Belegarchiv/Konkordanz
Die hier aus dem elektronischen Belegarchiv ausgegebenen Stellen bilden den durch halbautomatische Lemmatisierung von digitalisierten Volltexten gewonnenen Kern einer umfassenderen Beleggrundlage, die für die Ausarbeitung des Mittelhochdeutschen Wörterbuchs verwendet wird. Bei der Benutzung des elektronischen Belegarchivs ist stets zu beachten, dass es Stellen enthalten kann, die anderen Stichwörtern zuzuordnen sind.
sinken stV. (64 Belege) Lexer BMZ Findeb.
| schad sei, wan ez pringt unkäusch und mit der unkäusch sinket in diu behend fäuht auz den prüstleinn hin ab zuo | |
| diu nâtûr zeuht daz gepäutelt ze vast an sich, sô sinket daz ungepäutelt mêr an den grunt und suochet des leibes | |
| Eraclîus sprach dâ niht wider:/ alsô liezens in dâ nider/ sinken in eine tiefe./ dâ lac er, als er sliefe,/ eine | |
| matyr sy do gynk./ sy gynk eyn wenyk furbaz,/ do sank sy nedir an daz gras/ unde schrey ummazen vil./ dy | |
| do wart loz dy andir hant,/ Jhesus uf syne muter sank./ sy umme vynk en subirlich,/ ‘eya, kynt mynneclich,/ wiz mir | |
| al, $s iz fulte berg unde tal./ dei gebirge dô sunchen, $s dei lûte elliu ertrunchen./ /Dô der regen begunde stillen | |
| houbet,/ daz ez wart betoubet/ und nider ûf die erden sanc./ Pfelerîn von dem rosse spranc,/ wan er des herzen was | |
| uncheuscher syn/ Oder kain valscher gedanck/ In mein hertze nie gesanck./ So ist das mein groste not:/ Hiet ich verdienet disen | |
| wagete,/ die marnêre verzageten./ dô kômen grôze winde,/ daz scef sanc ze grunde./ da ertranc al daz dar an was./ daz | |
| ainem grôzen sceffe,/ als er mich wolte sprechen./ daz scef sanc an den grunt./ dô chom ain alswarzer hunt,/ er verswalh | |
| dîn geschaft,/ wie wir von tag ze tag gen grunde sinken./ hilf, herre, dîner hantgetât,/ dîn alt erbermde werde an uns | |
| groʒ vngewiter erſach, do eruorht erʒ vnd begunde ſa ʒe ſinchen. Do pot im vnſer herre ſin hant vnd verwaiʒ im | |
| und dur houbet dranc/ und im ze tal dur beide sanc/ biʒ ûf sîn ellentrîchen brust:/ dâ von wuohs im tœtlich | |
| nüʒʒe, die man abe swanc,/ sô balde tôt dâ nider sanc/ der ritter manicfaltekeit./ ros unde man Hector versneit/ alsam daʒ | |
| solt der kúpfferen ritter nyder fallen und in die erden sincken, so das yn nymer me man gesehe. Und alle die | |
| uß gehalffe, da was er biß an den hals yn gesuncken. $t Da fragt yn Hestor wie es im stunde. ‘Vil | |
| yn das fleisch darzu bracht das er zwiveln begunde, da sanck er yn und begunde ertrincken. Darumb rat ich uch wol, | |
| und slug im einen großen scherben von dem helme; da sanck im das schwert off die ahsel und ging im durch | |
| min flug ist gesnellet mit dinem unrůwigen lust, min irdensch sinken kumt von diner einunge mines lichamen. Ie groͤsser loͤsunge du | |
| bas, ich wil varen minnen. Ie naher ir dem ertrich sinkent, ie me ir verbergent úwer suͤsses himmelbliken, und ie hoͤher | |
| verwirfet aller creaturen trost sunder alleine gottes und wie sie sinket von der pine <N>XIII</N>. Die schrift dis bůches ist gesehen, | |
| verwirfet aller creaturen trost sunder alleine gottes, und wie si sinket von der pine</KAP> Dis sprichet gottes brut, die gerůwet hat | |
| sprach: «Eya, entwich mir, lieber herre, und la mich fúrbas sinken durch din ere.» Hie nach kamen beide sele <FOLIO>(61#’v)</FOLIO> und | |
| dir in dem homůte lihte entwenke! Mere ie ich tieffer sinke, ie ich suͤssor trinke. <KAP><N>XIII</N>. Die schrift dis bůches ist | |
