Belegarchiv/Konkordanz
Die hier aus dem elektronischen Belegarchiv ausgegebenen Stellen bilden den durch halbautomatische Lemmatisierung von digitalisierten Volltexten gewonnenen Kern einer umfassenderen Beleggrundlage, die für die Ausarbeitung des Mittelhochdeutschen Wörterbuchs verwendet wird. Bei der Benutzung des elektronischen Belegarchivs ist stets zu beachten, dass es Stellen enthalten kann, die anderen Stichwörtern zuzuordnen sind.
slëht Adj. (154 Belege) Lexer Lexer-Nachtr. BMZ Findeb.
| ander dik. wâ daz vel dik ist, dâ ist ez sleht und ains senften griffs, wâ ez dünn ist und zesträut | |
| dester lenger in dem magen beleib; wan wær der mag sleht und glat, sô slüff daz ezzen ê der zeit ze | |
| hâr auf dem haupt und an andern stücken des leibs. slehtez hâr und lindez bedäut ainen vorchtigen menschen. des nem wir | |
| der ist zornig von nâtûr. //VON DER STIRN. /Welhes stirn sleht ist und niht gerunzelt, der ist kriegik und macht gern | |
| rauch ist. //WELHER VORHTIK SEI. /Der ist vorhtik, der ain slehtez hâr hât und dar zuo ainen krumben oder gepuckten leib | |
| sein hâr hât ain mittel zwischen vil und wênig, zwischen sleht und kraus, zwischen weiz und swarz und ist lind. sein | |
| morgens, ê diu sunne den taw benem, sô wirt ez sleht an seiner haut und frœleich an seinem muot. Ach helferinne, | |
| unz an daz netz. sô schreit dann der voglær oder sleht die hend zesamen und erschrecket den vogel, daz er in | |
| negel oder klâen dar an, aber er hât ainen klainen slehten snabel. ez ist ain klainer vogel, aber er ist gar | |
| und des paums rind ist niht gar rauch noch zemâl sleht: si hât ain mitel under den zwain. diu rind ist | |
| alsô pis den milten reben arch und den argen milt. slehtez velt pringt mêr weins, aber gepirg pringt edlern wein. der | |
| und naigt sich zuo ainer rœt, und daz ist dick sleht und aufreht. wenn man daz keut, sô ist ez peizend | |
| lieht noch von schaten. sein pesteu gestalt ist, daz er sleht sei, wan sô er gedürcht ist, sô ist er dunkel. | |
| daz sprichet zu duze recht,/ di rede ist ebene und slecht./ ich meine daz got recht were,/ des habe wir vil | |
| brenge uf ir recht./ di rede ist ru und nicht slecht./ bi dem golde ist uns di wisheit/ bescheiden, so ist | |
| buchstab I./ I bezeichent in latino Jhesu,/ di rede ist slecht und nicht ru./ welcher Jhesus der were,/ daz bewise ich | |
| Job bezeichent uns daz echt;/ daz hete Maria daz ist slecht./ Maria hoe geechtet was/ daz schribet offenbar Lucas:/ quod enim | |
| sprach: laz daz stan,/ ich bin nicht got, daz ist slecht,/ ich bin din diner brudir und knecht./ sich welche ere | |
| hie zu ende komen./ so sol dese materie daz ist slecht/ ouch widirkomen uf ir recht,/ wen si Salomon zu irste | |
| nimmer kein last iz schuret./ ditz sint witwen daz ist slecht/ und gene di do halden ir echt/ nach dem vorbeschrebin | |
| vursten,/ di boben di armen sint mit erge,/ also boben slecht velt sint berge./ der lebe bezeichent, so man seit,/ uns | |
| nunde tag sal nicht swachen,/ her sal berge und tal slecht machen./ __de cavernis homines prius delitentes/ __ibunt die decima campos | |
| snit zwei cluͤppelin eines vingers lanc, als ein eln schaft fornen sleht sinewel, vnd nim des gesoten als groz als ein morche, | |
| umb daz houbet gesunt;/ schouwet, herre, sîniu bein,/ diu sint sleht, sam ein zein,/ ez hât niht flôzgallen,/ deste baz lât | |
