Belegarchiv/Konkordanz
Die hier aus dem elektronischen Belegarchiv ausgegebenen Stellen bilden den durch halbautomatische Lemmatisierung von digitalisierten Volltexten gewonnenen Kern einer umfassenderen Beleggrundlage, die für die Ausarbeitung des Mittelhochdeutschen Wörterbuchs verwendet wird. Bei der Benutzung des elektronischen Belegarchivs ist stets zu beachten, dass es Stellen enthalten kann, die anderen Stichwörtern zuzuordnen sind.
tiuvel stM. (902 Belege) Lexer Lexer-Nachtr. BMZ Findeb.
| mit vnſerme herren in egiptum. Etwenne coment ſi von dem tiuel, ſo er die lúte ſchenden wil oder iht gůteſ wenden | |
| wil, alſe men liſet von vnſerſ herren martel, die der tiuel wolte han gewant mit troͮmen an pilatuſ wibe. Etwenne coment | |
| von Dan. Jn ſiner můter buch wirt er erfúllet deʒ tiuelſ mit libe vnde mit ſele. Er wirt mit ʒouber erʒogen | |
| gewerliche ufſtan? Der meiſter ſprach: Niht, eʒ cumet von dem tiuel. Der cumet in eime verdampneten lichamen vnde gat vnde redet | |
| der meiſter: So daʒ gerihte getan iſt, ſo nimet der tiuel alle die ʒů ſich, die verſchaffin ſint, vnde werdent geworfen | |
| lat vnde vertilget, daʒ iſt niht andereſ, wan daʒ die tiuel niht erkennent vnde ir ouch nith enwiſſent. Daʒ du haſt | |
| lebint, dar engegin werdint di vnſeligen ſelen gemartilt uon den tiuelen ewicliche. Alſe die gůten mit micheler geʒierde werdent erlúhtet, alſe | |
| starc vür allen wiven,/ wand bit diner otmuͤdicheit/ verwüns du$’s d#;iuvels hoverdcheit./ he enmochte dir niͤt widerstan,/ dů du so nider | |
| he machde sted sin missedat./ siͤt al, wilch is des d#;iuvels rat!/ siͤt des armen menschen dumpheit,/ als he van god, | |
| hůde,/ wand, du geweldich ind du gůde,/ du has des d#;iuvels houft zewriven,/ wand also han ich hiͤ vür geschriven;/ noch | |
| otmuͤdicheit/ zewreif sin houft, dat is hoverdcheit./ //Homůt is des d#;iuvels houvet,/ dat manich sel der dügde rouvet./ dit houft envant | |
| riche,/ wand diͤ werlt, diͤ van Adames ziden/ gewalt des d#;iuvels můste liden,/ si is nu ledich van siner gewalt,/ ind | |
| werde ce deile/ den lieven godes engelen,/ niet den leiden duvelen;/ daz sie mich dare brengen,/ da ig muoze vinden/ du | |
| uns uz gehelfen/ van dere grozer dufenen:/ daz is des duveles gewalt,/ dar uns in hat gevalt/ Eva, unse muoder./ nu | |
| bist daz ander wib,/ diu uns brahte den lib./ der tiufel geriet daz mort:/ Gabrihel chunte dir daz gotes wort,/ Sancta | |
| úbersiget und sime lichamen allen unnútzen willen benimet und den túvel úberwindet, das ist die sele, die got minnet. Tůt ir | |
| da von wirt der geist nút krank; tůt ir der túvel einen bik, des ahtet die sele aber niht. Si minnet | |
| úber die liebin der welte und úber die bekorunge dez túvels und úber die úberflússekeit des vleisches und úber den verwassenen | |
| lieben und sol glich sin allen heligen und wie der túvel und dú sele sprechent zesamne <N>XXV</N>. Von der klage der | |
| welte noch alle helfe dines fleisches noch alle scharen der túvel noch die kraft der helle nit mag von gotte gevellen. | |
| dritten gestigen.» «Vroͮ sele, ein himmel ist, den het der túfel gemachet mit siner schoͤnen valschen list. Da wandelnt die gedenke | |
| betrúget die einvaltigen sinne. In disem himele wiset sich der túfel einem lúhtenden engel gelich, ja oͮch an sinen fúnf wunden | |
| denne die tieffi aller diemuͤtekeit da nit, so bringet der túfel dar sin lieht; das denne da geschiht, das ist von | |
