie sprachen: «zv vnserm angesichte/ Hat got ein | |
| ich/ ein wort und anders niht:/ ich hân dur sî untât gelân./ //Des muoz ich singen/ unde ringen,/ wan ich si | |
| denne als in an geborn ist. Er mac auch mit untât tuon, daz er ein bœser reht gewinnet, alse wir hernâch | |
| doch ze rehte, unde verwurket ez halt ir man mit untât sîn guot, man enmac ez ir niht anegewinnen. //Unde gibet | |
| oder die sich êlôs gemachet habent an ir reht mit untât, den ensol man deheinen vormunt geben âne die ze ê | |
| mannes geziuc mac gesîn noch wîbes. Ez ist ein grôziu untât, swer guot dar umbe nimet daz er einen man sînes | |
| kan,/ sîne hende mir gevalten hât;/ und hæten si dise untât,/ der ir dâ jehet, an mir erkant,/ ir keiner hæte | |
| zuo ze guot,/ daz ir iemer keinen muot/ ûf solhe untât gewinnet/ und iemer sô gunsinnet,/ daz ir ze manslahte/ iemer | |
| und in ouch unervunden/ und unervaren hæte/ an aller slahte untæte./ //Diu betrogen Îsôt diu was dô vrô:/ si seite Brangænen | |
| und aber die küniginne/ mitalle unschuldic hæte/ vor aller slahte untæte./ den truhsæzen Marjodô/ den hæte er aber mitalle dô/ zeinem | |
| estrîch umbetreten/ vor dem bette vunden hæte,/ dâ von wânder untæte/ von sînem neven âne sîn;/ und wan er aber die | |
| mit sînem neven Tristande./ ob got wil, vrouwe künigîn,/ der untæte der sult ir sîn/ unschuldic und âne./ iedoch hât erz | |
| stunt,/ wie er si vunden hæte,/ und jach, daz er untæte/ von Tristande unde Îsolde/ niemer gelouben wolde./ sîn rât enstuont | |
| ob ich ie zuht gein im gebrach,/ ob mir sölh untât geschach.’/ Cherubîn der engel lieht/ sprach ‘nûn hab des zwîvel | |
| Nubîâ/ streit ouch vil manlîche dâ./ Cursaus von Barberîe,/ von untât der vrîe./ der künec Bûer von Siglimessâ,/ und der künec | |
| man/ an dem ich niht geprüeven kan/ daz er kein untât ie begienc,/ sît ich krône von im enpfienc./ Tybalt von | |
| krône von im enpfienc./ Tybalt von Arâbî/ ist vor aller untæte vrî./ ich trag al eine die schulde/ durh des hœhisten | |
| vür zagen./ si wellent durh mich nû prîs bejagen./ ir untât hânt si erkant;/ grôz werdekeit hât in gesant/ in ir |