Belegarchiv/Konkordanz
Die hier aus dem elektronischen Belegarchiv ausgegebenen Stellen bilden den durch halbautomatische Lemmatisierung von digitalisierten Volltexten gewonnenen Kern einer umfassenderen Beleggrundlage, die für die Ausarbeitung des Mittelhochdeutschen Wörterbuchs verwendet wird. Bei der Benutzung des elektronischen Belegarchivs ist stets zu beachten, dass es Stellen enthalten kann, die anderen Stichwörtern zuzuordnen sind.
ungevelle stN. (31 Belege) Lexer BMZ Findeb.
| keiser was manic man,/ der sêre trûren began/ von sînem ungevelle./ ‘Eraclî, trût geselle,’/ sprach der keiser aber dô/ ‘hât sie | |
| müezen aber wærlîche/ varen in die helle,/ ez wirt ir ungevelle.’/ /dô diu rede was getân,/ sie kâmen an ein ander | |
| lange swere./ der ist ein boͤser baizzere/ und hat grozze ungevelle,/ der den teufel und die helle/ mit sinem gute vehet:/ | |
| mine klich/ Begund er in das märe sagen,/ Des trömes ungefelle clagen./ Der hoche wandel frige/ Fragtt umb von astromye/ Die | |
| [52#’v#’b] Wen der alle tugent hat,/ Also dar geschriben stat/ Und Jacobes buch sprichet:/ ‘Swer ein gebot zu brichet,/ Der sundet | |
| ward bekantt./ __Was in kumers baiden ye/ [140#’r] Von allem ungevelle ergie,/ Daz ward vil gar verkerett./ Des wirttes löb gemerett/ | |
| tod,/ [363#’v] Schwere ward ir sende nott,/ Stark waz ir ungefelle./ Gobal sprach: ‘geselle,/ Du kerre allain uff din pfleg,/ So | |
| durch bluwen./ Man sol des wolgetrüwen:/ Were sy ön serre gewessen,/ Als wir für war noch hörend lesen,/ Sy was der | |
| Daz her gedech dem vure/ Der grundelosen helle?/ [88#’v#’a] Von welchem ungevelle/ Wirt diser sus vorermet,/ Ein ander hin getermet/ Zuen | |
| geeretter, claurer lip,/ Trurenklichen schmertzen/ Lauss du, l%:ip, von hertzen!’/ __Ie mitten er do gachen/ Begunde unde nachen/ Dem brunnen und | |
| Daz iſt der tuvel und di helle,/ #s+Sprochen#s- in dem ungevelle,/ Inder tyfen helle dort:/ «#s+Mit unſen oren hab wir gehort#s-/ | |
| geczoges vil/ Mit ſchimphe und mit afterſpil/ Und mit manchem ungevelle./ Ich was #s+der ſtruzen geſelle:#s-/ Wan jene di mir heymlich | |
| und baz sît./ //Her Gâwein sîn geselle/ der wart sîn ungevelle./ durch nôt bescheid ich iu wâ von:/ wan diu werlt | |
| und Millemargot/ die wurden beide ir selber spot/ mit selhem ungevelle,/ und Îdêrs ir geselle./ daz ich sî alle nenne/ die | |
| daz unheil,/ sô ist mir lieber ein teil/ nâch grôzem ungevelle/ daz mich mîn geselle/ habe überwunden danne erslagen.’/ die rede | |
| biten got,/ daz sie got neren welle/ uf sîner vînde ungevelle.»/ als Burchart des gerte unde sprach,/ mit grôzem flîze ez | |
| willen unde muot/ daz ich benamen iuwer guot/ vor allem ungevelle / mit kamphe schirmen welle’./ /Von disen worten alsô frô/ | |
| ir heil Fortûne/ zuo sîgen lâʒen welle./ des kan vor ungevelle/ lützel ieman sich bewarn./ waʒ mac diu minne, ob ir | |
| der entuo gewalt/ in allen, swenne er welle./ si clagent ungevelle/ dicke und ofte mir von im./ vil grôʒen schaden ich | |
| muoten unde biten,/ ob man niht büeʒen welle/ ir schaden ungevelle/ den Kriechen algelîche,/ daʒ doch Prîant der rîche/ ruoch eines | |
| nit me wolt thun. ‘Es ist mir hut sere mit ungevelle gegangen, das ist das ich einen so guten ritter erdötet | |
| auch wol billich und recht das ich furter verließ und ungevelle habe; ich hab so vil gewunnen und bin so rich | |
| stê./ mir tuot diu sorge niht sô wê/ als mîn ungevelle. dêst der schade; in weiz niht mê./ /War kan iuwer | |
| sin/ und mir wol getrüwen wel./ so ist min gröstes ungefel/ ferschwunden, und bin ein selig man,/ wann ich sus nit | |
| teil ir von hungre starb;/ sumelîchen gînc sô nâ/ daz ungevelle, daz sî dâ/ vor leide sich irhîngin;/ alsus sî gar | |
| in clegelîchin smerzen,/ waz jâmirs unde leidir nôt/ sich mit ungevelle bôt/ manchirwegn der cristinheit,/ als ûch ist dâ vor geseit,/ | |
| da abir der craft noch me gebrichit oder ein andir ungevelle geschit, da wirkit si noch eime unglicheren menschen. abir in | |
| trôst,/ sît ir mich zwîvels hât erlôst./ ich pin für ungevelle/ iwer geleite und iwer geselle,/ für ungelückes schûr ein dach/ | |
| langiu swære./ der ist ein boser beizzære/ und hat groz ungevelle,/ der den tievel und die helle/ mit sinem gute væhet./ | |
| weder gotes slac,/ den tievel^., noch die helle,/ noch dehein ungevelle./ swer die milch wil niezzen,/ den wil geudens niht bedriezen:/ | |
| weder gotes slac,/ den tivel, noch die helle,/ noch dehein ungevelle./ es ist genůc, daz si dem man/ ir minne an | |
| lip hat,/ twinget den ein wip zehelle,/ der hat des ungevelle/ von sinem wibe niht benamen./ sin bosheit sol sich schamen./ | |
| gewis wesen,/ het er gehoret und gelesen/ <zuo+1>205</zuo+1>von so grozem ungevelle,/ daz tivel wæren und helle,/ er hete chiusch mit deu | |
| ir werfent ê dan ich,/ leider spilgeselle./ got gebe iu ungevelle./ ob got wil, ir vermissent mîn.’/ dô trôst er sich |