Belegarchiv/Konkordanz
Die hier aus dem elektronischen Belegarchiv ausgegebenen Stellen bilden den durch halbautomatische Lemmatisierung von digitalisierten Volltexten gewonnenen Kern einer umfassenderen Beleggrundlage, die für die Ausarbeitung des Mittelhochdeutschen Wörterbuchs verwendet wird. Bei der Benutzung des elektronischen Belegarchivs ist stets zu beachten, dass es Stellen enthalten kann, die anderen Stichwörtern zuzuordnen sind.
sûs stM. (37 Belege) Lexer Lexer-Nachtr. BMZ Findeb.
| liefen warten/ [24#’r#’b] Uz der tur ires huses,/ Waz jemerliches suses/ Sich irhube en so na./ Die alden begunden da/ Sagen | |
| unt die tîvel mit fiurîn chlâwen/ schuoffen in solhes weters sous,/ entriwen, daz ist ein ubel chuelhous!/ Dâ wirt iu ruomæren | |
| groz alt ode stein hus,/ da hat der wint mangen sûs/ und mangen stoz an getan/ und muz doch ez lazen | |
| vnd gingen uz der synagogen./ sie quamen in dem selben suse/ zu Symons vnd Andreas huse/ mit Iacobe vnd Iohanne./ da | |
| hin./ //Da quamen sie zu huse./ yn lief in snellem suse/ vil volkes nach, ein mychel diet,/ daz sie dez brodes | |
| schin,/ noch auch in sime huse.’/ er enmohte in dem suse/ da tuginde iht bewisen nu,/ dan lutzel siechen ging er | |
| huf/ vnd gang zu dime huse!’/ snel als in eime suse,/ vf dem er lag, er da gefing/ vnd mit ym | |
| die keufer vnd verkeufeler/ die warf er vz sam windes sus./ er sprach: ‘geschriben ist: »min hus/ daz ist ein hus | |
| gedrenges ein gar michel gude/ von meres vnd der waszer suse./ die menschen derret grozer gruse/ vnd beiden, des sie gar | |
| der welt ist ain hauß,/ Das hatt mit grosser stymme sauß./ Der wirt der in dem hauß ist,/ Der lauffet mit | |
| Der hohe wůnderer Sabaoth./ Sie sach die zwelf winde,/ Der sus waz gar swinde./ Genant sint die winde sus:/ Eoy, Subsolanus,/ | |
| Da si sazzen in dem haus,/ Da cham urberinge en saus/ Von dem himel ab her/ Als ein geist sneller ger./ | |
| ie hûs wart gesat.’/ //Daz waltgevelle wart sô grôz,/ untter sûs untter dôz/ werte mittem schalle,/ daz er die liute alle/ | |
| des alten Anne hûs,/ man tet im ouch der slege sûs/ ûf den hals und ûf den nac,/ daz volc des | |
| und vûrte in in daz râthûs,/ alleine von der juden sûs/ er jach und vrâgte in heimelich:/ «von wan bist dû? | |
| wunne,/ wan aller gnâden brunne/ vlûzt von im mit rîchem sûs;/ als iz sand Bernhart leget ûz./ zem andern mâl sîn | |
| geistlich/ bedûten unde legen ûz),/ wan daz blût in vollem sûs/ was von im gerunnen/ sam ursprinc von dem brunnen,/ und | |
| wint der durch ein venster wæt/ âne chrach und âne sûs/ quâmen die herren an daz hûs/ von geschihte zesamen/ und | |
| snurren lûte/ als in des rôres krûte/ der tobelichen winde sûs./ gestrichen ist von sînem hûs/ für Troie maniger ûf daʒ | |
| und giengen in daʒ betehûs:/ des wart vil maniger stimme sûs/ gehœret von pusûnen./ man wolte dâ niht rûnen/ noch tougenlichen | |
| wîbe/ und von ir vater hûse./ wâg und der winde sûse/ wart sîn vil hôchgeborneʒ leben/ zehant bevolhen unde ergeben./ Er | |
| z’in dar in daʒ bethûs./ in dem fluge wart ein sûs/ sô grôʒ, daʒ si erschrâken gar./ des opfers fuorte in | |
| hûs./ von swerten sach man blicken $s vil manegen swinden sûs./ sît wurden doch die recken $s alle drinne erslagen./ man | |
| komen dar,/ und wurfin ûf daz hûs/ unde nâmen einin sûs/ mit den Prûzin zusamen/ in unsirs hêrrin namen/ unde hîldin | |
| inper/ und dem geloubin widirwêr,/ dô nâmin vurbaz ouch den suis/ dî brûdre von dem dûtschin huis/ mit urloigis creftin/ und | |
| lîz sî in daz huis./ Dâ hîldin sî vil swindin suis/ den slâfindin Littouwin/ mit stechin unde houwin,/ daz sî sô | |
| sî quâmen bî daz huis,/ dô hûb sich eines windis suis/ mit einre vlâge alsô scharf,/ dî daz schif mit creftin | |
| nacht dî rû/ vor Kriwitz dem huise/ dâ mit geschozzis suise/ sich kegn den vîenden setzende/ und vast einandir letzende./ Dâ | |
| ûfbrach und dî diet dennoch lac/ in vil sûzis slâfis sûs,/ dô platzten sî ouch in daz hûs/ zu Putenîken tougentlîch/ | |
| iuch lenket/ mir und mînem goteshûs,/ wil ich schiuhen dheinen sûs./ ich wil si unervorht rüeren,/ ze diser zît wil ich | |
| man ûz dem fiwer./ daz was sô ungehiwer,/ daz der sûs und der krach,/ der dort oben geschach,/ die vînt hie | |
| diz bilde er nam/ an sich. dô wart ein michel sûs./ alsus sleich er durch daz hûs/ hin dâ diu schœne | |
| dem lande wesn:/ daz kumt von starken winden grôz/ der sûs sô grôz ist und ir dôz/ daz sie daz teil | |
| wunder da:/ ez wart ein ertbibin sa/ mit einim grozen suse/ die des geslehtes huse/ gezelt, herbergin, húten brah./ die erde | |
| daz wir die vrowen werfen us;/ wan der sturm wind sus/ und daz mer gestillet nit/ die wil man den toten | |
| mîns herzen huote/ niender mag gedringen./ //Ich wil in dem sûse varn/ (wer wil mich des wenden?)/ durch die lieben reinen./ | |
| groze alte oede stein hus;/ da hat der wint vil manigen sus/ und manigen stoz an getan/ und mus doch ez lazen |