Belegarchiv/Konkordanz
Die hier aus dem elektronischen Belegarchiv ausgegebenen Stellen bilden den durch halbautomatische Lemmatisierung von digitalisierten Volltexten gewonnenen Kern einer umfassenderen Beleggrundlage, die für die Ausarbeitung des Mittelhochdeutschen Wörterbuchs verwendet wird. Bei der Benutzung des elektronischen Belegarchivs ist stets zu beachten, dass es Stellen enthalten kann, die anderen Stichwörtern zuzuordnen sind.
sige stM. (238 Belege) Lexer BMZ Findeb.
| Persen schar/ die mangen stolzen helt verlurn./ die Mâzen werden sic erkurn,/ biz Timôdes zetrante ir kraft/ mit der grôzen ritterschaft/ | |
| ûz erwelt/ daz sie wurden sigelôs/ und unser her den sic erkôs./ Dô wart an der selben stunt/ Dârîus sô sêre | |
| vlühte gâch,/ dô jaget Alexander nâch,/ sîn werdiu hant den sic erstreit./ swer dô sîne sicherheit/ durch prîs versprach und sî | |
| her von Persîâ./ dô Alexanders manheit/ mit sîner kraft den sic erstreit,/ er hiez daz werlôse her/ vâhen durch die unwer/ | |
| und gevangen wart./ //Dô unser degen wol geborn/ hâte werden sic erkorn,/ die sîne gâhten überz velt/ in der vrouwen gezelt/ | |
| phlegn./ in dem strîte was gelegn,/ sô unser her den sic gewan,/ z orse zehen tûsent man,/ hundert tûsent sarjande,/ die | |
| her,/ und hiez sie niemer dannen komn/ ê sie hæten sic genomn/ und die stat betwunge ir hant./ in Arâbje daz | |
| wider/ und sol got ze helfer hân,/ sô wirt er siges niht erlân."/ //Jôsaphât der guote sprach:/ "sît weinen, klage und | |
| gelît,/ sô gît dir got durch dînen strît/ nâch dem sige ze lône/ ze himelrîche krône."/ mit sus getâner lêre/ wart | |
| daz ersiht Jôsaphât,/ daz er sigelôs gestât/ und unsern meistern siges giht/ und sîn geloube wirt enwiht,/ der in nû ist | |
| ich ûf mîn êre niht,/ ob man iu niht des siges giht."/ //Dô sprach aber Jôsaphât:/ "vater mîn, dîn zunge hât/ | |
| und lebent unmenschlîcher,/ danne die Kaldêjen leben,/ die sich hie siges hânt begeben./ sie wænent hôhe witze hân,/ der ist ir | |
| an:/ sie dûhten sich dâ sigelôs,/ ir strît des kamphes sic verkôs,/ sie muosten alle dô gedagen,/ sie kunden im niht | |
| phlegen./ er sprach: "ir tôren, jehent ir/ oder niht des siges mir?"/ sie geswigen vor im dâ./ dô jach im diu | |
| vor im dâ./ dô jach im diu volge sâ/ des siges an der selben zît./ gelâzen wart der Kriechen strît./ //Nachor | |
| Kriechen strît./ //Nachor zuo dem künege sprach,/ dô man des siges im verjach:/ "nû sich, wie die kemphen dîn/ gên mîner | |
| unkunstlîch verzagen,/ daz sie dulten ê dâ vor,/ dô den sic erwarp Nachor./ des küneges herzen was erkorn/ von leide ein | |
| in hæte getân,/ dô gar an in was gelân/ ir sic, ir sælde, ir êre,/ und er mit sîner lêre/ beleip | |
| kristen habe hingeleit,/ und wie dû trüegest schône/ des hœsten siges krône./ durch daz bin ich her zuo dir komen,/ ob | |
| bin ich her zuo dir komen,/ ob dû hâst werden sic genomen,/ daz dû den goten sîst bereit/ durch ir vil | |
| im der unguote/ mit smeichendem muote:/ durch smeichen er im siges jach./ in sînem muote er sich versach,/ daz im diu | |
| kriuze tet,/ wie er sie danne überwant/ und sie mit sige tet geschant./ //Dô sprach aber Thêodas,/ der des zoubers meister | |
| wir gar unser arbeit/ gên im von Kriste verlurn./ unsern sic wir gar verkurn:/ als er des kriuzes zeichen ie/ vor | |
