Belegarchiv/Konkordanz
Die hier aus dem elektronischen Belegarchiv ausgegebenen Stellen bilden den durch halbautomatische Lemmatisierung von digitalisierten Volltexten gewonnenen Kern einer umfassenderen Beleggrundlage, die für die Ausarbeitung des Mittelhochdeutschen Wörterbuchs verwendet wird. Bei der Benutzung des elektronischen Belegarchivs ist stets zu beachten, dass es Stellen enthalten kann, die anderen Stichwörtern zuzuordnen sind.
sîde F. (88 Belege) Lexer BMZ Findeb.
| pot dû pist menschleicher vernunft! dû zaigst uns golt und seiden, lieht prehend stern auz weizen krausen wolken und lônest uns | |
| spricht, daz wirt gern in dem land Assyria, daz spinnet seiden, reht in der weis als diu spinn auz ir selber | |
| als diu spinn auz ir selber spinnet, und auz den seiden macht man seidein gepend und seidein gewant, daz allermaist zimt | |
| man gibt in auch lactukenkraut ze ezzen, iedoch wirt diu seid niht sô guot, als wenn si maulperpleter ezzent. die süezen | |
| Sich vil wol nach siner ger/ In purpur und in siden,/ Mit nichte er vermiden/ Wolde wirtschaft alle zil,/ Lust gab | |
| den got im/ [23#’r#’a] Richlichen mit gesmide;/ Golt, silber, pfellel, side/ Cleidet er an daz bilde./ Ez ist vormalis wilde/ Gewest | |
| man wol dâ mit næt,/ dar zuo lind sam di sîden./ wer möht daz vermîden:/ swer dich mit ougen hât gesehen,/ | |
| man dâ mit wol næt,/ dar zuo weich sam di sîden./ wer mac daz vermîden:/ swer dich mit ougen hât gesehen,/ | |
| daz golt an viel;/ etlîchiu was dâ sô kluoc,/ die sîden, borten schouten genuoc,/ sümlîch gürtel, rîsen,/ dar în wolden si | |
| diu sint von mînen schulden klâr;/ dîn hâr als die sîden var/ des hiez ich hüeten ze aller stunt./ ô wê | |
| juncfrou was klâr,/ ir wengel rôsenvar,/ ir hâr als die sîden lieht,/ ich wæn, ez nimmer mêr geschiht./ also jæmerlîch gie | |
| er ist dir nû vil fremde/ dem dû ê die sîden in daz hemde/ mûse in manigen enden witten./ nû schowe | |
| Gelesen vn2de geriddiret,/ Gebleichet vn2de gebliche1n,/ Ermel gestriche1n,/ Mit der siden ane genat;/ Dar vber eine phelline wat,/ Mit dem golde | |
| Mit den brune1n ecken/ Howen, schrote1n, snide1n/ Den wapenroc vo1n side1n/ Vn2de den halsberc dar vnde./ Patroclo wart ein wu1nde/ In | |
| mein chleider/ Mit porten ziern leider,/ Mit silber und mit seiden./ Wie ofte muest man leiden/ Durch mein chleider arbeit/ E | |
| sehe;/ Des mocht der tiefel lachen,/ Ich hies es mit seiden machen;/ Man muest mir ziern dy selben wat/ ........./ Do | |
| tiuwere polster wâren,/ bedecket mit tuochen clâren,/ geworcht ûz edelin sîden./ her Tristan nicht erlîden/ diz sitzen mochte lange,/ im was | |
| wil,/ Der muß understunden vil/ Ungevertes leyden./ Wer auff waichen seiden/ Sich will strecken zu aller stund,/ Der wirt faul als | |
| daz gnuoge worhten under in/ swaz iemen würken solde/ von sîden und von golde./ genuoge worhten an der rame:/ der werc | |
| geleit,/ daz müeze wir allez lîden./ von golde und von sîden/ würken wir die besten wât/ die iemen in der werlte | |
| worhten,/ sô si baz nedorften,/ ez wart wol bevangen/ mit sîden umbehangen,/ baidiu golt unde wât/ unt ander maniger slahte rât,/ | |
| maget vant/ geflozzen zainer wîden./ jâ chan si wol mit sîden/ wurchen swaz ir gevallet:/ an swelhen borten man si stellet,/ | |
| golt noch edel gestein/ noch deheiner slahte gesmîde,/ phelle noch sîde,/ chetene noch strangen./ sine was an nihte gehangen,/ von ir | |
