Belegarchiv/Konkordanz
Die hier aus dem elektronischen Belegarchiv ausgegebenen Stellen bilden den durch halbautomatische Lemmatisierung von digitalisierten Volltexten gewonnenen Kern einer umfassenderen Beleggrundlage, die für die Ausarbeitung des Mittelhochdeutschen Wörterbuchs verwendet wird. Bei der Benutzung des elektronischen Belegarchivs ist stets zu beachten, dass es Stellen enthalten kann, die anderen Stichwörtern zuzuordnen sind.
snurren swV. (25 Belege) Lexer BMZ Findeb.
| Penzen verr lieber hœrt wan ain êwangelium sagen! die häuschrecken snurrent mit irn flügeln in dem flug, daz man wænt, ez | |
| die wîgant,/ daz diu ros kurren./ dô die pfîl begunden snurren/ durch die îsnîn decke,/ ir dheiner was sô kecke/ noch | |
| tier ûz einer wilde./ sîn banier, glîch dem schilde,/ die snurrete in dem winde./ ob ich iz allez vinde,/ daz mir | |
| trug er in der hant sein./ Er ließ sy umb schnurren/ Und slug so grosse schmurren./ Woletus der sawre knab/ Schlug | |
| ritter auff das gras/ Dem sein ungedacht was.’/ Dy panyr schnurten durch den lufft./ Tyrus rayt mit freuden guft/ Auff den | |
| ie sîn herze zuht verswuor./ Êren van/ von im dan/ snurret wîzer danne ein swan;/ er ist milte wan,/ diu von | |
| fuorte hin./ Ir wille stuont ûf kampfes bîl./ si kâmen snurrend als ein pfîl,/ der snellet ûʒ der nüʒʒe./ man seit, | |
| daʒ der snelle phîl her dan/ von der senewen snüere/ gesnurrete und gefüere./ Sîn louf, der muoste dringen/ vür der strâlen | |
| pflege./ si lie si von der strâʒe wege/ vil balde snurren unde bisen:/ in was ir alteʒ vel entrisen/ von der | |
| sprîʒen./ diu rôten und diu wîʒen/ banier sach man dâ snurren./ des sich die rotten wurren/ zesamene mit gedrange./ dô wart | |
| und des wilden/ was ein wunder drîn gebriten./ er kam gesnurret und geriten/ sô krefteclichen ûʒ der stat,/ daʒ under im | |
| wunneclich/ dan unde dar sich wurren;/ ouch hôrte man dâ snurren/ der manicvalten segele tuoch,/ der was sô vil, daʒ an | |
| wâpenkleider geben./ von sîden banier wol geweben/ hœrt man dâ snurren lûte/ als in des rôres krûte/ der tobelichen winde sûs./ | |
| daʒ in ein fürste wert/ mit einem phîle erschüʒʒe,/ den snurren ûʒ der nüʒʒe/ lie von im ein sneller boge./ Gormigdalus, | |
| truogen beide./ si wurden zuo der heide/ von Perseô gevellet./ gesnurret und gesnellet/ zwô rotte kâmen aber sît,/ die von den | |
| drâschen wildeʒ fiur ûʒ in./ die künge bêde kâmen hin/ gesnurret bî der wîle,/ gelîch dem snellen phîle,/ der ûʒ der | |
| er gevangen wære:/ dâ von der strîtebære/ vil drâte kam gesnurret./ sîn ors was niht ergurret/ an loufe noch an sprunge./ | |
| prîs gar ûzerkorn/ bejagen unde erîlen./ gelîch zwein doners phîlen/ gesnurret quâmen si dâher./ die schefte brâchens und diu sper/ ze | |
| hôher wirde lobe/ zesamne sich dâ wurren./ man hôrte banier snurren/ als ûf dem sê ein segeltuoch,/ und als ein rôr | |
| uff gesaz./ Daz wasser snellich niht vergaz,/ Ez rumpelt und snurret./ Hin wek ich balde hurret/ In manigem großen swindel./ Daz | |
| geladen dermite,/ die Gâwân durch ellens site/ gein sîme verhe snurren liez,/ als in sîn manlîch herze hiez./ Li_gweiz_prelljûs der furt,/ | |
| da sich die rotte wurren./ vil sper sach man da snurren/ hohe gein den luͤften hin./ solte ich nu rehte loben | |
| vrechen slůc./ die hurte sich do wurren./ busunen hort man snurren,/ durch daz si hoͤrn scholten:/ die kristen des niht wolten,/ | |
| wart erschellet vil,/ uz ietwederr schar manc spil/ hort man snurren, krachen,/ schalmyen, tambur; lachen/ der banier hort man dozzen;/ sliezzen | |
| weter tůt/ vlinsik herten walt flůt:/ man hort die banier snurren,/ oͤrsh und man da kurren,/ die der tot so grimt./ |