Belegarchiv/Konkordanz
Die hier aus dem elektronischen Belegarchiv ausgegebenen Stellen bilden den durch halbautomatische Lemmatisierung von digitalisierten Volltexten gewonnenen Kern einer umfassenderen Beleggrundlage, die für die Ausarbeitung des Mittelhochdeutschen Wörterbuchs verwendet wird. Bei der Benutzung des elektronischen Belegarchivs ist stets zu beachten, dass es Stellen enthalten kann, die anderen Stichwörtern zuzuordnen sind.
sêre Adv. (78 Belege) Lexer BMZ Findeb.
| zinnen./ Alexander trûch in ubelen danc:/ mit sturme er si sêre dwanc./ und di dar inne wâren,/ daz sagih û zwâren,/ | |
| auer die menneſſcen ſundent, ſo werdent die goͮten hoͮtære ſo ſere geleidiget, daz ez nehein zunge errecchen mac. Dannan liſt man | |
| bischolf leit./ er sprach: “iuwer wîsheit/ diu müet mich sô sêre./ nuo sagt mir aber mêre,/ wie breit der himel müge | |
| ophert ein vingerlîn/ guldîn ode silberîn./ si gâhten dar sô sêre/ als ob si alle ir êre/ dâ mit solten lœsen./ | |
| was zallen zîten bî/ manger edeln vrouwen bote/ die in sêre bâten bî gote,/ daz er zu ir kirchen quæme,/ daz | |
| swaz venster in den sal gienc,/ die beslôz er harte sêre/ und lie dâ niemen mêre/ wan sîn knappen inne sîn./ | |
| des ensach er ouch niht mere./ dô erschract er alsô sêre/ daz er vil nâch was gevallen./ er besach den sal | |
| sehe:/ sô vrist ich dannoch mîn êre./ mich müet harte sêre,/ daz ez ritter unde vrouwen/ und ouch knehte süln schouwen,/ | |
| swach/ sô er daz gemælde niht ensach,/ er enschract alsô sêre/ und sprach doch durch sîn êre,/ er sæh ez wol, | |
| drin schouwen/ diu künegîn mit ir vrouwen./ die erschracten vil sêre/ sam die ritter ode mêre,/ daz siz niht mohten gesehen,/ | |
| aber zu dem phaffen quam,/ dô bat er in vil sêre/ durch des grôzen gotes êre/ und durch die kristen triuwe,/ | |
| tage./ daz wær ein heilic wârsage,/ des geloubten si vil sêre./ sô beleip er daâniht mêre./ //Hôrt er von einer stat | |
| phaffe wære;/ von gotes lêre/ würde nie dehein man sô sêre/ mit dem heiligen geist bevangen./ geriten und gegangen/ kômen diu | |
| die stat und daz vil grôze guot,/ dô trôste in sêre sîn muot,/ er würde sîner swær entladen./ nu kom er | |
| nû verstên ich dirre sprâche niht,/ daz müet mich harte sêre.”/ “wolt ir nuo immer mêre/ reht in herren wîse leben,/ | |
| dô sprach der bischolf: “deiswâr.”/ dô erschrac der wirt vil sêre./ “iuwer enwirt hie niht mêre/ sô wol gephlegen,” sprach er,/ | |
| swi ich der buoche niht enkan./ der gebôt mir vil sêre/ an lîp und an êre,/ ich solt in disen drin | |
| an wât/ schuof er sich als ein koufman./ er gâhte sêre unz er gewan/ des er bedorfte zuo der vart./ diu | |
| übel verborn./ sich gebezzert alle sîn tât./ er vleiz sich sêre an rehtem rât;/ dô half sîn rât deste baz./ dô | |
| swie schone ein boͤse wip sî,/ er choufet ir schone sere,/ der ir groze unere/ beidiu wizen und liden sol./ doch | |
| mere bequam/ in die burc ubir al,/ manic romere/ wart irstrůbet sere,/ daz ir wenigen kindelin/ al uirloren solden sin./ na des | |
| "ich ne weiz, waz daz meinet,/ daz daz livt so sere claget vnde weinet./ ich ne mac dit mort niet getůn./ | |
| æwarte;/ den herren refste er harte/ vn̄ strafte in harte ser;/ er sprach: ,dv solt niemer/ ze vnserm opfer gan./ wir | |
| Anna daz ervant,/ daz Joachim der ir man genant/ so sere was geleidigot,/ do ware ir lieber der tot./ daz uil | |
| magt uzerwelt/ diu sich da so qualich quelt,/ also hertzenlich sere,/ und auch durch Aglyen ere,/ die er stæt bi im | |
| dem kuͤnge Melchinor;/ sin gevangen stůnt da vor/ dem babst ser gebunden./ der babst do ze stunden/ enpfie den kuͤnc nach | |
| zerren, brechen/ sah man si do die vinde./ die cristen ser pinde/ der risen kraft besunder,/ doch in des hurtes punder/ | |
| læge,/ des sage ich niht wan Ere./ maniger lait da sere/ von grozzen wunden der er pflac:/ in half clain wie | |
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