| engeln wunne. Owe, so wir aber in grosse tegeliche súnde sinken, so erloͤschet únser schoͤne himmelbliken; $t so gerent die engel | |
| blůt <N>IV</N>. Der wunderlichen minne ist manigvaltigú kraft; wie dú sinket. Von vier hande diemůt und von sibenleie schoͤni der minnenden | |
| <KAP><N>IV</N>. Der wunderlichen minne #.[craft ist manigvaltig#.]; wie die sele sinket. Von vier hande diemůt. Von sibenleie schoͤni der minnenden sele</KAP> | |
| der sele min, dir sint alle tugende undertan. Aber die sinkende diemuͤtekeit, die nit ist undersnitten mit hohem můte in der | |
| in der umbehalsunge der heligen drivaltekeit, so beginnet si ze sinkende und ze kůlende, als die sunne von der hochsten stat | |
| als die sunne von der hochsten stat hernider gat und sinket untz in die naht. Weis got, also wirt es an | |
| der sele und oͮch am libe vollebraht. Die minnenriche sele sinket harnider in dem zuge der ungruntlichen diemuͤtekeit und wichet ie | |
| uf das si gotte vil lobes moͤge gewinnen. Der licham sinket oͮch vil sere, wenne er sinem viande dienet und verswiget | |
| und sine vrúnde got ze eren vermidet. $t Die sele sinket noch fúrbas, wan si merer maht hat denne der licham. | |
| fúrbas, wan si merer maht hat denne der licham. Si sinket mit grossem vlisse in die nidersten stat, die got in | |
| O, wie getar ich dise stat den nemmen, die der sinkenden diemuͤtekeit nit erkennent. Dú erste demuͤtekeit lit uswendig an den | |
| Die vierde diemuͤtekeit wonet in der sele; das ist die sinkende diemuͤtekeit, die also manig suͤsses wunder an der minnerichen sele | |
| wile si gespannen ist ze irme lichamen, und har nider gesunken ist in das tieffeste, das si vinden mag, so ist | |
| bevangen ist, die mag sich nit enthalten, si můs ie sinken von allem irdenschem troste und von der wollust in dem | |
| bedarf man wol senfter spise. Die ufstigende gerunge und die sinkende diemuͤtekeit und <FOLIO>(147#’v)</FOLIO> die vliessende minne, dise drie juncfroͮwen $t | |
| úns, das únser heligú gerunge niemer muͤsse gerůwen und únser sinkendú diemuͤtekeit sich niemer muͤsse ufgerihten mit dem homůte, $t und | |
| entbunden! $t Wolten wir dike gedenken an die stunden, so sunke aller únser homůt $t ze grunde, als er úns denne | |
| er wil sich noch mit vroͤden zů dir keren. Eya sinkendú minne, du lidest mange suͤsse not; din ellende das ist | |
| der sanfte tuonder swaere,/ diu mit vröiden in mîn herze sanc,/ Dâ von mir ein wunne entspranc,/ diu vor liebe alsam | |
| so het er zwene genge, einen hin uf betwungenlichen, unde sinket doch naturlichen, daʒ er drætecliche $t stiget. so er danne | |
| ieglich rich/ und herschaft, die gemeines gut nicht schirmet,/ und sinkt in ungelückes tich,/ wo sie nicht recht und ware güte | |
| in laster wirt gesat./ sin wirde bleichet und vergat/ und sinkt in ungelückes tich./ die tugent ist der hochsten salden amme,/ | |
| in vornam,/ der vor begriffene gedanc/ abir in sîn herze sanc/ tîfir unde tîfir î,/ sô daz er mit in beidin | |
| zu des tôdis val/ und den sic menlîch irwarb;/ dô sank er niddir unde starb./ Darnâch dô sîne knabin/ in hatten | |
| ist topelspil,/ unt daz ein man von tjoste viel./ ez sinket halt ein mers kiel./ lât mich nimmer niht gestrîten,/ daz | |
| ze lobe/ hôhe dînn genôzen obe:/ dîn stîgnder prîs nu sinket,/ dîn snelliu wirde hinket,/ dîn hôhez lop sich neiget,/ dîn | |
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