Belegarchiv/Konkordanz
Die hier aus dem elektronischen Belegarchiv ausgegebenen Stellen bilden den durch halbautomatische Lemmatisierung von digitalisierten Volltexten gewonnenen Kern einer umfassenderen Beleggrundlage, die für die Ausarbeitung des Mittelhochdeutschen Wörterbuchs verwendet wird. Bei der Benutzung des elektronischen Belegarchivs ist stets zu beachten, dass es Stellen enthalten kann, die anderen Stichwörtern zuzuordnen sind.
sûgen stV. (51 Belege) Lexer BMZ Findeb.
| sol die egelen immer setzen niderhalbe unde sol si lâzen sûgen, unze si selbe vallen; dar nâch sô lege ûf den | |
| egelen unde setze die under die schultern unde lâze si sougen unze si vol werdent. Sô si vol werden, sô nim | |
| mit der zungen. aber diu tier, die gleichsetzler habent, die saugent daz wazzer in sich, als diu rinder. diu tier, die | |
| ist an dem haupt und daz si die muoter vast seugt. daz dritte zaichen ist daz vest besliezen des mundes an | |
| den kinden wern, daz si ez niht ab den paumpletern saugen. iedoch hân ich des vil gezzen auf dem geu, dô | |
| man vint rennen in der jungen tier magen, diu noch saugent und dar zuo idruckent, und sô diu renne ie elter | |
| hirten ställ vliegent und sitzent auf der gaiz äuter und saugent die milich dar auz, und von dem raub swint daz | |
| an der rinder äuter, diu gar vil milch gebent, und seugt ân underlâz die vaizten milch und treibt daz sô lang, | |
| etleich maurent, die andern zierent und sliehtent daz werk. etleich saugent hong von wahse, etleich tailent daz werk hin und her | |
| sich auf den klê und auf ander süez pluomen und saugent daz süez mark dar auz und daz edel taw verunrainent | |
| all ander paum, den er sich zuo gesellt, wan er seuget all fäuhten dar auz und derret si. er stinkt vast | |
| trvken mit deme gebette vnd ſvͤzzekeit dar vſ mit arbeiten ſvgen, bis das ez ir ſmakende werde in der andaht. @@l@Vnde | |
| in den gottis worten’ [; dar vs ſol man ſi ſvgen mit dem vlize des ſtarken gebettis]. Da von ſprach der | |
| ſo man d%/v heilige bette wort berret mit dem mvnde vnde ſvgit ſi mit dem hercen [vnde in trvckit ſi alſe das | |
| ſoͤlte, aber mit arbeiten vnd mit iamere, alſe der das ſvgende kint von den br%/vſten breche, ſo es die mvͦter gerne | |
| den br%/vſten breche, ſo es die mvͦter gerne me wolte ſvgen]. An deme vierden grate iſt der geiſt [alſe von edelem | |
| dy nicht habyn getragen, unde dy bruste dy nicht habyn ge[56v]sogen._(30) Denne begynnen sy sprechen czu den bergen: vallet uf uns | |
| nach kindes wise/ Din kintliche spise/ Von diner muter bruͤste suͤge,/ Da kam ez dir an sorgen zuͤge./ Mere worden dir | |
| ez vz. v3nde nim die egulun. div deſ manneſ bluít ſvge. v3nde brenne ſie ze puluere in eineme niven hauene. v3nde | |
| aderen gant deme kinde fúr den munt. Die ſelben aderen ſuget daʒ kint. Daʒ iſt ſin ſpiſe, vnʒe eʒ geborn wirt. | |
| daz kint icht torecht werde unde ane sinne, das si suget. // Porrum heizet zu dute louch. Ypocras, ein meister, sprichet: | |
| Got und auf der erdenn.’/ do die pein das chind gesugenn/ genüg, sy vonn danne flugenn./ der vater und dye mütter | |
| der engel froͤde von der ewigen maget die unnatúrlichen milch soͮg.» «Das ist ein kintlich liebi, das man kint soͤge und | |
