Belegarchiv/Konkordanz
Die hier aus dem elektronischen Belegarchiv ausgegebenen Stellen bilden den durch halbautomatische Lemmatisierung von digitalisierten Volltexten gewonnenen Kern einer umfassenderen Beleggrundlage, die für die Ausarbeitung des Mittelhochdeutschen Wörterbuchs verwendet wird. Bei der Benutzung des elektronischen Belegarchivs ist stets zu beachten, dass es Stellen enthalten kann, die anderen Stichwörtern zuzuordnen sind.
sêrde stF. (19 Belege) Lexer BMZ Findeb.
| siner pforten plan/ Gelegen steteclichen./ Gesuntheit im entwichen/ Was, von serde die er leit./ Lazarus, als man uns seit,/ Hiez der | |
| ane hel/ En uz nemen alzuhant;/ An im man nicht serde vant,/ Wand er ie sime Gote/ Geloubte. mit gebote/ Hiez | |
| gebote werde,/ Wand sie nicht hie die erde/ Hetten gesucht mit venjen/ Glich der grozen menjen,/ Siner sule zu eren/ Ir | |
| schaffen./ Munche, beteler, pfaffen/ Sullen in iren sitten/ Got vlizlich vor en bitten./ Tut ir sin nicht, wizzit daz:/ Ir verdienet | |
| hi inne stent beschreben,/ #s+Uf den werde getriben#s-/ #s+Der plage serde di dort#s-/ #s+Hie inne si#s- und ouch vort;/ #s+So#s- werde | |
| weichet den buch unde brenget ouch der wibe suche unde serde, di dar komen ist: di heilet si. Swer so nimt | |
| milch inne verbacken unde verhart ist, weichet unde vertribet di serden. Der minze saf mit honege gemenget unde warm in das | |
| wibes milch gemengit unde in die oren getan, vertribet di serde der oren. Der selbe saf mit wasser gemenget unde getrunken, | |
| fuchtekeit, di den ougen schadet. Das selbe hilfet des magen serde. Das selbe hilfet in veteratam ptysim, das ist di veraldente | |
| olei getempert unde das in di oren gegossen, vertribet di serde. In dem selben saffe wolle genetzet unde in di nase | |
| selbe saf gewermet unde in di oren gegossen vertribet alle serde. Daz saf mit warmem wasser genutzet stillet di růre. Daz | |
| bestrichen. Daz selbe in di oren getan vertribet danne alle serde. Daz selbe getrunken sterbit unde vertribet di spulwurme unde allerhand | |
| ein dyagridii. Daz růret senfte [35v] unde wol unde ane seirde dez bůchez. // Liquiritia heizet laqricia unde ist heizer nature | |
| arbeiten harnet, und hilfet wider das buches curren und swaz serde in dem inedre ist, daz heilet der same also genutcet. | |
| gotisknecht,/ zu einre zît ein sûche traf,/ dî mit irre sêrde craf/ im vortilgete her und dar/ ûf dem houbte al | |
| sprichit: ‘vere languores nostros etc.’ ‘werliche her sal tragin unse serde’. dar umme ist her cumen uf daz ertriche daz her | |
| in der rite./ vil ungemaches quam da mite,/ daz mit serde uf in trat./ sin lib wart vul unde vrat,/ aller | |
| er sus wart betoubet;/ im was noch sin houbet/ vor serde harte reine,/ niwan daz alleine,/ als vil er druz geweinte./ | |
| hende/ wurden ledic unde vri./ doch was im noch di serde bi,/ so daz im ungelenke/ nach der ersten wenke/ arme | |
| ich in dem dampfe/ Wol ein halbe stunde/ Ane aller serde wunde./ Do diz geschach des volkes diet,/ Daz mich daz | |
| in dranc/ Und an daz herze clopfte,/ Daz er mit serde in stopfte./ Alle sines lebens zil/ [137#’v#’a] Hete er mit |