Belegarchiv/Konkordanz
Die hier aus dem elektronischen Belegarchiv ausgegebenen Stellen bilden den durch halbautomatische Lemmatisierung von digitalisierten Volltexten gewonnenen Kern einer umfassenderen Beleggrundlage, die für die Ausarbeitung des Mittelhochdeutschen Wörterbuchs verwendet wird. Bei der Benutzung des elektronischen Belegarchivs ist stets zu beachten, dass es Stellen enthalten kann, die anderen Stichwörtern zuzuordnen sind.
spëhe stF. (30 Belege) Lexer Lexer-Nachtr. BMZ Findeb.
| und niht spât./ ‘wartet! er kumt iu drât,’/ sprach diu spech dâ zehant./ vil schier kom er zuo gerant./ der êrst | |
| tôt stechen.’/ __Zehant sant er einen man,/ der im mit spech was undertân;/ der was geheizen Helyas,/ wan er ein guoter | |
| si wær tôt, daz was im leit./ dô daz diu spech hêt vernomen,/ vil schier was er hin wider komen/ und | |
| kam ez dar zuo,/ daz si spât unde fruo/ ir spech heten an aller stat./ eins tags kam ein spech drât,/ | |
| ir spech heten an aller stat./ eins tags kam ein spech drât,/ er wær ûf einem castel./ dar senten si einen | |
| marschalc genant/ von Kaldîn, gar ein wîgant./ der hêt sîn spech dâ er was,/ dâ von er wærlîch niht genas,/ wann | |
| e dan die durft gesche;/ Da ker an manlich sine spe/ Wie starc daz waz zu tuene./ Daz Got alrest die | |
| hulden mechte./ Sus gienc Got sime rechte/ Nach mit kunstlicher spe,/ Daz iz der tuvel nicht ense,/ Biz sich di zit | |
| Und daz in deste wers gesche./ Nu merket eine schone spe./ __Got hiez nemen den bosen wicht/ Von der erden, von | |
| der alden schrift/ Von des heiligen geistes gift/ Mit tigerer spe durch lugen/ Und Gote zu dienste vugen,/ Die zwelfboten beduten,/ | |
| an/ und strite manlich als ein man/ mit vrevelliches muotes spehe./ dô was vil nâch ir aller jehe,/ sît daʒ si | |
| der ie vor zageheit sich barc,/ und etlichen marcliuten/ ir spehe kom, diu in bediuten/ und ouch sagen begunde,/ ob si | |
| dem velde./ dô in kom diu melde/ und daz diu spehe was gewis,/ zehant giengen dis,/ die ich ieze nant,/ dâ | |
| ze sich genomen/ sîne brüeder alle drî;/ ouch giht diu spehe, daz ir sî/ wol tûsent und vil mêr/ dâ mit | |
| gemêrte./ über den Pyrn er kêrte./ dô dem Salzpurgære/ sîn spehe seit diu mære,/ daz der von ôsterrîch/ dâher füer gewalticlich,/ | |
| welt ir nû werden gerochen,/ dem abt ist komen sîn spehe:/ nû hôre wir die jehe,/ swes man ze dheiner wer | |
| was ze velde./ nû kom in diu melde/ von ir spehe und daz mære,/ daz der dhein missunge wære/ vor dem | |
| tet man im kunt,/ daz zuo der stunt/ sîner vînde spehe dâ læge/ unde wartet, wes er phlæge./ durch daz der | |
| ran,/ diu zwei her schiet./ der von ôstrîch hiet/ guot spehe ûz gesant:/ diu kom sâ zehant/ gestrichen unde seit/ dem | |
| her ze Stîre sîn gevarn/ ze schaden dem lande./ mit spehe daz erkande/ von Walsê der houbtman,/ waz dâ het gelegt | |
| erkôs nie mîner ougen sehe./ an im lît der sælden spehe/ mit reiner süezen hôhen art./ wiest der minnen blic alsus | |
| ich ne sende dir mínín brief./ so schaffe du dine spe,/ swaz ie unt ie gesche,/ die dich warnen./ la dich | |
| sante dan/ durch spehen dise zwene man,/ an die dú spehe was gesat./ er hiez die lúte und die stat/ und | |
| geborn/ Und sit ze herze$~lieb erkorn/ Und ze suͤzer oͮgen spehe,/ Nach súnftigez herzen jehe/ Ain sende suht mit jamers sitten./ | |
| si, das ervar/ Also das ers iht gewar/ Mit der spehe werd an dir,/ Und sag es niemanne denne mir/ Oder | |
| geliten werden.</E> Art. XCIII. Swaer den andern begriffet an der spaehe oder in sust fuͤret, $t dem rehte ist also: bringet | |
| Kumt aber er fur ungebunden unde ungevangen den man der spaehe da zihet unde biutet sin laugen daz er unschuldik si, | |
| herzen merke/ noch mînes sinnes spitze sehe/ mit nâhe merkender spehe/ niht stumpfen noch lesten,/ sô dicke als er zem besten/ | |
| swer dannen eine mîle ist,/ den dunket des nâch sîner spehe,/ wie er ein michel ros sehe,/ gegoʒʒen ûʒer êre./ ê | |
| si mit fraise:/ swar giengen sine raise,/ daz wart von spehe in kunt getan./ si heten wol driu tusent man/ verstoln |