Belegarchiv/Konkordanz
Die hier aus dem elektronischen Belegarchiv ausgegebenen Stellen bilden den durch halbautomatische Lemmatisierung von digitalisierten Volltexten gewonnenen Kern einer umfassenderen Beleggrundlage, die für die Ausarbeitung des Mittelhochdeutschen Wörterbuchs verwendet wird. Bei der Benutzung des elektronischen Belegarchivs ist stets zu beachten, dass es Stellen enthalten kann, die anderen Stichwörtern zuzuordnen sind.
triuwe stF. (1447 Belege) Lexer BMZ Findeb.
| vriunde $s nâch dem tôde tuot./ daz heiz ich stæte triuwe, $s swer die kan begân./ ir lônet im von schulden: | |
| wê der armen weisen, $s die dâ ze Bechelâren sint.«/ Triuwen unde leides $s mant$’ in dô sîn tôt./ er begonde | |
| niht entuot./ dune solt an mir niht vinden $s niwan triuwe unde guot.«/ »Daz enwelle got von himele«, $s sprach dô | |
| $s daz irz vil billîche tuot./ Ich gibe iu mîne triuwe $s und sicherlîche hant,/ daz ich mit iu rîte $s | |
| den vorhten och,/ daz glîchet mîner witze doch./ //wil ich triwe vinden/ aldâ si kan verswinden,/ als viur in dem brunnen/ | |
| zem hellefiure guot,/ und ist hôher werdekeit ein hagel./ sîn triwe hât sô kurzen zagel,/ daz si den dritten biz niht | |
| werdekeit,/ //sô daz si niht geriuwe/ ir kiusche und ir triuwe./ vor gote ich guoten wîben bite,/ daz in rehtiu mâze | |
| vil./ ___ein mære wil i’u niuwen,/ daz seit von grôzen triuwen,/ wîplîchez wîbes reht,/ und mannes manheit alsô sleht,/ diu sich | |
| tôt an rîterschaft./ ___Dô klagte man in sêre./ die ganzen triwe und êre/ //brâht er unz an sînen tôt./ sîn elter | |
| nu hœret wie siz ane viengen./ si gerten, als ir triwe riet,/ rîch und arme, gar diu diet,/ einer kranken ernstlîcher | |
| einer kranken ernstlîcher bete,/ daz der künec an Gahmurete/ bruoderlîche triwe mêrte,/ und sich selben êrte,/ daz er in niht gar | |
| ___dô die fürsten rîche/ vernâmen al gelîche/ daz ir hêrre triwen phlac,/ daz was in ein lieber tac./ ieslîcher im sunder | |
| sô rætet mir mîn bester sin/ daz ichs mit rehten triwen phlege./ got wîse mich der sælden wege./ wir fuoren geselleclîche/ | |
| daz si des ie gedâhten."/ ___"nu sage mir ûf die triwe dîn,/ wer der ritter müge sîn."/ "frouwe, ez ist ein | |
| ein bernde rîs./ der helt was küene unde wîs,/ der triwe ein reht beklibeniu fruht:/ sîn zuht wac für alle zuht./ | |
| armez wîp:/ ir bêder tôt mich immer müet./ ûf mîner triwe jâmer blüet./ ___ih enwart nie wîp decheines man."/ Gahmureten dûhte | |
| man."/ Gahmureten dûhte sân,/ swie si wære ein heidenin,/ mit triwen wîplîcher sin/ in wîbes herze nie geslouf./ ir kiusche was | |
| varwe sît/ daz wir diu wâpen kuren an in/ (ir triwe an jâmer hât gewin):/ die steckent ob den porten hôch./ | |
| "iwer wilde wirt vil zam/ //(daz sag i’u ûf die triwe mîn),/ bestêt ir den Anschevîn,/ Der mîne sicherheit dort hât./ | |
| Razalîge,/ dô er schiet von dem wîge?/ daz leister durh triuwe:/ doch wart sîn jâmer niuwe/ nâch sîme hêrren Isenhart./ der | |
| het ie denselben muot:/ swenne ir an trûtscheft gebrast,/ ir triwe kôs den dürren ast./ ___diu frouwe an rehter zît genas/ | |
| ze lanc/ daz sin niht ê gesâhen;/ des si mit triwen jâhen./ dô frâgter si der mære,/ wer dâ ritter wære./ | |
| in, odr er valte mich:/ des wer ich an den triwen dich."/ ___Kaylet ze herbergen reit/ mit grôzen freuden sunder leit./ | |
| minne und ellen in des man?/ grôz liebe und starkiu triuwe/ sîne kraft im frumt al niuwe./ nu saher wâ der | |
