Belegarchiv/Konkordanz
Die hier aus dem elektronischen Belegarchiv ausgegebenen Stellen bilden den durch halbautomatische Lemmatisierung von digitalisierten Volltexten gewonnenen Kern einer umfassenderen Beleggrundlage, die für die Ausarbeitung des Mittelhochdeutschen Wörterbuchs verwendet wird. Bei der Benutzung des elektronischen Belegarchivs ist stets zu beachten, dass es Stellen enthalten kann, die anderen Stichwörtern zuzuordnen sind.
tump Adj. (394 Belege) Lexer BMZ Findeb.
| klâre wunder tuot gar mit zühten an mir jungen./ mîns tumben herzen hôher muot/ wânt sîn iemer unbetwungen./ der spilt ê | |
| vil grôze nôt/ diu liebe nahtegal./ wê, waz klage ich tumber vogel swære?/ obe eht ich der lieben liep in rehter | |
| aber diu kleinen vogellîn vil grôze nôt. waz klage ich tumber vogel sanc?/ wan klage ich niht die swæren zît/ daz | |
| dâ lebent, dâ bî sô kiesent tôren./ die pflegent alle tumber site/ die sich des schament des si doch sint gêret./ | |
| sorgen alten muoz./ //Mîn herze gît mir wîsen rât,/ swie tump ez von den jâren sî,/ daz ich ir, diu tugende | |
| dâ mir ze lône $s geschiht niuwan leit./ //‘Waz klagstu tumber $s sô sæligen kumber/ den ich durch guot dir gerâten | |
| rât./ ich hân geklaget sô sêre mîniu leit,/ daz manic tumber lîp/ die langen klage mir ze guot niht gar vervât./ | |
| geschehe/ daz sî mîn ze friunde jehe./ //Er tôre vil tumber, des lîp sî gehaz/ den merekæren durch ir kargez spehen./ | |
| merken, ir hüeten, daz trœstet noch baz/ danne an den tumben daz toube übersehen./ swer guoten wîben ir güetlîchen muot/ wol | |
| er ir daz ertrûren an,/ dazs in minne, sost sîn tumber wân vil kranc./ ir hôchgemuotes herzen rât/ sîn trûren hât | |
| sô $s dem gefüegen wirt gelônet hô./ //Swâ sô von tumben wîbe/ gar ungefüegem manne liep geschiht,/ daz birt ir beider | |
| weinte vil vmbe ſi. Den poͤſen gewerf $t vmbe den tumben iungelinch, den het er vernomen. Do div liche beſtatet wart, | |
| erʒ ſant Johanni, dem was es oͮch vil ſwere. Der tumbe iungelinch, der warf mit %:ir mannes antmanne Andronici, das er | |
| toten lichnamen dar er in gewunten was. Do ſprach der tumpe iungelinch: #.,Du vnſeligiu Druſiana, des du m%:ir lebentigiu niene wolteſt | |
| gerochen.#.’ $t Do gie ſant Johannes ʒů dem lichnamen des tumben iungelinges, da der ſlange vf lach, vnd ſprach ʒu dem | |
| vnd bant den lewen vnd ſprach alſo: #.,Nv ſich, vil tumber man, wie div wilden tiere got furhten vnd in erent.#.’ | |
| brutegaum vnd einer praute. Der ſelben megde, der waren fumf tump, vnd die ander fumf, die waren wiſe. Die tumben namen | |
| fumf tump, vnd die ander fumf, die waren wiſe. Die tumben namen ir lihte vaʒ, ſi ennamen auer des ols niht. Die | |
| ſtunden die megde alle %:uf vnd beraiten ir lieht. Die tumben megde, die paten die wiͤſen, die ſich des gewarnte heten, | |
| brutloften, vnd ſpart man diu tuͤr. Dar nach chomen die tumben megde vnd paten in uf tun. Do ſprach der prutgaum: | |
| eben chriſten behaltent, das ſint die fumf weis megde. Welhes die tumben maide ſin, das wellen wir eu auch ſagen. Die tumben | |
| tumben maide ſin, das wellen wir eu auch ſagen. Die tumben megde, die verſmehent die elichen h%:irat vnd wellent heiliger ſin | |
| vnchauſch mit dem leip vol getan heten. Das ſint die tumben megde; der ſint auch fumfe an der heiligen ſchrifte geſecʒet, | |