| userwelten lieben und sol gelich sin allen heligen. Wie der túfel und dú sele sprechent zesamne</KAP> Eya herre Jhesu_Christe, din unschuldigú | |
| manigen kopf mit gallen us sol trinken, wand leider der túfel hat noch under geistlichen lúten vil manigen schenken, die der | |
| lúten wirt gebotten zweierleie geiste von gotte und von dem túfel. Von siben hande minne</INHALT> <KAP><N>I</N>. Von dem himelriche und von | |
| arglich begrife. Sie wirt georschlaget vor gerihte, wenne si die túfel geistlich anvehtent. Si wirt ze Herode gesant, wenne si sich | |
| dir und mir sint alle ding schoͤne; und zwúschent dem túfel und siner brut, der verdampneten sele, sint alle ding eigesclich | |
| Schoͤnú gelúbde sunder trúwe tat das ist valscheit von des túvels rat. Gůter trost sunder ware sicherheit der sele und des | |
| was menschen gelich, si waren doch geiste und hatten des túvels gelichnisse an in. Si sutten und brieten mit einander. Sie | |
| heimlich, nu sint si in disem grunde alleine mit den túvelen gebunden.» Do betruͤbete sich des menschen sele vil sere und | |
| unbedaht.» Do stůnt umbe si ein vil grossú schar der túfeln, die ir pflagen in dem ungesegenten bade, die waren oͮch | |
| were ein so edel pfant fúr si nit gegeben.» Die túvel fluhen si und getorsten es nit nemen. «Vil lieber», sprach | |
| er: «Von der edelkeit mines ordens mohte mich nie kein túfel beruͤren. $t Ich hatte grossen strit in minem lichamen und | |
| nút betruͤben. Nu var von mir!» Do enpfieng er des túfels gelichnisse an sich unde brante und wart stumme gegen mir. | |
| gebunden ligen; kumt er aber alleine dar, so ist der túfel sin gumpan. Die ungeloͮbigen meister sitzent vor Lutzifers fuͤssen, uf | |
| blůtig vor im stan und muͤssent fúrig swertsclege von dem túfel enpfan. Die hie des grimmen hasses enpflegent, die muͤssent da | |
| helle bremmet und in sich selber gremmet und wie die túfele sich mit den selen underschlan und wie si siedent und | |
| usser dem ewigen liehte sunder pine. Nimet si aber des túfels glichnisse an sich, so verlúret si ir schoͤn lieht. Mag | |
| grimmi und sin vreislicheit an allen selen und in allen túfeln also gemischet, das man siner gegenwúrtekeit niena vermisset. So sol | |
| geschehe, er hette etwas gůtes mit gůtem willen getan. Die túfel fuͤrent die befleketen selen von dem licham zů dem vegefúr, | |
| in ertrich die helfe han von frúnden, das es die túfel wol bewaren, das si die sele iemer angevaren. Ist si | |
| das mag si alles bas betragen, wan das si die túfele muͤstin gevangen und ane underlas ze spotte haben. Do únsere | |
| sin ungemuͤte, und groͤssor ist aber min rehtekeit denne aller túfeln bosheit.» Do sprach dú sele: «Herre, din rehtekeit fuͤget dir | |
| lúten wirt gebotten zweigerleie geist von got und von dem túfel. Von siben hande minne</KAP> Nu wil ich úch schriben von | |
| dinen gůten sitten triben, so maht du helig beliben. Der túfel bútet oͮch sinen geist den geisten, die mit hasse und | |
| treit. Si werdent also arm von boͤsem hasse und von túfels grimmi, das es unmúglich were, das si iemer befunden oder | |
| mangen dingen; ir sint zwene engel geben und zwene boͤse túfel. Mit zwoͤlf tugenden stritet si wider das fleisch <N>III</N>. Drie | |
| Von einer froͮwen, die ze hove gerne was, von ireme túfel, der ir siben bosheit riet <N>XVIII</N>. Der geistlich mensche ist | |
| mangen dingen; ir sint zwen engel geben und zwen boͤse túfel. Mit zwoͤlf tugenden stritet si wider das vleisch</KAP> Alle mine | |
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