Belegarchiv/Konkordanz
Die hier aus dem elektronischen Belegarchiv ausgegebenen Stellen bilden den durch halbautomatische Lemmatisierung von digitalisierten Volltexten gewonnenen Kern einer umfassenderen Beleggrundlage, die für die Ausarbeitung des Mittelhochdeutschen Wörterbuchs verwendet wird. Bei der Benutzung des elektronischen Belegarchivs ist stets zu beachten, dass es Stellen enthalten kann, die anderen Stichwörtern zuzuordnen sind.
sougen swV. (42 Belege) Lexer BMZ Findeb.
| die art und die sänftikait, ist daz aineu stirbt, sô säugt diu ander der tôten kint. diu pfärt habent sich sunderleichen | |
| gar grimm; iedoch peut ez seinen kindlein sein milich und säugt si. Verr scherpfer und grimmer sint unser prêlâten, pischöff, prœbst | |
| fuort und speist, reht als diu tier, diu ireu kint seugent. der vogel hieze wol aigenleich nâch der latein der zitrær | |
| gepirt allain seineu kint als ain geperndez gêndez tier und säugt seineu kint ân daz er fleugt sam ain vogel und | |
| gar grôz prüst oder tütel, dâ mit si diu kint säugent. daz nider tail an dem tier ist als daz nider | |
| mischt mit honig, welheu fraw daz trinkt, diu ain kindel säugt, der mêrt er die milch. der stain ist auch guot | |
| er ez nâch des lîbes glust,/ wan erz ein hinden sougen lie,/ die næhsten di er dâ gevie./ daz sag ich | |
| nie wan vz dem mvnde der chinde vnd ab der savgenden brveste hast dv volbraht daz lob. vnd er verliez si | |
| tregen siniv chleider. we aber den swangern vnd di chinder savgent in den tagen. bitet aber got daz ivr flvht niht | |
| bavch der dich getragen hat. vnd di brüste di dv gesavget hast. vnd er sprach. ia waz darvmb. selich sint di | |
| dy denne mit irre geburt gen unde den dy do sugen. wen iz wirt groz noth uf der erden unde czorn | |
| Got von kinden treit;/ Iz sin tochter oder sune,/ Die souget sie mit der spune/ Des heiligen geistes flammen/ Uz der | |
| dem toͮwe. oldir mit der wibiſ milche. div einin ſvn ſoͮge. v3nde gehalt ez. So dv deſ bedurfiſt ſo zetribez mit | |
| lebende worden ſint/ von diner helfe, reiniu maget./ du haſt geſouget und gewaget/ der himel keiſer unde ir voget,/ davon du, | |
| wîbes brust geleit:/ ein lunze, diu den löuwen treit,/ begunde sougen disen knaben./ si muoste in mit ir milche laben/ alle | |
| werden unreine blatern unde swern. Di amme, die das kint sůget, sol in ouch miden, das daz kint icht torecht werde | |
| getrunken hilfet den blehenden milzen. Das selbe genutzet hilfet di suͤgende wip, wen is gypt in milch. Di colle getrunken mit | |
| der drivaltikeit wart gemachet und Sante Marie alle heligen hat gesoͤget und noch soͤget <N>XXIII</N>. Du solt bitten, das dich got | |
| gemachet und Sante Marie alle heligen hat gesoͤget und noch soͤget <N>XXIII</N>. Du solt bitten, das dich got minne sere, dik | |
| drivaltekeit wart gemachot und wie Sante Maria alle heligen hat gesoͤget unde noch soͤget</KAP> Der suͤsse toͮwe der unbeginlicher drivaltekeit hat | |
| und wie Sante Maria alle heligen hat gesoͤget unde noch soͤget</KAP> Der suͤsse toͮwe der unbeginlicher drivaltekeit hat sich gesprenget us | |
| der reinen unbewollener milch der waren milten barmherzekeit, das ich soͤgete die propheten und die wissagen, e denne ich geborn wart. | |
| e denne ich geborn wart. Dar nach in miner kintheit soͤgete ich Jhesum; fúrbas in miner jugent soͤgete ich gottes brut, | |
| in miner kintheit soͤgete ich Jhesum; fúrbas in miner jugent soͤgete ich gottes brut, die heligen cristanheit, bi dem crútze, da | |
| im an allen iren liden glich. «Vroͮwe, in dinem alter soͤgetost du die heligen aposteln mit diner můterlicher lere und mit | |
| sin ere und dinen willen an inen tete. Vroͮwe, alsust soͤgetostu do und soͤgest noch die martyrer in iren herzen mit | |
| dinen willen an inen tete. Vroͮwe, alsust soͤgetostu do und soͤgest noch die martyrer in iren herzen mit starkem geloͮben, die | |
| die súnder mit der beitekeit. Vroͮwe, noch můst du úns soͤgen, wan dine brúste sint noch also vol, das du nút | |
| also vol, das du nút maht verdruken wol. Woltostu nit soͤgen me, so tete dir dú milch vil we, wan werlich | |
| kein gottesfrúnt mag getragen ane herzeleit. Alsust solt du noch soͤgen untz an den jungsten tag; so můst du ersihen, wan | |
| milch soͮg.» «Das ist ein kintlich liebi, das man kint soͤge und wiege. Ich bin ein <FOLIO>(14#’r)</FOLIO> vollewahsen brut, ich wil | |
| aber bi únser lieben můter, der heligen cristanheit; und si soͤgete selber dise zwene súne, ja mit beiden iren brústen, die | |
| dú núwe e, da únser můter, dú helige cristanheit, mitte soͤget allú gottes kint. Dis sprach oͮch únser herre: Man solte | |
| daz ir geswant./ ein ander wip ez sa zu hant/ saugte biz daz ir niht beleip/ der spuͤne. daz kint ez | |
| zů mir und stal mir das min./ als ih do sóugin wolte/ min kint, als ih solte,/ das kint ih bi | |
| wie macht du der útes versagen, dú dich so minneklich soͮgte und an ir armen trůg, leit und hůb und so | |
| togenlichen trait/ so si sich im erzoget/ und also súess soget/ daz dú sel naiget sich/ uf ir geminten sunderlich./ werti | |
| wilunt der lieben muter/ es minneclich erzog,/ also daz es sog/ und dirs doch bald wider geb./ sich, swie du wilt, | |
| ir kindelin/ Mit sachen als die solten sin:/ Heben, legen, soͮgen, baden,/ Versechen, hoͤten wol vor schaden./ Sant Augustin geschriben het,/ | |
| bekant,/ Und das die brúste sailig sint/ Die nút hant gesůget kint./ So werdent ir úch allen/ Wúnschen das uf úch | |
| swære gar/ Und #;van smerczen in gebar/ Und magt wesende sogte,/ In an ir brúste smogte;/ Was er mit flúchten arbait/ | |
| Und ie mit trúwen sin nam war,/ An iren brúste sůgete/ Und an ir arm smoͮgete,/ In zoch mit allen trúwen:/ |