| in ir hercʒen, alſo brinnent engegen dem brůtgam tragent. Die tvmben megde, die enhabent des liehtes noch des ols niht, wan | |
| durch spot,/ daz lât durch uns und durch got!/ die tumben wænent, ez sî wâr.’/ ‘wirn liegen iu niht umb ein | |
| in/ sumelîche quæmen hin/ dâ si den herren liezen./ die tumben si hiezen/ belîben an ir gemache./ swâ man umbe solhe | |
| man umbe solhe sache/ trahtet und ze râte wirt,/ der tumben man dâ wol enbirt./ Tür und tor wart ûf getân/ | |
| tempel hin./ die wîsen lie man dar in/ und die tumben vor der tür./ si stiezen rigel innen für,/ daz sie | |
| breit,/ den si für liehten glanz ersiht;/ alsô nimt diu tumbe/ crumbe $s trüge für wâren schîn./ ir gelîche mac wol | |
| solte streichen/ alsam der herre tet den hunt./ /Ir edelen tumben, wes lânt ir iuch gerne tôren triegen,/ die mit ir | |
| gründen/ muoz ich ân ende quelnde sîn./ /Sô wê mir tumber daz mich iemer langer tage verdriuzet,/ und mîner jâre frist | |
| dem gelîch,/ daʒ er ein herre sî von art./ sô tumber nie kein tôre wart,/ sîn ouge daʒ enspürte,/ daʒ Pârîs | |
| es alle die horten die in dem sal waren: ‘Ay důmb gesúme’, sprach er, ‘warumb stent ir so lang zu ruffen? | |
| mer eren gescheen dann uch ie geschah. Ir volget uwerm thůmen sinne zu ferre und thut darmit als ein viehe das | |
| dem sal sint: und hett ich Lancelot diß fingerlin off dumbe minne gegeben, ich bekenne sin hercz so getruwe und so | |
| gethan hett als er mir getan hatt. Hett er auch dumber minne an mich gegeret, so mocht ichs im nit versagt | |
| unde entsaches,/ du fromes gerecht vnde krumb,/ vnde witzic vnde tumb,/ vnde gesunt vnde lam,/ du gibis witze dem der njet | |
| diͤ jüden lachen!/ al herze möcht verduren/ der jemerlicher sachen./ ////Dumben, wilt ir envollen vro sin?/ krüzigt ouch mich!/ macht #;iur | |
| siͤnt vüre varen,/ wiʒ leiderin der wiʒer scharen!/ it sint dumben, diͤ wider vliͤnt,/ wand si des lones niͤt ensiͤnt./ //Segen | |
| ind reine,/ ich pruͤvd ir silver inde golt,/ den der dumber l#;iude ougen sint holt./ der diͤr ind der l#;iude lichamen/ | |
| und leit si im von herzen na./ Das mag den tumben lichte entgan,/ die ungerne nach dem lieben stant.</ZG>/ <ZG>«O edeler | |
| suͤsse, ein trurig herze vro, ein arm herze rich, ein tump herze wise, ein bloͤde herze kuͤne, ein krank herze stark, | |
| Sant Dominicum sante ich den ungeloͮbigen ze botten und den tumben ze lere und den betruͤbten ze troste. Ich sante oͮch | |
| mensche dur gottes liebi und nit durch irdensche miete den tumben leret und den súnder bekeret und den betruͤbten troͤstet und | |
| menschen an sele und an libe. Si git lere den tumben und trost den wisen; si git oͮch ewig lob und | |
| an den tugenden veraltet, oder er ist an den sinnen tump und oͮch an gůten worten stumpf. Darumbe sprach únser herre | |
| eigen verkertú wisheit allerbest. Min lieber schůlmeister, der mich einvaltigen tumben dis bůch geleret hat, der lerte mich oͮch dise rede | |
| schůlmeisterin das ist die wisheit, die mit gůtem willen die tumben vlisseklich leret; des wirt si vor gůten lúten geeret. Das | |
| Si machet den wisen, das er sich bekennet vúr einen tumben. Das die einvaltekeit des herzen wonet in der wisheit der | |
| senften hant uf das crumbe; so stan ich als ein tumbe und mag da wider nit getůn. Dis machet alles der | |
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