Belegarchiv/Konkordanz
Die hier aus dem elektronischen Belegarchiv ausgegebenen Stellen bilden den durch halbautomatische Lemmatisierung von digitalisierten Volltexten gewonnenen Kern einer umfassenderen Beleggrundlage, die für die Ausarbeitung des Mittelhochdeutschen Wörterbuchs verwendet wird. Bei der Benutzung des elektronischen Belegarchivs ist stets zu beachten, dass es Stellen enthalten kann, die anderen Stichwörtern zuzuordnen sind.
seite swmf (31 Belege) Lexer BMZ Findeb.
| harte vile/ Vn2de aller hande seite1n|spile./ Ouch kvnde ez die seite1n/ Fingern vnd bereite1n:/ Da was harte suzze gesanc,/ Schone lute | |
| ab und auff:/ Zu fleysse schnell was ir lauff./ Di saitten gaben iren clanck./ Tarsia mit der herphen sangk:/ Ir stym | |
| hende ſin/ ſolt du ſitʒen ane ʒil,/ da der himel ſeitenſpil/ in din ore clinget,/ und dir ʒe lobe ſinget/ der | |
| harpfend, als er wolte./ swenn er si lêren solte/ die seiten mit den henden/ berüeren unde wenden,/ sô leite er dar | |
| helig geist die liren des himelriches vingeret, das alle die seiten muͤssent clingen, die da gespannen sint in der minne. Da | |
| von herzen liep. Suͤsser wise hat der sang denne tusent seiten oder harpfen klang. <FOLIO>(70#’r)</FOLIO> $t Zwúschent sinem lichamen und der schoͤpfnisse | |
| dem ersten himele und si lireten ime mit den himmelschen seiten. Das was sin vegefúr, da mitte si in zů der | |
| zů mir. Du weist wol, wie du ruͤren kanst die seiten in der sele min; eya, des beginne alzehant, das du | |
| min suͤssekeit in der hoͤhi der ewigen wirdekeit, und mine seiten sont dir suͤsse klingen nach der trúwen koste diner langen | |
| ich vor beginnen und temperen in diner sele mine himelschen seiten, uf das du deste langer moͤgest gebeiten; wan hohe brúte | |
| minne und vollebraht ane súnde, das sint in himmelrich die seiten, die da klingent iemer ane ende us von der getrúwen | |
| stein./ küener videlære $s wart nie dehein./ dô im der seiten dœnen $s sô süezlîch erklanc,/ die stolzen ellenden $s sagtens | |
| die stolzen ellenden $s sagtens Volkêren danc./ Dô klungen sîne seiten, $s daz al daz hûs erdôz./ sîn ellen zuo der | |
| belangen«, $s sprach aber Wolfhart./ »ich entrihte iu sô die seiten, $s swenn%..e ir die widervart/ rîtet gein dem Rîne, $s | |
| niht vertragen.«/ Dô sprach der videlære: $s »swenne ir die seiten mîn/ verirret guoter dœne, $s der iuwer helmschîn/ der muoz | |
| bezien./ in den nageln er sich spien/ als eine gedente seite,/ sich sin herze beweite,/ wan im was wirs dan we./ | |
| kuͤnne singen/ oder daz im suͤze clingen/ sine wol gerihten seiten,/ die enduͤrfen hie niht beiten./ vart mit mir heim zu | |
| sînen willen gerne tuot,/ dem gît er vrœlîchen gedanc;/ der seiten wîse und süezer klanc/ sint in dem besten dône/ nâch | |
| dar nâh gwan,/ der lartin wol mûsicam/ und lartin di seiten zîhen,/ daz alle tône dar inne gîhen,/ rotten unde der | |
| túrren herzen werdent sú denn enphangen. Es enwart nie kein seiten so suͤze: der in richtet uf ein túrres schit, er | |
| der Ewigen Wisheit:#s- Nu hoͤre daz suͤz seitenspil der zertenneten seiten eines gotlidenden menschen, wie rilich es doͤnet und wie suͤzklich | |
| si gereiset, do spien er die zwen vedem úber die seiten in krúzwis und gab si dem brůder in die hand, | |
| tier ruhen loͤk/ daz warent sin roͤk,/ dar under ainen saiten/ gurt er und laiten/ umb den lip an blos hut./ | |
| minne grunt./ /Dáz ist enzweí./ heía nu heí!/ /Des vídelaeres seíte/ dér ist enzweí./ /Ich lobe ein wip, diu ist noch | |
| liebe springet,/ vór mír, $s nách mir, $s swie der seite erklinget,/ gestricket wol ze prise,/ ze blicken also lise./ wa | |
| swen ich gerne lere./ /Nu íst dem videlaére $s sin seíte zerbróchen;/ daz sélbe geschíht im $s álle die wóchen./ /Heia, | |
| leiche von Britûn./ sus nam er sînen plectrûn:/ nagel unde seiten zôher,/ dise niderer, jene hôher,/ rehte als er si wolte | |
| vinger wîze/ die giengen wol ze vlîze/ walgende in den seiten./ si begunden dœne breiten,/ daz der palas voller wart./ dân | |
| prîse./ in Lût noch in Thamîse/ gesluogen vrouwen hende nie/ seiten süezer danne hie/ la dûze Îsôt, la bêle./ si sang | |
| an der stete,/ daz was ir süeze singen,/ ir senftez seiten clingen,/ daz lûte und offenlîche/ durch der ôren künicrîche/ hin | |
| meister, den er gewan,/ der lêrtin wol mûsicam/ unt lêrtin seitin ziehen,/ daz alle thôni dar in giengen,/ roten unt ouch |