Belegarchiv/Konkordanz
Die hier aus dem elektronischen Belegarchiv ausgegebenen Stellen bilden den durch halbautomatische Lemmatisierung von digitalisierten Volltexten gewonnenen Kern einer umfassenderen Beleggrundlage, die für die Ausarbeitung des Mittelhochdeutschen Wörterbuchs verwendet wird. Bei der Benutzung des elektronischen Belegarchivs ist stets zu beachten, dass es Stellen enthalten kann, die anderen Stichwörtern zuzuordnen sind.
spæhe Adj. (89 Belege) Lexer BMZ Findeb.
| ez sân,/ als er si gesæhe./ diu rede dûhte in spæhe,/ ez wart gefreuwet sîn muot,/ sie dûhte in süeze unde | |
| in.’/ ‘deiswâr, deist ein schœner sin/ und dunket mich ein spæher list.’/ ‘noch kan ich, daz bezzer ist,/ dann allez, daz | |
| benæt manec arm,/ der wîzer was danne ein harm./ diu spæhesten fürspan,/ diu heiden ode kristen man/ ie gewürken solde/ von | |
| Cosdroâ eine wunden,/ daz er in den selben stunden/ in spæher drô mit rede erlie./ mit slegen begap er in nie/ | |
| dir intwisket $s des dich gelustet./ / /Durch dîne rede spâhe $s die dû tuost vile wâhe/ sô minnet dich daz | |
| Mit den scheltworten,/ Die dar zv gehorte1n,/ Mit der rede spehee,/ Als ez noch geschee,/ Wurde ein burc besezze1n./ Des wurde | |
| frouwe,/ Vwer wort sin ane drouwe;/ Sie sint doch harte spehe./ Mir were also wehe,/ Daz ir mir sagetet uwern mvt,/ | |
| wesen,/ Daz ir durch eine vrowe1n/ Hie liget zv|houwe1n."/ Diese spehe rede v3nde wort/ Hette agome1nno1n gehort,/ Der criche1n richtere./ Im | |
| beide."/ Sie sprache1n ir zv leide,/ Beide vor vnd vort,/ Sspehe rede vn2de scheltwort,/ Als man da1nne gerne phlit,/ Vnz an | |
| Ketzer und arge cristen,/ Die mit irn valschen listen,/ Mit spen irdachten stricken,/ Mit nitlichen anblicken/ Uzernthalben des rechten/ Die cristenheit | |
| alle dinc hat geschaffen,/ Mit allen gedanken caffen/ Und mit spen sinnen tiefen/ Sine gotheit durch sliefen./ Daz die mechtige sache/ | |
| von den himelen rede wir selten./ //Ze duten ist uns spahe,/ waz Johannes sahe./ Domicius habet in versant/ in ein ellentez | |
| sin?/ der aller ich ein weise bin./ getichtes des gar spêhen,/ des rîchen und des wêhen/ bin ich ein erbelôser man/ | |
| mîn hêrre meister Gotfrit/ von Strâzburc, der sô mangen snit,/ spêhen unde rîchen,/ schône unde meisterlîchen/ nâch durnechtiges meisters siten/ ûz | |
| rotunde sprichet schîbelecht./ //Tavelrunde ein tavil ist,/ die ist ûz spêhes sinnes list/ genumen und hât ouch grôze recht/ und ist | |
| was alle ire wât/ wol bestalt und umbenât,/ gevazzet mit spêhen snüeren./ sie wurben, als sie vüeren/ in engelischer wîse/ her | |
| ich mache uns diser sorgen vrî/ mit vuocheit und mit spêher list.»/ künic Artûs sprach in der vrist:/ «Keie, ich weiz | |
| diz vehten/ von disen guoten knehten/ mit worten nû vil spæhe,/ waz töhte diu wæhe?/ wand iu ist ê sô vil | |
| daz tiure gestaine./ vernim, war ich daz maine:/ zimperman sô spæhe./ ainen turn vil wæhe/ den solt dû wurchen aller êrist | |
| aine kisten,/ daz iz niemen neweste,/ den ir gewerf sô spæhen./ si was des ir haften sô hæle./ Des tages dô | |
| wâ fraisctet ir ê oder sît/ ie dehain man sô spæhen,/ dem der ie sô wol gescæhe/ ze allen werltlîchen êren?/ | |
| wer! //Hî, $s wie wunnenclîch diu heide sich mit mangem spæhen kleide/ gein dem meien hât bekleit!/ loup gras bluomen vogel | |
| hât Meie walt heid ouwe wol bekleit mit manger wunneclîchen spæhen wât./ alsô hât mîs herzen frouwe/ sich bekleit mit kleide | |