| an die sunnen/ Ulmec stok aus hanf gespunnen,/ Dem ritter seiden und das golt,/ Ettleichem mann seinen solt./ Yedoch so tüt | |
| menschlich wart $s dîn bilde zart,/ dô war sich under sîden flahs./ uns flôz darheim $s dîn honges seim,/ wan der | |
| /Ein ritter der niht wæte habe von golde noch von sîden,/ der sol ûz triuwen unde ûz manheit cleider an sich | |
| von hermîne blanc gesniten,/ und was sîn covertiur gebriten/ von sîden swarz alsam ein kol./ mit zobel was verdecket wol/ sîn | |
| ab ir wangen und daʒ vel./ ir hâr alsam ein sîde gel/ ûʒ der swarten si dô brach./ si rief mit | |
| die juncfrouwen stæte./ vil seckel wol genæte/ mit ûʒ erwelter sîden,/ die funden ouch die blîden/ des mâles in dem krâme./ | |
| <der> êren widergelt./ manec keiserlich gezelt/ von purpur und von sîden gleiz./ herberge wart ze Nantheiz/ enphangen hêrlîch <unde> wol,/ diu | |
| <der> fuorte ein wâpencleit/ ûz frischem purpur wol gesniten./ von sîden guot was ez gebriten/ nâch hôher wirde ruome./ gel sam | |
| ouch in der rotte quam,/ des wâpencleider wünnesam/ von glanzer sîden glizzen./ er hæte sich geflizzen/ ûf eine ritterlîche tjost./ gebriten | |
| ein rîcher künec tuot./ er fuorte wâpencleider guot/ von glanzer sîden reine,/ darûz golt und gesteine/ der heide engegen spilte./ er | |
| lûhte spæher dinge!/ dâ glizzen liehte ringe/ und <manec> edel sîde drobe;/ die schar nâch hôher wirde lobe/ zesamne sich dâ | |
| drungen/ zesamen ûf <den> orsen frevel,/ als under warf der sîden wevel/ sich wirret von den kammen./ dô sprungen fiures flammen/ | |
| turnierens phlac,/ als ob ez wære ein herter strît./ golt sîde <silber> und samît/ erlûhte wünniclichen dâ./ rôt unde gel, grüen | |
| egeslicher smac/ den niemen kunde erlîden./ ir rîchez cleit von sîden/ vil übel wart gehandelt:/ ez wart aldâ verwandelt/ in ein | |
| ein burc, die heiʒet ſereʒ. Da vindet man die allerbeſte ſide. Da bi iſt ein walt, heiʒet irchana. Da inne ſint | |
| got in unserm wachse/ und flacht sin golt mit unser siden flachse./ hart zu der sülen achse/ er ließ sich spannen | |
| hat entzunt./ ach got, wer ich uf diner brust ein side,/ in dinen soum gesprenget sam ein kride,/ dins armes ein | |
| keiner wis geliden,/ das sich der edel kleit in tugent siden./ was früchte wechst uß widen,/ die bittern manchen süßen munt./ | |
| juncfrouwe: $s »nu merket, waz ich sage./ ich hân selbe sîden; $s nu scaffet, daz man trage/ gesteine uns ûf den | |
| die zuo sölhem werke $s heten grœzlîchen sin./ Die arâbîschen sîden, $s wîz alsô der snê/ unt von Zazamanc der guoten, | |
| liuten, $s swaz man der gewan,/ die dahten si mit sîden, $s sô si si solden tragen./ nu hœret michel wunder | |
| dem lande $s und ouch von Lybîân/ die aller besten sîden $s die ie mêr gewan/ deheines küneges künne, $s der | |
| $s umb elliu küniges lant./ jâ truoc si ob den sîden $s vil manigen goldes zein./ ir minneclîchiu varwe $s dar | |
| ir wæte: $s der hete si genuoc./ von Azagouc der sîden $s einen wâfenroc si truoc,/ edel unde rîche; $s ab | |
| »lâzet mich erfüllen $s zweinzec leitschrîn/ von golde unt von sîden, $s daz geben sol mîn hant,/ sô wir komen übere | |
| fürbüege sach $s man die mœre tragen/ von den besten sîden, $s dâ von iu iemen kunde gesagen./ Sehs unt ahzec | |
| gezieret $s manic arm unt hant/ mit bougen ob den sîden, $s die si dâ solden tragen./ iu %..enkunde diz vlîzen | |
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