Belegarchiv/Konkordanz
Die hier aus dem elektronischen Belegarchiv ausgegebenen Stellen bilden den durch halbautomatische Lemmatisierung von digitalisierten Volltexten gewonnenen Kern einer umfassenderen Beleggrundlage, die für die Ausarbeitung des Mittelhochdeutschen Wörterbuchs verwendet wird. Bei der Benutzung des elektronischen Belegarchivs ist stets zu beachten, dass es Stellen enthalten kann, die anderen Stichwörtern zuzuordnen sind.
sêr Adj. (969 Belege) Lexer BMZ Findeb.
| mit dem herren von der Hohen Muren, und wurden fast sere erfert. Sie wústen wol, kem Claudas wiedder in das lant, | |
| zuhant zu dem thorn und gebarten als ob sie Pharien sere haßseten. Die des thornes huten die getruweten yn wol und | |
| keyn gnad. Sie sprachen das Claudas schalckecht were; sie forchten sere das ern fing oder erslúg. ‘Des enwene ich nicht’, sprach | |
| luten bekanten yn wol by synen wapen und waren sin sere fro, und erten yne sere all die besten. So lang | |
| synen wapen und waren sin sere fro, und erten yne sere all die besten. So lang reyt er das er kam | |
| swert darzu gegeben han, umb das sie wonden das ir serer gewunt werent dann ir warent.’ ‘Wer was dann der groß | |
| den toden. Des wolt er nit thun und trauwt im serer dann er zu dem ersten dete, und schwur das ers | |
| hant vielen, biß an den dumen. Da wart er vil serer erfert dann er da vor was. Er ging zu synem | |
| bat sie das sie im sagte das yn ir frau serer hassete dann dheinen menschen der nu lebete. ‘Und saget im’, | |
| yn mit großem zorn und slug yn da er yn allerserest truwet zu qwetschen, er bracht yn in kurczer wil darzu | |
| houbte. Di wermat ist gut wider den iuckenden, der von serer hut kumet, ob man si sudet unde sich damite behet. | |
| das gessen verstophet an der růre den buch unde noch serer, ob linsen da mit gesoten sint. Ich wil uch wissen | |
| uf: is hilfet. Ir sult wissen, das di grosser wegebrete serer trockent di wunden unde allerhand dinc, den di minner. // | |
| gesoten unde da mit gebehet, swer den iuckenden hat oder ser ist: iz hilfet in. Di wurzeln gesoten in wine vertribet | |
| das ore gelasen, vertribet den orswern. Mit minze saffe di serde zunge bestrichen, vertribet das ser. Di minze gestosen unde uf | |
| genutzet, ist gůt vor daz kichen. Tosten saf in dem seren munde gehalden, daz machet in heil. Der saf mit milch | |
| gestrichen, vertribet iz. Di zwibolle mit brote gessen heilet den seren munt. Zwibolle mit olei gesoten unde gessen vertribet daz grimmen | |
| dingen gůt si: den darmen, den siten, der lebern, der seren brust, der sichen lunge. Daz crůt gestossen mit aldem smere | |
| ungemach unde daz saf in daz ore gegossen heilet, swaz seris dar inne schadet. Di rinde gebrant unde mit ezsige getempert | |
| iucken. Aloe mit wine unde mit honege gestossin hilfet den serin zungen unde dem swernde zanvleischz, ob manz mit bestrichet. Aloe | |
| mich dike und minne mich lange! Wande ie du mich serer minnest ie ich reiner wirde, ie du mich dikker minnest | |
| ertrich. <KAP><N>XXIV</N>. Wie got antwúrtet der sele</KAP> Das ich dich #.[sere minne#.], das han ich von miner nature, wan ich selbe | |
| geschehen,/ joch envant ich nie groͤsser herzeleit!/ Woͤltist du mich serer minnen,/ so keme ich sicher von hinnan,/ da ich dich | |
| in miner not/ ane allerleie verdrutz;/ des gere ich sicherliche/ serer denne des himmelriches.»</ZG>/ <ZG>«Liebú tube, nu hoͤre mich!/ Min goͤtlichú | |