| alle jâhen, sîn wære vil./ daz velt was eben unde sleht./ Eraclîus, der junge kneht,/ was ûf den voln gesezzen./ des | |
| dwungen./ der eine was rûch und rôt, $s der ander sleht unde guot./ /Dô iz an die geburt chom $s den | |
| wole, muoter, $s daz rûch ist mîn bruoder,/ ich bin sleht unde linde. $s ich furhte ub iz mîn vater ervinde/ | |
| Wie er im getete sin recht./ Er machte die steine slecht,/ Die fenster groz vnd wit,/ Dar inne sule in alle | |
| Blichende kel, arme blanc,/ Schone hende, finger lanc,/ Glander negel, slecht hut glat,/ Rein wiz als ein lilige1n blat,/ Werliche vber | |
| $s an den anewanten./ weg(e) unde brucke sint áll%\e $s sleht unde sicher gemachet;/ alles úngemaches habent sich $s verzigen unde | |
| und nicht ze$~hoch:/ Di Natur an der stiren zoch/ Zwo slechte pra, di sint praun,/ Geleich hoch gestrichen als ain carbun./ | |
| und tal werdent glich,/ Die werlt wirt als ein plan/ Sleht, als ich gesehen han./ Daz zehende ist jamers vol:/ Ez | |
| al/ Luter clar als ein cristal,/ Die berge werden alle sleht,/ Gantz eben und reht./ Der luft wirt liehter da bi/ | |
| Mattheus, Marcus, Lucas/ haben valsch und unrecht/ geschriben, nur alleine slecht/ und ganz Johannes schrîbt zû letzt,/ und haben di drî | |
| crône./ $sAin erzebiscof hiez Albreht –/ iz wære crump oder sleht,/ er half dem chunige mit flîze./ der bâbes begunde im | |
| wil selbe zuo dir dar:/ dâ wirt ez uns beiden sleht./ râtent, wie sol ichz volenden,/ daz ich in ir hulden | |
| //Sînen tribelwegge den nam si in die hant/ mit sîner slehten egge./ si sprach ‘heilant, got hât iuch har gesant.’/ //Dô | |
| wirde ein teil beroubet. vür infel helm, vür krumbe stebe slehte spieze und sper,/ vür stôlen swert, vür albe ein plat | |
| zal. diu êrst uns elliu dinc wol mizzet;/ diu ander sleht rûch krump und eben/ kurz lanc breit smal hôch tief | |
| ir immer gewenke dar an,/ ichn sî ir stæte unde sleht âne wanc./ mîn trôst, mîn wünne, mîner sælden keiserîn/ sol | |
| mîn stæte wurde kranc./ al mîn gir/ was gein ir/ sleht mit triuwen âne wanc./ nu vert entwer ir habedanc/ Reht | |
| diu minne/ sult mir helfen dienen ir/ sunder valsch mit slehtem sinne:/ sô mac wol gelingen mir./ wirt si mîner triuwen | |
| ouch gesunt./ ich wart schône gereht,/ hals, ahselbein und rücke sleht./ alsô bin ich genesen.’/ ‘ich was ouch lange blint gewesen,’/ | |
| bezeugt maister Alfraganus und spricht $f:(5rb)$f. also: ’wer der himel sleht, so wer uns etleich stuk dez himels neher wanne daz | |
| und deu sinbeln der erden. Wer auch daz ertreich eben sleht von der sunnen aufganch piz zu irem nidervalle, so wer | |
| Und daz ist aber falsch. Daz aber uns daz ertreich sleht scheinet, daz macht neur sein uberigeu groͤzze. @n:BEGRÜNDUNG DER KUGELFORM | |
| hie offenpar ist. Wir sprechen auch mere: vernem wir ain sleht prait auf dem mittelpunct der erden, die den himel und | |
| ‘Zwâr frouwe, daz getet si nie’/ sprach aber Kunst diu slehte,/ ‘wan wîlent dô ir nâhen gie/ mîn fröudenrîch gebrehte./ nu | |
| abe/ gewalticlîche und âne reht;/ er zeige uns sîn gerihte sleht/ und sîner gnâden stiure,/ oder uns wirt leider tiure/ daz | |
| vil harte ungerne mîniu reht:/ man schrîbet an ein permint sleht/ swes man geruochet unde gert,/ mit dem sô wære ich | |
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