Belegarchiv/Konkordanz
Die hier aus dem elektronischen Belegarchiv ausgegebenen Stellen bilden den durch halbautomatische Lemmatisierung von digitalisierten Volltexten gewonnenen Kern einer umfassenderen Beleggrundlage, die für die Ausarbeitung des Mittelhochdeutschen Wörterbuchs verwendet wird. Bei der Benutzung des elektronischen Belegarchivs ist stets zu beachten, dass es Stellen enthalten kann, die anderen Stichwörtern zuzuordnen sind.
ströuwen swV. (72 Belege) Lexer Lexer-Nachtr. BMZ Findeb.
| an den wech si sie legeten, $s dem esele si strouten./ di diu zwei nehaten, $s die wurfen ir gewate./ si | |
| hât fünfzehen aigenchait. si ist scheinend an ir selber und sträwet irn schein von ir auf andreu dinch. si ist ain | |
| morgenrôt, der des morgens aufprehend ist? ze dem andern mâl sträut unser frawe iren schein mit wunderleichen werken und mit guottæten | |
| der sunnen schein und der andern stern dâ selben gar gesträwet ist. daz dritt reich ist pei der erden und pei | |
| man daz gevæht, sô prent man ez zuo pulver und sträut daz pulver auf der lewen vert. ist danne, daz die | |
| ez. iedoch wert sich daz tier mit seinem harm, den sträut ez gegen dem lewen, wan ez waiz, daz im der | |
| /Alsô schol man guoteu werch und dêmüetichait der bekêrten läut sträuwen an die strâz der hôchvertigen, daz si sich dâ von | |
| alsô, daz er sein federn seiner hailigen lêr all jâr sträut under sein pfaffen und strâfet si. und wenn er sein | |
| daz die êrbærigen frawen des paumes pleter in ir häuser sträuten hie vor, daz si und ir man dester käuscher lebten. | |
| dingen, dar umb, daz derlai holz von seiner lüftigen nâtûr gesträutes leibes ist und vol gar klainer leiplöchel, diu wir an | |
| pleter saf. diu erlpleter habent die art, wâ man si sträut in ain kamern, dâ tœtent si die flœch, und daz | |
| //VON DEM VEIGENPAUM. /Ficus haizt ain veigenpaum. der paum ist gesträut mit weit gritenden esten und pletern, sam Isidorus spricht, und | |
| früht haizent bace ze latein und habent ain kraft ze sträuwen die zæhen fäuht und ze verzern. die lorper gebent öl, | |
| ain wol geladener rôsenpaum, der seinen smack milticleich umb sich sträwt mit voller genâd. auz den edeln rôsen schüll wir uns | |
| paum pringt kersen ân kern. wenn man der weiden pleter sträwet in ain haus oder in ain kamer, diu küelent den | |
| spricht si mit lauterr wârhait, wan si aller tugenden vol sträwet ir grôz parmherzichait auf uns arm sündær mit sô vil | |
| veltkümel hailt die wunden, wenn man sein pulver dar ein sträwet, und sô man sein pulver mischt mit ezzeich und smeckt | |
| ez etleich wolfskraut oder hundskraut, dar umb, daz sein pulver gesträwet wirt auf der wolf oder auf der hund ezzen und | |
| dem himelplatzen und dem ungewiter wider ist, und dar umb sträwten in die alten läut hie vor mit dem akkersâmen auf | |
| haupt gar rain wescht. wer die aschen in seinen garten sträut, den macht er im guot. lebentiger kalk, daz ist newer | |
| erdfrüchten. und sô man in an die sunnen legt, sô sträut er auz im selber feur und schein. wer den stain | |
| Allen komenden oder hinuarhden den geſtin. ginaigit di1n hoͮbit oder giſtrohit allem libe ande erde criſt an in werde gibetin der | |
| zůůginde gůnlichi di1m uater. dan ſelbe der brůder nouizzi werde giſtroͮhit iecliger vͦzze daz ſi betin um in vn2de iez vo1n | |
| viuͤr, laz sie sieden vnd gibez in die schuͤzzeln vnde strauwe ein zvcker dar vf. daz heizzet caleus. vnd gibz hin. Conf$. | |
