Belegarchiv/Konkordanz
Die hier aus dem elektronischen Belegarchiv ausgegebenen Stellen bilden den durch halbautomatische Lemmatisierung von digitalisierten Volltexten gewonnenen Kern einer umfassenderen Beleggrundlage, die für die Ausarbeitung des Mittelhochdeutschen Wörterbuchs verwendet wird. Bei der Benutzung des elektronischen Belegarchivs ist stets zu beachten, dass es Stellen enthalten kann, die anderen Stichwörtern zuzuordnen sind.
smâheit stF. (77 Belege) Lexer BMZ Findeb.
| wolde,/ dan her iz nemen solde./ daz neteter durch neheine smacheit:/ ime was die girde leit./ ir gebe her niene wolde./ | |
| ob ain lieber mensch umb deinen willen sô vil litt smâchait und leidens unz an den grimmen tôt, ob dû niht | |
| an sînen vriunden. Daz dritte ist an im selben an smâcheit, an ungemache und an smerzen des lîbes und an leide | |
| geschriben, daz sie sich vröuweten, daz sie des wirdic wæren, smâcheit durch got ze lîdenne. Gotes sun von natûre wolte von | |
| buoche, daz einer dem künige Dâvît vluohte und im grôze smâcheit bôt. Dô sprach einer Dâvîdes vriunde, daz der den bœsen | |
| wan vil lîhte got wil und sol mir durch dise smâcheit mîn bestez tuon. man liset in der veter buoche, daz | |
| oder an werken oder daz ellende oder diu armuot oder smâcheit, swie grôz diu sî oder swaz daz sî, daz ist | |
| kumet an dich, sô wirt ez billîche gotvar, ez sî smâcheit als êre, bitterkeit als süezicheit und daz meiste vinsternisse als | |
| sîst, sunder waz dû iezunt bist. Allen den schaden und smâcheit, diu gote möhte geschehen von allen sünden, den wil er | |
| grœzlîche, swenne er ûf in ihtes werfen welle, ez sî smâcheit, ez sî arbeit, $t ez sî, swaz lîdens daz sî, | |
| tugent oder die gehôrsame getuon müge oder armuot $t oder smâcheit enpfâhen müge oder daz man sich mit einer andern wîse | |
| eine üebunge und bis in vride. Got der lîdet gerne smâcheit und ungemach und wil gerne enbern sînes dienstes und lobes | |
| und namen im swaz er hatte./ daz schuf iedoch sin smacheit,/ durch die er von der strazen reit,/ daz er sin | |
| Her antenor, beide/ Vm daz uwer leit/ Vn2de vmbe mine smacheit/ vn2de vmbe die alden vehe./ Nv ist ez also wehe,/ | |
| daz sie geschit/ Vo1n deheiner wareit./ Ir tatet mir eine smacheit;/ Die wil ich gerne vertrauge1n:/ Ir santet mir eine1n phauge1n/ | |
| ir niht mite geschant./ Ich tet ez vch niet zv smacheit./ Iedoch ist ez mir leit./ Ich sante ez vmbe daz | |
| stat/ Und sahe unnser wirdikait,/ Da det er uns di schmachait,/ Als mir der pote verjach,/ Das er auß seinem munde | |
| den veigen./ Sie waren doch din eigen/ Von den soliche smacheit/ Vertragen wolte din menscheit./ Du goͤttelich figůre!/ Wie wol alle | |
| ze kunden/ und clagte in bî den stunden/ die schemelichen smâheit,/ die sîn lîp vor Troye leit,/ dô man in dannen | |
| manne lîp/ getragen hete frouwen cleit,/ sô möhte ouch âne smâheit/ dîn bilde brûchen wîbes wât./ ich weiʒ ir mangen, der | |
| an sîn herze gân/ und hete gerne widertân/ die schemelichen smâheit./ er wolte rechen sîniu leit/ und mêrte sînen kumber,/ sô | |
| sündigst man,/ van dem man iͤrgen gelesen kan,/ dem sin smaheit ded so we,/ dat he dins suns ind din verze./ | |
| můst der naturen widersagen./ //Du muͤstes ouch in beiden siden/ smaheit ind vlůch der gewonheit liden./ //Druͤgs du ouch kint al | |
| <N>XXX</N>. Von den siben ziten <N>XXXI</N>. Du solt nit ahten smahheit <N>XXXII</N>. Du solt nút ahten ere, pine, gůt, betruͤbe dich | |
