Belegarchiv/Konkordanz
Die hier aus dem elektronischen Belegarchiv ausgegebenen Stellen bilden den durch halbautomatische Lemmatisierung von digitalisierten Volltexten gewonnenen Kern einer umfassenderen Beleggrundlage, die für die Ausarbeitung des Mittelhochdeutschen Wörterbuchs verwendet wird. Bei der Benutzung des elektronischen Belegarchivs ist stets zu beachten, dass es Stellen enthalten kann, die anderen Stichwörtern zuzuordnen sind.
soldân#’1 stM. (26 Belege) Lexer BMZ Findeb.
| noch tiurern envant/ über allez Connelant./ des landes phliget der soldân,/ wan ez ist im undertân:/ ez ist lanc unde wît./ | |
| Er enmuß dar umb sein haut geben.’/ Persaß der reiche soldan/ Sprach ’ich will den woldan/ Deß ersten heben: das ist | |
| eren gernde ritterschaft/ Namen urlaub von dan./ Balthasar und der soldan/ Di furten goldes von dan vil./ Ob ichs gar sagen | |
| Di hertzogin von Mirmidon./ Mein muter was von Wabilon/ Deß soldane schwester./ Kunige aller pester,/ Nu mercket recht mein laid/ Und | |
| helfe der Cristenheit/ vor Ascalon den sic erstreit/ an dem soldâne von Babilô,/ Clemens der hiez, dar nâch dô/ Gotfrit den | |
| er nam;/ dâ von grôzer jâmer quam./ von Babilône der soldân/ Salatîn alle sîne man/ er besande in al der heidenschaft,/ | |
| inne hête,/ sunder Surs aleine, die gewan/ mit craft der soldân;/ etlîche er hielt, etlîche er brach./ den roup er ungefûge | |
| wer/ mit gar creftigem her/ er quam. nu gedâhte der soldân/ gewis sie alle gevangen hân/ und wie sie gereite wêren | |
| sîne stat./ ich wêne er brieve enphangen hât/ von dem soldâne heimelîche;/ Gwîden niht frumelîche/ sît sagte man die sîn;/ des | |
| geschach/ beidersît. der margrâve sprach:/ «ich habe genzlîchen mit/ dem soldâne mich gefrit,/ daz ich im stête halden wil./ der kunic | |
| in behagete./ den fride widersagete/ die gotes êrlîche ritterschaft/ dem soldâne und sîner craft./ __Ludewic der wert genande,/ der lantgrâve von | |
| in hôchverte gebâren,/ in wunnevarwem schîne,/ sie volgten Salatîne,/ dem soldâne von Babilô,/ vor Akers; die werden Cristen dô/ sie ummeringten | |
| im die Franzoisêre/ und gar die Lampartêre/ und wie der soldân von Babilô/ fluhtic sie jagete dô./ waz der Cristenlîchen kint/ | |
| dâ bi der gûte/ sprach: «dem kunige mit craft/ der soldân mit der heidenschaft/ menlich nâch gevolget hât/ biz an der | |
| tet./ sie sprâchen, daz er gnumen het/ dar umme des soldânes golt,/ daz er stille sitzen solt./ waz sô der was, | |
| den herbergen frô/ unde wolgemûte/ sie schicten die nahthûte./ __Dem soldâne nieman mêre/ dorfte sagen, daz im wêre/ ein sîn helfer | |
| kârten abe, zû gienc die naht./ ein ors was dem soldâne brâht,/ dar uf der menlîche saz./ nu sach der herre, | |
| nu,/ daz sie cleinen danc des hân/ solden von dem soldân./ ez wêren blîde, rutten, ebenhô,/ katzen, al die werc alsô/ | |
| sîner craft./ Im brâhte zehen tûsent man/ der rîche werde soldan/ Sareht von Babylônje;/ der künic von Laucônje,/ der Sarpedon geheiʒen | |
| sach man den ellentrîchen man./ dâ streit nâch lobe der soldan/ Sareht von Babilônje./ der künic von Laucônje,/ der Sarpedon geheiʒen | |
| ûz gevarn,/ daz alle, die dâ wârn,/ vorhten verderben./ der soldan begunde werben/ über al an die kristen,/ daz si sich | |
| er sich mit grôzer kraft/ und fuor gen Baldac./ der soldan ouch niht lac/ lenger, er macht sich her enkegen./ niemen | |
| heiden dâ tot gelâgen/ funf und funfzic tûsent man./ der soldan kûm entran/ mit verchwunden, die er hât,/ in Damascum die | |
| staden,/ si fuoren sâ ze schaden/ den heiden und dem soldan./ kurzlichen der gewan/ strîtpæres volkes grôze diet./ niemen im daz | |
| hoere ich vil der heiden klagen;/ sam taten si den soldan von der Sitrican./ /Ich kenne ouch wol den pilat da | |
| ward uͤber Wildhelmen gelait/ nach der hohen werdekait,/ des die soldanen pflegen,/ umm in manic kuͤnclicher degen/ rait, sus si zogten |