| och sît nâch im in nôt,/ si lag an klagenden triwen tôt./ Swie Gahmuret wær ouch mit klage,/ doch heter an | |
| über_al./ dô wart getrüebet in der schal./ den wirt sîn triwe mente/ daz er sich wider sente:/ wan jâmer ist ein | |
| lîp/ Gâlôes, den elliu wîp/ von herzen klagen solten/ mit triwen, op si wolten/ daz ir site bræhte/ lop swâ mans | |
| sîn riwe im hertes kumbers jach./ der helt mit wâren triwen sprach/ "von Anschouwe Gâlôes!/ fürbaz darf niemen vrâgen des:/ ez | |
| trût,/ der manegen schilt vil dürkel stach./ ir zweier minne triwen jach./ ___Er hete werdekeit genuoc,/ dô in sîn manlîch ellen | |
| unde heiâ hei,/ daz güete alsölhen kumber tregt/ und immer triwe jâmer regt!/ alsus vert diu mennischeit,/ hiute freude, morgen leit./ | |
| der zem urteillîchen ende/ uns lœsen sol gebende./ diu manlîche triwe sîn/ gît im ze himel liehten schîn,/ und ouch sîn | |
| vröuden geil:/ in müete wîbes riuwe./ daz riet sîn manlîch triuwe:/ wand er was valsches lære."/ nu hœrt ein ander mære,/ | |
| mir trüege/ daz ich von sîner minne enphienc,/ der mannes triwe an mir begienc."/ ___diu frouwe enruochte wer daz sach,/ daz | |
| die dructe drûz diu künegîn./ si sprach "du bist von triwen komn./ het ich des toufes niht genomn,/ du wærest wol | |
| uns vil scharpfen tôt/ ame kriuze mennischlîche enphienc/ und sîne triwe an uns begienc./ swes lîp sîn zürnen ringet,/ des sêle | |
| touwe:/ ir ougen regenden ûf den knabn./ si kunde wîbes triwe habn./ //beidiu siufzen und lachen/ kunde ir munt vil wol | |
| gerne ir freude breit./ wan einer bin ich unbereit/ dienstlîcher triuwe:/ mîn zorn ist immer niuwe/ gein ir, sît ich se | |
| geschamt./ wîpheit, dîn ordenlîcher site,/ dem vert und fuor ie triwe mite./ ___genuoge sprechent, armuot,/ daz diu sî ze nihte guot./ | |
| armuot,/ daz diu sî ze nihte guot./ swer die durch triwe lîdet,/ hellefiwer die sêle mîdet./ die dolte ein wîp durch | |
| lîdet,/ hellefiwer die sêle mîdet./ die dolte ein wîp durch triuwe:/ des wart ir gâbe niuwe/ ze himel mit endelôser gebe./ | |
| merke eine witze,/ und flêhe in umbe dîne nôt:/ sîn triwe der werlde ie helfe bôt./ sô heizet einr der helle | |
| si noch sampfter wære tôt./ nu sult ir si durch triwe klagn:/ si begint nu hôhen kumber tragn./ wær mir aller | |
| gabylôt:/ er lac ze tjostieren tôt./ //du bist geborn von triuwen,/ daz er dich sus kan riuwen."/ ê si den knappen | |
| durch./ grôz liebe ier solch herzen furch/ mit dîner muoter triuwe:/ dîn vater liez ir riuwe./ ichn gihe dirs niht ze | |
| durch dich erslagen,/ wand er dîn lant ie werte:/ sîne triwe er nie verscherte./ junc vlætic süezer man,/ die gebruoder hânt | |
| erslagn,/ dem ich helfen sol der rîterschaft,"/ sprach Artûs ûz triwen kraft./ ___der knappe iedoch die gâbe enphienc,/ dâ von ein | |
| den bâc,/ und dô er niemen drûffe sach,/ von sînen triwen daz geschach/ die er nâch Parzivâle truoc,/ dô gâhte dar | |
| des manec wîp verzagte/ und manec ritter weinde,/ der klagende triwe erscheinde./ dâ wart jâmers vil gedolt./ der tôte schône wart | |
| man nâch wîbes minne/ mit ellenthaftem sinne/ solt erzeigen mannes triuwe./ ein berendiu fruht al niuwe/ ist trûrens ûf diu wîp | |
| was sîn underwinden,/ daz ein vater sînen kinden,/ der sich triwe kunde nieten,/ möhtez in niht paz erbieten./ sîne wunden wuosch | |
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