Belegarchiv/Konkordanz
Die hier aus dem elektronischen Belegarchiv ausgegebenen Stellen bilden den durch halbautomatische Lemmatisierung von digitalisierten Volltexten gewonnenen Kern einer umfassenderen Beleggrundlage, die für die Ausarbeitung des Mittelhochdeutschen Wörterbuchs verwendet wird. Bei der Benutzung des elektronischen Belegarchivs ist stets zu beachten, dass es Stellen enthalten kann, die anderen Stichwörtern zuzuordnen sind.
sëlpstâunge stF. (10 Belege) Findeb.
| __Ez ist zemerken, daz etlich niht enwesten die habung der selbstaunge zuo der personen. Doch verjehent si daz wol, daz in | |
| niht wan ein person. Unde doch so satzten si ein selbestaunge gotte[s] unde ein ander selbestandung des menschen, unde also so | |
| von dem, daz die persone nihtes niht zuoleit über die selbestaunge niht wan ein beterminierte naturen, daz ist die redelichen naturen, | |
| daz daz selbestande ding ist, daz da eigen ist der selbestaung, daz da offenbar ist übermitz Boecium in dem buoche «Von | |
| da her, daz man spreche, daz in Christo sin zwo selbstaunge oder zwene underwurf, oder daz die einung niht geschech in | |
| wortes. Ein ander wis, nach rede der personen oder der selbestaunge, zuo der daz behöret selbstande in etlicher nature. Unde nach | |
| nature bezeichent in dem ende der ufnemunge zuo der gotlichen selbestaung, nach dem unde si heizet ein mensche. Unde dar umbe | |
| gehabt ein eigen substantie, oder müeste daz sin, daz die selbestaung der sele zeniht worden were, die e waz. __Unde also | |
| Wan dirre name «mensche» mag undergesezzet werden für ein iekliche selbstaunge menschlicher naturen. Unde also mag er undergesetzet werden für die | |
| da volkomenest ist in aller der naturen, daz ist die selbestaung in der redelichen naturen. Sit denne daz allez daz, daz |