| slahe in vf ein schuͤzzeln. vnd stoz dor vf mandelkern vnd strauw dor vf zvcker. vnd gibz hin. (72.) Einen kese von mandel. | |
| in vf ein schuͤzzeln vnd guͤz ein mandelmilch druͤmme vnd strauwe ein zvcker dor vf vnd gib in hin. (74.) Ein kůchen. | |
| snit den wuͤrfeleht vnd roͤst den in eime smaltze vnd strauwe daz vf daz můs. vnd gibz hin. (76.) Einen blamensir. | |
| mit rys mele vnd mit eyer totern. vnd smaltz gibn genůc. vnd strauwe dor vf zuckers genůc. Daz heizt ein gestockter blamenser. (78.) Ein | |
| genůc dran vnd ruͤr ez denne mit eyers totern. vnd strauwe wuͤrtze dor vf, so manz an rihten wil. (83.) Ein gůt | |
| vnd menge sie mit honige vnd tů galgan wuͤrtze dorunder gestrauwet. der ez zehant ezzen wil, der laz ez ane wuͤrtze. | |
| vnd mengez mit eyern, des viertels als vil huͤner drunder gestrauwet, sie sint gesoten oder gebraten. daz mache allez vf ein | |
| dor zvͦ huͤnerlebern vnd megelech. vnd snit ein birn lengeleht vnd strauwe sie drunder [Bl. 165 r, 2. Sp.] vnd machez vf | |
| eyern vnd veitz genůc von specke. vnd vierteil huͤner drin gestrauwet. vnd backez wol [Bl. 165 v, 1. Sp.] in einem | |
| gemaht einen schoͤnen fladen von fleische, von vierteil huͤnren wol gestrauwet, wuͤrfeleht epfele drin gesniten. vnd wuͤrtzez genůc wol vnd mengez | |
| gestozzen in sin munt, blůmen gesniten von wizzen eiern wol gestrauwet in die haubt, cleine gebacken kůchen an spizze gestozzen vͤmme | |
| gimmen wole gezieret./ des sales estrich ist mit vehen stéin%\en gestrowet,/ da has du, herro, die burgare $s wole mit gefrowet,/ | |
| hande manyre/ (Hie drey, da sassen viere/ Auff den pawm gestreyet dar):/ Si waren manigerlay var/ Sein laub, das was liecht | |
| samit grün als ain gras,/ Dar in ain gulden adlar/ Gestreuwet waren her und dar./ Das zaichen furt der hauptman,/ Von | |
| den tagen:/ "Dez vihes hirte wirt geslagen,/ Dez hirten schaf gestraůwet,/ Die werden ungefrauwet."/ "Als ich dann wider uf gesten,/ So | |
| alsô guot vermiten:/ wan alle die im nâch riten/ die streuter nâch ein ander./ nieman envander/ der die vrouwen lôste./ ir | |
| dâ./ den schilt fuort er von lâsûr blâ,/ und was geströuwet wol darîn / vil manic lilje guldîn,/ die glizzen wünniclichen | |
| botte: «Ir soͤllent wúschen und begiessen und betten und blůmen stroͤwen.» Do sprach dú ellende sele: «Wenne ich wúsche, so můs | |
| einen jungeling komen, der brahte ein gebunt wisser blůmen, die stroͤwete er niden in dem turne und gieng hin. Do kam | |
| Do kam ein anderer und brahte ein gebunt vielaten, die stroͤwete er mitten in die kilchen. Do kam aber einer und | |
| Do kam aber einer und brahte ein gebunt rosen, die stroͤwete er schone vor únser froͮwen alter. Do kam der vierde | |
| kam der vierde und brahte ein gebunt wisser lilien und stroͤwete si in dem kore. Do si dis hatten getan, do | |
| tougen, die sie hat in gotes ouwen./ in siben saltu strouwen/ das buch capitel sunder wank./ Der wisheit buch, das gat | |
| ich als der gouch,/ der meien früte garret ouch./ sus strouw ich miner stimme rouch/ in lob dir, heiles sumerzit./ du | |
| / in dem der blünden sprüche blum / man fint gestrout in lobes rum/ der hochsten himels keiserin,/ die gotes ein | |
| eren frucht verschart./ wo das die luft enkan/ ir süßes strouwen hin und dan,/ da sit man sunder früchte stan/ oft | |
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