| iemer meine./ //Nu siht man aber die wunneclîchen heide in spæher wât mit bluomen wol beschœnet./ man hœrt die vogel in | |
| ich die rede kurze hie mite:/ ir banier vil von spêhem snite,/ als sie in der hêten erdâht,/ wâren dâ zu | |
| wolte er mit den zeichen/ erlinden unde erweichen/ die küneginne spæhe,/ sô si den segel sæhe/ wîʒ unde swarz gebunden an,/ | |
| die decke zieren. / zahî waz von zimieren/ dâ lûhte spæher dinge!/ dâ glizzen liehte ringe/ und <manec> edel sîde drobe;/ | |
| wil ich des lobes? got lâze im wol geschehen./ sîn spaehe rede in sol/ lützel wider mich vervâhen./ Ich muoz hoeren, | |
| sie durch luchtet wehe./ Nymmer wird ich der synne so spehe,/ Daz ich vollobe der sußen frucht/ Ir lip, ir wandel | |
| alte rede, die ich trybe/ Von einem mynnenclichen wybe,/ Mit spehen rymen, ob ich kan:/ Die sullen sich hie heben an./ | |
| meysterlich gemachet:/ Da mit so ist besachet/ Der schilt mit spehen synnen./ Attravers dar ynnen/ [140#’r] Brent fuͤr von Agrimontin/ Und | |
| arabischem golde,/ Reht als mans wuͤnschen solde;/ Und waz von spehen synnen/ Verworcht zwor dar innen/ Von ruwin ein lewarte,/ Der | |
| stoltze wygant./ Von durch meistertem dyamant/ Sy er, durch setzet spehe und fin/ Mit ysenvarben magneten schin,/ Bracht von dem gebirge | |
| heißet irs namen sprengel/ Vin galanderischer engel./ Der nam durch spehe litze/ Erdenket wart ir glitze;/ Wann der ist so glentzig | |
| Galanders art waz mir denwiht;/ Ich kund gesingen nit so spech./ So waz ich niht mit rede so wech,/ Daz ich | |
| diz vlîzen $s ze ende niemen gesagen./ Vil manigen gürtel spæhen, $s rîch unde lanc,/ über liehtiu kleider $s vil manic | |
| palas rîchen $s mit vreuden sie dô riten./ manegen pfellel spæhen, $s guot und wol gesniten,/ sach man über sätele $s | |
| si dô rîten;/ si fuorten guotiu kleider $s vil harte spæhe gesniten./ Dô sprach der snelle Hagene: $s »als ich mich | |
| gewan./ Dô sah er Volkêren $s bî Gîselhere stên./ den spæhen videlære $s bat er mit im gên,/ wand$’ er vil | |
| vrouwe Kriemhilt $s diu aller grœzesten leit./ Vil manigen kolter spæhe $s von Arraz man dâ sach/ der vil liehten pfellel | |
| schilde $s die übermüeten man./ dô wart dâ rede vil spæhe $s von in beiden getân./ Dô sprach von Burgonden $s | |
| âne twâl./ dem was nû geseit/ diu liutsælikeit,/ diu mit spæhen reden/ zwischen in bêden/ ûf der burg ergie./ dô er | |
| al besunder./ daz was silber herte wîz:/ dar_an lag ein spæher vlîz:/ im was solch scherpfen niht vermiten,/ ez hete stahel | |
| bett in an als einen got./ sîn vel hât vil spæhen glast:/ er ist aller mannes varwe ein gast,/ wîz unde | |
| unt ze Schirnîel von Lyrivoyn/ unt zem herzogen Marangliez./ mit spæher glübde er si liez/ von im rîten in die stat:/ | |
| dô worhte ûf disen berc,/ als ir wol seht, diz spæhe werc./ aller rîcheit sunder/ sint hie ûf starkiu wunder./ wolt | |
| er des grâles niht ensæhe./ daz dûhte al die rîter spæhe./ diz mære och Titurel vernam,/ der alte betterise lam./ der | |
| hiez der suͤze wol gevar/ im balde bringen dar/ cleider spæhe und harte rich./ ich glaube, er wær minneclich,/ do er | |
| dar dem claren/ ein also wol geworht gewant/ daz so spæhes sniders hant/ nie genate noch gesneit./ da sie beidiu warn | |
| beslagen,/ schuzzil unde napfe,/ di wol gestaínten kophe,/ manc werc spahe,/ di phellele uil wahe,/ pisse unde purpur./ man gab im | |
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