Belegarchiv/Konkordanz
Die hier aus dem elektronischen Belegarchiv ausgegebenen Stellen bilden den durch halbautomatische Lemmatisierung von digitalisierten Volltexten gewonnenen Kern einer umfassenderen Beleggrundlage, die für die Ausarbeitung des Mittelhochdeutschen Wörterbuchs verwendet wird. Bei der Benutzung des elektronischen Belegarchivs ist stets zu beachten, dass es Stellen enthalten kann, die anderen Stichwörtern zuzuordnen sind.
seil stN. (102 Belege) Lexer Lexer-Nachtr. BMZ Findeb.
| $s vil luzel si im erbarment,/ mit chetenen unde mit seilen, $s er bintet si algemeine./ er fuoret di mit grimme | |
| hende,/ machet uns die vuoze $s harte unsuoze./ mit viurvarwen seilen $s bindet man si beide./ man scenchet uns den win, | |
| vnzi morgin. Jngiſloffi1n ſi ſlaffen vn2de gurtet mit gurtilv1n oder ſaillin vn2de di mezzer ir zir ſitvn ir nit ſi habin | |
| im über al./ die fleischhacker kômen zehant/ und fuorten an seilen und an bant/ drîzic rinder oder mêr,/ dar zuo wârn | |
| geseit./ dar zuo rât ich iu zehant,/ ir vâht an seil und an bant/ iuwer vich gemeine,/ grôz unde kleine./ lât | |
| hât got geben daz heil.’/ dô hiez er eimer unde seil/ bringen dar vil sicherlîch./ sîn lîp was dô freudenrîch,/ daz | |
| schaffær durch sîn êre/ die frouwen gegen wald füeren/ an seilen und an snüeren./ im was der walt aller kunt./ mit | |
| daz her wart geteilt mit heil/ reht endriu an diu seil./ daz dritteil muost diu schef ziehen,/ des mohten si niht | |
| einer bulgen machen/ an den masboum mit sachen/ unde mit seilen lanc,/ diu dâ hêten mangen swanc./ swann der wint dar | |
| er hangen/ an dem masboum und der stangen,/ unz daz seil erfûlt gar./ daz sagt uns daz buoch für wâr,/ daz | |
| daz lieht dar în sînn ganc.’/ __Zehant wart bereitet dar/ seil und schaf, des nam man war,/ und lie den jungen | |
| jungen valken ab./ daz dûht in ein schœniu hab./ daz seil er dô ruorte,/ dann er ez vast fuorte;/ dô zôch | |
| umb ditz ungetriuwe mort/ muostû wærlîch hangen hie.’/ an ein seil man in dô vie/ unde hie in dâ vil schôn./ | |
| krût er ab nam./ dô hiezt ir im dicke/ legen seil und stricke,/ unz daz man den hirz vienc./ ich sag | |
| was./ dô hiez der keiser Fôcas/ gewinnen ein vil langez seil./ der burgære was ein michel teil,/ die daz mære heten | |
| die kamerære,/ daz sie in sancten in den grunt./ daz seil sie nâmen sâ zestunt/ und ander sîner holden,/ die ez | |
| hiez der liute ein michel teil/ balde gên an daz seil,/ daz man in ûz dem wazzer züge./ er wolde besehen, | |
| rint stuont im der bûch./ er zôch in an einem seile./ ‘ist ditz pfert veile?’/ ‘jâ herre’ sprach der gebûre./ ‘zewâre, | |
| in stân./ der fuorte ein gurren veile/ an einem grôzen seile:/ er bôt im drumbe drîzec marc./ dô zêch er uns, | |
| der helle man dich als ein schaf/ an des teufels seil denet,/ der dich do tribet und menet/ vor im als | |
| diner vreuden straze./ fur dich niht veile/ an des teufels seile:/ daz ist manslaht und main swûr,/ luge, untriwe unde hur./ | |
| grozen vrost/ er liden in diser wochen./ uns ist daz seil ze brochen/ und muzen ein anders koufen,/ west ich war | |
| loufen/ da ich ein anders funde veile./ mit einem alten seile/ sei wir versoumet sere./ wir bedorften dennoch mere/ kerwen, kratzen | |
| er genas./ nach grozem sinem heile/ lief si zu dem seile./ daz was wunderlich genuck,/ daz si den strick ab genuck/ | |