| reine lamp uf sin eigen bilde in irem stal und soͮg ir herze mit sinem suͤssen munde. Ie me es soͮg, | |
| soͮg ir herze mit sinem suͤssen munde. Ie me es soͮg, ie me si es im gonde. [Nu die, der dis | |
| binen, die heiligen aposteln, us den suͤssesten veltblůmen $t hant gesogen. Si treit vor irem munde die bluͤjenden rosen und ir | |
| es hat einen grossen zagel, der ist vol honiges; den suget es alle tage. Es hat oͮch guldine granen, die klingent | |
| hat oͮch guldine granen, die klingent also schone, so es suget, das im die suͤsse stimme und der vroͤliche klang spilet | |
| milch harus von irme reinen herzen ane allen smerzen. Do soug das kint moͤnschliche und sin můter vroͤwete sich helekliche. Die | |
| denne die andern, und das si wunneklicher gebruchent und tieffer sugent in die heligen drivaltekeit denne die andern. «Herre got, ich | |
| ze trútende, das si krank wirt, so beginnet si ze sugende, das er minnesiech wirt; und so beginnet er die masse | |
| wis alse die milch, die ich von miner megetlichen můter soͮg. Min gotheit wonete in allen mines lichamen gelidern die wile | |
| muter din,/ uß der du hast rich, er und wird gesogen./ wer möchte der ungütig sin,/ die in zu solchen eren | |
| der klare $s von Troi Paris, Sampson./ saf hoer witze süget/ uß wises herzen faß/ die minn. wen sie nicht trüget/ | |
| warmen watere dycke waszen. Men sal eme nycht to vele sugen geben, allermeysteg efte et vndowet vnde vorlyue sych me, vnde | |
| sît zerfuorte ir wamme,/ und wie ein trache ir brüste süge,/ und daz der gâhes von ir flüge,/ sô daz sin | |
| zehant si starp./ du wær daz tier daz si dâ souc,/ unt der trache der von ir dâ flouc./ ez widerfuor | |
| schoup er zer tjost in den lîp./ dô bat er sûgen daz wîp,/ unz daz bluot gein ir flôz./ des heldes | |
| enge trage./ Und den die wartze kleine sint,/ So gerner saugent sie die kint./ Und wollent die masen vollig wesen,/ Der | |
| daʒ waʒʒer niht dar vmb daʒ er in eʒe, er ſavget in biʒ an di wil daʒ er im daʒ leben | |
| ſwie gvt eʒ iſt, doch ſo iſt eʒ ſchade dem ſvgenden chinde, wan eʒ mach ſich daran erworgen. Etliche die ſterbent | |
| wurme satzte sie an ir bruste, die bizzin sie unt sugin sie unt alsô slâfinde kôs sie den bittirn tôt. der | |
| kristenheit dîn muoter ist,/ ûz der brüsten sol dîn jugent/ sûgen die milch rehter tugent./ //Unsers herren liehter schîn/ erliuhtet hât | |
| uz wazzer. So in durste. so gip im margram ze sugene. vnde win ce$/ hellinge. vnde daz dunne in dem kumberlein. | |
| rosen tůt dú bin/ und dar us daz honig ist sugent./ sus ga von tugent ze tugent,/ bis dir dú Gottes | |
| ez vil gerne./ der ^+ez niht ezzen hieze/ und lange sougen lieze,/ er wurde doch so wise,/ daz er griffe ze | |
| man hin uz betrouc./ sie briet ein swin, daz dennoch souc,/ unde bereit iz harte wol/ an einen spiz und mettes | |
| rat;/ si git vil mange misse tat./ swer daz brustel sougen wil,/ der gwinnet nimmer so vil,/ daz es in gnuͤgen | |
| ez enheten zehen bîen/ ûz den napfen niht sô vil gesogen,/ mich enhabe diu âventiure betrogen./ si bêde wênic âzen,/ diez | |
| neren ob ich müge; / jâ wæn ie wîbes brust gesüge / bezzer rîter dan er ist. / nu gebet sînem | |
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