Belegarchiv/Konkordanz
Die hier aus dem elektronischen Belegarchiv ausgegebenen Stellen bilden den durch halbautomatische Lemmatisierung von digitalisierten Volltexten gewonnenen Kern einer umfassenderen Beleggrundlage, die für die Ausarbeitung des Mittelhochdeutschen Wörterbuchs verwendet wird. Bei der Benutzung des elektronischen Belegarchivs ist stets zu beachten, dass es Stellen enthalten kann, die anderen Stichwörtern zuzuordnen sind.
snuor stF. (60 Belege) Lexer Lexer-Nachtr. BMZ Findeb.
| den zítín/ Eínín halsberch ane uvoRrín/ Mít ríemín un̄ mít snůrín/ Gestríckít zů den maílín/ An der sínír fantaílín,/ Daz sie | |
| ez spricht Albertus, daz er selber mit seiner hant ain snuor in ain geweltigez feur würf, diu was gemacht auz des | |
| nie kain hâr verprunnen. ez spricht auch Isidorus von derlai snuor ainer, daz si nie verlaidigt moht werden von dem feur. | |
| loufe –/ Der ummesnit und die toufe –/ Mit einer snur gulden/ Von den ersten schulden/ Die Got in sime rate/ | |
| allez, daz sie mochten hân./ die richte alsam an einer snuor/ der schifman gein Litan vuor./ //Der êrenrîche Tinas/ inredes gegangen | |
| oder nahent pey,/ Der di werl uber$~fuere/ Geleich nach ainer schnüre,/ Es sei prait oder schmal,/ Dan das guldein tal:/ Das | |
| nyendert ir genoß,/ Der di lant durch$~füre/ Geleich nach ainer schnüre/ Von Aters zu dem Reine/ Dann di susse meyne:/ So | |
| noh was daz der maist untrôst:/ an keten unt an snuoren/ hiez man si vaile vuoren,/ drîzic umb ainen phennic geben/ | |
| cehenzec man ûf den hof vuoren/ an cheten und an snuoren/ ain tier wilde/ in wunderlîchem pilde,/ ain pfar alsô lussam:/ | |
| wankes zange noch sîn hamer./ //Ich kan wunder an der snüere, ich kan fliegen unde fliezen,/ ich kan alle ritterschaft,/ eigenlîchen | |
| fuͤnf praiten oder funf reich. Und davon sprach Virgilius: ’fuͤnf snuͤr haldent den himel.’ Ez sint auch den fuͤnf snuͤren an | |
| ’fuͤnf snuͤr haldent den himel.’ Ez sint auch den fuͤnf snuͤren an dem himel fuͤnf praiten antwuͤrtend auf der erden. Und | |
| wonhaft gesein durch der grozzen hitz not. Und die zwu snuͤr oder die zwu guͤrteln, die uͤmbslozzen werden von dem pernkraizze | |
| den praiten der erden, die darunder stend. Aber die zwu snuͤr, der aineu ist under dem sumerlichen widerkerer und dem pernkraizz, | |
| im <dâ> zeran/ dâ diu Sælde span/ sîner êweclichen wunne snuor./ / Swer sich daran stœzet,/ daz diu milte künne geben/ | |
| ê daʒ der snelle phîl her dan/ von der senewen snüere/ gesnurrete und gefüere./ Sîn louf, der muoste dringen/ vür der | |
| daʒ negellîn;/ ouch hete man geleit dar în/ hentschuohe, spiegel, snüere/ und alleʒ daʒ gevüere,/ daʒ werde vrouwen hœret an./ dâ | |
| sagi dir rechti wi du du:/ dar uz werchi eini snuir,/ du wirt scarf undi was,/ du snidit als ein scarsachs/ | |
| man sol di wurzele an schiben sniden unde rigen an snure, so das ein stucke daz ander nicht růre, unde trocken | |
| wart das kint gesehen in armen tuͤchern bewunden und mit snuͤren gebunden. Das kint lag alleine uf dem herten stroͮwe vor | |
| mur/ uf cherubines flügel fur,/ den e besloß dins herzen snur,/ meit, muter, tochter, gotes amm./ des ich dir lobes zimmer | |
| tugent gart,/ von einem worte sunder schart/ mit dines herzen snur bereift./ des tichtes maß nicht reicht dins lobes größe:/ du | |
| das da meßlich ist, / das hat besweifet gar ir snur. / wie von dem centrum gan/ die linien zu dem | |
| herze brach."/ ___daz zôch er ûzem buosem sîn/ an einer snüere sîdîn:/ hin wider hiengz der degen snel/ für sîne brust | |
