Belegarchiv/Konkordanz
Die hier aus dem elektronischen Belegarchiv ausgegebenen Stellen bilden den durch halbautomatische Lemmatisierung von digitalisierten Volltexten gewonnenen Kern einer umfassenderen Beleggrundlage, die für die Ausarbeitung des Mittelhochdeutschen Wörterbuchs verwendet wird. Bei der Benutzung des elektronischen Belegarchivs ist stets zu beachten, dass es Stellen enthalten kann, die anderen Stichwörtern zuzuordnen sind.
senftmüetecheit stF. (32 Belege) Lexer Lexer-Nachtr. BMZ Findeb.
| dicke we geschiͤt;/ an wart din herze dicke wunt,/ din senftmuͤdcheit bleif al gesunt./ //Din bittere wunden waren vort ind r#;iue,/ | |
| in sitze./ si nement an godes heimlicheide/ gerecht urdel in senftmuͤdcheide./ ////Mins herzen vröude, vrowe reine,/ offenbar mim herzen erscheine!/ ler | |
| ungemuͤde./ //Din herz brach diͤ barmherzicheit,/ niͤt diͤ unverdoldicheit,/ din senftmuͤdcheit ind din verdolt/ hiͤlt al zit ganz dins herzen golt./ | |
| din verdolt/ hiͤlt al zit ganz dins herzen golt./ //Din senftmuͤdcheit liͤʒs du schinen/ in dines liͤven kindes pinen,/ dů du | |
| sin,/ si üvergeit ser diner eren schin./ ////Schöne muͤder vol senftmuͤdcheide,/ üver uns armen din guͤde breide,/ hilp uns, dat wir | |
| da niͤ niͤmen ungemach $’n gesach./ //Dar is er ind senftmuͤdcheit,/ dar is minn$’ ind mildicheit,/ dar is sadung an üveraʒ,/ | |
| dem himelrich. So gat si einen weg, das ist die senftmuͤtekeit. Die ist gekleidet mit dem vliessenden honge und gekroͤnet mit | |
| mine schult, so leittet si mich denne in die edel sanftmuͤtekeit, $t das ich zů allen gůten dingen můs wesen <FOLIO>(24#’r)</FOLIO> | |
| si habent in allen gaben, in dem anderen kore dú sanftmuͤtekeit, in dem dritten kore ist dú minnlicheit, $t in dem | |
| <ZG>Der zorn bringet in die sele grosse vinsternisse,/ dú heilige sanftmuͤtekeit hat alle gnade gewisse.</ZG>/ <ZG>Dú hochfart wil ie dú beste | |
| bi sinen heimlichosten genossen, da er ein lamp an der sanftmuͤtekeit und ein tube an den tugenden solte sin. So ist | |
| mir sehent, so muͤssent si von mir vliehen. Liebú vro senftmuͤtekeit, sitzent hie bi mir under min cleit, so blibet mir | |
| «Vroͮ diemuͤtekeit, was koͤnnent ir dienen mit úwer swester, der senftmuͤtekeit?» $t «Ich lere mine vrowen, die kúneginne, das si mines | |
| gabe von herzen minne. So mag si růwen in heliger s#;eanftmuͤtekeit, so vertribet si mit vroͤden alles ir herzeleit.» «Vroͮ miltekeit, | |
| mensche sime nebincristin gunne alse ume selbir. daz dritte ist senftmudikeit, daz ist daz ein mensche sich also zu den ludin | |
| ist guitwillikeit, daz ist mildekeit des gudis. daz achte ist senftmudikeit. di nunde ist truwe oder glaube. di zende ist mezikeit | |
| daz riche der himmele, daz ist ein begin vollincumener wisheit. senftmudikeit ist ein ruwe von vihelichen begerungen noch Godis willin: di | |
| ſi an einem ymno von den bihtigaren. Div erſte heiʒʒet ſenftmvͤticheit. Daʒ iſt ſenfticheit, daʒ der menſch niemen betrvͤb von ſinen | |
| wandel ist so gar ein luter spiegel aller zuht und senftmuͤtkeit! O du lútseliger anblik aller heiligen, wie reht selig der | |
| aller unlidekeit, gip mir vestikeit gegen allen boͤsen geisten und senftmuͤtkeit gegen allen ungestuͤmen menschen. Milter herre, gip mir dinen bittern | |
| nit uf tůn ze redenne, da si denn bi rehtú senftmuͤtikeit, ordenlichú bescheidenheit, also daz da nút werd geredet, denn ein | |
| kindeli in kunt: da wirt der wúlfin mensch verkeret in senftmuͤtikeit und der zornig in stillheit und der grimme in ein | |
| grunt aller úwer selikeit. Hier us get denne ein stillú senftmuͤtikeit, nút allein gen den prelaten, oͮch gegen den minnesten kuchischwestran; | |
| r#;vates bi im hab der goͤtlichen stat, daz ist: rehtú senftmuͤtikeit, ordenliche bescheidenheit einer baren notdurft, eintweder got zů lob oder | |
| unser herre alzůmole und sunderlichen minnet, daz ist unschult und senftmuͤtikeit. Die luterkeit, die unschult die mahte volgen dem lambe noch | |
| du ein flissig ansehen daran habest und sehest an sine sanftmuͤtikeit und demuͤtikeit und an sine tieffe fúrin minne, die er | |
| und vernútet in andere hertze, sunder als uz minne und senftmuͤtekeit, und daz der mensche blibe bi ime selber in demuͤtekeit | |
| berihten mit sime liehte die natúrlichen tugende, sú sint demuͤtikeit, senftmuͤtekeit, miltekeit, barmhertzikeit, stillekeit, und diser glich das natúrliche tugende sint, | |
| oder ouch von dem viende; dis sol man fúrkummen mit senftmuͤtikeit. – Nu so wellent soliche lúte dis durchbrechen rechte mit | |
| Ein mensche stande under dem tache des goͤttelichen willen in senftmuͤtikeit, das ist ime hundert stunt besser danne gros bevinden in | |
| du als wol getretten werdest in dem lidende das du senftmuͤtkeit dinne lerst. ___Got wil haben einen armen menschen. La dich! | |
| in kam,/ Do bettetont sú mich allú an/ Und kertent insenftmůtekait/ Ir naturlich grimekait./ Sú buttent mir gross ere/ Und dienst |