| wechselere._(15) Unde do her hatte gemachet alse eyne geisele von seilen, do treip her sy uz dem tempil alle dy schaf | |
| daz sie zu gebede bindent/ sich an gar langer stunden seil,/ des wirt die langer ir vrteil.’/ //Ewangelium an eyner gelobten | |
| verkauften nach gewinnes syde./ er fant da sitzen wessheler./ vz seilen eine geissheln her/ gemahte vnd fur den tempel dar/ warf | |
| $s daz nieht versmâhe,/ si neheizzen mannegelich fazzen an sîn seil $s sînes chornes daz finfte teil,/ trage iz zuo frôneme | |
| mit der knechte menteln beide./ die machete her zu eineme seile,/ da mite her uffez hus steich./ vil dicke her in | |
| dü min nott gesechen,/ In wer ze wainende geschechen/ Mitt saillen an den stunden/ Sy mich an ainen bome bunden/ Bis | |
| Die selben glichen sich den lan,/ Die Got zu der lesten stunde/ Spiet uz sime munde;/ Daz spricht: sie sin vorvluchet,/ | |
| eben teil ir durft enpfienc,/ Wachte, slief, az und tranc,/ Daz waz ein kuene gedanc./ Wie wol sie iz sint bewanten,/ | |
| valsche wip/ Daz des jungen fürsten lipp/ Ierrem hertzen sunder hass/ Also nach gelegen was./ Hectorn sy engegen schraitt/ Mitt ainer | |
| Ist mer dan der irkornen,/ Die der tuvel an sin seil/ Nimet, so der zende teil/ Al der werlde kume geniset,/ | |
| allen/ Viel des zenden zende teil/ Deme tuvel an sin seil,/ Als Got Johanne schouwen liez,/ Der in die zal beschriben | |
| uf/ #s+Unde wirt getwungen ire huf#s-/ Vil herte #s+myt eynem ſeyle#s-/ Nach irem grozen unheyle./ Unde vurt ſy alſo gebunden/ Nach | |
| heyl mite,/ Dy beſtan an ubertrite./ Den ungerechten wirt eyn ſeyl,/ Wan Got zut in ab diz heyl/ Durch diz unrecht | |
| Alſo daz ich wol eynteil/ Mit dir gliche zy diz ſeil;/ Eyn teil ich dir gehorche nicht,/ Ich hore danne ander | |
| als ich ſayte, diz teyl/ Indem Sophar czoch glich diz ſeyl/ Mit Job an kumphtigem gerichte/ Und von der pine geſchichte/ | |
| began,/ Doch myzzet in ir erbeteyl/ Daz ymmer wernde Gotes ſeyl./ Alſuſt beteilet Got dy beyde,/ Ydoch mit underſcheide./ Wan dem | |
| is ſy#s- recht #s+ſin erbeteyl.#s-/ Aber den ſundern wert eyn ſeyl./ #s+Ouch#s- enputet den vrunden ſin/ Got #s+das ſy zu dem#s- | |
| ain vil michel tail!/ Ich han auch gepunden an ain sail/ Manig schon schaf und rind,/ Die alle genomen sind/ Vil | |
| an ir nicht hat tail,/ Wan si zerprach des tiefels sail/ Und entran von im in Gotes gewalt;/ In des dinst | |
| erden hoch/ Daz in nieman kunde gelangen./ Hammer und zwangen,/ Seile, strike warn komen,/ Da mit er worde ab genomen./ Die | |
| wen der urteil get./ Die ersten vazt er an sin seil,/ Der tufel gar an urteil:/ Juden, heiden und die blint/ | |
| vnd enfuͤrhte diͤr niht vnd pint in mit einem hanefinen ſeile vnd bewer in bei dem heiligen Criſt, das er da | |
| sô lât mir zweier tage die frist;/ des dritten ez seil geslagen ist.»/ sie sprâchen, diz wêre ir wille./ da mite | |
| herren gethan als uch der ritter zyhet, so thunt das seil umb uwern hals und laßt von uch riechten! Hatt er | |
| sich und furt synen bracken by neben im an eim seil. Der knapp dancket im sere und ylet hinweg. Da Lancelot | |
| gefangen ritter die binden von dem heubt und brach das seyl da er mit gebunden was. Des großen ritters lut begriffen | |
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