Belegarchiv/Konkordanz
Die hier aus dem elektronischen Belegarchiv ausgegebenen Stellen bilden den durch halbautomatische Lemmatisierung von digitalisierten Volltexten gewonnenen Kern einer umfassenderen Beleggrundlage, die für die Ausarbeitung des Mittelhochdeutschen Wörterbuchs verwendet wird. Bei der Benutzung des elektronischen Belegarchivs ist stets zu beachten, dass es Stellen enthalten kann, die anderen Stichwörtern zuzuordnen sind.
suochen stN. (14 Belege) Lexer BMZ Findeb.
| an vûzen und an henden./ si ouch begunden wenden/ daz sûchen zû dem herzen,/ dô [si?] nâch des tôdes smerzen/ mit | |
| die cardinal sô karc,/ daz si ungerne fliesen./ die begunden suochen unde kiesen,/ mit wiu si wurden gewert./ der bischolf einer | |
| teilhaft/ dîner huld und friuntschaft,/ und die wîl er des suochens phlæge/ und in dînem hove læge,/ sô möht er leides | |
| sente Augustinus sprichit: ‘nicht in ist so swere in deme suchine und so sorclich in deme irrene und also selic in | |
| //#s+Sermo#s- #s+de#s- #s+sanctis.#s- //XXII. ‘Querite primum regnum dei’. zu deme suchine gehorint dru dinc, di unsir herre bewisit in deme ewangelio. | |
| der ir alsus bedecket und verborgen ist. In disem flissigen sůchende so get ir uf ein sterne, daz ist ein schin | |
| das er sůchte dis schof. ___Nu wie sol man dis suͤchen verston? ___Got sůcht und wil haben einen demuͤtigen menschen, einen | |
| den creaturen schaffen. ___Dis umbe keren dis hus und dis sůchen das Got den menschen hie sůchet, das ist alle die | |
| wirt oder ie sich fúr getrůg, das wirt in disem sůchende alzemole umgekert. Und ob es múgelich were das die nature | |
| zů Gotte senden, so ist das alzehant gericht. ___Dis inwendig sůchen von grunde das ist sere nútze. Dis hatten die heiligen | |
| smak der ewikeit, so wirt in im geborn ein innerlich sůchen, und das gat durch die uswendigen sinne, und dis ist | |
| nút wellen denne in einer verloͤigenender wise din selbes: nút sůchen noch wellen haben, denne alles in einer entsinkender wise.’ Wan | |
| blib und kús sú us. Und das ist dis [119r] sůchen das man sůche den liebsten willen Gotz und des menschen | |
| und ein goͤtlich rasen und sprichet: ‘uns ist ein verborgen sůchen des einen, das ist verre úber die vernunft und verstentnisse’. |