Belegarchiv/Konkordanz
Die hier aus dem elektronischen Belegarchiv ausgegebenen Stellen bilden den durch halbautomatische Lemmatisierung von digitalisierten Volltexten gewonnenen Kern einer umfassenderen Beleggrundlage, die für die Ausarbeitung des Mittelhochdeutschen Wörterbuchs verwendet wird. Bei der Benutzung des elektronischen Belegarchivs ist stets zu beachten, dass es Stellen enthalten kann, die anderen Stichwörtern zuzuordnen sind.
smëlzen stV. (20 Belege) Lexer BMZ Findeb.
| tempel mines Gotes’,/ Daz spricht: swer mines gebotes/ Hir volget in der cristenheit,/ Daz zu eime tempel ist geleit/ Gote der | |
| ursprinc:/ ‘Got versuchet sine kint/ Glich golde, daz man bevint/ Smeltzen in des ovens glut.’/ Gutlich er en wider tut/ Dar | |
| daz ende bracht,/ Sin sunde mac nicht vorgrozen –/ Sie smelzet glich der slozen/ Die von dem himele vellet/ In ein | |
| din leben lanc,/ Ouch demut dir in vluzet/ Werende so man schuzet/ An dich kundicliche gir./ __Zu Marien rufe wir:/ ‘Hilf, | |
| dîn fröude! uf dunnez îs,/ daz von sunnen hitze/ hin smilzet, âne witze/ er ist, wer dir getrûwet,/ âne vesten grunt | |
| ist dicke mir geschehen/ sêr unde marterlîche wê./ mîn fröude smalz alsam der snê/ von manicvalter hitze nôt,/ swenn iuwer munt | |
| alzehant wis,/ Wand du has alein der wisheit pris,/ Alzehant smilzt mins kalden herzen is,/ Als du mich eines guͤtlich ane | |
| min herz beschein,/ erl#;iucht wurden miner selen bein./ min sele smalz van sinem v#;iure/ ind mir wart heʒlich al creat#;iure./ mir | |
| minne, o du brennender got an diner gerunge, o du smelzender got an der einunge mit dinem liebe, o du růwender | |
| vertrukent, min gebein kellet,/ min adern krimpfent/ und min herze smilzet nach diner minne/ und min sele brimmet/ mit eines hungerigen | |
| ir der himel uf getan. Do stůnt si da und smaltz ir herze und sach iren lieben an und sprach: «O | |
| moͤgent úns doch nit gehelfen, wan si selber so jemerlich smelzent. Es ist manig armú sele ze sogetanem vegefúr mit sogetaner | |
| breitet sich alvliessende gegen das wunder, das ir gemuszet. Si smelzet sich dur die sele in die sinne; so můs der | |
| des moͤnschen herze beginnet ze brennende und sin sele ze smelzende und sin oͮgen ze vliessende, so wolte únser herre gerne | |
| gescut itzwanne dar von, dat daz veiste vmme de neren smeltzet vnde dat se dorren, so hat daz mensche, dez de | |
| uf sin erste nature. wan alle dinc di fon hitze smelzin und fon kaldime hart werdin, di sint genzliche fon wazzirigir | |
| sie mvgt her vz gelegen.»/ Isengrin kochen geriet,/ daz iz wolde smeltzen niht./ Den tzagel mvst er lazen stan./ Reinhart sprach: «ich | |
| wise; denne versinke und entsinke im selber und sinke und smelze in in, das er sich selber muͤsse loben und im | |
| von sin můter och zerflos./ Do si in vor ir smelczen sach,/ Si smalcz mit im, als Symeon sprach/ Zů ir | |
| och zerflos./ Do si in vor ir smelczen sach,/ Si smalcz mit im, als Symeon sprach/ Zů ir vor wissagelich:/ ‘Von | |
| warn si gemachet,/ Merline het si bedachet/ daz si niht gesmeltzen mohten./ werlichiu dinc niht tohten/ dar zu, so groz was | |
| fliehen/ denne zu sinem trost./ si wart uf jamers rost/ smeltzen und brinnen:/ si was nah von ir sinnen/ komen denne |