| ouch was der plân wol sô breit,/ daz sich die snüere stracten dran./ Gahmuret der werde man/ die selben zît dort | |
| der künec von Ascalûn/ und Môrholt von Yrlant,/ durch die snüere in wære gerant./ ___dâ was gewunnen und verlorn:/ genuoge heten | |
| gestrecket vlîzeclîche,/ derfür manec teppech breit./ diu küngîn an die snüere reit/ //mit manger werden frouwen:/ si wolte gerne schouwen/ den | |
| dez harnasch begunder schouwen./ "mîner muoter juncfrouwen/ ir vingerlîn an snüeren tragnt,/ diu niht sus an einander ragnt."/ //der knappe sprach | |
| spürte an dem touwe/ daz gesuochet was sîn frouwe./ //der snüere ein teil was ûz getret:/ dâ hete ein knappe dez | |
| im ab geziehen niht:/ daz was ein wunderlîch geschiht:/ helmes snüer noch sîniu schinnelier,/ mit sînen blanken handen fier/ kund ers | |
| dar:/ den legt an sich der wol gevar;/ mit offenre snüere./ ez was im ein lobs gefüere./ ___dô sprach der kamerære | |
| pant,/ gein strîter wolde füeren/ den helm er mit den snüeren/ eben ze sehne ructe./ innen des daz ors sich pucte,/ | |
| rief der garzûn./ "tavelrunder ist geschant:/ iu ist durch die snüere alhie gerant."/ ___dâ wart von rittern grœzlîch schal:/ si begunden | |
| rinc./ der werde künec vaste slief./ Segramors im durch die snüere lief,/ zer poulûns tür dranger în,/ ein declachen zobelîn/ zuct | |
| da er sîn poulûn vant./ froun Cunnewâren de Lâlant/ ir snüere unz an die sîne gienc:/ diu wart vrô, mit freude | |
| magt si brâhte und begunde klagen,/ der mantel wære âne snuor./ Cunnewâre sus gefuor,/ von blanker sîte ein snüerelîn/ si zucte | |
| huot,/ gefurriert mit einem blîalt/ (der huot was niwe, diu snuor niht alt),/ der hieng ir an dem rücke./ ir mære | |
| der mûre nemen./ wir solten wol gedingen/ dort in ir snüeren ringen,/ wan Poydiconjunzes kraft:/ der füert die herten ritterschaft./ dâ | |
| ___einen helm er in der hende/ fuorte, des gebende/ wâren snüere sîdîn,/ unt eine scharpfe glævîn,/ dar inne al niwe was | |
| stên./ welt ir, ich heize fürder gên/ daz volc ûzen snüeren./ wil mîne frouwen rüeren/ solch ungenâde umb ir trût,/ daz | |
| werde Parzivâl/ den prîs vor ander clârheit./ Gramoflanz an die snüere reit./ dô fuorte der künec unervorht/ in Gampfassâsche geworht/ einen | |
| ein velt,/ dâ wærn gestanden sehs gezelt/ âne gedrenge der snüere./ (unbescheidenlîche ich füere,/ //Wolt ich d’âventiur fürbaz lân.)/ dô enbôt | |
| genuc,/ also lange er umme vur/ und virzerte von der snur,/ daz er wart metalle bloz./ sin armekeit wart an im | |
| pflac ir, daz ir schif vur/ wol geliches als ein snur/ zu Yspanien lande,/ dem got alda sande/ werdeclichen prisant./ als | |
| vil vaste worgende er do schrei./ der pfaffe slvc die snvr enzwei,/ Daz qvam von den vinsterin./ Diprecht wolde dannen sin,/ | |
| diz riche,/ er heize mich ze Ache uůren,/ gebunden mit snuren/ uf sinem soumaere:/ diu botschapht ist mir swaere./ er wil | |
| hiz in schenden,/ pinten sine hende/ mit cheten unt mit snůren/ hiez er in mit im furen./ daz gewant si im | |
| dem ende widerstürzet:/ daz machet im diu hûbe mit den snüeren./ Wol gevalten, sôst er in dem roke,/ vil ebene geschürzet./ | |
| von dem anger gern rawme,/ Ee das im werd ein schnurre weitt/ von scharpffes swertes orten,/ davon vil manger todt geleit/ | |
| dem, der sie eischet. Schûhe sulen die brûdere haben âne snûre, âne snebele unde rinken. Des sulen ouch die vlîzeclîche nemen | |
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