Belegarchiv/Konkordanz
Die hier aus dem elektronischen Belegarchiv ausgegebenen Stellen bilden den durch halbautomatische Lemmatisierung von digitalisierten Volltexten gewonnenen Kern einer umfassenderen Beleggrundlage, die für die Ausarbeitung des Mittelhochdeutschen Wörterbuchs verwendet wird. Bei der Benutzung des elektronischen Belegarchivs ist stets zu beachten, dass es Stellen enthalten kann, die anderen Stichwörtern zuzuordnen sind.
| der chunich wâre $s daz was got bormâre:/ durch des uberhuores sunte $s vile manige chestige er in ane sante,/ unze | |
| ekint? sage an!’ nein:/ Er wirt in unfuͤre/ Mit boͤsem uber huͤre/ Von zwein gesippen geborn,/ An alle duͤgent ein hage dorn./ In | |
| vnter die livte ſinen ſamen, das ſeint die mæneide, das vberhůr, div l%:uge, div dieue, das lucke vrchuͤnde vnd ander vil | |
| rain iſt von haupthaften ſvnden: von manſlahte, von huͤre, von vberhuͤre, von cʒorne, von haʒʒe, von nide, von aller ſlaht vnchuͤſch. | |
| do waz hei genunges. daz hei bezaichent die boͤsen gird, uͤberhur und ander unreincheit und den vraz und trunchenheit $t und | |
| zæhern ab wusch. Davide der sich uͤberladen het mit der uͤberhur und mit der manslecht, dem gabe er riwiges hertz und | |
| main diu uns von der christenheit sundernt, alsam diu manslecht, uͤberhůr, sacrilegia, roup, diuw, lukiu urchuͤnde, uͤbermůt, nit, girischheit, lanchrache, trunchenheit. | |
| und offen sint, diu nimmer gůt muͤgen werden alsam diu uͤberhur, manslecht, sacrilegia, die meinnaide, die lucken urchuͤnde und ander grozze | |
| werch dez vleisches diu sint offen, daz ist daz hur, uͤberhur, mansleht, girischheit, nit, untriwe, meineide und ander bosheit; die daz | |
| wart verwandelt mit der glust, da nach begie er daz uͤberhur und diu manslecht. ein islich mensch der nicht gůt wucher | |
| Olympiaden di gûten/ mir ze leide verlâzen hât/ und einen ubirhûr begât/ mit einen anderen wîbe./ ih swere û daz bî | |
| oder maget nôtzoget, unde die vride brechent, oder der in überhuore begrifen wirt, den sol man allen daz haubet abeslahen. //Slehet | |
| ich mich verſvntet han mit hoͮpthaften ſunden, mit hůre, mit uberhůre, mit ſippim hůre, mit vnzitigim hůre, mit hureſ gefrvmidi, mit | |
| die, da charrîne unde iâruaſten nach hôrent, alſo ſint manſlahte, uberhuor, ſippehůr; ſuuelhe die ſint, die hoͮpthafte $t ſunte habent getân | |
| der kvſklichen lebet mit ſiner konen vnde ſich behaltet an vberhvͦr, vnde ob er ſine konen verlivſet, daz er darnach behaltet | |
| lebeten. Von div alle die ſich in elîcheme hirate uon uberhoͮre behaltent oder nach dem ſcanteclicheme hoͮre kûſlichen lebent oder uon | |
| unſ zallen ubelen werchen. Er râtet unſ daz hoͮr, daz uberhoͮr. Mit ſogetanme gewæfene uihtet er unſ ane tac unde naht. | |
| ſcult oͮch gedenchen, waz ir geurumet habet mit hoͮre, mit uberhoͮre, $t mit meineiden, mit meinraten, mit nîde, mit hazze, mit | |
| daz ir mîne mûter liezet iuwers willen/ unt habet ein uberhûr gestellet./ ter rede willich nû gedagen,/ iuwer ezzen willich newiht |