Belegarchiv/Konkordanz
Die hier aus dem elektronischen Belegarchiv ausgegebenen Stellen bilden den durch halbautomatische Lemmatisierung von digitalisierten Volltexten gewonnenen Kern einer umfassenderen Beleggrundlage, die für die Ausarbeitung des Mittelhochdeutschen Wörterbuchs verwendet wird. Bei der Benutzung des elektronischen Belegarchivs ist stets zu beachten, dass es Stellen enthalten kann, die anderen Stichwörtern zuzuordnen sind.
selwen swV. (19 Belege) Lexer Lexer-Nachtr. BMZ Findeb.
| sorgen werden rât, sît der kalte winter hât/ bluomen vil geselwet in den ouwen?/ disiu leit darf ringe wegen,/ er sol | |
| sich nidert hie!/ dîn blûnde wirde velbet,/ dîn liehter prîs selbet,/ dîn kunic sunde hât begân,/ daz er hât dise hie | |
| dem walde $s wirt gevelwet,/ alsô balde $s trüebet unde selwet/ sich diu liebe frouwe mîn./ /Ir vil süeze $s werde | |
| diu sich vor dem walde $s ze balde $s kan selwen;/ trûren ûf der heide $s mit leide $s man üebet:/ | |
| $s schelten $s morgen./ / Winter ûf der heide bluomen selwet,/ der mit froste velwet/ anger unde walt;/ löuber ab der | |
| kalten rîfen/ sich manic bluome velwet,/ sus wart von im geselwet/ vil manic lebendeʒ bilde,/ daʒ tôt zuo dem gevilde/ vor | |
| jungesten brůdern</KAP> Owe crone der heligen cristanheit, wie sere bistu geselwet! Din edelsteine sint dir entvallen, wan du krenkest und schendest | |
| risel!/ Letz, arger winter sur und kalt!/ Swig, singender vogel! selb dich, walt!/ Heyde und brehender anger,/ Sit blumen niht mer | |
| gimme tür./ wer sich mit der bestrichet unde salbet,/ den selbet nimmer schanden für;/ ab hie der lib verwürmet und verfalbet,/ | |
| cleit mit vreuden er treit,/ den abstinencien hertekeit/ mit kestegunge selwet/ und in also virgelwet,/ daz der tugende uber guz/ verdrucket | |
| des himels lieht nû lange stât,/ daz ez sich niht geselwet hât./ sternen, mâne, sunnenglanz/ sint unverwandelt unde ganz./ diu erde | |
| er in sach, er erschrac./ im hâte manic übel tac/ geselwet sîne varwe gar:/ er was swarz, niht wîz gevar./ sîn | |
| himilbrot/ vierzig jar uf dirre vart/ und das dir nie geselwet wart/ uf der verte din gewant/ noh swechir din geschuͤhe | |
| so kalt/ sint, daz heide und owe velwent/ und ouch selwent $s tage clâr./ daz tuot bar $s uns fröiden manigvalt./ | |
| zît,/ die der winter bringet offenbar./ Anger, heide von im geselwet lît,/ des waldes hœhe grîse siht man gar./ Diu kleinen | |
| stên ich junger grâ./ //Swie daz nû die rîfen kalt/ selwent walt, heide und ouwe,/ doch so wil ich frô bestân./ | |
| gemüete/ hœhet für die sunnen hô./ //Kalte winde/ gar geswinde/ selwent heide./ grôzzer leide/ kumt uns mê:/ Winter nâhet/ unde gâhet/ | |
| verswunden,/ swie si senen mir gebôt./ //Winter wil uns aber selwen/ liehte bluomen ûf der heide breit./ Er wil ouch die | |
| iemer mer ze troste erkorn./ ir munt gewelwet, $s niht geselwet $s ist ir wengel unde kel./ ob ich jaehe, $s |