| der reinen sele din,/ da ich in gebunden bin./ Dines seren herzen súfzen und biben/ hat min gerehtekeit von dir vertriben./ | |
| kúnegin,/ wie lange wiltu also ungedultig sin?/ Wenne ich dich allerserost wunden,/ so salben ich dich allerminneklichost in der selben stunde./ | |
| gevolget an Moyses lere, so weren wir nit verdampnet alsus sere.» Die cristan klagent noch mere, das si die grossen ere | |
| werrikeit und úber die sclehten wege der reinekeit, und noch serer twinget mich min guͤti denne den boͤsen menschen tůt sin | |
| si von der durvliessunge der lebendiger gotheit scheiden, si solten seror weinen denne ich, wan si úber mich sint komen und | |
| sele edelkeit. «Eya nein, lieber herre, hoͤhe mich nit so sere», sus sprach dú unwirdige sele, «es ist mir alze gůt | |
| der demůt gelichen; und oͮch ir fuͤsse werdent inen also ser, das si die lengi nit moͤgent vollegan. Aber das si | |
| An dem heren ostertage, do únser losunge #.[geoffenbaret wart also sere#.], das Jhesus_Christus also gewalteklich erstůnt und also erlich rumete sin | |
| ere, die mangen gelobeten menschen in geistlichem lebende #.[vervinsteret also sere#.], das er das lieht der bescheidenheit und das vúr der | |
| lidig lassen?» «Ja», sprach únser herre, «wúrde ich #.[getwungen also sere#.], so muͤste ich geben alles, das man woͤlte.» «Herre, eb | |
| solt danken und bitten</KAP> Herre himelscher vatter, ich danke dir [ser], das du mich geschaffen hast; herre Jhesu_Christe, ich danke dir, | |
| in die himmelporten mines ewigen landes.» Der túfel: «Du bist alzesere bezúnet.» Dú sele: «In dinen worten bekenne ich din valscheit, | |
| lobe und eren/ diner ellenden geburt, diner ellenden not,/ diner seren martir, dime heligen tode,/ diner erlichen urstendi, diner schoͤner himmelvart,/ | |
| er dar er scolta;/ als er denne uf springit,/ wie ser iz in denne riwit!/ //Ir bezeichint allo den man:/ ir | |
| und tuo, des ich si bite. sô vréut si sô s%/êre mich,/ daz mîn lîp vor wunnen muoz zergên./ /Sî gebiutet | |
| sprach./ Des bin ich an vröiden síech únd an herzen sêre wunt;/ und ir óugen klâr/ diu hânt mich beroubet gar/ | |
| gebrechen./ owê, daz iemen sol vür vuoge hân,/ Daz er sêre klage,/ daz er doch von hérz%\en niht meinet,/ alse einer | |
| /Owê, war umbe volg ich tumbem wâne,/ der mich sô sêre leitet in die nôt?/ ich schiet von ir gar aller | |
| vröiden rîch und an trûren kranc./ Nâch der mîn #s+gedánc#s- s%\êre #s+ránc#s- %\unde swanc,/ die vant ich ze tanze, dâ si | |
| vrouwen so liebez nie kunt./ Jâ hât si mich verwunt/ sêre in den tôt. ich verliuse die sinne./ genâde, ein #s+küniginne#s-, | |
| ich mîn ouge nider zer erde lân./ Mich triuget alze sêre ein vil minneclîcher wân,/ sît daz ich von ir niht | |
| ich si mîden sol?/ daz klage ich unde m%/üeg%\et mich sêre./ /Ez ist ein nît, den nieman kan/ verhéln vór den | |
| herze trage/ und si mich wolgemuoten sehent,/ Daz hazzet einer sêre,/ der ander gíht, mír sî vröide ein êre./ nun weiz | |
| wil ich es mêre?/ ich env%/ürhte unrehten spót níht ze sêre/ und kan wol lîden boesen haz./ solt ich es sô | |
| ich von minnen grôzer swaere hôrte jehen./ des engílte ich sêre, semmir got,/ sît ich die wârheit an mir selben hân | |
| wes/ ich vil meneger swaere niht enber,/ Die mir dicke sêre nâhen/ an dem herzen sint,/ daz ich #s+niemer#s- tác vr%/ô | |
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