| irslagen doch/ zwenzig und hundirt tusint man/ da den werden sig gewan,/ als ez Got wolte fuͤgin im,/ das geslehte von | |
| genas/ der da mit Amone was./ __ Do Jepte den sig genam/ und von dem strite widir kam,/ er hate, als | |
| Nach suͤzer geselleschaft/ Sendes sur mit jamers kraft,/ Enschumphierter vroͮden sic,/ Roter oͮgen wanlich blic,/ Da werdú wip und mænic man/ | |
| bi./ Nů zu zin! si sint sigelos.’/ Die Brabande der sic verkos./ Do rief Jofrit der wise man/ Den sinen an$~sich | |
| dâ wart der rîcher kuninc entsazt,/ Alexander vaht ime den sige ane/ und fûrte di crônen mit ime dane./ //Dô er | |
| wider sînen fursten drîn,/ di er sante dar în./ des siges, des er dâr nam,/ wêre er ein wol bedâht man,/ | |
| vil kûme.’/ //Dô der wîse Alexander/ an den elefanden/ den sige mit listen gwan,/ des frowete sih der stolze man./ ouh | |
| tôt nider./ dâ viel man ubir man./ Alexander doh den sige nam/ ubir di grimmigen diet./ si ne gereten neheines friden | |
| lîde ich dînen zorn./ sol der an mir gewinnen wernden sik,/ daz tuot mîn leben alsô verswachen,/ daz ich vil lieber | |
| tac mich leider hât betaget/ so selten nâch der êren sige, daz ich niht vreude mac verjehen./ Vil sælic man, der | |
| ist stæte bî?/ Nu sî eht stæte: ich wil mit sige oder âne sig belîben./ mir mac mîn guot gedinge noch | |
| Nu sî eht stæte: ich wil mit sige oder âne sig belîben./ mir mac mîn guot gedinge noch die sorge wol | |
| tîwere in die werelt, nu ſetze oͮch ein herzeichen dineſ ſigeſ in der helle.’ Sa ze der wîle gab der ſtarche | |
| ich mich der mær verzige./ nu hat min froude den sige/ an minem hercen leide erstriten./ der sælden han ich chume | |
| einwig rungi/ mit demo giboti vur mankunni,/ ob er den sigi irwurbi,/ daz der mennischi nimmir irsturbi./ wanti der unsir chempho | |
| in dem tode nament sú daz leben und einen froͤlichen sig, also man sú vor gefragete und verurteilte und verduͤmete. Dis | |
| dise herren und vertribent si, und der mensche hat den sig behalten. Und der si einest alsus adellichen úber wúnde, si | |
| ez minne mit im an,/ biz doch der trôst den sige gewan/ und er den zwîvel gar vertreip/ und Riwalîn gewis | |
| wie sich ir sorge zerlie,/ wie si von dannen kâmen,/ sige an ir vînden nâmen:/ //Tristan dô der von lande schiet,/ | |
| mer,/ biz daz er zÎrlande kam/ und an dem lande sige genam/ und si mit strîte des betwanc,/ daz sin ze | |
| lîhte baz geschiht,/ dan man uns habe ûf geleit?/ unser sige und unser sælekeit/ diun stât an keiner ritterschaft/ wan an | |
| unde clage, als ich iu sage:/ der sælde an sîner sige lac,/ den was ein sæleclîcher tac/ und michel vröude erstanden:/ | |
| umbe gân,/ biz doch diu süeze wîpheit/ an dem zorne sige gestreit,/ sô daz der tôtvînt genas/ und Môrolt ungerochen was./ | |
| ze jungest dar an kam,/ daz minne an ir den sige genam,/ sô daz sim alse dicke/ ir gebærde, ir rede, | |
| mir,/ daʒ ich dem wunderschœnen man/ mîns lîbes und des siges gan./ daʒ wert mir nâtûre./ mîns herzen nâchgebûre/ dem gan | |
| ‘vil wol’ sprach der sælige:/ ‘ich hân erworben iuch mit sige/ und wil iuch imer liep hân./ ir sult triuwe an | |
| vehte./ mit mîner wârheit ich verpflige,/ ob ich verliuse den sige,/ sô lâʒ ich mîne vrowen vrî./ ob aber ich sô | |
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