| loben dich, herre, das du úns hast geheret mit diner smahheit./ Wir loben dich, herre, das du úns hast gefůret mit | |
| mit dem armůte, gekroͤnet mit der bekorunge, angespiet mit der smahheit, din crúze getragen in dem hasse der súnden, gecrúzegot in | |
| minnen růwen, ein suͤsses vroͤwen.</VERS>/ <KAP><N>XXXI</N>. Du solt nút ahten smahheit</KAP> Ich wart versmehet sere, do sprach únser herre. «La dich | |
| das si unwirdig sie der gnaden</KAP> O vil liebe! Unschuldiger smacheit lustet mich, herzeklicher tugenden beger ich, gůter werken han ich | |
| ist der lichame. Der ist gezoͤmet mit der unwirdekeit und smacheit ist sin fůter und sin stal ist bihte. Der soͮmeschrin, | |
| muͤssent gottes kinder under gan und muͤssent sich mit der smacheit verdruken lan, wellent si die hoͤhsten ere mit Jhesu enpfan. | |
| ist <N>XVI</N>. Nach der gabe volget geisele und nach der smacheit ere <N>XVII</N>. Von eines geistlihen menschen vegefúr und von siner | |
| einvaltekeit und in dem ellendigen armuͤte und in der verdrukten smacheit hat mir got sinú wunder erzoͤget. Da sach ich die | |
| heisset dich swigen, min kumber heisset dich armůt liden, min smahheit heisset dich vertragen, min genuͤgen heisset dich note clagen, min | |
| die kolen der minne ziehen und mit den brenden der smacheit sclahen, uf das ich vil dike in die seligen winzelle | |
| wil alles menschen sere verbinden mit einem tůche der ellenden smacheit untz an min ende und ich wil dir, trut vatter, | |
| verlúret irdensche wisheit. So knúwet man fúr si in grosser smacheit, wenne si sich in der cleinen demuͤtekeit under aller creatúre | |
| dunket.» <KAP><N>XVI</N>. Nach der gabe volget geissele und nach der smacheit ere</KAP> Dise sele ermanet únsern herren siner alten worten alsust: | |
| siner heli<FOLIO>(46#’r)</FOLIO>keit und da nach gab er mir vil manige smacheit; aber da nach gab er mir grosse ere und unzellich | |
| liehten: Moyses grosse heimlicheit und sin helig arbeit und sunderliche smacheit, $t die er ane schulde leit, und sine erlich zeichen | |
| wol geborn, von minnen wirt man schoͤne und lobesam, von smacheit wirt man vil hohe in gotte erhaben. Hie an gedenke, | |
| Vor dem selben hatte ich angest, das mir die helige smacheit und dú luter gottes liebi wúrde mitte entteilet. Do lies mich | |
| und koͮffet doch nit denne hunger und turst und lange smacheit und dar zů ewig herzeleit. Die dritte wisheit ist von | |
| ital ere ist vor gotte toͮb und blint,/ dú unschuldigú smacheit heiliget allú gotteskint./ Dú valscheit hat den schoͤnsten gelas,/ dú | |
| des muͤssent alle, die si minnent, liden mit Jhesu manige smacheit.</ZG>/ <ZG>Der has grimmet iemer ane underlas,/ dú minne brinnet ane | |
| in ertrich trůg an minem libe, und aller der welte smacheit was min hoͤhstes umbecleit. Swie sere ich úch doͤrt minte, | |
| enkeinen grim, wan alleine uf die súnde und uf gottes smacheit, ja im ist kein pin so leit. Dis tieres munt | |
| si ist got alleine getrúwe. Ir ist vil leider gottes smacheit denne ir schade oder ir herzeleit. Si wolte oͮch liebor | |
| getoͤrrent gevaren dur die heligen strale. Des lident si manige smacheit: Die wege, die in got in den lúften hat gegeben, | |
| und da inne und da bi allú dú unschuldigú pine, smacheit und herzeleit, das ie dur Christi liebin von menschen wart | |
| disem libe allermeist; das ist, das man in armůt, in smacheit, in ellende, in wetagen, in geistlichem armuͤte, das allerswerost ist, | |
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